Insider Report - 20 Jahre Bioresonanz
Ursprung und Hintergründe der Therapie mit
patienteneigenen Schwingungen
von Hermann Grösser
An allem zweifeln und alles glauben
sind zwei bequeme
Wege, die in gleicher Weise,
einer wie der andere vom Nachdenken befreien.
Henri Poincaré (1854 - 1912)
Französischer Physiker und Mathematiker
Seit Ende der 70er Jahre erfreut sich besonders im
deutschsprachigen Raum eine neue Kategorie von
biophysikalischen Heilverfahren steigender Beliebtheit
und das sowohl bei Heilpraktikern als auch bei
Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Als
Wirkungskomponenten werden dafür Schwingungen und
Informationen angeführt, die auf einer der Materie
übergeordneten Ebene eingreifen sollen. Viele dieser
Verfahren werden seitens der Schulmedizin als
unkonventionelle Methoden abgelehnt und nicht selten als
mystische Apparatemedizin belächelt. Die Artikel
darüber sind zahlreich und finden sich sowohl in der
medizinischen Fachpresse als auch in großen
Illustrierten wie z. B. Stern, Focus und Spiegel. Vor
allem die Mora- und Bioresonanz--Therapien, die mit
patienteneigenen Schwingungen arbeiten sollen, ziehen
immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich und geraten
teilweise heftig ins Kreuzfeuer der Kritik.
Die meisten der Kritiker haben sich vermutlich weder
ernsthaft mit ihr befasst noch können sie auf eigene
praktische Erfahrungen damit zurückgreifen. Sie
stützen sich deshalb bei ihrer Argumentation auf die
oft völlig widersprüchlichen Angaben der
Hersteller und deren wissenschaftlich nicht haltbaren
Thesen sowie auf Gespräche mit Therapeuten und
Patienten, die diesen Verfahren - aus welchen
Gründen auch immer - ablehnend gegenüberstehen.
So wurde z.B. in dem Buch "Die Andere Medizin"
(Sonderband der Stiftung Warentest) die Mora-und
Bioresonanz-Therapie als nicht empfehlenswert beurteilt
und als Spekulation und Irreführung des Kunden
bezeichnet.
Ihre Anhänger dagegen übernehmen kritiklos
jedes, auch noch so unsinnige Erklärungsmodell und
wundern sich ihrerseits über die anscheinend
antiquierten Ansichten unbelehrbarer Schulmediziner. Von
erstaunlichen Heilerfolgen wird da berichtet und schenkt
man den Artikeln in der Fachpresse für alternative
Medizin Glauben, so gehört die Zukunft zweifelsohne
dieser neuen und richtungsweisenden Therapieform.
Schließlich gilt: Wer heilt hat recht! Stehen wir
also wirklich vor einem Paradigmenwechsel, gegen den sich
anti-evolutionäre Kreise des medizinischen
Establishment mit allen Mitteln wehren? Wird die Medizin
der Zukunft hauptsächlich biophysikalisch oder sogar
rein informativ sein und die aus dem letzten Jahrhundert
geerbte Chemie in das Museum der Medizingeschichte
verbannen? Inwieweit die Vorwürfe und Annahmen der
beiden Seiten gerechtfertigt sind und ob das Ende des
zweiten Jahrtausends tatsächlich der Anfang einer
neuen Ära in der Medizingeschichte sein wird, soll
sich am besten am Schluss jeder selbst beantworten.
... falsehood must become exposed by truth - and
truth, though fought, always in the end prevails.
L. Ron Hubbard
My Philosophy, 1965
Wer die Mora- und Bioresonanz-Therapien richtig verstehen
oder beurteilen möchte, sollte nicht nur Kenntnisse
über ihren Ursprung und die Hintergründe haben,
sondern sich auch darüber klar sein, dass die
materielle Welt nur einen Teil der menschlichen
Wirklichkeit darstellt. Die Entwicklung dieser
Therapierichtung, die inzwischen als biophysikalische,
biokybernetische oder informative Therapie bezeichnet
wird sowie das branchenspezifische Verhalten wird im
nachfolgenden beschrieben und mit entsprechenden Daten
und Fakten untermauert. In unserer schnellebigen Zeit
gerät manches in Vergessenheit, das jedoch zum
besseren Verständnis gewisser Bestrebungen und
Entwicklungen auf dem Bioresonanz-Sektor von Bedeutung
ist.
Der Bericht dient in erster Linie der Information und
Dokumentation und beschreibt die wichtigen Etappen und
Ereignisse der zwei Jahrzehnte ihres Bestehens. Er
spiegelt die Erfahrungen und Beobachtungen wider, die der
Autor selbst in mehr als zehn Jahren aktiver
Tätigkeit im Bereich der als "biophysikalisch"
bezeichneten Medizin gemacht hat. In diesen Zeitraum
fallen sowohl einige Jahre als Management-Berater der
Firma Med-Tronik in Friesenheim/Baden, als auch
zahlreiche Gespräche mit Bioresonanz- und
Mora-Therapeuten im In- und Ausland. Hinzu kommen
ausgedehnte Recherchen sowie eigene Versuche und
Erfahrungen mit diversen anderen biophysikalischen
Geräten der Alternativ-Medizin. Gleichzeitig sollen
mit diesem Report aber auch etwaige Hindernisse, die
einer korrekten Beurteilung im Wege stehen,
ausgeräumt und sowohl Gegner wie Befürworter
zur kritischen Überprüfung des eigenen
Standpunktes anregt werden. Je nach Ergebnis kann es
durchaus sein, dass der eine oder andere sein etwas
ver-rücktes Weltbild von Grund auf überdenken
muss.
Begründet wurde die Therapie mit patienteneigenen
Schwingungen 1977 von dem Arzt Dr. Franz Morell und dem
Elektroniktechniker Erich Rasche, die sie nach den beiden
Anfangsbuchstaben ihrer Namen als MORA-Therapie
benannten. Sie entstammt, wie wir später sehen
werden, aus der Synthese des scientologischen
Gedankengutes von Morell und seinen Erfahrungen und
Kenntnissen der Homöopathie und Elektroakupunktur.
Morell wurde 1921 in Frankfurt am Main geboren. Er
verbrachte seine Jugendjahre in Italien und studierte
später in Leipzig, Marburg, Würzburg und
Gießen, wo er habilitierte. Als praktischer Arzt
war er ab 1949 in Ottfingen (Kreis Olpe) niedergelassen.
Seit Mitte der 50er Jahre war Morell auch Mitglied der
Intern. Med. Gesellschaft für Elektroakupunktur nach
Voll (EAV). Er war über 20 Jahre Mitglied des
Vorstandes und wandte die Methode der EAV neben der
Homöopathie in seiner Praxis an.
Das Phänomen der Medikamententestung mit der EAV
sowie seine 1975 gemachte Entdeckung der angeblich
drahtlosen Übertragung von Medikamentenschwingungen
mittels eines Senders bestätigten ihn in der
Annahme, dass die von Medikamenten ausgehenden
Schwingungen elektromagnetischer Natur sein müssten
und infolgedessen ihre Wirkung in der Eliminierung
pathologischer elektromagnetischer Schwingungen im
Körper hätten. Demzufolge müssten auch
Krankheiten direkt mit elektromagnetischen Schwingungen,
d.h. ohne Medikamente zu behandeln sein. Hinzu kam, dass
Morell durch seine scientologischen Erlebnisse und
Erfahrungen mit dem Auditing die Naturwissenschaften, vor
allem aber die Physik, mit anderen Augen sah.
Seine ersten Begegnungen mit Scientology - eine 1954 von
L. Ron Hubbard begründete Lehre der
Bewusstseinserweiterung - hatte Morell Anfang 1968 durch
die Kollegen Gotthard Marschner und Jochen Prinz. Noch im
selben Jahr trat er Scientology bei und war bis kurz vor
seinem Tode, im März 1990, überzeugter
Anhänger dieser Lehre. Zentral bei Scientology ist
die These, dass im menschlichen Bewusstsein Spuren von
emotionalen Erlebniseindrücken, sog. Engramme (gr.
Gedächtnisspuren), gespeichert sind. Durch eine
spezielle Fragetechnik, Auditing genannt, sollen diese
aufgespürt und stufenweise gelöscht werden
können. Bei vollständiger Löschung wird
ein befreiter Zustand erreicht, der im scientologischen
Sprachgebrauch als "CLEAR" bezeichnet wird. Zum
Aufspüren der Engramme sowie auch zur Kontrolle des
Clear-Status wird ein spezielles Messgerät, das sog.
E-Meter (Galvanometer auf Basis Wheatstone'sche
Brücke), verwendet. Erfolgt keine Löschung der
Engramme, soll es zu psychosomatischen Störungen
kommen, die sich letztendlich als Krankheiten im
Körper manifestieren können.
Angeregt durch die Erfolge der psychischen
Engrammlöschung der Scientologen hatte Morell die
Idee, Krankheiten generell nach einem derartigen Prinzip
zu behandeln und zwar indem ihre Ursachen, d. h. die aus
seiner Sicht von Engrammen abstammenden pathologischen
Schwingungen im Körper, wieder gelöscht werden.
Da sie anscheinend "elektromagnetischer" Natur waren,
sollte die Löschung mittels eines Gerätes durch
"elektronische Invertierung" der körpereigenen
Schwingungen erfolgen. Dadurch könnte nicht nur ohne
herkömmliche Medikamente wirkungsvoll behandelt,
sondern auch die vielen Injektionen der EAV vermieden
werden. Ergäbe die anschließende Kontrolle der
Behandlung durch die EAV-Messung den Mittelwert von 50,
so wäre der Patient frei von pathologischen
Schwingungen und damit nach den Regeln der EAV
energetisch ausgeglichen oder, scientologisch betrachtet,
frei von krankmachenden Engrammen. Die Abklärung des
Patientenstatus mittels der EAV sowie das Einstellen des
Mora-Therapiegerätes zur spezifischen Behandlung
konnte analog dem Auditing und der Überprüfung
mit dem E-Meter gesehen werden. Die sich
anschließende Therapie, die im allgemeinen mit zwei
Handelektroden durchgeführt wird, lässt den
Hintergrund der Mora-Idee recht gut erahnen und erinnert
gleichzeitig auch noch an die Haltung der beiden
Handelektroden des E-Meters der Scientologen.
In stark vereinfachter Form lassen sich die beiden
Konzepte wie folgt darstellen; dabei wird gerade die
auffallende Übereinstimmung der drei wichtigsten
Elemente besonders deutlich.
|
MORELL:
|
Pathologische
Schwingung
|
Behandlung
MORA
|
Gelöschte
Schwingung
|
|
SCIENTOLOGY:
|
Engramm
|
Auditing
|
Clear
|
Das für die neue Therapieform benötigte
Gerät wurde von seinem damaligen Schwiegersohn Erich
Rasche konstruiert, der zwei Jahre zuvor schon den
erwähnten TSE (Test-Sender-Empfänger) zur
Medikamententestung mittels der EAV gebaut hatte.
Problematisch war dabei nur, dass sich die vom Organismus
ausgehenden Schwingungen ebensowenig wie die
homöopathischer oder anderer Medikamente auf
direktem Wege, d. h. ohne EAV, messen ließen. Auf
welcher physikalischen Grundlage sollte nun dieses neue
Therapiegerät entstehen, bzw. welche Parameter
(Frequenzumfang, Art der Schwingung, Modulation etc.)
sind überhaupt für nicht messbare
Größen anzuwenden? Aufbauend auf seine
Kenntnisse im elektronischen Bereich entschloss sich
Rasche, ein Gerät nach den Gesetzen der technischen
Akustik zu bauen. Dieses Gebiet war ihm aus seiner
früheren Tätigkeit als Entwickler von
Verstärkern in der Unterhaltungselektronik bekannt.
Er setzte somit willkürlich den Bereich der
patienteneigenen Schwingungen analog dem auditiven
Frequenzbereich, ohne allerdings nach oben eine
entsprechende Begrenzung vorzunehmen.
So entstand ein Gerät mit Verstärker und
elektronischen Filtern, wie sie u. a. in der Akustik
üblich sind. Der einstellbare Frequenzbereich
verlief von 100 - 10.000 Hz wobei 1000 Hz als fiktive
Trennlinie zwischen Hochpass und Tiefpass festgelegt
wurde, was später die gedankliche Anlehnung an die
Hoch- und Tiefpotenzen der Homöopathie
ermöglichen sollte. Der 1000 Hz-Wert wird ebenfalls
als Bezugsgröße in der Akustik verwendet,
jedoch in anderem Zusammenhang. Der Einfachheit halber
wurden gleichzeitig die dort gebräuchlichen Begriffe
wie Hochpass, Tiefpass und Bandpass übernommen und
als neue medizinische Termini in diese Art der Therapie
eingeführt. Ein Hochpassfilter lässt nur hohe
und ein Tiefpass nur tiefe Frequenzen passieren,
während ein Bandpassfilter nur begrenzte Bereiche
zwischen zwei definierten Frequenzen durchlässt. Mit
Hilfe dieser Filter wird normalerweise der Obertongehalt
beeinflusst, was eine Änderung der
Klangcharakteristik zur Folge hat. Hinzu kam als
wichtigste Komponente die Möglichkeit der
Invertierung, die die vermeintlichen pathologischen
Schwingungen um 180° drehen und in invertierter Form,
d. h. spiegelbildlich, an den Ausgang leiten soll. Daher
auch die gebräuchliche Bezeichnung A-quer, was
Ausgang quergeschaltet zum Eingang des Gerätes
bedeutet. Die Idee der technischen Invertierung ist
allerdings nicht neu, sie wird u. a. bei
Übertragungsanlagen zur Vermeidung von
Phasenverschiebungen eingesetzt, doch wurde sie in dieser
speziellen Form erstmals auch in den Bereich der
Alternativ-Medizin eingeführt. Sie ist der zentrale
Gedanke des von Morell entwickelten Therapiekonzeptes und
die Basis aller Mora- und Bioresonanztherapien.
Morell drückt es in eigenen Worten wie folgt aus:
"Die Inversschaltung ist das zweite Standbein der
Mora-Idee, das erste ist die Verwendung der
patienteneigenen elektromagnetischen Schwingungen zur
Therapie. Beide bilden zusammen die Grundlage von Mora
und sind mein geistiges Eigentum. Therapieverfahren, die
auf diesen beiden aufbauen, hat es bisher nicht
gegeben." (Morell, F. Mora-Therapie, Konzept und
Praxis, Seite 39, Heidelberg, 1987)
Gemäß den mutmaßlichen
Wirkungsmechanismen sowie den technischen Gegebenheiten
des neuen Therapiegerätes wurde ein
medizinisch-wissenschaftlich klingendes
Erklärungsmodell geschaffen und die "Therapie mit
patienteneigenen Schwingungen" begründet. Dabei
berücksichtigte Morell auch Elemente der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die er
später weiter ausbaute und für die
Mora-Therapie adaptierte. Das fertige Gerät wurde
dann 1977 einem größeren Fachpublikum in Bad
Homburg vorgestellt. Ab 1980 konnten die Mora-Geräte
auch mit einem Elektroakupunktur-Messteil (EAV) geliefert
werden. Wie sich später herausstellen sollte, hatte
diese zusätzliche Möglichkeit einen
wesentlichen Anteil an der Akzeptanz und Verbreitung der
neuen Methode.
Ergänzend zur Mora-Therapie entwickelte Rasche auf
Wunsch von Morell 1981 das Mora-Color-Gerät,
das sowohl alleine als auch in Kombination mit dem
Mora-Therapiegerät eingesetzt werden kann. Es war
das erste Farbtherapiegerät mit aufwendiger
Elektronik, das ohne sichtbare Farben im Außen, d.
h. Farblicht zur sensoriellen Ansprache, angewandt wurde
(eine schwache Lichtquelle befindet sich jedoch im
Inneren des Gerätes, die lt. Angaben des Herstellers
aus weißem Licht bestehen soll). Lediglich die
Drucktasten zur Einstellung der sechs Farben waren farbig
markiert. Als Wirkungskomponenten bei diesem Gerät
wurden "niederfrequente Schwebungsfrequenzen"
angeführt. Der Begriff der Schwebungsfrequenz stammt
ebenfalls aus der Akustik, hat jedoch in Verbindung mit
Farblicht überhaupt keine Relevanz, da Licht im
physikalischen Sinne anderen Gesetzmäßigkeiten
unterliegt als Schall, der zur Ausbreitung
grundsätzlich einen materiellen Träger wie z.B.
Luft, Wasser oder auch ein anderes Medium benötigt.
In der Radionik wurden allerdings schon früher
Farbtherapiegeräte ohne sichtbare Farben bzw. Licht
eingesetzt. Bei dem "Coloronic Instrument" z.B. werden
die Farben durch sogenannte Color-Rates
(Zahlenkombinationen) ersetzt, die es sowohl für die
sieben Grundfarben als auch für zahlreiche andere
Farben gibt (Bruce Copen, A Rainbow of Health, UK 1974).
Während in der Philosophie mit patienteneigenen
Schwingungen dem Mora-Gerät primär die
Löschung pathologischer Schwingungen zukommt, ist es
die Aufgabe des Mora-Color Gerätes, dem Körper
die fehlenden Farblichtschwingungen zuzuführen. Es
handelt sich hierbei also um zwei völlig
verschiedene Konzepte, nämlich zum einen der
Eliminierung und zum anderen der Hinzufügung von
Schwingungen, wobei letzteres etwas später durch
sog. Naturnahe Magnetfeldschwingungen in Form des
Indumed -Gerätes nach Dr. W. Ludwig nochmals
erweitert wurde. Das Gerät hat einen Frequenzumfang
von 1 - 1000 Hz, wobei als Basis der Intensität die
Größenordnung des Erdmagnetfeldes von ca. 0,5
Gauß dient (Wolfgang Ludwig, EHK Bd. 32, Heft 5,
Mai 1983 sowie Raum&Zeit 5/1983).
Morell hatte jedoch nie die Absicht seine Entdeckung in
irgendeiner Form der Scientology zur Verfügung zu
stellen bzw. etwas über den Ursprung seiner Idee
verlauten zu lassen. Verständlicherweise vermied er
jeden Hinweis in dieser Richtung, denn hätte er dort
vertreten, dass es ggf. auch Möglichkeiten der
Engramm-Löschung auf direktem Wege, also ohne das
mühsame und teils seelisch belastende Auditing
gäbe, wäre womöglich die gesamte
Philosophie des Auditing gefährdet gewesen. Also
blieb das neue Verfahren der Alternativszene vorbehalten,
die anfangs zwar recht zögernd darauf reagierte,
aber inzwischen doch sehr kreativ und erfolgreich damit
umgeht.
So sind heute alle möglichen Behandlungsvarianten
mit Mora gebräuchlich, angefangen von der
pränatalen Engramm-Löschung über Allergien
jedweder Art bis zur Eliminierung von
Partner-Idiosynkrasien.
Im September 1979 gründete Rasche die Fa. Med-Tronik
GmbH in Friesenheim/Baden, um sich von da an
hauptberuflich mit der Fabrikation
medizinisch-biophysikalischer Geräte zu befassen.
Den Vertrieb überließ er exklusiv Hans
Brügemann, der seine eigene Firma in Gauting bei
München hatte und von dort aus die Verbreitung der
Mora-Idee in Angriff nahm. Zu dieser Zeit lernte
Brügemann, ebenfalls Scientologe, Dr. Morell kennen,
und es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Morell hatte allerdings nie wirtschaftliche Interessen an
einer der beiden Firmen. Dank des unermüdlichen
Einsatzes von Brügemann breitete sich die
Mora-Therapie in der alternativen Behandlungsszene
ständig aus. Es gesellten sich neue Mitarbeiter
dazu, die dann den medizinisch - wissenschaftlichen
Hintergrund weiter ausbauten und zusätzliche Ideen
für ein erweitertes Erklärungsmodell lieferten,
wobei ihnen mangels messbarer therapierelevanter
Parameter u. a. das (seinerzeit noch) sechsdimensionale
Weltbild von Burkhard Heim sehr zustatten kam.
Auch der Erfinder wurde gewürdigt und 1983 erhielt
Rasche seine ersten Urkunden und Diplome, gefolgt von
weiteren in den Jahren 1984 und 1985. Insgesamt
schmückten nahezu ein Dutzend Diplome und Urkunden
den Schulungsraum seiner Firma. Das Kuriose daran war
jedoch, dass nicht nur für die von ihm erfundenen
Geräte diverse Auszeichnungen von internationalen
Erfindermessen in Brüssel, Luxemburg, Wien und
Mailand vorhanden waren, sondern auch, dass sich darunter
sogar Diplome für ein Gerät befanden, das
bereits schon 30 Jahre zuvor in Frankreich erfunden
wurde, nämlich die Bio-Elektronik nach Vincent
(BEV). Ob der Jury vielleicht ein Fehler bei der
Preisverteilung unterlaufen war?
In die erste Zeit der Zusammenarbeit mit Brügemann
fällt auch die Einführung des Separators, einem
geheimnisvollen Biofilter, der auf Betreiben von ihm,
jedoch zum Leidwesen von Morell ab 1979 in die
Mora-Therapiegeräte serienmäßig eingebaut
wurde. Morell selbst war nie glücklich mit dieser
Entscheidung zumal sie im Grunde genommen nicht in
Einklang gebracht werden konnte mit der
ursprünglichen Philosophie der Invertierung. Die
Idee eines Separators stammte von Ludger Mersmann, einem
freien Mitarbeiter, der durch eine biogene Substanz eine
Trennung zwischen disharmonischen und harmonischen bzw.
pathologischen und physiologischen Schwingungen bewirken
wollte. Bei dieser sagenumwobenen Substanz handelte es
sich ursprünglich um Chlorophyll, das als eine Art
Grundsubstanz für gesundes Gewebe angesehen wurde,
mit der die pathologischen Schwingungen des Organismus
nicht in Resonanz treten könnten. Später
ersetzte Rasche das in homöopathischer Tinktur
verwendete Chlorophyll durch eine Reihe anderer,
anscheinend besser geeigneter Mineralien in Pulverform.
Der neue Separator wurde fortan als Molekularsaugkreis
bezeichnet, ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen
Molekül und Saugkreis, einem in der Elektronik
gebräuchlichen Schwingkreis,zusammensetzt.
Was wahrscheinlich jedoch anfangs weder Brügemann
noch Morell noch Rasche wussten, war die Tatsache, dass
ihre Therapie nicht so funktionierte, wie sie dachten
bzw. es in ihren Erklärungsmodellen angaben. Das
Problem lag ganz einfach darin, dass das postulierte
Funktionsmodell gesicherten physikalischen Erkenntnissen
widersprach. Eine Tatsache die später, neben der
scientologischen Verbindung ihrer Protagonisten, noch so
manche Problematik aufwerfen sollte. Im Grunde genommen
hatte Rasche nämlich - wie schon zuvor beim TSE -
nichts anderes als ein modernes radionisches Gerät
nach einer Idee von Morell geschaffen. Ganz unbewusst
wurde dies auch mit dem Gerätenamen zum Ausdruck
gebracht, wobei Mora genausogut die beiden
Anfangsbuchstaben von "Moderne Radionik"
bedeuten könnte. Radionische Geräte sind
psycho-apparative Instrumente, die über die
bewusstseinsgesteuerte Ebene funktionieren und durch
Gedankenkonzentration des Anwenders aktiviert werden. Der
Name Radionik leitet sich von dem englischen Wort
Radionics ab, vermutlich ein Kunstwort aus:
Radiations (Strahlungen) und Electronics
oder aber aus Radiation und ionic, wie es
z. B. bei De la Warr erwähnt wird.
Die ersten Versuche mit derartigen Geräten reichen
zurück in die 20er Jahre und wurden von dem
amerikanischen Arzt und Forscher Dr. Albert Abrams
(1863-1925) gemacht (Abrams, New Concepts in Diagnosis
and Treatment, San Fransisco, 1922). In Europa war es vor
allem George de la Warr in Oxford/England, der zu Beginn
der 40er Jahre eine neue Generation radionischer
Geräte baute, die noch heute in teilweise
unveränderter Form von Bruce Copen Laboratories
angeboten werden. Während im englischen Sprachraum
zahlreiche Artikel und Bücher zu dieser Thematik
erschienen, blieb sie in Deutschland weitestgehend
unbeachtet. Erst ab den 80er Jahren gab es weitere
Übersetzungen, so z. B. ein Werk von David V.
Tansley aus England und später aus USA von Jane E.
Hartmann "Die Heilkraft der richtigen Schwingung"
(Shamanism for the New Age). Doch erst seit den 90er
Jahren bemüht man sich auch in Deutschland die
Radionik intensiv zu verbreiten. Inzwischen existieren
sogar mehrere Vereinigungen wie z.B. die "Deutsche
Radionische Gesellschaft e.V." oder der "Arbeitskreis
Radionik und Schwingungsmedizin e.V.". Dass radionische
Geräte, selbst solche der früheren Generation,
heute in Deutschland und den USA, ja selbst im
fernöstlichen Raum ihre Renaissance feiern, spiegelt
recht deutlich das große Interesse und die
Nachfrage nach psycho-apparativen Methoden wider.
Inzwischen ist man jedoch bestrebt, weitere Werke der
Radionik-Literatur bei uns zu verbreiten, doch fehlen
immer noch Übersetzungen der wichtigsten
älteren Werke, so z. B. "Matter in the Making" von
L. Day und G. de la Warr, London, 1966 oder das
Standardwerk von Edward W. Russel, "Report on Radionics"
London, 1973. Viele gängige Praktiken der
radionischen Arbeitsweise blieben deshalb auch
hierzulande vorerst unbekannt. Kein Wunder also, wenn in
der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen so manche,
angeblich als neue Entdeckung deklarierte Methode, wie z.
B. das Einbeziehen von körpereigenen Substanzen
(Blut, Sekrete, Urin etc.) bereits Jahrzehnte vorher
schon zum Standard-Repertoire der Radioniker
gehörte. Die Idee, körpereigene Substanzen zu
verwenden, ist allerdings noch wesentlich älter und
wird seit Jahrhunderten für magische Riten und
Gebräuche in unterschiedlichen Kulturkreisen
verwendet (Mazel, Enigmes du Maroc, Paris 1971).
Radionische Geräte besitzen selbst keine aktiven
physikalischen Wirkungskomponenten im konventionellen
Sinne, sondern sind die in der Außenwelt
erforderlichen materiellen Repräsentanten eines
geistigen Prinzips. Sie schaffen das nötige
Vertrauen in die Methode, die durch das Gerät
symbolisiert wird und dienen dem Anwender gleichzeitig
zur (unbewussten) Aktivierung bzw. Konzentration seiner
mentalen Kräfte, d. h. zur Ausrichtung des
Bewusstseins beim Arbeiten mit den Geräten. Wirksam
werden deshalb auch nicht die an den Geräten
vorgenommenen (symbolischen) Einstellungen, sondern nur
die im Bewusstsein des Therapeuten vorhandenen
subjektiven Vorstellungen über Funktion und
Wirkungsweise (positiv wie negativ) der angewandten
Methode. Nicht die physikalischen Instrumente, auch wenn
sie als symbolisches Interface zur psychischen Ebene
für die meisten erforderlich sind, sondern der
Therapeut selbst wird durch sein Tun (Ritual) zur
Wirkungskomponente.
Deshalb gilt die Regel:
Je klarer und deutlicher die Methode im Bewusstsein
des Anwenders verankert und je höher die
Identität mit dem System ist, desto Erfolg
versprechender die Therapie!
Bei diesen Methoden kommt das Phänomen der
Rückbezüglichkeit besonders zum Tragen, d. h.
die Identität und das Vertrauen ist Voraussetzung
für den Erfolg, während nur wiederholter Erfolg
das notwendige Vertrauen und damit die Identität mit
dem System selbst schafft. Übung macht den Meister,
gilt hierbei in besonderem Maße. Damit erklärt
sich natürlich auch der vielfältige
Einsatzbereich der Mora-Therapie sowie die
außergewöhnliche Erfolgsquote von Dr. Morell
selbst, aber auch die Misserfolge all derjenigen, die
dieser Therapieform skeptisch oder gar ablehnend
gegenüberstehen. Andererseits tritt durch virtuoses
Beherrschen des Instrumentes eine gewisse
Abhängigkeit ein, da der Therapeut glaubt, nur
über das jeweilige Instrument und dessen
Funktionsweise (die unbewusste Aktivierung und
Konzentrierung der mentalen Kräfte) seine Erfolge
erzielen zu können.
Wir nutzen nur 10% unseres geistigen Potenzials.
Albert Einstein
Die Mora-Therapie wird im allgemeinen ohne Medikamente
angewandt und umfasst einen breiten Indikationsbereich.
Sie gilt als nebenwirkungsfrei und kann auf erstaunliche
Heilerfolge zurück blicken. Zahlreiche Fallbeispiele
bestätigen die Wirksamkeit und den großen
Einsatzbereich dieser universellen Therapiemethode. Ihre
Möglichkeiten sind fast unbegrenzt und in der Tat
ist, wie Morell postulierte, fast jede Krankheit einen
Behandlungsversuch damit wert. Diese Art der Therapie
hat, wie auch alle anderen psycho-apparativen Methoden,
einen Einfluss auf sämtliche biologischen Systeme,
seien es Menschen, Tiere, Pflanzen oder Mikroorganismen.
Sie durchdringt Zeit und Raum! Ihre Effizienz ist, lege
artis angewandt, unbestritten. Hier zeigt es sich ganz
deutlich, welche ungeahnten Möglichkeiten dem
menschlichen Geist bei entsprechender Aktivierung
(emotionale Aufladung, Glaube, Konzentration etc.) zur
Verfügung stehen und welche Macht von der
persönlichen Zuschreibung an Dinge und Ereignisse
ausgehen. Wohlweislich wirbt Scientology mit den Worten
Einsteins: Wir nutzen nur 10% unseres geistigen
Potentials.
Das Groteske an dieser Situation ist allerdings, dass
Hersteller wie Exponenten dieser Therapieform zäh an
ihren alten pseudophysikalischen, mit zahlreichen
Widersprüchen behafteten Erklärungsmodellen
festhalten, wohl getreu dem Motto: error communis
facit jus (gemeinsamer Irrtum macht das Gesetz).
Genau dies ist jedoch der wunde Punkt, an dem die
Kritiker logischerweise ansetzen, denn die Physik
zeichnet sich in besonderem Maße durch eine klare
Definition der benutzten Begriffe aus. Für die
Darstellung physikalischer Erkenntnisse und
Zusammenhänge werden messbare Eigenschaften von
physikalischen Objekten, Zuständen oder
Vorgängen verwendet. Die Messbarkeit ist eine
wesentliche Eigenschaft jeder physikalischen
Größe, und so auch von elektromagnetischen
Frequenzen, eine Tatsache, die die Verfechter rein
physikalischer Funktionsmodelle für diese Therapie
anscheinend völlig ignorieren. Die Problematik liegt
in diesem speziellen Fall eindeutig bei den Exponenten
und Herstellern und keinesfalls bei den Kritikern der
Methode!
Auch dem physikalisch weniger Bewanderten dürften
nachstehende Beispiele sofort einleuchten. Nur was
messtechnisch erfassbar ist, kann auch nach
herkömmlichen physikalischen
Gesetzmäßigkeiten quantifiziert werden. Was
jedoch nicht erfassbar ist, kann demnach auch nicht
quantifiziert oder zur elektronischen Verstärkung
herangezogen werden und schon gar nicht von einfachen
Verstärkern, die, um überhaupt operativ zu
sein, auf physikalische Ausgangswerte zurückgreifen
müssen. Hieraus resultiert zugleich ein weiteres
Problem, nämlich das der Trennung harmonischer und
disharmonischer Schwingungen mittels Separator, denn
physikalisch separiert werden kann ebenso nur das, was
messtechnisch erfassbar ist. Zwangsläufig erhebt
sich spätestens hier die Frage nach dem
Frequenzbereich an sich. Wie kann überhaupt ein
Bereich, der nicht messbar ist, "physikalisch" definiert
werden? Bekanntlich reicht das Spektrum der
elektromagnetischen Wellen ja bis weit über den
Gigahertzbereich hinein! Ähnliches gilt
natürlich für die elektronische Invertierung
der körpereigenen Schwingungen, auf der ja die
gesamte Philosophie der Therapie mit patienteneigenen
Schwingungen aufbaut. Schon alleine aufgrund der
Phasenverschiebungen, die durch elektronische Bauelemente
(Filter etc.) sowie im Körper selbst entstehen, ist
eine vollständige Löschung der pathologischen
Schwingungen durch rein physikalische Invertierung gar
nicht durchführbar. Das Thema Phasenverschiebung ist
gerade in den letzten Jahren zum heißen
Diskussionspunkt vieler Gegner geworden. Um dem
vorzubeugen soll es jetzt sogar schon ein Gerät mit
der Möglichkeit zur Korrektur der
Phasenverschiebungen geben. Quo vadis Bioresonanz?
Hinzu käme aber noch - falls die Annahme der
elektronischen Verarbeitung körpereigener
Schwingungen stimmt - dass bei einer Verstärkung der
"pathologischen" Schwingungen, diese sich doch wohl
eindeutig negativ und zum Nachteil der Patienten
auswirken und die Krankheit ggf. sogar einen
tödlichen Ausgang zur Folge haben könnte.
Selbst das perfekte Verbrechen (elektronisches Voodoo)
wäre damit möglich, denn bei Mora-Super lassen
sich z. B. mit dem Modus "D", der für disharmonisch
steht, sogar ganz gezielt die pathologischen Schwingungen
verarbeiten und bis auf das Hundertfache verstärken.
In Anbetracht derartiger Möglichkeiten des
Missbrauchs müssten eigentlich die Anhänger
selbst das geringste Interesse an einer strengen
wissenschaftlichen Beweisführung ihres Verfahrens
haben. Gelänge nämlich der einwandfreie Beweis
der vorgegebenen physikalischen Funktionsweise der
Methode, so müsste diese schon aus rein forensischen
Gründen verboten und sämtliche Geräte
umgehend aus allen Praxen entfernt werden. Doch so weit
scheinen die Gedankengänge der Verfechter dieser
Methode nicht zu gehen, denn sonst würden wohl kaum
die Exponenten der Szene nach wie vor so vehement den
Standpunkt eines reinen Physikalismus vertreten. Um
dieses Bild aufrecht zu erhalten, werden von ihnen sogar
klar definierte physikalische Termini wie
elektromagnetische Schwingungen, Frequenzen und andere
naturwissenschaftliche Begriffe für eigene Zwecke
umgedeutet bzw. missbraucht und in ihren Publikationen
als semantische Formulierungen für eine Reihe
messtechnisch nie erfassbarer Elemente verwendet. Hinzu
kommt die Kunst neue Begriffe zu erfinden, wie z.B.
Schwingungsmedizin, ultrafeine Schwingungen, energetische
Medizin und andere imaginäre Größen, die
zwar im Geiste der Anwender aber nie in der
Außenwelt vorhanden sind. Es ist geradezu
erschreckend, mit welcher Naivität an diese Dinge
herangegangen wird und welch eklatanter Unsinn in blinder
Physikgläubigkeit akzeptiert und selbst von
Hochschulabsolventen verbreitet wird.
Physikalische Theorien müssen unvollständig
beiben, wenn beim Definieren der Realität
Bewusstsein nicht auf irgend eine Weise als aktives
Element mit einbezogen wird.
Robert G. Jahn,
Princeton University
Die zentrale Rolle des Bewusstseins, die ja ohne den
geringsten Zweifel als die wirklich ausschlaggebende
Komponente für die auf psychischer
Kommunikationsebene stattfindenden Interaktionen zu sehen
ist, wird hier vollständig außer acht
gelassen, besser gesagt wohlweislich verschwiegen. So hat
sich auch bis heute noch kein Anwender oder Hersteller
aus der Bioresonanz-Szene getraut, ein entsprechend
revidiertes Funktionsmodell vorzustellen, geschweige denn
ganz offen für die mentalen, d.h.
bewusstseinsrelevanten Wirkungskomponenten dieser
Therapieform einzutreten. Dabei würde doch gerade im
Hervorheben dieser Faktoren eine ungeheure Chance liegen,
denn die mentalen Prozesse sind ja bekanntlich die
stärkste Waffe der Alternativ-Medizin und
natürlich das schwächste Glied in der
konventionell wissenschaftlichen Beweisführung,
deren Kompetenz ja immer noch materieller Natur ist.
Hinzu kommt, dass die Schulmedizin bis heute nichts
Vergleichbares zu bieten hat. Was soll also das ganze
Theater mit völlig realitätsfremden
Funktionsmodellen! Sie diskreditieren nicht nur diese
Verfahren und Therapeuten, die damit arbeiten, sondern
lenken die Aufmerksamkeit in eine völlig falsche
Richtung und verhindern damit brauchbare
Forschungsansätze. Die Frage ist nicht in wieweit
die Schulmedizin die psycho-apparativen Verfahren
anerkennt, sondern doch wohl eindeutig ob und in wieweit
diese Verfahren ihr ebenbürtig oder gar
überlegen sind! Nebenbei bemerkt, selbst René
Descartes (1596-1650), der als Begründer des
modernen Rationalismus gilt, fragte sich damals schon, ob
die äußere Welt, einschließlich seines
eigenen Körpers, nicht eine Illusion sei, geschaffen
von einem bösartigen Genie, das entschlossen war,
ihn zu täuschen.
Keine Kenntnisse der bewusstseinsrelevanten Faktoren zu
haben, wäre eine schlechte Ausrede. Spätestens
nach Bekanntwerden der Tatsache, dass selbst bei falsch
eingestellten oder sogar ausgeschalteten Geräten
gleiche Wirkungen erzielt wurden, hätte zumindest
von Seiten der Exponenten diesem Phänomen mehr
Aufmerksamkeit gewidmet werden müssen. Statt dessen
wird weiterhin der Elektronik gehuldigt und ohne
kritische Betrachtung und Überprüfung der
Fakten werden die alten pseudophysikalischen Modelle
übernommen oder geringfügig variiert und als
Zeichen eigener Gelehrsamkeit weitergereicht. So besteht
z. B. auch der in vielen Publikationen erwähnte
biophysikalische oder biokybernetische Regelkreis nicht
wie immer wieder dargestellt zwischen Gerät und
Patient alleine, sondern in erster Linie zwischen Patient
und Therapeut mittels Gerät. Gerätehersteller
wie Vertreter der Bioresonanz lenken jedoch trotz alledem
in ihren Publikationen und Anzeigen die Aufmerksamkeit
alleine auf die Technik der Geräte - eine geschickte
Irreführung der Therapeuten oder Ohnmacht
gegenüber dem Eingeständnis einer
"Elektronischen Magie" und dem wohl damit
befürchteten Schwinden der Zauberkraft der
Gerätemystiker?
Brügemann hatte die alleinige Vertretung der
Mora-Therapiegeräte bis August 1987, als ihm
aufgrund des Bekanntwerdens seiner Neukonstruktion von
Med-Tronik fristlos gekündigt wurde. Wenige Monate
später brachte er zur Medizinischen Woche in
Baden-Baden ein eigenes Therapiegerät unter dem
Namen BICOM, was für Biokommunikation steht,
auf den Markt. Das Gehäuse war in Anlehnung an Mora
in ähnlicher Form und Farbe gehalten, wobei das
Messteil zur Elektroakupunktur sogar eine fast
vollständige Kopie davon war. Das neue
Therapiegerät wies eine Reihe von Neuerungen auf und
zeichnete sich durch Prozessor gesteuerte Bedienung aus.
Die Hoch- und Tiefpässe der Mora-Therapie wurden
durch einen durchlaufenden Bandpass ersetzt, um sich
vermutlich besser an die von Prof. Smith in England
durchgeführten Arbeiten anlehnen zu können. Der
Frequenzumfang dagegen wurde unverändert
übernommen und beläuft sich ähnlich der
Mora-Geräte von ca. 10 Hz bis 150 KHz. Die Versuche
von Smith gingen allerdings in noch weit höhere
Bereich und zwar bis in den Gigahertz-Bereich und wurden
mit einem Frequenzgenerator, d.h. auf völlig andere
Art und Weise durchgeführt. Eine physikalische
Relevanz zur technischen Funktionsweise des Bicom
Gerätes ist aufgrund der unterschiedlichen
Ansätze nicht im geringsten gegeben. (Best, S. /
Smith, C.W. Electromagnetic Man, London, 1989).
Das Bicom-Gerät sollte nach Darstellung von
Brügemann eine Weiterentwicklung der bisherigen
Mora-Therapie sein. Die Werbung war entsprechend
reißerisch aufgemacht und in zahlreichen
Fachzeitschriften zu finden. Mit dem Slogan "Erstmalig
in der Medizin: Mit patienteneigenen Schwingungen den
schmalen Frequenzbereich einer Erkrankung gezielt
therapieren!" wurde die Aufmerksamkeit elegant auf
das neue Therapiegerät gelenkt. So quasi nebenbei
befand sich in der Anzeige auch ein Hinweis auf
gebrauchte Mora-Geräte, die ja nun günstig zu
haben waren. Die Vorteile der Anwendung waren
augenscheinlich. Im Gegensatz zur Mora-Therapie war es
nun auch möglich, mit dem Bicom-Gerät die
getesteten EAV-Werte abzuspeichern sowie die
unterschiedlichsten Krankheiten mit Therapie-Programmen
zu behandeln. Neu waren auch die Therapieprogramme.
Programme ermöglichen nicht nur eine leichte und
schnelle Gerätebedienung, sondern ggf. auch die
Delegierung der Therapie an Hilfskräfte (wobei
allerdings bei letzterem die persönliche Ansprache
von Therapeut zu Patient größtenteils verloren
geht). Was früher umständlich von Hand
eingestellt werden musste, wurde Dank moderner Technik
nun größtenteils automatisch erledigt. Woher
jedoch die vielen Programme plötzlich kamen,
darüber machte sich kaum einer Gedanken. Will man
jedoch informierten Kreisen Glauben schenken, so sollen
sie größtenteils von der Heilpraktikerin Sissi
Karz stammen. Wie die Programme allerdings ermittelt
wurden, bleibt der Phantasie des einzelnen
überlassen. Das Bicom Computerhandbuch 3.2 vom 15.
11. 89 wies bereits über 130 Indikationen aus, die
quasi per Knopfdruck behandelt werden können
(inzwischen sind es 233 Programme für über 400
Indikationen).
Die Gesamtkonzeption sowie die technische Realisierung
des Gerätes ließ jedoch eindeutig erkennen,
dass Brügemann inzwischen die bewusstseinsrelevanten
Wirkungskomponenten der Therapie erkannt hatte. Das Bicom
wie auch der dazu erhältliche Infrarot-TSE
(Test-Sender-Empfänger) sind Musterbeispiele
für moderne psycho-apparative Instrumente. Bei dem
Bicom-TSE handelt es sich um eine Art Standardschaltung
einer Gerätefernbedienung auf Infrarot-Basis
(ähnlich einer TV-Fernbedienung) ohne
Übertragungsbereich, dafür aber mit einer
hervorragenden Anschlusskontrolle, schließlich muss
ja dem Anwender für teures Geld auch sensoriell
etwas geboten werden!
Ein gravierender Fehler unterlief allerdings den
Konstrukteuren des Bicom-Gerätes, denn sie dachten
nicht daran, die Durchlassbereiche des Bandpasses
abzustimmen. Verständlicherweise, denn bei einer
symbolischen Funktionsweise ist dies, im Gegensatz zu
einer echten physikalischen, ja auch völlig
unerheblich. So zeigte die erste
Bicom-Gerätegeneration beim Überprüfen mit
einem Frequenzgenerator völlig falsche Frequenzwerte
im Anzeigefenster an. Einmal mehr ein untrüglicher
Beweis für die "nichtphysikalische" Funktionsweise
der angeblich "an der Spitze des Fortschritts" stehenden
Geräte.
Erst als das "Occidental Institute Research Foundation"
in Canada (war früher Vertretung für
Brügemann, organisiert u. a. Seminare im Bereich der
biophysikalischen Medizin, so auch für Mora) unter
der Überschrift: PRODUCT WARNING! seine Mitglieder
mit einem Rundschreiben im Juni 1988 auf diesen Umstand
hinwies, bekam Brügemann überhaupt erst
Kenntnis davon. Er reagierte prompt, zum einen mit der
Beseitigung des technischen Fehlers, zum anderen mit
einem eigenen Rundschreiben, in dem er die Firma
Med-Tronik für die Übermittlung der Daten nach
Canada verantwortlich machte und sie des unfairen
Wettbewerbs bezichtigte. Die Aktion verpuffte allerdings
schnell und ohne Nachhall. Einige Wochen danach, Ende
August 1988 bestätigte die Technische Hochschule in
Genf in einem Untersuchungsbericht die
Unzulänglichkeit des Bicom-Gerätes in punkto
Frequenzanzeige, ein Bericht, der in Deutschland nur
Insidern bekannt wurde, und keinerlei Folgen auf die
Ausbreitung der Methode hatte.
Das Versäumnis der Frequenzabstimmung des Bandpasses
beim Bicom brachte jedoch später den Autor auf die
Idee, Versuche mit einem anderen, elektronischen
Filtersystem durchzuführen. Wenn das Gerät
selbst wirklich nur die Aufgabe eines materiellen
Repräsentanten hat, d. h. ohne direkte
physikalisch-therapeutische Funktion, so müsste
jedwede Art von elektronischen Filtern dafür
geeignet sein. Dass dem tatsächlich so ist und dass
der gewählte Frequenzbereich bei psycho-apparativen
Verfahren unerheblich und demnach auch weit höher
liegen kann, zeigten Experimente mit einem
Rundfunk-Tuner. Zum Einsatz kam ein handelsüblicher
AM/FM-Tuner der Firma Sanyo, dessen AM-Teil für
therapeutische Zwecke entsprechend umfunktioniert und mit
Anschlussmöglichkeiten ausgestattet wurde, so dass
er entweder alleine oder in Verbindung mit einem
herkömmlichen Mora- oder Bioresonanzgerät
eingesetzt werden kann.
Er funktioniert bestens und stellt eine echte
Herausforderung für die bisherigen Konzepte der
Bioresonanztherapie dar, denn wurden die patienteneigenen
Schwingungen seither in einem Bereich von ca. 10 Hz bis
180 KHz angeblich "elektronisch verarbeitet", so stehen
sie nun in einem weit höheren Bereich, nämlich
von 530 KHz bis 1500 KHz zur Verfügung. Das
Interessante daran ist, dass es keine der aus der Mora-
und Bioresonanztherapie bekannte Indikation gibt, die
nicht ebenso gut damit behandelt werden kann. Im
Gegenteil, durch entsprechende Zuordnung von Frequenzen
zu körpereigenen Systemen ist sogar eine ganz
gezielte Behandlung sämtlicher Organ- und
Funktionssysteme möglich. Der Tuner befindet sich
heute bei einem international bekannten Arzt und
langjährigen Moratherapeuten im praktischen Einsatz.
Dass Erwartungen und Benennungen ihre eigene Wirklichkeit
erschaffen, ist aus nachfolgendem Beispiel sehr gut zu
erkennen. Während Morell über zehn Jahre
Allergiker auch ohne eine sog. Abschwächung der
vermeintlichen Schwingungen eines Allergens oder der
körpereigenen Schwingungen behandelte, erbrachte die
bloße Idee eines Anwenders schon ihre Notwendigkeit
im Außen und damit zum erstenmal in der technischen
Verwirklichung bei Bicom. Konsequenterweise mussten von
einem bestimmten Zeitpunkt an auch die
Mora-Therapiegeräte zusätzlich mit einer
elektronischen Abschwächung ausgestattet werden.
Andere dagegen glauben, ihr Heil nur in hohen
Verstärkungen zu finden und bedienten sich des von
Med-Tronik erhältlichen Zusatzverstärkers
(Verstärkungsfaktor: 0,1 bis 10). Einer der neueren
Gerätehersteller (ABAS) empfiehlt gleich bis zu
fünfhundertfach für die Therapie und bis zu
zehntausendfach für die Informationsübertragung
auf Trägerampullen zu verstärken.
Den wenigsten scheint auch hier bewusst zu sein, dass es
sich bei diesen anscheinend neuen Erkenntnissen ebenso
nur um geistige Konstrukte, d.h. mentale Vorgänge,
bzw. Fixpunkte ohne materiellen Hintergrund handelt, die
aus sich heraus, also ohne Bewusstseinssteuerung, nichts
bewirken können. Das Beispiel der Verstärkung
oder Abschwächung imaginärer Schwingungen zeigt
dies recht deutlich. So sind auch all die in den letzten
Jahren von verschiedenen Anwendern und Firmen
entwickelten Ideen und Zubehör im Grunde genommen
nur Schmuck und Insignien. Sie bringen keine echten
Verbesserungen im Gesamtgeschehen, sondern verteuern und
verkomplizieren immer mehr die Anwendung dieser
ursprünglich einfachen Therapieform. Generell haben
bei psycho-apparativen Konzepten all diese Dinge immer
nur den Wert, den der Einzelne ihnen gemäß
seiner Glaubenssätze und Vorstellungskraft
zugestehen kann. Die Limitierung erfolgt weit mehr durch
das Bewusstsein des Anwenders als auch durch die
Möglichkeiten des Gerätes selbst. Mit anderen
Worten: Das Äußere wird zum Maßstab des
Inneren und umgekehrt.
Das Vorgehen von Brügemann und seine Abkehr von Mora
führte allerdings zum Bruch mit Dr. Morell, der
seinen Vorsitz in der seit 1980 bestehenden
"MORA-Ärzte-Gesellschaft" niederlegte und einige
Monate später ganz aus der Gesellschaft austrat. Die
neue Therapieform wurde künftig unter dem Namen
"Bioresonanz" geführt und die Gesellschaft in
die "Bioresonanz-Ärzte-Gesellschaft" (BÄG),
vormals MORA-Ärzte-Gesellschaft, umbenannt. Dr. Bodo
Köhler wurde als neuer Vorsitzender der Gesellschaft
gewählt, die weiterhin unter der Kontrolle von
Brügemann blieb, zumindest solange, bis ein erneuter
Eklat 1992 auch dieser Allianz ein Ende bereitete, wobei
sich diesmal allerdings der Vorsitzende und die
Gesellschaft von ihm trennten. Kurz darauf gründete
Brügemann den "Internationalen Arbeitskreis
Bioresonanz". Dank seiner Persönlichkeit und dem
umfangreichen Seminarangebot seines Institutes blieb er
vorerst weiterhin tonangebend in der Bioresonanz-Szene.
Med-Tronik war durch die Trennung von Brügemann
seinerzeit gezwungen, einen eigenen Vertrieb aufzubauen
und die Entwicklung einer neuen Gerätegeneration in
Angriff zu nehmen, die dann unter dem Namen
MORA-SUPER erst Anfang 1990 auf den Markt kam. Das
Gerät war zwar moderner konzipiert, doch enthielt es
auch wesentliche Elemente von Bicom und damit ein
indirektes Zugeständnis an Brügemann. Nur mit
den Therapieprogrammen tat sich die Firma anfangs schwer,
es fehlte einfach an Erfahrung und vielleicht sogar an
Mut zu Neuem. Auch heute noch lassen die Programme im
Mora-Super zu wünschen übrig und halten bei
weitem nicht einen Vergleich mit BICOM stand, das
zumindest namentlich einen viel größeren
Indikationsbereich abdeckt. Was dagegen bei Bicom noch
fehlt, falls dies wirklich eine Lücke darstellen
sollte, sind z. B. Programme wie sie im Mora-Super
für Haarausfall, Akne und Warzenbehandlung angeboten
werden. Dabei ist die Herstellung von Therapieprogrammen
denkbar einfach, zumal bei "psycho-apparativen" Verfahren
weder die tatsächliche Frequenz noch irgend ein
Durchlassbereich zählt, sondern in erster Linie der
Name der Indikation und die vom Therapeuten damit
verbundene Möglichkeit der praktischen Anwendung.
Die Benennung erschafft hier bereits die (geistige)
Wirklichkeit, der Rest ist Anpassung an das System, um
die notwendige sensorielle Ansprache für Therapeut
und Patient zu gewährleisten.
Wie sonst könnte sich jemand die unterschiedliche
technische Realisierung und die divergierenden Angaben
über die Programme bei Bicom und Mora oder anderen
erklären. Während die einen mit sog.
Mittenfrequenzen eines Bandpasses operieren, haben die
anderen dafür breite Durchlassbereiche wie Hoch- und
Tiefpässe anzubieten. So werden z. B. bei Bicom die
Narben bei 16 KHz entstört und bei Mora ohne Filter
mit H+D-quer, d. h. der gesamte Frequenzbereich der
patienteneigenen Schwingungen (nach der Mora-Philosophie
reicht er von ca. 10Hz bis 180 KHz) wird in harmonische
und disharmonische separiert und therapeutisch
entsprechend angewandt. Wenn dann noch jemand die
Indikationsliste für das frühere
Indumed-Gerät konsultiert, so wird dort nur 18 Hz
für die Narbenentstörung empfohlen. Mit
physikalischen Gesetzen alleine dürften sich
derartige Widersprüche weder erklären noch in
Einklang bringen lassen!
Eine ähnliche Problematik stellt sich bekanntlich
den Radionikern, auch diese werden je nach
Geräte-Hersteller mit teils unterschiedlichen Rates
(Zahlenkombinationen oder Leitzahlen) für die
Simulierung von Homöopathica konfrontiert.
Allerdings wissen die meisten um die
bewusstseinsrelevanten Faktoren ihrer Methode und
benötigen deshalb auch kaum pseudowissenschaftliche
Modelle als Glauben stärkendes Element. Die
klassische Radionik, wie sie von De la Warr gelehrt
wurde, bedient sich des Schlüssel-Schloss-Prinzips,
indem der Ist-Zustand eines Patienten in Zahlen ermittelt
und anschließend die Korrekturzahlen bzw. die
Komplementärraten (complementary rates) dazu
errechnet werden. Ein Konzept, das der Regulation des zu
behandelnden biologischen Systems dient und dem im Grunde
genommen die gleiche Funktion zukommt wie die der
Invertierung pathologischer Schwingungen oder einem
Yin-Yang Ausgleich in der Akupunktur.
Der Med-Tronik Werbeslogan "original nach Dr. Morell"
trifft jedoch bei Mora-Super nicht zu! Morell selbst
hatte nämlich nie mit einem Mora-Super gearbeitet,
auch kannte er nicht die Pläne von Rasche,
später in die sog. elektronische Homöopathie
einzusteigen. Er hätte vermutlich auch kaum seine
Zustimmung dafür gegeben, zumal die Invertierung als
solche bereits alle Möglichkeiten einer optimalen
Behandlung enthält und keiner weiteren Zusätze
mehr bedarf. Der Begriff der elektronischen
Homöopathie stammt ebenfalls aus der Radionik (Bruce
Copen, Electronic Homoeopathic Medecine, U.K. 1981). In
der Mora-Therapie geht man davon aus, dass die
verschiedenen Hoch- und Tiefpassfilter den Hoch- und
Tiefpotenzen der Homöopathie entsprechen.
Dass diese Art der Unterteilung jedoch schon allein von
der technischen Konstruktion des Gerätes her
überhaupt keine kontinuierliche Potenzierung (im
Gegensatz zur herkömmlichen Homöopathie)
ermöglicht, scheint bis heute weder jemand zu
stören noch überhaupt aufgefallen zu sein. Die
Tiefpässe lassen nämlich nur bis zu einem
bestimmten Bereich, während die Hochpässe erst
ab einem bestimmten Bereich Schwingungen durchlassen.
Berücksichtigt man zusätzlich noch die
Möglichkeit der Mora-Geräte, die
Durchlassbereiche der Filter um den Faktor 10 zu
erweitern, so ist die Konfusion perfekt. Waren die
elektronischen D12 - D 30 Potenzen vorher im Hochpass-,
so sind sie plötzlich im Tiefpassbereich. Hinzu
kommt, dass bei D 400 die elektronische Potenzierung
aufhört. Von tief greifender Kenntnis der
Homöopathie scheint der Urheber dieser Konstruktion
allerdings nicht gekrönt zu sein, denn gerade den
Hochpotenzen wird ja eine weitaus größere
Wirkung zugeschrieben. Alles in allem, ein limitiertes
und in sich nicht stimmiges System, das nicht nur der
ursprünglichen Philosophie der Mora-Therapie
nämlich der Löschung pathologischer
Schwingungen konträr gegenübersteht sondern
auch den Bedürfnissen der Homöopathie
keinesfalls Rechnung trägt. Da haben sich die
Radioniker schon vor Jahrzehnten ein weit besseres System
ausgedacht und es für ihre Arbeit entsprechend
umgesetzt.
Die Kulmination irrationaler Physikgläubigkeit
jedoch stellt die sog. digitale Speicherung von
Substanzinformationen bzw. deren Schwingungen dar
(credo, quia absurdum [ich glaube, weil es absurd
ist]). Dank neuester Forschungsergebnisse soll es
jetzt möglich sein, Substanzinformationen
elektronisch zu speichern und wiederzugeben (Eva Rasche,
Elektronische Homöopathie, Naturheulpraxis 1/96).
Dazu gibt es für Mora-Super eigens ein
Zusatzgerät, das sog. ELH-Interface, mit dem
sich angeblich über 2000 abgespeicherte Substanzen
abrufen und in Potenzen von D3 bis D400 anwenden lassen.
In der umfangreichen Broschüre "Elektronische
Homöopathie" von Erich Rasche (Eigenpublikation
1994) ist auf Seite 89 sogar ein chemischer Elemente-Test
aufgeführt, der ca. 1/3 der bekannten Elemente
enthält, einschließlich der Halogene Fluor,
Chlor, Brom und Jod. Allerdings fehlen bisher noch einige
für den Organismus als essentiell angesehene
Elemente, so z. B. Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und
Schwefel. Da es sich nach eigenen Angaben angeblich um
"Ursubstanzen" handelt, wäre es hochinteressant zu
erfahren, auf welche Art und Weise z. B. die angeblichen
Schwingungen der hoch giftigen Gase Chlor und Fluor
elektronisch gespeichert wurden.
Zu solchen dummdreisten Behauptungen ist folgendes zu
bemerken: Grundsätzlich lässt sich weder eine
pharmakologische noch eine sonstige Eigenschaft der
Materie wie z. B. irgendwelche von ihr ausgehenden
Schwingungen mit derartigen Geräten elektronisch
speichern oder verarbeiten, sondern höchstens ihr
geistiger "Repräsentationswert" über
äußere Repräsentanten rein symbolisch
verankern, und zwar in Form von Signalen, Worten, Zahlen,
Zeichen, Farben oder Bildern. Bei der elektronischen
Homöopathie des Mora-Systems (wie übrigens auch
bei allen anderen Systemen dieser Kategorie) handelt es
sich also um nichts anderes als um virtuelle
Repräsentanten (mentale Bezugs- und
Konzentrationspunkte), die zwar namentlich vorhanden bzw.
auf dem Bildschirm symbolisch erscheinen, aber trotzdem
keinen anderen Bezug zur Originalsubstanz haben als den
vom jeweiligen Anwender gedachten. Alles in allem
Vorgänge, wie sie aus der Radionik bestens bekannt
sind und seit Jahrzehnten praktiziert werden, dort
allerdings mit weniger phantasievollen Erklärungen
und mit Instrumenten ohne aufwendige Elektronik und
unnötigem Schnickschnack.
Die Wirkung eines auf diesem Wege hergestellten Mittels
ist deshalb auch nicht materieller, sondern rein
geistiger Natur und dementsprechend auch nur über
psychotrope Testverfahren (EAV, Kinesiologie, RAC etc.)
nachweisbar. Jeder Gerätebesitzer kann dies selbst
überprüfen, indem er z. B. versucht, eine
farbige Substanz oder ein ätherisches Öl wie
z.B. Eukalyptus mit seinem Mora- oder
Bioresonanzgerät oder einer ähnlichen
Vorrichtung zu übertragen. Im Gegensatz zum Original
wird zwar das auf ein Speichermedium wie Wasser oder
Alkohol übertragene Produkt weder Farbe noch Aroma
haben, aber trotzdem in der EAV-Messung den gleichen Wert
als das Ausgangsprodukt ergeben. Ein weiterer einfacher
Versuch besteht darin, die Wasserstoffionenkonzentration
eines Speichermediums mit dem Original zu vergleichen. So
hat z. B. der Whisky Marke "Chivas Regal" einen ph-Wert
von ca. 4,37 (Alkohol: 40% Vol.), die durch elektronische
Übertragung auf Wasser hergestellte Flüssigkeit
dagegen weder einen sauren ph-Wert noch irgend einen
Alkoholgehalt oder eine andere materielle Eigenschaft als
vor dem elektronischen Übertragen der angeblichen
Schwingungen. Von einem nach diesem Prinzip hergestellten
Whiskey kann jeder trinken so viel er will, ohne jemals
auchnur die geringste Spur einer alkoholischen Wirkung zu
verspüren.
Dass ein derartiges Produkt trotzdem seinen Zweck als
Therapeutikum oft ideal erfüllen kann, ist
hinreichend bekannt. Entscheidend für seine
Wirksamkeit ist die emotionale Aufladung und die dem
Produkt zugeschriebenen Eigenschaften (geistige
Prägung). Eine Tatsache, die natürlich ebenso
für zahlreiche andere Verfahren und Produkte im
Medizinbereich ihre Gültigkeit hat, denn die Materie
hat hierbei in erster Linie eine Trägerfunktion
für die geistigen Wirkkräfte zu erfüllen.
Der Vorteil ist evident, denn die Wirkung ist, im
Gegensatz zur pharmakologischen, ohne (nachweisbare)
Nebenwirkung. Auch in anderen Kulturen finden sich
vergleichbare Methoden. In der islamischen Medizin z.B.
werden Arzneien dieser Art nach einem alphanumerischen
Code hergestellt und in unterschiedlicher Form
verabreicht (The book of Sufi Healing, New York, 1986).
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht der
Zuschreibung wird von dem französischen Apotheker
Coué (1857-1926) geschildert. Er überreichte
einem Kranken, der dringend eine spezielle Arznei
benötigte, ein Fläschchen Aqua dest. mit
genauer Anweisung zur Einnahme und war höchst
erstaunt, als sich dieser eine Woche später bei ihm
dafür bedankte und gesund war. Ein Fall, der das
ganze weitere Leben von Coué veränderte
(Emile Coué, Oeuvres complètes, Paris,
1976).
Allerdings sollte bei der Verabreichung eines über
das Bewusstsein geprägten Mittels nie vergessen
werden, dass in der geistigen Welt das Symbol nicht die
äußere Realität und das Wort nicht die
Sache an sich ist, denn die Benennung alleine erschafft
nur die geistige aber noch keine materielle Wirklichkeit.
Eine Tatsache, die Jacques Benveniste seine Stellung als
Leiter des französischen Forschungszentrums INSERM U
200 (Institut National de la Santé et de la
Recherche Médicale) kostete. Benveniste, der von
Dr. Attias zuvor auf die
Übertragungsmöglichkeiten mit dem
Mora-Gerät aufmerksam gemacht wurde (Un cas de
censure dans la science: L'affaire de la mémoire
de l'eau, Michel Schiff, Paris 1994), war von den
angeblich elektromagnetischen Transfermöglichkeiten
so überzeugt, dass auch er sich ein eigenes
Gerät für diese Zwecke bauen ließ um
weitere eigene Experimente damit zu machen. In einem
persönlichen Gespräch mit Benveniste und seinen
Mitarbeitern in Paris (Sept. 1995) wies der Autor unter
anderem auch gezielt auf die bewusstseinsrelevante
Komponente bei derartigen Verfahren hin. Ein Argument,
dass ihn allerdings wenig beeindruckt zu haben schien,
denn er bietet jetzt sogar chemische Substanzen auf einer
CD-Rom an (Toutes les molécules du monde sur un
seul CD-Rom, Paris, Psychologies 1/97). Da kann man nur
staunen. Mit anderen Worten: Quel progrès pour la
science française!
Inzwischen breitet sich diese besondere Art der
Speicherung und des Übertragen von Substanzen, im
Fachjargon auch als Ein- oder Überschwingen
bezeichnet, weiter aus und neue Anbieter rüsten
sich, den wachsenden Bedarf an virtuellen Test- und
Therapiemöglichkeiten mit klangvollen Namen wie
Holopathie, Resonanzhomöopathie und anderen
abzudecken. Um unliebsamen Überraschungen
vorzubeugen, sei hier nochmals betont: Dort wo echte
Materie benötigt wird, kann zumindest auf dieser
Bewusstseinsebene kein symbolischer Ersatz wirksam
werden, auch dann nicht, wenn die suggestiven Kräfte
noch so groß sind. Wenn dem nämlich so
wäre, hätten z.B. die Diabetiker ihre helle
Freude, könnten sie doch endlich das benötigte
Insulin rein informativ auf einem geeigneten
Speichermedium wie Wasser erhalten und es gleichzeitig
als Tafelgetränk benützen. Die
Kostenersparnisse für die Kassen wären
gewaltig.
An dieser Stelle sei auch kurz auf die Problematik der
Austestung durch die EAV hingewiesen. Sie erfolgt in der
elektronischen Homöopathie, ebenso wie bei den
Testampullen mit Originalsubstanzen, über den
eingebauten Elektroakupunktur-Messteil. Er wird heute
mehr denn je als unverzichtbarer Bestandteil der meisten
Geräte angesehen und dient u. a. auch zur
Beweisführung ihrer Funktionsweise sowie zur
patientenspezifischen Geräte-Einstellung. Seit Juni
1996 gibt es sogar eine Vertriebskooperation zwischen
Med-Tronik und der Firma MBA in Wallmero, einem
Hersteller von EAV-Geräten. Seither hat auch bei
Mora der Zeigerabfall der EAV wieder seine
Gültigkeit und dies, obwohl er fast ein Jahrzehnt
von Med-Tronik nicht beachtet wurde.
... und wir müssen und daran erinnern, dass das,
was wir beobachten, nicht die Natur selbst, sondern
Natur, die unserer Art der Fragestellung ausgesetzt
ist.
Werner Heisenberg
Dass auch die EAV-Testung (wie natürlich auch alle
anderen psychotropen Testverfahren)
bewusstseinsrelevanten Faktoren unterliegt, ist eine
Tatsache, die hier wieder von jedem Gerätebesitzer
leicht überprüfbar ist. Je nach Gedanken
verändern sich nämlich die gefundenen Werte,
mit anderen Worten, der Zeigerausschlag der
Elektroakupunktur unterliegt u. a. auch
psycho-kinetischen Faktoren und ist damit von der
jeweiligen geistigen Einstellung des Patienten sowie der
Fragestellung des Testers abhängig. Lässt der
Therapeut z. B. einen Patienten an ein freudiges,
aufbauendes Erlebnis denken, sind die ausgetesteten
Präparate entsprechend der gedachten Situation.
Lässt er ihn jedoch an negative Ereignisse denken,
so ist die Ausgangssituation verändert und damit
auch das Ergebnis. Konklusion: Die Frage erzeugt die
Antwort - das Bewusstsein erschafft die Realität!
Die viel diskutierte Frage, ob nun Originalsubstanzen zum
Testen besser geeignet sind als digital gespeicherte hat
sich damit hoffentlich von selbst erledigt.
Der gleiche Vorgang ist in Verbindung mit einem Mora-
oder einem anderen Bioresonanzgerät zu beobachten.
Schaltet der Tester auf Stellung invers, verändern
sich die Messwerte entsprechend seiner Erwartung (und
dies sogar bei deaktivierter Funktion der
Inversschaltung). Diese und zahlreiche andere
Phänomene der EAV-Testung wurden von dem
früheren Vorsitzenden der französischen
Ärzte-Gesellschaft für biokybernetische
Medizin, Dr. Elie Attias, sehr eingehend untersucht. Sein
Erstaunen jedoch war grenzenlos, als er bei einer
verstorbenen Person selbst nach drei Tagen noch EAV-Werte
registrieren konnte, die weit vom Nullpunkt entfernt
waren. Was da wohl gemessen wurde?
Dr. Attias, der seit 10 Jahren die Mora- und andere
Bioresonanztherapien in seiner Praxis einsetzt, erkannte
sehr schnell die bewusstseinsgesteuerten Elemente dieser
Therapieform und die damit verbundenen Möglichkeiten
auf übergeordneter Ebene einzugreifen. Er
entwickelte daraufhin im Laufe der Zeit eine spezielle
Test- und Therapiemethode, die in ihrer Art bisher
einzigartig ist und die für ihn eindeutig beweist,
dass der wahre Schlüssel der Mora- und
Bioresonanztherapien im psychischen und nicht im
physikalischen Bereich liegt. Er bezeichnet seine Methode
als Psycho-Resonanz und benützt in seiner
praktischen Arbeit sowohl Punkte aus der TCM als auch
eigene, die er als psychosomatische Punkte (PSP)
bezeichnet. Seine Methode verdient Beachtung, zumal sie
eine echte Bereicherung der Bioresonaztherapie darstellt,
die sich auf Grund der Orientierung an der EAV im
allgemeinen nur im somatischen Bereich bewegt und
für die psychischen Komponenten bisher keinen
wirklich brauchbaren Ansatz hat.
Im September 1990 wurde unter dem Vorsitz von Dr. Eckart
Herrmann die "Internationale Ärzte-Gesellschaft
für Biokybernetische Medizin e.V." gegründet,
die sich seither speziell um die Förderung der
Mora-Therapie bemüht und den Begriff der
Biokybernetik als Oberbegriff bzw. zur Abgrenzung
verwendet. Der Begriff der Kybernetik stammt aus dem
Jahre 1948 und wurde von Norbert Wiener vom Bostoner
Massachusetts Institute of Technology (MIT) geprägt
und umfasst die technische und biologische Kybernetik
(Wolf D. Keidel, Biokybernetik des Menschen, Darmstadt
1989). Während die
Bioresonanz-Ärzte-Gesellschaft bereits 1994
über 500 Mitglieder verzeichnete, führt ihr
Mora-Pendant mit weniger als 100 Mitgliedern auch heute
noch ein eher bescheidenes Dasein. Ähnlich ergeht es
dem Namen Mora, der früher als Inbegriff der
Therapie mit patienteneigenen Schwingungen galt und durch
die enormen Aktivitäten seitens der
Bioresonanz-Szene seine Vormachtstellung und den
Alleinanspruch inzwischen endgültig verloren hat.
Rückwirkend betrachtet führte der Bruch mit
Brügemann zu einer starken Intensivierung der
gesamten Aktivitäten. Bioresonanz steht heute
stellvertretend für fast alle Verfahren in diesem
Bereich. Konkurrenz belebt schließlich das
Geschäft und kopieren befreit vom Nachdenken!
Zu Beginn der 90er Jahre folgten weitere Anbieter, selbst
alteingesessene Firmen der biophysikalischen Szene wie z.
B. VEGA beeilten sich, den Bioresonanz-Express nicht zu
verpassen. VEGA war bis zu diesem Zeitpunkt nur im
diagnostischen Sektor etabliert. Sie griff um Zeit zu
gewinnen auf das Know-How einer außenstehenden
Firma (Lycotronic) zurück, die dann entsprechende
Vorarbeit für die Entwicklung des neuen
Therapiegerätes leistete. Das 1992 unter dem Namen
VEGASELECT auf dem Markt erschienene Gerät
ist kein reines Bioresonanz-, sondern ein
Kombinationsgerät bei dem sowohl physikalische als
auch psychophysikalische Prinzipien zur Anwendung
gelangen. Außer patienteneigenen Informationen
werden auch noch Magnetfeldschwingungen zur
Unterstützung der Therapie mit eingesetzt.
Zusätzlich kommen elektrische Signale mit einer auf
100 mV begrenzten Amplitude zur Anwendung. Das Gerät
arbeitet u. a. auch mit Therapieprogrammen und bietet in
Verbindung mit entsprechendem Zubehör eine Reihe
interessanter Ansätze. So können z. B. mit dem
VEGA SI Pulser therapeutische Signale auf eine Karte mit
Magnetbandstreifen, ähnlich einer Parkhauskarte
übertragen werden, die dann an einer bestimmten
Stelle am Körper des Patienten befestigt oder
umgehängt getragen wird. Eine Methode, wie sie
allerdings in der Ethno-Medizin seit Jahrtausenden in
Form von Amuletten und Talismane (aus arab. tilsaman =
Zauberbilder) gebräuchlich ist. Ob sie allerdings
auch bei uns die gleiche Akzeptanz erreicht, muss sich
noch weisen.
Der Bruch zwischen Köhler und Brügemann kam
allerdings VEGA zu Nutzen. Die Firma erkannte ihre Stunde
und bot Köhler die Möglichkeit, seine Ideen von
neuen Therapiegeräten zukünftig über die
VEGA-Schiene umzusetzen. In dem 1992 erschienen Buch
"Bioresonanztherapie" von Dr. Köhler finden sich,
trotz der jahrelangen Zusammenarbeit mit Brügemann,
keinerlei Hinweise auf ihn bzw. Bicom, was darauf
schließen lässt, dass kurz vor dem Erscheinen
diesbezüglich alles gestrichen wurde. Ganz
ähnlich erging es Brügemann schon einmal,
nämlich bei der Trennung von Med-Tronik, auch da
konnten in letzter Minute in dem Mora-Buch von Dr. Morell
alle Hinweise auf ihn gestrichen werden. Trotzdem ist der
Name Brügemann unauslöschbar mit der Mora- und
Bioresonanztherapie verbunden, die ohne sein
persönliches Engagement nie das geworden wäre,
was sie heute ist, eine Tatsache, die nicht genügend
betont werden kann.
Ein kleiner Exkurs zu einem anderen Anbieter sei hier
noch eingefügt, der ein simplifiziertes und
preisgünstiges Bioresonanz-Gerät (ABAS =
Automatischer-Bandpass-Analog-Scanner) 1993 auf den Markt
brachte und der nach eigenen Angaben die
Bioresonanz-Therapie auf den Punkt gebracht haben will.
Die Begründer dieses Verfahrens sind der Apotheker
Werner Lau und Dr. Dirk Kuhlmann aus Schleswig. Lau
kaufte sich ein paar Jahre zuvor ein Mora-Super, das ihm
vermutlich auch zur eigenen Herstellung von
EAV-Testsätzen mittels Übertragung von
Substanzschwingungen dienen sollte. Natürlich merkte
er sehr schnell, dass es sich bei dem angeblich
elektronischen Übertragen bzw. Überschwingen um
nichts anderes als den PSI-Effekt handelte und dass er,
obwohl Pharmakologe, doch zu blauäugig und nur
allzuleicht dem Med-Tronik-Slogan "Die Elektronik macht
hier die Medizin" aufgesessen war. Seine logische
Schlussfolgerung war, ein eigenes Gerät entwickeln
zu lassen, und es schnellstmöglich zu einem
wesentlich günstigeren Preis auf den Markt zu
bringen. Da das Gerät zusätzlich noch einfach
zu bedienen war, kam der Verkaufserfolg auch entsprechend
schnell. Gemäß eigenen Aussagen, sollen
über 1000 ABAS-Geräte im Einsatz sein. In einem
später herausgegebenen Buch (Kuhlmann,
Bioresonanz-Therapie für die Praxis, Köln,
1996) wird u. a. auch das Vorgehen gewisser Hersteller
von Bioresonanzgeräten angegriffen, doch bei
näherem Hinsehen wohl nur mit der Absicht, die
eigene Sache noch besser verkaufen zu können. Die
bewusstseinsrelevanten Vorgänge werden auch darin
geflissentlich übergangen und der Leser mit
pseudophysikalischen Erklärungen abgespeist.
Brügemann sah vermutlich mit diesem Gerät seine
Vormachtstellung etwas gefährdet, denn er soll
über seinen Anwalt der Firma mitgeteilt haben, dass
die mit der Bioresonanz verbundene Technologie und vor
allem der Bandpass doch wohl seine Sache sei und sie
deshalb davon wieder Abstand nehmen müsse. Das Ganze
war natürlich nichts mehr als ein Versuch der
Einschüchterung, denn Bandpassfilter sind in der
Elektronik seit langem gebräuchlich und für
Glaubensverstärker zur Bewusstseinsprojektion gibt
es bis jetzt weder erteilte Patente noch sonstige
Richtlinien oder Privilegien. Geräte dieser Art kann
also jeder bauen, der elektronisch bewandert ist und sich
an die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen technischen
Sicherheitsnormen hält. Selbst bei der von manchen
Herstellern so oft betonte eigene "Forschung" handelt es
sich meistens um nichts anderes, als um eine ganz
gewöhnliche Entwicklungsabteilung, wie sie für
die Herstellung elektronischer Geräte in jeder Firma
üblich ist. Auch ein vorhandenes CE-Zeichen
bescheinigt bisher nur die ordnungsgemäße
technische Funktionalität des Gerätes sowie die
elektromagnetische Verträglichkeit aber keinesfalls
die Wirksamkeit des Verfahrens selbst. Ob sich die
Situation mit den Mitte Juni 1998 endgültig in Kraft
tretenden europäischen Richtlinien zur Umsetzung des
Medizinprodukte-Gesetzes (MPG) grundlegend ändern
wird, muss sich erst noch zeigen. Schwieriger dürfte
es für den einen oder anderen Hersteller zwar
werden, jedoch wird kaum eine der eingeführten
Firmen dieses lukrative Geschäft mit der
elektronischen Magie so ohne weiteres aufgeben.
So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Zahl der
Anbieter auf diesem Sektor weiter steigt und die
Argumente und Preise für Geräte vom Typ
Bioresonanz entsprechend variieren. Trotzdem ist Vorsicht
geboten, denn Bioresonanz ist nicht gleich Bioresonanz.
Bei psycho-apparativen Verfahren ist das "medizinische
Konzept" und die Stimmigkeit des Modells (geistige
Hintergrund) für die therapeutische Anwendung weit
wichtiger als die technische Konzeption des Gerätes
selbst. Eine Tatsache, die meistes von technisch
orientierten Personen oder Gerätekonstrukteuren nur
allzu leicht übersehen wird. Es ist weder die
angeblich quarzgenaue Frequenz und damit die zweite /
dritte Stelle hinter dem Komma noch die Metallegierung
der Elektroden, die mit oder ohne abgeschirmte Kabel am
Gerät angeschlossen sind oder eine sonstige
trickreiche technische Erfindung, die als
ausschlaggebende Komponente für die Wirksamkeit
eines derartigen Verfahrens zu werten ist. Auch dann
nicht, wenn dies in bunten Prospekten oder
phantasievollen und wissenschaftlich klingenden
Funktionsmodellen entsprechend herausgestellt wird. Eine
bessere Elektronik macht noch lange keine bessere
Medizin! Die tragende Säule bei allen
psycho-apparativen Verfahren (aber auch bei den meisten
anderen Methoden) ist das Bewusstsein des Anwenders. Wer
diese Wahrheit einmal begriffen hat, den wird sie nie
wieder verlassen!
Inzwischen hat VEGA den Begriff der Bioresonanz gegen
"System Informations-Therapie" (SIT) ausgetauscht. Eine
Terminologie, die anscheinend nicht neu war, sondern
gemäß der Zeitschrift raum&zeit (Nr. 82,
Juli/August 1996, Seite 44) von Erich Körbler, dem
Begründer einer neuen Homöopathie) abgekupfert
wurde. Ebenfalls umgewandelt wurde der Name der
Gesellschaft und zwar in "Internationale
Ärzte-Gesellschaft für Biophysikalische
Informations-Therapie e. V. (B-I-T). Damit wollte man
vermeiden, dass ggf. auch diese Therapieform ähnlich
Bioresonanz in die Nähe von Scientology gerückt
werden könnte (das ZDF berichtete im "heute Journal"
am 19. Dez. 1995 bereits über Bioresonanz und
Scientology).
Zum Vegaselect kam jedoch sehr bald das AUDIOCOLOR
hinzu, ein Gerät zur notwendigen Schließung
einer therapeutischen Lücke, so zumindest schreibt
es Köhler in einem Ende 1995 erschienenen Sonderheft
der VEGA Mitteilung "SIT spezial" zur Beschreibung des
neuen Systems. Der bereits erwähnte SI Pulser ist
bei dem Audiocolor integriert und fester Bestandteil des
Systems. Die heute verstärkt propagierte endogene
und exogene Bioresonanztherapie gab es natürlich
immer schon, früher allerdings mit anderen Termini
und etwas weniger technischem Aufwand.
Wie bereits eingangs erwähnt, brachte Anfang der
80er Jahre die Fa. Med-Tronik das
Indumed-Magnetfeldgerät nach Dr. Wolfgang Ludwig zur
Ergänzung der Mora- und Mora-Color-Therapie heraus.
Dr. Ludwig hat seine Geräte inzwischen im
Eigenvertrieb und bietet heute eine Reihe von
Magnetfeldgeräten für unterschiedliche
Einsatzbereiche an, so auch Kleingeräte wie z. B.
Medicur-Color oder Medisend. Der Name Indumed ist
allerdings eingetragenes Warenzeichen und Eigentum von
Med-Tronik. Näheres zu den Geräten von Dr.
Ludwig in: Hans Wolf (Pseudonym für Wolfgang Ludwig)
Harmonische Schwingungen, Stuttgart, 1990 oder in der
Zeitschrift raum&zeit (84/96), die Dr. Ludwig als
Papst der Magnetfeldtherapie bezeichnet.
Seinen außergewöhnlichen Erfolg hat
Brügemann zweifelsohne seinem scientologischen
Background und der Anwendung dieser Philosophie zu
verdanken. Während der "clear" Status zu Beginn der
scientologischen Bewegung noch als höchster
erreichbarer Grad galt, entdeckte Hubbard Mitte der
sechziger Jahre weitere Stufen zur Vollkommenheit, die
dem "clear" übergeordnet waren. Ziel der erweiterten
Lehre ist es, ein "operierender Thetan" (OT) zu
werden, dessen unsterblicher Geist Herr ist über das
"physikalische Universum von Materie und Energie sowie
über Raum und Zeit" (the universe of MEST=
Matter-Energie-Space-Time). Sowohl Brügemann als
auch Morell erreichten durch Auditing und entsprechende
Kurse hohe OT-Grade.
Bei solchen Ambitionen ist es nicht verwunderlich, wenn
sich die Bioresonanz-Therapie dank intensiver Werbung,
bester PR-Arbeit (das Brügemann Institut war auch
als erstes mit eigener Homepage im Internet vertreten)
und ausgezeichneter Seminare schnell weiter ausbreitet
und auch einen entsprechend starken Sog auf die
inzwischen zahlreichen Mitwettbewerber erzeugt.
Unverkennbar bei der Brügemann'schen Strategie sind
die scientologischen Elemente, wie das geschickte
Einschalten und Verknüpfen von bekannten
Wissenschaftlern mit der eigenen Sache sowie
Wortschöpfungen und Neudefinitionen von
Fachbegriffen, womit ähnlich Scientology eine eigene
Terminologie auch für diese Therapieform geschaffen
wird. Durch eine derartige Vorgehensweise breitet sich
nicht nur die eigene Methode schneller aus, sondern sie
wird auch angriffssicherer von außen und
fördert gleichzeitig unter ihren Anhängern die
Identität mit dem System sowie die
Gruppenzugehörigkeit. Je größer das
Kollektiv, desto stärker der Glaube an die Sache
selbst.
Das aggressive Vorgehen von Brügemann hatte
allerdings auch negative Folgen, es mobilisierte die
Gegner und schaffte sowohl für ihn als auch für
die gesamte Bioresonanz-Szene neue Feinde. Wegen seines
scientologischen Hintergrundes wurde er jedoch immer
stärker angriffen, so dass er 1995 schlussendlich
seine Firma verkaufte und mit 70 Jahren in Ruhestand trat
(viele Hunde sind des Hasen Tod). Die gesamte
Produktpalette wird heute unter dem Firmennamen
Regumed (regulative Medizin) vertrieben. Die neue
Geschäftsleitung bemühte sich, durch intensive
PR-Arbeit das Image zu verbessern und die Erfolge der
Bicom-Therapie herauszustellen. Das Glück des neuen
Inhabers, Herr Ulrich W. Geipel war allerdings nur von
kurzer Dauer. Bereits Ende 1996 veräußerte er
aus anscheinend wirtschaftlichen Überlegungen seine
Firmenanteile und schied aus dem Unternehmen aus. Neuer
Besitzer ist eine Holding, die gemäß
Rundschreiben der Firma vom 16. Dez. 1996, keinerlei
Beziehungen zu Scientology haben soll. Alleiniger
Geschäftsführer ist seither Martin Keymer, ein
mit der Thematik bestens vertrauter und langjähriger
Bioresonanz-Therapeut. Herr Keymer war bereits
früher im Rahmen des Brügemann-Institutes als
Referent tätig und wurde ein Jahr vor seiner
Ernennung als Geschäftsführer medizinischer
Leiter des neuen Regumed-Instituts. Seit dem Ausscheiden
von Brügemann ist es allerdings etwas stiller um die
BICOM-Resonanztherapie, wie sie heute offiziell genannt
wird, geworden.
Um den wissenschaftlichen Hintergrund sowie den
angeblichen Fortschritt in der Therapie zu dokumentieren,
wurde von Anfang an großer Wert auf entsprechende
Erklärungsmodelle gelegt. Vor der Spaltung waren es
vorwiegend die Physiker Burkhard Heim und Fritz-Albert
Popp, die mit der Mora-Idee in Verbindung gebracht
wurden, danach wurde Cyril W. Smith aus England, der
angeblich sogar an der Entwicklung des Bicom-Gerätes
mitgewirkt haben soll, von Brügemann als
wissenschaftliches Aushängeschild für die
Bioresonanz-Interessen benutzt. Eine beliebte Taktik in
diesem Zusammenhang besteht u. a. darin, bekannte
Wissenschaftler für eigene Veranstaltungen zu
gewinnen, die dann auf Kolloquien, Tagungen etc.
über eine Thematik sprechen, die, wenn
überhaupt, allenfalls nur am Rande etwas mit der
jeweiligen Therapieform zu tun haben könnte. Diese
Art der wissenschaftlichen Präsenz gibt der
Veranstaltung nicht nur einen äußerst
seriösen Anstrich, sondern wirkt auch
glaubensstärkend für die Anwender der
jeweiligen Verfahren.
Wissenschaftliche Erklärungsmodelle stehen als
Beweis für den forschenden Geist. Sie erhöhen
die Akzeptanz einer Methode und sollen gleichzeitig
Sicherheit in der Anwendung vermitteln. Das Problem
für die Therapie mit patienteneigenen Schwingungen
ist nicht, sich an physikalische
Gesetzmäßigkeiten oder wissenschaftliche
Theorien anzulehnen, sondern ganz schlicht und einfach
die Tatsache, bisher keine klare und einwandfreie
Beweisführung für diese Behauptungen erbringen
zu können.
Verständlicherweise, denn wie kann man etwas
wissenschaftlich beweisen, wenn das, was wirkt, gar nicht
wissenschaftlich erfassbar ist. Bekanntlicherweise endet
die wissenschaftliche Kompetenz derzeitig an der Grenze
zum Reich in die geistigen Welten. So gibt es auch bis
heute weder in den Gesetzen der klassischen Physik noch
der Chemie oder der Biologie irgendeinen Hinweis auf
Bewusstsein bzw. Geist. Im Gegensatz zur Religion, die
Glaube als Tugend wertet, ist er im Bereich der
traditionellen Wissenschaft eher verpönt.
Doch auch hier gibt es einen Ausweg, nämlich den der
Pseudowissenschaft. Um wissenschaftlich zu erscheinen,
hilft man sich durch Missbrauch definierter Termini der
Physik, dem Heranziehen nicht relevanter Fakten aus
anderen Wissensgebieten oder aber dem bewusst falschen
Interpretieren von Originalliteratur. In diesem
Zusammenhang ist folgende Gesetzmäßigkeit zu
beobachten:
Je komplizierter und unverständlicher das
Erklärungsmodell ist, desto seriöser und
glaubwürdiger wirkt es auf den
Außenstehenden.
Für die meisten scheint demnach ein
Erklärungsmodell durch Komplexität und
Unverständlichkeit erst richtig glaubwürdig zu
sein! Natürlich ist es für den Anwender oder
Interessenten schwierig zu beurteilen, was wirklich
wissenschaftlich daran ist, umso mehr noch, als Werke von
Wissenschaftlern als Referenz und damit indirekt zur
Bestätigung der eigenen Sache angeführt werden.
Ganz abgesehen, dass die Aufgaben der Therapeuten
primär in einem anderen Bereich, nämlich beim
Patienten liegen. Wer sich jedoch die Mühe macht,
diese Werke dennoch zu lesen, wird hoffentlich nicht
allzu enttäuscht sein, keinen relevanten Bezug zu
den tatsächlichen Wirkungsmechanismen seiner
Therapiegeräte dort zu finden. Die Ironie des
Schicksals dabei ist jedoch, dass es gerade Cyril W.
Smith war, der in seinem Standardwerk "Electromagnetic
Man" die Auswirkungen der physikalischen, d. h. der mit
einem Frequenzgenerator erzeugten und nicht die der
patienteneigenen Schwingungen sehr eindrucksvoll
dokumentierte, wobei natürlich auch dabei die
bewusstseinsrelevanten Faktoren eine erhebliche Rolle
spielten.
Das Buch wurde bisher nicht ins Deutsche übertragen,
dafür existiert jedoch eine französische
Version (L'Homme Électromagnétique, Paris
1995), die von dem Belgier Jean-Marie Danze
übersetzt wurde, der gleichzeitig die Interessen von
Med-Tronik (früher von Brügemann) im
frankophonen Bereich vertritt. Getreu dem Motto
"Traduttore-Traditore" fügte er für die
französische Ausgabe den Namen Morell
zusätzlich ein und strich dafür die Namen
Brügemann und Köhler, über letzteren sogar
eine ganze Passage. Ein von ihm selbstverfasstes Werk
über das Mora-System (Le Système Mora, Paris
1992) enthält ein Wirrwarr von wissenschaftlichen
und pseudowissenschaftlichen Ausführungen, die als
Paradebeispiel für nicht relevante Fakten und
spekulative Behauptungen jedweder Art für diese
Therapieform gelten.
Welch differenzierte Vorstellungen bei den einzelnen
Autoren über die vermeintliche Wirkungsweise dieser
besonderen Therapieform herrscht, erkennt man am besten
beim Studium der zahlreich vorliegenden Publikationen.
Interessant sind dabei die zeitlichen Wandlungen
unterworfenen Erklärungsmodelle der letzten Jahre.
Vor allem seit es immer mehr Hersteller gibt, blüht
die Phantasie der "Spezialisten" und neue, verwirrende
Modelle sowie gegenseitige Diffamierung lassen das ganze
Therapieverfahren noch unglaubwürdiger erscheinen.
Neuerdings werden Patienten sogar einer "Bewellung"
unterzogen, als ob es sich dabei um eine Therapie in
einem Frisörsalon handeln würde (G.
Cornelissen, EHK 5/97). All diese Artikel, seien sie nun
pro oder contra, sind eindeutig der Beweis dafür,
dass keiner der Autoren die Thematik von mehreren Seiten
beleuchtet hat oder gar bereit wäre, das Kind beim
Namen zu nennen und das Ganze ein für allemal auf
eine realitätsnahe Grundlage zu stellen. Von allen
möglichen Einflüssen wird da berichtet, nur
nicht von dem der Psyche und den damit verbundenen
"anwenderbedingten" Faktoren. Vermischungen von
Realität und Imagination erfolgen in geradezu
haarsträubender Weise. Anhänger wie Gegner
verstricken sich hier gleichermaßen.
Wer dies bezweifelt, dem sei u. a. das eingangs
erwähnte und jetzt in vierter, erweiterter Auflage
erschienene Buch "Die andere Medizin" der Stiftung
Warentest empfohlen. Die Argumentation der Gegner zum
Thema Bioresonanz- und Mora-Therapien beinhaltet in
gleicher Weise das, was auch der anderen Seite, sprich
Alternativ Medizin, vorgeworfen wird, nämlich
Halbwahrheiten und Irreführung. Aus rein
dogmatischen Ansätzen etwas ablehnen bringt keine
neue Erkenntnis! So watet bisher auch jeder in einem
scheinbar nie austrocknenden Sumpf, unfähig, der
Realität ins Auge zu blicken. Die einen, die sich
nur an der materiellen Außenwelt orientieren und
die Macht der Gedanken und Vorstellungen ignorieren und
die anderen, die um jeden Preis Wissenschaftlichkeit
vortäuschen wollen, bzw. auch dort noch suchen, wo
nach der klassischen Definition gar keine mehr vorhanden
ist bzw. sein kann, nämlich im Reich der geistigen
Welt. Dabei wäre die Lösung für beide
Lager recht einfach, man müsste nur Mut zur
Ehrlichkeit besitzen und bereit sein, die polaren Aspekte
der menschlichen Wirklichkeit in einem holistischen
Modell zusammenzufassen. Schließlich gibt es genug
renommierte Wissenschaftler - darunter viele
Nobelpreisträger -, die die Zusammenhänge
zwischen Materie und Bewusstsein erkannt und sich in
ihren Schriften eindeutig ausgesprochen haben, die
meisten allerdings erst nach ihrer Emeritierung. Für
die Quantenphysik jedenfalls gilt das rein
materialistische Weltbild schon lange nicht mehr.
Geistheiler dagegen scheinen es einfacher zu haben. Bei
Ihnen wird von vornherein davon ausgegangen, dass es sich
bei den Interaktionen, die zwischen Heilern und
Heilungssuchenden stattfinden, um eine geistige und nicht
um eine physikalische Kraft handelt, die die
Veränderung des Krankheitsverlaufes bewirkt. Ob
Geistheiler allerdings mit psycho-apparativen Methoden
noch erfolgreicher wären, müsste erst noch
überprüft werden und könnte Basis einer
entsprechenden Untersuchung sein. Vergleicht man die
Bereiche, in denen Geistheiler erfolgreich sind (H.
Wiesendanger, Das große Buch vom Geistigen Heilen,
München, 1996) mit einer Indikationsliste aus der
Bioresonanz-Therapie (siehe Anhang), so wäre dies
durchaus denkbar und ein lohnenswertes Unterfangen, denn
die Bioresonanz bietet ja ein weit umfangreicheres
Spektrum und damit Möglichkeiten synergistische
Effekte zu erzielen. Abgesehen davon haben nur wenige
Heiler die Fähigkeiten eines Philippe de Lyon, dem
großen französischen Thaumaturgen (Guillot,
R-P. Philippe de Lyon, Médecin, thaumaturge et
conseiller du tsar, Paris, 1994) oder des als Mr. A
beschriebenen amerikanischen Heilers (Ruth Montgomery,
Born to heal, New York, 1973). Vielleicht hätte eine
sogenannte "Instrumentelle Geistheilung" sogar eines
Tages die Chance, offiziell als naturgemäßes
Heilverfahren anerkannt zu werden, was es in der Tat ja
auch ist.
Brügemann selbst versucht in einer grundlegenden
Darstellung zur Position der Bioresonanz-Therapie im
Gesamtkrankheitsgeschehen (Erfahrungsheilkunde 12/90)
sogar ein Erklärungsmodell mit scientologischen
Gedankengut zu entwerfen. Er beschreibt darin sehr
ausführlich die Möglichkeiten und Grenzen der
Therapie mit patienteneigenen Schwingungen und räumt
bisher als einziger auch dem Bewusstsein seinen Platz im
therapeutischen Geschehen ein. Brügemann hat sich in
dieser Hinsicht weit mehr vorgewagt als manch anderer
Exponent der Methode. Er bekundet am Schluss des Artikels
seine völlige Übereinstimmung mit Morell, dem
geistigen Vater dieser fast universell einsetzbaren
Therapie und würdigt damit in einer Art
Rekonziliation post mortem offiziell das opus magnum des
Meisters. Dieser mutige Artikel wurde allerdings nicht
von allen begrüßt. Im Gegenteil, er war Anlass
heftiger Kritik und diente u. a. der Scientology-Gegnerin
Renate Hartwig, in ihrem Buch "Scientology, ich klage
an", als willkommene Gelegenheit, Brügemann vehement
anzugreifen. Spätere Artikel von ihm (z. B. in der
Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 3/94)
griffen wieder die alten pseudophysikalischen Modelle
auf.
Ihr Täppischen! Ein artig Schein soll gleich die
plumpe Wahrhet sein.
Goethe, Faust II,
Akt 1
Die Darstellung nicht relevanter Fakten als
glaubenstärkendes Element ist in diesem Bereich
allerdings gängige Praxis. In der Zeitschrift CO'MED
2/97 z. B. schreibt Dr. Herrmann zum Thema "20 Jahre
MORA" und würdigt darin die Forschungen und
Verdienste der Begründer dieser Therapieform.
Dagegen wäre nichts einzuwenden, denn
schließlich hat Morell wie kein anderer sich in
diesem Bereich verdient gemacht. Der Artikel enthält
neben pseudophysikalischen Termini u. a. jedoch auch eine
Abhandlung über die angeblich physikalischen
Vorgänge in der Mora-Therapie sowie die Abbildung
einer technisch erzeugten Sinusschwingung und deren
Invertierung auf dem Bildschirm eines Oszilloskops. Das
Bild trägt dem Untertitel: Urschwingung und
invertierte Schwingung (der Begriff der Urschwingung soll
vermutlich eine Brücke zur Urtinktur in der
Homöopathie bauen). Wenn schon ein Oszilloskop als
Beweis dienen soll, dann doch wohl mit einem Bild der
körpereigenen Schwingungen und deren Invertierung,
die ja bekanntlich das Wirkprinzip der Therapie
darstellen sollen. Doch hier verlässt das Latein die
Bioresonanzgelehrten und, um den Schein zu wahren,
begnügt man sich mit einem ganz gewöhnlichen
technischen Signal.
Allein der Begriff der Schwingung bzw. Frequenz
scheint heute bereits ausreichend zu sein, um bei einer
gewissen Leserschaft euphorische Gefühle und
Visionen einer neuen, richtungsweisenden Medizin
hervorzurufen!
Während Brügemann seit Mitte 96 nicht mehr im
Internet vertreten ist, nutzt nun auch Med-Tronik diese
moderne Möglichkeit der Kommunikation mit eigener
umfangreichen Homepage (http://www.med-tronik.de). Wer
sich vorab informieren möchte, erhält auf
diesem Wege eine Erstinformation über das Med-Tronik
Lieferprogramm sowie über die diagnostischen und
therapeutischen Möglichkeiten der Mora-Therapie,
wohlweislich immer aus der Sicht des Herstellers mit all
den pseudophysikalischen Thesen. Doch man beschränkt
sich nicht nur auf die Vorzüge der eigenen Methode,
sondern versucht durch eine ausführliche, 3/4seitige
Erklärung der Begriffe Bioresonanz und Biokybernetik
eine Abgrenzung zur Bioresonanz-Therapie vorzunehmen.
Dank diesem etwas merkwürdigen Wettbewerbsverhalten
wird natürlich auch derjenige, der bisher noch nicht
viel von der Bioresonanz-Therapie gehört hat,
hellhörig und kann nach weiteren Verfahren Ausschau
halten. Ein ähnlich missglückter Versuch der
Abgrenzung wurde schon einige Jahre zuvor unternommen,
nämlich als die Bioresonanz-Szene über die
Person Brügemann immer häufiger in den Medien
mit Scientology in Verbindung gebracht wurde. Mit
Rundschreiben (Juli 1995) versuchte deshalb der
Vorsitzende der Internationalen
Ärzte-Gesellschaft für Biokybernetische
Medizin, Dr. Eckart Herrmann, durch eine 4seitige
Stellungnahme die Mora-Therapie von dem Begriff der
Bioresonanz zu distanzieren.
Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen, ihr
studiert die groß' und kleine Welt, um es am Ende
gehen zu lassen, wie's Gott gefällt.
Goethe, Faust I
Der Autor wies bereits damals Dr. Herrmann mit einem
persönlichen Schreiben auf die völlig
identische Funktionsweise der beiden Geräte hin und
bat ihn, anstelle der versuchten Abgrenzung sich doch
mehr für die Anerkennung der psychischen
Wirkungsfaktoren dieser Geräte einzusetzen. Ferner
möge er dafür sorgen, dass Herr Rasche nicht
mehr mit falschem Titel in Veröffentlichungen
geführt werde, da er weder Ingenieur noch
Diplom-Ingenieur ist. Dem Schreiben wurde gleichzeitig
eine Kopie der vom Autor verfassten "Historia-Mora" (eine
kurz gefasste Geschichte zur Mora-Therapie) beigelegt.
Kopien gingen an die Herren Brügemann und Rasche.
Dass sich keiner der Herren meldete (selbst
Brügemann nicht, der sonst durch Anwaltsschreiben
schnell agierte) war aufgrund der Brisanz der
Angelegenheit und den angeführten Fakten sogar
verständlich, doch überraschenderweise meldete
sich Frau Dr. med. Eva Rasche, die nach Ihrer Heirat mit
Herrn Rasche (im April 1994) zwar die
medizinisch-wissenschaftliche Leitung der Firma
Med-Tronik übernahm, doch bisher mit
"wissenschaftlichen" Veröffentlichungen zur
Mora-Therapie, zumindest in medizinischen
Fachzeitschriften noch nicht glänzte. Sie sandte den
gesamten Schriftverkehr zurück mit der Bemerkung,
dass der Autor ein absoluter medizinischer Laie sei (als
ob man ein Huhn sein müsste, um ein Ei zu
beurteilen) und es sich bei seinen Ausführungen um
reine Konstrukte handeln würde (eine Kopie davon
wurde zur Kenntnisnahme an Dr. Herrmann gesandt, Herrn
Brügemann jedoch verschwieg man wohlweislich die
Antwort). Gleichzeitig bemerkte sie, so quasi nebenbei,
dass ihr Mann ein Genie sei und dass Genialität
nichts mit Studium und Titel zu tun hätte, denn
Genialität hätte man oder nicht! Groteskerweise
schrieb sie ihre arroganten Kommentare mit Hand und
großen Buchstaben auf die Kopie eines A3 Blattes,
auf dem ein Zitat stand, das dem italienischen
Abenteurers und Frauenhelden Giacomo Girolamo Casanova
(1725-1798) zugeschrieben wird. Ob und in wieweit
Casanova auch medizinisch bewandert war, ist fraglich,
fest steht dagegen, dass er sich selbst adelte (als
Chevalier de Steingalt) und durch seine Memoiren mit
stark erotischen Akzent seinerzeit viel von sich reden
machte. Das besagte Zitat lautet: Medizin in der Hand
eines Einfältigen ist Gift, wie Gift in der Hand
eines Weisen zur Medizin wird. Ob dies wohl auch
für die zahlreichen Mora-Anwender gilt, die ja,
gemäß Angaben des Herstellers, mittels ihrer
Geräte nicht nur die pathologischen Schwingungen
ihrer Patienten invertieren sondern sie auch gezielt
verstärken und somit eine Verschlechterung ihres
Zustandes bewirken können, ganz abgesehen von der
Möglichkeit sogar noch jedwede Art von
Substanzschwingungen, also auch toxische, einzuschwingen.
Wer sich als Therapeut zum Einstieg in den elektronischen
Schamanismus entschließt, dem sei eine
gründliche Orientierung vor Kauf empfohlen, denn
inzwischen gibt es weit mehr als ein Dutzend Hersteller
und dies, wie bereits erwähnt, bei steigender
Tendenz und unterschiedlichem Preisniveau. Dass sich
dabei auch die Abgrenzungsbemühungen durch
klangvolle Namen intensivieren, braucht wohl nicht
besonders betont zu werden, denn auch dafür sind der
Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Während der
eine die Biosignale gleich dual moduliert und die
"Biosignalmodulation" als das herausragende
Therapiekonzept propagiert, werden mit einem anderen
Gerät die "Urblockaden" geknackt, oder man
schwingt von Anfang an kräftig die Preisfahne nach
dem Motto "Gute Bioresonanz muss nicht teuer sein" und
bietet sein " Bioswing" auch zum entsprechenden
Tiefpreis an. Wer jedoch mit niedrigen Preisen
argumentiert ist von vornherein im Nachteil, denn nicht
nur Autos sondern auch Bioresonanzgeräte sind Sache
des Prestige! Teure Geräte erhöhen die
Erwartungshaltung und den Glauben an ihre Wirksamkeit.
Dies gilt natürlich auch für die Hersteller und
genialen Erfinder, ihr Selbstbewusstsein steigt mit der
Autoklasse, ohne Porsche kommt selbst der Konstrukteur
des ersten Mora-Gerätes nicht aus.
Ein Nachzügler, der erst 1996 die Bioresonanzmanege
mit einer Neuentwicklung betrat, wirbt nun mit den
Vorzügen der Bioresonanztherapie der "2.
Generation". Das Gerät heißt "Bionetic 1200
clear". Vermutlich erschien dem Hersteller sogar die
Nähe bzw. Anlehnung an eine scientologische
Terminologie als besonders vorteilhaft, denn von
"Bionetic" zu "Dianetic" ist es nicht weit und dass man
nach der Bioresonanz-Behandlung zumindest pathologisch
"clear" ist, versteht sich von selbst! In der neuesten
Version wurde allerdings die Bezeichnung clear
durch plus ersetzt, vermutlich weil das Gerät
jetzt zusätzlich mit einem Laser ausgestattet ist
und auch sonst noch einige technische Änderungen wie
z. B. höhere Abschwächungen (bis -200) erfuhr.
Das derzeitige Schlusslicht der psycho-apparativen Parade
bildet das Auralon-Color, ein kleines tragbares
Gerät zur Farb-Informations-Therapie, das
zusätzlich noch Magnetfeldschwingungen im
ELF-Bereich (bis 100Hz) sowie einen Softlaser
äußerst geringer Intensität beinhaltet.
Es handelt sich dabei um eine Nachahmung der Ideen von
Dr. Ludwig, dessen Geräte Medicur-Color und
Cepes-Softlaser bei Auralon zu einem einzigen kompakten
Gerät vereinigt wurden. Die Anwendungsempfehlungen
sind aus dem Buch von Christa Muths "Farb-Therapie"
größtenteils abgeschrieben.
Trotz aller erdenklichen und hoch wissenschaftlich
klingenden Erklärungsmodelle und krampfhafter
Versuche einer wissenschaftlichen Beweisführung
basieren all diese Therapien weit mehr auf
imaginären Funktionsmodellen und konstruierten
Glaubenssätzen (Zuschreibungen) als auf
irgendwelchen wissenschaftlich fundierten Parametern. Das
Verhalten der Hersteller und Exponenten in dieser
Hinsicht ist unlogisch und schwer verständlich, denn
science fiction erschafft ja noch keine
scientific facts! Sie würden auch kaum von
Nutzen und am wenigsten für die Sache selbst sein.
Wäre nämlich das vorgegebene physikalische
Funktionsmodell tatsächlich wissenschaftlich
beweisbar, so müssten die Geräte aus den
bereits genannten Gründen umgehend aus dem Verkehr
gezogen werden. Doch keine Sorge, die rein physikalischen
Beweise werden noch lange ausstehen. Diese Therapieformen
sind, wie auch all die zahlreichen Derivate, die sich
heute um den Begriff der Bioresonanz scharen und den
Namen Morell für eigene kommerzielle Zwecke
missbrauchen, nichts anderes als psycho-apparative
Konzepte in mehr oder weniger gelungener Form und
Ausstattung. Daran ändern auch exogene
Zusatzschwingungen in Form von Magnetfeldern oder Lasern
nicht viel, die zwar der Unterstützung dienen
mögen, jedoch im Gesamtgeschehen kaum mehr als nur
eine glaubensstärkende Rolle spielen. Zu
berücksichtigen gilt ferner, dass das Bewusstsein im
Sinne eines overriding device funktioniert und
damit grundsätzlich Priorität über die
äußere materielle Wirklichkeit dieser
Verfahren hat.
Ihre Wirkungsmechanismen stehen, wie bereits dargelegt,
mit der Funktionsweise des menschlichen Organismus in
direktem Zusammenhang und nicht mit irgendeiner
neuartigen technischen Konstruktion oder elektronischen
Verarbeitung imaginärer Größen in
speziellen Geräten. Die Radioniker wussten um diese
Phänomene schon immer, auch De la Warr in England
scheute sich nie, in seinen Publikationen die Bedeutung
der mentalen Komponente hervorzuheben (De la Warr, The
Power of Thought, Oxford 1961). Vermutlich ist es sogar
ihm zu verdanken, dass die Radionik heute auf einem
geistigen und nicht mehr auf einem physikalischen Modell
ruht wie noch zu Zeiten Abrams, der seine Methode als
"Electronic Reactions of Abrams" (ERA) bezeichnete. Das
Herausstellen der nichtmateriellen Komponente dürfte
einer der wesentlichen Gründe dafür sein, dass
das Gebiet der Radionik immer mehr Beachtung findet und
radionische Instrumente nun auch in Deutschland gebaut
werden. Doch abgesehen davon bietet die Radionik noch
andere Vorteile wie z.B. die Möglichkeit der
Fernbehandlung, was natürlich grundsätzlich
auch mit jedem Bioresonanz-Gerät möglich ist.
Doch dies wird wohlweislich verschwiegen, denn mit dem
Zugeständnis, das auch Fernbehandlung damit
möglich sei, würde das pseudophysikalische Bild
der Bioresonanz ein für allemal zusammenbrechen!
Den Geräten selbst, d. h. ohne
bewusstseinsrelevanten Faktoren irgendeine Wirksamkeit
zuzuschreiben, ist ebenso widersinnig als Gerüchten
zu glauben, von den Geräten gingen negative
Schwingungen aus oder noch schlimmer, im Bicom-Gerät
seien sogar scientologische Informationen untergebracht.
Wer einen derartigen Unsinn verbreitet, setzt entweder
mutmaßlich Gerüchte zum Schaden anderer in
Umlauf oder hat schlicht und einfach das geistige Prinzip
all dieser Verfahren überhaupt nicht verstanden. Es
sei hier nochmals betont:
Nicht die äußere Realität oder gar die
elektronische Verarbeitung irgendwelcher Schwingungen in
einem Gerät, sondern die Verankerung des geistigen
Konzeptes (das innere Bild) und die Überzeugung des
Anwenders sind die charakteristischen Merkmale aller
(psycho-apparativen) Therapieformen.
Was Sie wissen, ist, was Sie wissen - und den Mut
haben, zu wissen und zu äußern, was Sie
beobachtet haben. Das ist Integrität und es gibt
keine andere Integrität.
Ron L. Hubbard
Diese Phänomene der geistigen Ebene sind
Metaphysikern seit langem bekannt und werden seit eh und
je auch in anderen Ländern und Kulturbereichen vom
Medizinmann bis hin zum Schamanen mit den jeweils
zeitgemäßen Mitteln und Ritualen genutzt. Auch
die Schulmedizin bedient sich (auf Grund der polaren
Aspekte der menschlichen Wirklichkeit) dieser
Gesetzmäßigkeiten. Sie sind nicht neu für
die Welt, wohl aber immer wieder neu für den
Einzelnen, und vor allem für all diejenigen, die
bisher nur die rein materiellen Aspekte der Wirklichkeit
berücksichtigt und so die dahinterliegenden
symbolischen Kräfte der geistigen Ebene nicht haben
erkennen können. Das Prinzip der Mora- und
Bioresonanz-Therapien ist durch ihre Protagonisten
Brügemann und Morell zwangsläufig mit dem
scientologischen Gedankengut verbunden. Es wäre
unlogisch, wollte man nun aus diesem Grunde die Therapie
in Frage stellen. Wenn etwas gut ist, dann auch, wenn die
dahinter liegende, ursprüngliche Idee von
Scientologen stammt. Ganz abgesehen davon, dass einzelne
Mitglieder auch nicht die Organisation als solche
repräsentieren. Wer allerdings zur Methode ja sagt,
und das scheinen inzwischen ja Tausende zu sein, der
sollte ihren Ursprung und vor allem das geistige
Wirkungsprinzip nicht leugnen!
Was die Zukunft betrifft, so wäre es
wünschenswert, wenn Hersteller und Exponenten
psycho-apparativer Verfahren vom Typ Mora /Bioresonanz
nicht nur für die psychischen Komponenten offen
einstehen und ihre Erklärungsmodelle entsprechend
revidieren, sondern auch ihre gesamte Konzeption einmal
einer gründlichen Prüfung unterziehen
würden. Das gleiche Prinzip in immer aufwendigerer
Form und mit neuem unnötigem Zubehör und
Schnickschnack zu variieren oder mit teuren
Zusatzgeräten weiter zu verkomplizieren ist weit
mehr Rückschritt als Fortschritt und schadet beim
näheren Betrachten der ganzen Sache am meisten. Doch
wer gibt schon freiwillig zu, dass er fast zwei
Jahrzehnte lang pseudophysikalischen Unsinn gelehrt und
die Therapeuten damit hinters Licht geführt hat. Das
Grundprinzip dieser Therapieform ist die (geistige)
Invertierung mittels eines physikalischen Gerätes
(materieller Repräsentant im Außen), hierin
liegt ihr ganzes Geheimnis. Morell selbst
äußerte sich einmal zur Frage über die
Funktionsweise der Mora-Therapie wie folgt: Je
wortreicher die Antwort, desto geringer das Wissen um die
dahinter liegenden Gesetzmäßigkeiten.
Überträgt man das Morell'sche Prinzip der
Therapie mit patienteneigenen Schwingungen auf die
Akupunktur, so entspricht es einem einzigen Nadelstich,
der alles reguliert. Das Geniale ist immer das Einfache!
Der so oft zitierte Paradigmenwechsel wird sich weder
durch Missbrauch wissenschaftlicher Termini noch durch
Verschleierung der auf psychischer Ebene ablaufenden
Vorgänge vollziehen. Argumente oder Modelle, die
derzeit wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen
widersprechen, haben keine Chance irgend etwas zu
bewirken. Im Gegenteil, sie sind nicht nur ein Hindernis
für brauchbare Forschungsansätze, sondern
verhindern auch die Akzeptanz und Verbreitung der
Methode. Elektromagnetische Schwingungen wie auch andere
definierte physikalische Größen sind nun mal
messbar, wie sonst könnte man wissen, dass es sich
überhaupt um solche handelt! Mit anderen Worten, das
aktuelle Erklärungsmodell der Bioresonanz ist nichts
mehr als pure Spiegelfechterei.
Andererseits dürfte sich die gesamte Thematik
über kurz oder lang von selbst erledigen.
Während die bisherigen Exponenten dieser
Therapieform vermutlich noch lange ihren Tanz um das
goldene Kalb weiterführen und an ihren
pseudophysikalischen Thesen festhalten, gibt es immer
mehr Ärzte und Wissenschaftler, die den
bewusstseinsrelevanten Prozessen einen gewichtigen, wenn
nicht sogar vorrangigen Platz im therapeutischen
Geschehen einräumen und dies auch offen zum Ausdruck
bringen. Hinzu kommen die modernen Mittel der
elektronischen Kommunikation, die wie nie zuvor eine
Verbindung zwischen Elektronik und Bewusstsein
ermöglichen. Dank diesen neuen Gegebenheiten wird
sich auch eine andere Generation von biophysikalischen
Therapieverfahren bilden, bei denen die geistigen
Prozesse als integraler Bestandteil von vornherein
akzeptiert werden. Dazu gehören sowohl rein
virtuelle, als auch psychobiophysikalische Konzepte, die
je nach Einsatzbereich noch mit dazu passenden
physikalischen Größen wie z.B. Laser oder
Magnetfeld ausgestattet sein können.
Inwieweit diese jedoch auch die Heilungsprozesse
unterstützen, bzw. ihre Wirkung, selbst bei
höherer Intensität, ebenso nur auf
psychophysische Interaktionen zurückzuführen
sind, wird sich wohl nie ganz eindeutig feststellen
lassen. Die Rolle des Bewusstseins lässt sich
nämlich weder aus dem therapeutischen noch aus dem
analysierenden Geschehen ausklammern. Die Wirklichkeit
des Menschen setzt sich nun mal aus den polaren Aspekten
"materielle Außenwelt" und "geistige Innenwelt"
zusammen, in der er selbst als psycho-physische Einheit
funktioniert. Jeder Therapeut bringt damit auch immer
seine eigenen Erwartungen und Vorstellungen mit ein und
ist damit ebenso inhärenter Teil der Therapie wie
auch jeder Analysierende Teil der Analyse ist. Somit wird
erst durch den Therapeuten eine Behandlung ganzheitlich
und nicht durch ein technisches Gerät oder ein
chemisches Produkt alleine!
Erklärungsmodelle, die die Rolle des Bewusstseins
und damit die Polarität der menschlichen
Wirklichkeit außer acht lassen, sind weder als
ganzheitlich noch als vollständig zu betrachten,
denn sie spiegeln letztendlich immer nur einen Teil des
Ganzen wider. Eine Gesetzmäßigkeit, die sowohl
die Schulmedizin als auch die Naturheilkunde betrifft.
Ganzheitlich im Sinne der Medizin heißt, den
Menschen als psycho-physische Einheit zu sehen und ihn so
auch zu behandeln. Jeder Therapeut muss deshalb die aus
seiner Sicht erforderliche Behandlung auch selbst
bestimmen. Dabei können je nach Fall sowohl
chemische, mechanische, physikalische oder
psycho-apparative oder rein geistige Methoden zur
Anwendung gelangen. Den Patienten jedenfalls wäre
es, im Gegensatz zu den Krankenkassen, doch wohl
völlig gleichgültig, ob sie wissenschaftlich
anerkannt oder psycho-apparativ oder sonst wie geheilt
werden, vorausgesetzt natürlich, dass sie es auch
wirklich werden!
- - - - -
Nachtrag
Die Bioresonanz-Therapien haben sich inzwischen weiter
ausgebreitet, vor allem das Ausland interessiert sich in
verstärktem Maße für diese angeblich noch
immer "an der Spitze des Fortschritts" stehende
biophysikalische Therapieform. Zum Glück, denn ohne
das Exportgeschäft würde es für manche
Hersteller recht düster aussehen. Weltweit
dürfte Deutschland sogar an erster Stelle im Export
von 'Glaubensverstärkern' stehen. Demzufolge wird
auch von den meisten Firmen das Internet als Tor zur Welt
genutzt - mit aufwändigen Homepages und in mehreren
Sprachen. Doch was unter dem Deckmantel der
Pseudowissenschaft seit nahezu einem Vierteljahrhundert
propagiert wird, ist im Grunde genommen nichts anderes
als RADIONIK pur, nur auf einem viel höheren
Preisniveau und mit dem Unterschied, dass die wenigsten
Anwender sich darüber im Klaren sind.
Auf eine detaillierte Aktualisierung des Insider-Reports
wurde jedoch verzichtet, da sich im Wesentlichen in der
Vorgehensweise nicht viel geändert hat. Was sollte
sich auch, wenn man als physikalischer Falschfahrer
unterwegs ist und noch immer recht gut dabei fährt.
Noblesse oblige, und so wird in glanzvollen
Broschüren sowie mit attraktiver
Internet-Präsenz die Technik als wichtiges Kriterium
herausgestellt und durch pseudophysikalische
Funktionsmodelle untermauert. Damit lässt sich nicht
nur Wissenschaftlichkeit vortäuschen, sondern auch
die teils hohen Preise der Geräte besser
rechtfertigen, schlussendlich bedingt (moderne)
Technologie entsprechenden Entwicklungsaufwand. Gleiches
gilt auch für viele neue Anbieter, deren Geräte
zwar nach dem Bioresonanz-Prinzip funktionieren, aber
durch geschickte pseudophysikalische Darstellung oft
nicht einmal als solche erkennbar sind. Einige bieten sie
sogar als Ergänzung zur Bioresonanz an. Die Folge:
Therapeuten erweitern ihre vorhandene Ausrüstung mit
derartigen Geräten, überzeugt davon, dass sich
der Behandlungserfolg damit erhöhen lässt. Und
genau so ist es, denn der Glaube versetzt Berge!
Neuerdings geht der Trend in Richtung Automatik, d.h.
softwaregesteuerte Programme testen und therapieren
automatisch - der Einstieg in die Sciencefiction-Welt ist
quasi perfekt. An die im Bereich des Bewusstseins
liegenden Wirkfaktoren traut sich im Lager der
Bioresonanz allerdings kaum jemand heran, da fehlt immer
noch jedweder Hinweis. Warum auch, wenn Pseudophysik nach
wie vor akzeptiert wird und Wissenschaftsgläubigkeit
in diesem Bereich eher zu- als abnimmt.
Begrüßenswert in dieser Hinsicht ist
allerdings ein bereits vor Jahren in England erschienener
Bericht der Wissenschaftler Hodges und Scofield, die
gerade die Problematik der bedienerabhängigen
Systeme ganz offen ansprechen. Die deutsche
Übersetzung 'Wie Heilung geschieht' ist hier
abrufbar (siehe Inhaltsverzeichnis links unten) und die
englische Originalversion 'The Healing Effect' unter:
www.felfield.u-net.com/unifying%20prin.htm.
Abschließend sei noch auf einige Publikationen aus
dem Lager der Bioresonanz-Gegner hingewiesen. Mit
massiver Kritik und Tatsachenverdrehung, aber auch mit
Diffamierung wird da nicht gespart. Deshalb sei
ausdrücklich betont, dass sich der Autor des hier
vorliegenden Insider-Reports von dieser Art der
Darstellung distanziert, sie jedoch als
Informationsquelle sowie zur persönlichen
Meinungsbildung als wichtig erachtet. Da gibt es z.B. den
Kreis der 'Quackwächter'. Diese selbsternannten
Wächter sind im Allgemeinen rein materiell
ausgerichtete Hardliner, die für sich das Privileg
in Anspruch nehmen, im Besitz der allein gültigen
Wahrheit zu sein. Während sich früher die
Angriffe seitens der naturwissenschaftlichen Dogmatiker
nur in Form von Artikeln in schulmedizinischen
Fachzeitschriften sowie in dem Buch 'Die andere Medizin'
der Stiftung Warentest beschränkten, brachte Roland
Ziegler (VRZ-Verlag in D-66707 Weiskirchen) 1998 als
erste Ausgabe in der Reihe 'Alternativmedizin kritisch
betrachtet' eine 75-seitige Broschüre zum Thema
Bioresonanz heraus, in der die Therapie aus rein
materieller Sicht beurteilt wurde, und die
konsequenterweise in einem vernichtenden Urteil für
diese Therapieform endete. Dieser Buchserie scheint
jedoch nicht der gewünschte Erfolg beschieden
gewesen zu sein, denn die Serie wurde im Juli 2002
eingestellt. Grund: Gerichtliche Auseinandersetzungen
sowie andere Schwierigkleiten, die den Autor
veranlassten, die Publikation in dieser Form nicht
fortzusetzen
(http://www.vrzverlag.com/esoterik/lexikon.htm).
Doch weit gefehlt, wer glaubt, dass das Werk nun
außer Handel sei. Unter dem Titel: "Bioresonanz
unter der Lupe" kann in neuer erweiterter Form eine
CD-ROM für EUR 10.00 per eMail bestellt werden
(http://www.paralex.info/specialedition.htm).
Herausgeber: Informationsgemeinschaft
Paramedizin-Lexikon, Sarajevo/Bosnien. Auch darin wird
die Bioresonanz und ihre Vertreter in jedweder Form
diskreditiert. So wird z.B. der Versuch unternommen, Dr.
Franz Morell nun auch noch mit dem Leibarzt von Hitler,
Dr. Theodor Morell, in Verbindung zu bringen. Dabei
werden allerlei Spekulationen angestellt und die
Möglichkeit erwogen, dass er ggf. sein Sohn sein
könne, zumal das Gegenteil bis heute nicht bewiesen
sei. Was für eine absurde Idee, wer sollte schon so
einen Unsinn beweisen wollen, denn der Vater von Dr.
Franz Morell hieß Heinz-Emmrich und war Bankier. Im
Gegenzug wird der Elektroniker Erich Rasche aufgewertet
und zum Dipl.-Ing. gekürt, obwohl er nie ein
derartiges Diplom erworben hat. Einmal mehr der Beweis,
dass die Pamphletisten doch über recht wenig
Hintergrundwissen verfügen.
In dieser Stelle sei auch auf das umfangreiche Werk von
Colin Goldner "Die Psycho-Szene", hingewiesen. Es ist in
dem linksorientierten Alibri-Verlag erschienen, und nimmt
die Gepflogenheiten und Methoden der esoterischen
Therapieszene kritisch unter die Lupe (ISBN
3-932710-25-8). Dass auch darin der Bioresonanz-Therapie
und ähnlich funktionierenden Verfahren ein kurzes
Kapitel mit negativer Kritik gewidmet ist, braucht
niemand zu wundern. Allerdings wirft der Autor einige
Termini durcheinander und demonstriert damit wenig
Kenntnis im gerätetechnischen Bereich. Auch scheint
ihm profundes Hintergrundwissen der gesamten
Bioresonanz-Szene zu fehlen.
Diese negative Beurteilung seitens der Gegner ist kaum
verwunderlich, die Protagonisten der Bioresonanz-Szene
haben sie mit ihrer esoterischen Physik selbst
verursacht. Doch die wenigsten scheint dies bisher zu
beunruhigen, denn durch die Polarisierung der beiden
Lager, wettert der eine gegen den anderen und kaum einer
ist bereit, über seinen eigenen Zaun zu schauen oder
nach dem Warum zu fragen. Vermutlich dürfte sich
daran auch so schnell nichts ändern und schon gar
nicht, solange niemand ernsthaft daran interessiert ist,
die Phänomene der geistigen Ebene im Detail zu
erforschen. Die Kritik der Hardliner hat zwar bisher
recht wenig bewirkt, außer vielleicht Applaus in
den eigenen Reihen, doch ist sie in zweifacher Hinsicht
auch für die Gegenseite interessant. Zum einen, weil
sie ein Pendant zu dem hier veröffentlichten
'Insider-Report' darstellt, und zum anderen, weil sie die
einseitigen Bewertungskriterien der Gegner recht deutlich
zeigt.
Eine rein materiell ausgerichtete Betrachtungsweise
erfasst eben nur einen Teil der menschlichen
Wirklichkeit, und somit ist die Schulmedizin (zumindest
aus ganzheitlicher Sicht) eine Außenseitermethode,
vernachlässigt sie doch die bewusstseinsrelevanten
Aspekte des Lebens. In diesem Zusammenhang sei u.a. auch
auf den Bericht des Autors 'Im Nirvana der Biophysik'
hingewiesen, den Sie hier anklicken können. Eine
alte lateinische Spruchweisheit besagt: Irren ist
menschlich, im Irrtum verharren jedoch teuflisch (Errare
humanum est, perseverare autem diabolicum). Ob wohl beide
Seiten, d.h. Pseudophysiker und Dogmatiker eines Tages
das Nachsehen haben werden?
Bioresonanz & Co. im Internet
Die klassischen Firmen:
Bicom-Regumed: http://www.bioresonanz.com
Mora-Med-Tronik: http://www.med-tronik.de
VEGA: http://www.vegamed.com
Bioresonanz und Derivate (eine Auswahl)
http://www.holimed.de
http://www.quint.cc
http://www.bioresonanz.net
http://www.netvet.at/biores.html
(Biosignalmodulation)
http://www.biosignalmodulation.at/index.htm (Duale
Biosignal - Modulation)
http://www.vitatec.com
http://www.healthangel-immomedica.de
http://www.ams-ag.de (Dr. W. Ludwig)
http://www.bioerg.de/bioenlab/bioresonanz/biores_dev1.htm
http://www.bioenergetik.com/index.html (Rayonex)
http://www.mdt.ch (Advantus)
http://shop.radionik.com (Bioresonanz&Radionik)
http://www.kindling.de
Gesellschaften:
Internationale Ärzte-Gesellschaft
für Biophysikalische Informations-Therapie (BIT)
http://www.bit-org.de
Europäische Heilpraktiker-Gesellschaft für
Biokybernetische Medizin und verwandte
Verfahren (EHPGBM) e.V.
http://www.hpgbm.de
Anhang:
Die ersten Anzeichen für eine Wende sind bereits
deutlich zu erkennen. Zum einen sprechen sich immer mehr
Patienten für Naturheilverfahren, sprich sanfte
Medizin aus und zum anderen überflügelt in
Kreisen der Alternativ-Medizin die Radionik die
Bioresonanz. Waren es seit Mitte letzten Jahrhunderts die
mit moderner Elektronik ausgestatteten Geräte, die
die jahrzehntealten "black boxes" der Radionik ins
Abseits drängten, so ist es seit Beginn des neuen
Jahrtausends die Software der Radionik, die Furore macht.
Die moderne Radionik ist Computer gestützt und der
Einstieg in ein sonst recht zeitaufwändiges
Verfahren ist so einfach wie nie zuvor geworden. Dass
bereits einige Hersteller von virtuellen Test- und
Therapieprogrammen auch gleich die Bioresonanz-Funktionen
integriert oder gar erweitert haben, ist mehr als
legitim, denn Bioresonanz und Radionik unterliegen den
gleichen geistigen Gesetzmäßigkeiten.
Die Radionik hat hier leichtes Spiel, nur umgekehrt geht
es nicht, es sei denn, die Vertreter der Bioresonanz und
Co. würden endlich zugeben, auch nur mental zu
arbeiten. Ein Anbieter, der das Funktionsprinzip dieser
Methoden seit langem durchschaut hat, wirbt auf seiner
Homepage (www.bioresonanz.net) sogar schon mit einer
Downloadversion für eine virtuelle Bioresonanz. Mit
anderen Worten: Was bei den bekannten Herstellerfirmen ab
10.000,-- Euro erhältlich ist, kann dort für
weit unter 1000,-- Euro bezogen werden, mit
Funktionserweiterung noch obendrein. Auf seiner Homepage
wird mit folgendem Slogan dafür geworben: "Radionik
ist Bioresonanz", doch wenn schon ein Werbespruch, dann
doch wohl eher umgekehrt: "Bioresonanz ist Radionik"!
Allerdings sei dahin gestellt, ob dies überhaupt
eine sinnvolle Methode ist, denn wenn schon ohne
Gerät und nur über Bildschirm gearbeitet werden
soll, dann nicht unbedingt auf Basis der
Bioresonanz-Methode, da gibt es weit attraktivere
Konzepte, die virtuell umgesetzt werden können.
Wie dem auch sei, der Trend der Brache zu virtuellen
Test- und Therapiewelten ist unverkennbar. Dank
verlockender Werbemaßnahmen der etablierten
Hersteller mögen zwar viele noch immer mit der
Anschaffung von teuren Bioresonanz-Geräten
liebäugeln, ja sie sogar als unentbehrlich für
ihren therapeutischen Erfolg sehen, doch früher oder
später werden diese Geräte einer neuen
Generation Platz machen müssen. Bleibt nur zu
hoffen, dass Hersteller und Anwender dann ohne
pseudophysikalischen Unsinn in der Postulierung der
Funktionsmodelle auskommen.
© 1997 - 2003 Hermann Grösser - Alle Rechte
vorbehalten.
Rechtlicher Hinweis / Disclaimer: Dieser Report wurde
sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen und
Gewissen verfasst, dennoch kann der Autor keine
Gewähr für die absolute Richtigkeit des
Inhaltes geben.
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Ein Ausdruck kann gegen € 12.50 beim Radionik
Verlag angefordert werden.
Der Autor und der Radionik Verlag freuen sich über
Kommentare. Bitte klicken Sie rechts auf das Kontanktformular.
Anhang:
Einsatzmöglichkeiten und Indikationen der
Bioresonanz-Therapie
Alle bisher bekannten Indikationen der Homöopathie
und Akupunktur bzw. der biologischen Medizin. Vorallem
auch chronisch-degenerative Erkrankungen, Rheuma,
Immunschwäche, Allergien, besonders auch bei
Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Schmerzzustände aller Art: Nervenschmerzen,
Neuralgien des rheumatischen Formenkreises, durch Tumore
verursachte Schmerzen, prä- und postoperative
Schmerzbehandlung.
Verkürzte Wundheilung: Verletzungen aller
Art, postoperative Behandlung.
Organerkrankungen: Asthma, Bronchitis, Gastritis,
Duodenitis, Ulcus, Schmerz durch Malignome; es
können alle Organe und Organsysteme therapeutisch
beeinflusst werden.
Einige Diagnosen, bei denen gute Erfolge erzielt
werden: Migräne, chronische und akute
Erkrankungen des Lymphsystems; Herz- und
Kreislauferkrankungen, Pankreatitis; Mamma- und
Ovarialzysten, Diabetes bei Erwachsenen und Kindern;
Cystitis, Nephritis; Narbenstörfelder, prä- und
postoperative Behandlungen im zahnärztlichen
Bereich; Schlafstörungen; nahezu alle Arten
toxischer Belastung und ihre Entgiftung; Infektneigung
bei Kindern; Epikondylitis und vieles mehr.
Literaturnachweis:
Pro Bioresonanz:
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Bischof, M.
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Heilung auf eigener Welle
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Esotera 7/88
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Le Système MORA ou le rationnel en
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Schwerpunktthema Bioresonanz
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EHK Heft 3a/1994
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Hanzl, G. S.
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Von der morphologischen zur kybernetischen Medizin
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Herrmann, E.
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ZDN-Dokumentation, Band IV
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Biophysikalische Informations-Therapie
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Kokoschinegg, P.
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Konzelmann, H.
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Biosignalmodulation
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Ulmer-Verlag, Tuningen
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Kuhlmann, D. (Hrsg)
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Bioresonanz-Therapie für die Praxis
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Langreder, W.
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Heilung durch mikroelektronisch verbesserte Medizin
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München 1989
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Mikro-Magnetische-Medizin
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Leonhardt, H.
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Grundlagen der EAV nach Voll
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Ludwig, W.
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Die Bioresonanz-Therapie
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raum&zeit 41/89
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S I T - System-Informations-Therapie
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Morell, F.
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Die Mora-Therapie - Therapie mit
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10 Jahre MORA-Therapie
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Scientology:
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Haack, F.-W.
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Scientology - Magie des 20 Jahrhunderts
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Dianetics, The Modern Science
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Hartwig, R.
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Scientology Ich klage an!
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Lamont, S.
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Technische:
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Naturwissenschaften und Technik
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Höhn, E.
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Elektronische Musik
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München 1979
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Müller/Gräfe/Falkenhagen
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Grundriss der Physik für Mediziner
u. med. Berufe
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Berlin 1990
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Steuernagel, O.
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Skripten zur Elektrotherapie
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Veit, I.
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Technische Akustik
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Würzburg, 1974
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Fußnoten:
© 08.2003 Radionik Verlag
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