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Letzte Aktualisierung
© 12.2007
optimiert auf 1024 x 768 und größer
von Claudio Romanazzi MRadA
(aus 'Die Radionik Information' Nr. 36)
Kann man sich etwas vorstellen, das man noch nie gesehen, von dem man noch nie gehört hat? Diese Frage bestimmt letztlich unser Bild der Welt und des Universums. Im Verlauf unseres Lebens finden wir einen Platz darin und richten uns ein.
Interessant im Hinblick auf die Überschrift dieser kleinen Exkursion ist hier nicht ein Szenario, in dem ein 'Wissender' auf einen 'Unwissenden' trifft und das Weltbild des Letzteren damit verändert wird. Wirklich interessant ist in diesem Zusammenhang das Verhalten innerhalb des eigenen Weltbilds.
Nehmen wir als Beispiel einen ganz normalen Menschen an, der durch eine Lehre oder eine Studium gegangen ist und seinen Beruf ausübt. Das Wissen, das er erworben hat, hat er in sein Leben integriert (ein Elektriker wird beispielsweise seine Glühlampen nun selbst auswechseln oder Stromleitungen fachgerecht verlegen können).
Mit anderen Worten – die betreffende Person repräsentiert all jene Kenntnisse, für die sie in ihrem Leben jemals Resonanz entwickelt hat.
Stellen wir also die Frage, die das Thema vorgibt:
„Erfordert radionisches Arbeiten Bildung und
Kenntnisse?“ Wäre es nicht viel geschickter,
einen Knopf zu drücken, einen Schalter zu drehen,
eine Affirmation in ein Display einzugeben –
kurz, eine Absicht auf eine wie immer geartete Art und
Weise an das Universum abzugeben, und dann würde,
einem Wunder gleich, genau das geschehen, was man
beabsichtigt hat? Kann das funktionieren? Ist das
realistisch? Die Antwort lautet (wie es so schön
heißt):
Im Prinzip – ja!
Vor den Erfolg haben die Naturgesetze jedoch Arbeit gesetzt. Ein altes esoterisches Gesetz lautet: „Energie folgt dem Gedanken.“ In radionische Terminologie übersetzt bedeutet dies, dass durch absichtsvolle Gedanken Energie in die Verwirklichung fließt. Je präzisere Gedanken gedacht werden, desto akkurater kann die ihnen folgende Energie Ihre Wirkung entfalten.
Einem Reiter würde es niemals einfallen, seinem Pferd zu signalisieren, dass es loslaufen soll. Denn das Pferd würde ja nicht wissen wie – im Schritt, Trab oder im Galopp? Tatsächlich gibt es eine solche Anweisung an ein Pferd gar nicht. Der Reiter muss immer exakt angeben, was er von seinem Pferd will. Pferd und Reiter haben eine gemeinsame Sprache gelernt – sie haben sie beide erlernen müssen –, die nun den Umgang miteinander organisiert.
Im Universum ist das etwas anders. Das Universum
versteht die erforderliche Sprache schon, nur wir
müssen sie noch lernen. Jeder Mensch – oder
besser, jedes bewusste Wesen – programmiert sein
Universum, manche eher bewusst, manche ganz
unbewusst.
Ein Radioniker ist jemand, der gelernt hat,
absichtsvoll so präzise zu denken, dass Energie
diesem Denkprozess wirkungsvoll folgt.
Das aber setzt voraus, dass er Bildung darüber hat, was er absichtsvoll denkt. Es nutzt nur wenig (aber immerhin etwas, denn es wird ja eine Absicht formuliert), wenn nur eine grobe Richtung vorgegeben wird. Äußert man beispielsweise die Absicht, dass ein Schnupfen verschwinden möge, wird zwar Energie zu diesem Zweck in Marsch gesetzt, wenn die Absicht jedoch keinerlei Verständnis der Ursachen enthält, wird sie wenig ausrichten. Bezieht man die Ursachen jedoch mit ein, wird die Energie diesem Gedankengang folgen und damit weit mehr in der beabsichtigten Richtung erreichen.
Je präziser man in seiner Gedankenführung den Weg der Energie vorgibt, desto besser sind die Ergebnisse. Das setzt jedoch eine genaue Kenntnis der Vorgänge voraus und diese bezeichnet man auch als Bildung.
Aus dieser Tatsache ergeben sich zwei Schlussfolgerungen:
Fazit: Radionik ist immer dann erfolgreich, wenn auf dem mit ihr bearbeiteten Gebiet Bildung und Kompetenz vorliegt. Wer meint, durch scheinbare 'Abkürzungen' schneller zum Ziel zu kommen, der irrt. Allein die Tatsache, dass bekannte Radioniker aus der Geschichte alle Meister ihres Fachs waren, sollte zu denken geben. Unter diesen gab es keinen, der nicht auf seinen Kenntnissen aufgebaut und seine radionische Arbeit nicht selbst erledigt hätte.
Der 'kurze Weg' wird immer nur Stückwerk bleiben. Nur der 'lange Weg' der Bildung wird den wirklich großen Erfolg bringen.
© 01.2006 Radionik Verlag