Bildung und Radionik
von Claudio Romanazzi MRadA
(aus 'Die Radionik Information' Nr. 36)
Kann man sich etwas vorstellen, das man noch nie
gesehen, von dem man noch nie gehört hat? Diese
Frage bestimmt letztlich unser Bild der Welt und des
Universums. Im Verlauf unseres Lebens finden wir einen
Platz darin und richten uns ein.
Interessant im Hinblick auf die Überschrift dieser
kleinen Exkursion ist hier nicht ein Szenario, in dem
ein 'Wissender' auf einen 'Unwissenden' trifft und das
Weltbild des Letzteren damit verändert wird.
Wirklich interessant ist in diesem Zusammenhang das
Verhalten innerhalb des eigenen Weltbilds.
Nehmen wir als Beispiel einen ganz normalen Menschen
an, der durch eine Lehre oder eine Studium gegangen ist
und seinen Beruf ausübt. Das Wissen, das er
erworben hat, hat er in sein Leben integriert (ein
Elektriker wird beispielsweise seine Glühlampen
nun selbst auswechseln oder Stromleitungen fachgerecht
verlegen können).
Mit anderen Worten – die betreffende Person
repräsentiert all jene Kenntnisse, für die
sie in ihrem Leben jemals Resonanz entwickelt hat.
Stellen wir also die Frage, die das Thema vorgibt:
„Erfordert radionisches Arbeiten Bildung und
Kenntnisse?“ Wäre es nicht viel geschickter,
einen Knopf zu drücken, einen Schalter zu drehen,
eine Affirmation in ein Display einzugeben –
kurz, eine Absicht auf eine wie immer geartete Art und
Weise an das Universum abzugeben, und dann würde,
einem Wunder gleich, genau das geschehen, was man
beabsichtigt hat? Kann das funktionieren? Ist das
realistisch? Die Antwort lautet (wie es so schön
heißt):
Im Prinzip – ja!
Vor den Erfolg haben die Naturgesetze jedoch Arbeit
gesetzt. Ein altes esoterisches Gesetz lautet:
„Energie folgt dem Gedanken.“ In
radionische Terminologie übersetzt bedeutet dies,
dass durch absichtsvolle Gedanken Energie in die
Verwirklichung fließt. Je präzisere Gedanken
gedacht werden, desto akkurater kann die ihnen folgende
Energie Ihre Wirkung entfalten.
Einem Reiter würde es niemals einfallen, seinem
Pferd zu signalisieren, dass es loslaufen soll. Denn
das Pferd würde ja nicht wissen wie – im
Schritt, Trab oder im Galopp? Tatsächlich gibt es
eine solche Anweisung an ein Pferd gar nicht. Der
Reiter muss immer exakt angeben, was er von seinem
Pferd will. Pferd und Reiter haben eine gemeinsame
Sprache gelernt – sie haben sie beide erlernen
müssen –, die nun den Umgang miteinander
organisiert.
Im Universum ist das etwas anders. Das Universum
versteht die erforderliche Sprache schon, nur wir
müssen sie noch lernen. Jeder Mensch – oder
besser, jedes bewusste Wesen – programmiert sein
Universum, manche eher bewusst, manche ganz
unbewusst.
Ein Radioniker ist jemand, der gelernt hat,
absichtsvoll so präzise zu denken, dass Energie
diesem Denkprozess wirkungsvoll folgt.
Das aber setzt voraus, dass er Bildung darüber
hat, was er absichtsvoll denkt. Es nutzt nur wenig
(aber immerhin etwas, denn es wird ja eine Absicht
formuliert), wenn nur eine grobe Richtung vorgegeben
wird. Äußert man beispielsweise die Absicht,
dass ein Schnupfen verschwinden möge, wird zwar
Energie zu diesem Zweck in Marsch gesetzt, wenn die
Absicht jedoch keinerlei Verständnis der Ursachen
enthält, wird sie wenig ausrichten. Bezieht man
die Ursachen jedoch mit ein, wird die Energie diesem
Gedankengang folgen und damit weit mehr in der
beabsichtigten Richtung erreichen.
Je präziser man in seiner Gedankenführung den
Weg der Energie vorgibt, desto besser sind die
Ergebnisse. Das setzt jedoch eine genaue Kenntnis der
Vorgänge voraus und diese bezeichnet man auch als
Bildung.
Aus dieser Tatsache ergeben sich zwei
Schlussfolgerungen:
-
Radionik ohne genaue Kenntnis der Vorgänge
bleibt immer Stückwerk. In Gang gesetzte Energie
verpufft im Labyrinth der Möglichkeiten, wenn
keine präzise Leitung erfolgt.
-
Ein Radioniker ist auf seinem eigenem Gebiet am
erfolgreichsten. Dort hat er im Verlauf seines Lebens
die größte Resonanz entwickelt und besitzt
dort folgerichtig die größte Kompetenz.
Absichtsvoll geäußerten, präzisen
Gedanken folgt Energie am besten und bewirkt damit
deren optimalste Verwirklichung.
Fazit: Radionik ist immer dann erfolgreich, wenn auf
dem mit ihr bearbeiteten Gebiet Bildung und Kompetenz
vorliegt. Wer meint, durch scheinbare
'Abkürzungen' schneller zum Ziel zu kommen, der
irrt. Allein die Tatsache, dass bekannte Radioniker aus
der Geschichte alle Meister ihres Fachs waren, sollte
zu denken geben. Unter diesen gab es keinen, der nicht
auf seinen Kenntnissen aufgebaut und seine radionische
Arbeit nicht selbst erledigt hätte.
Der 'kurze Weg' wird immer nur Stückwerk bleiben.
Nur der 'lange Weg' der Bildung wird den wirklich
großen Erfolg bringen.
© 01.2006 Radionik Verlag
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