Radionik und Alltagsnöte, Teil 2

von Claudio Romanazzi

Thema Gesundheit

Im ersten Teil dieser kleinen Serie haben wir uns ja mit dem Thema Geld beschäftigt. In dieser Folge soll es um Radionik und Gesundheit gehen.

Das finde ich besonders spannend, weil die moderne Radionik ja im Gesundheitssektor begonnen hat. Ich will jetzt nicht zum hundertstenmal die Geschichte neu erzählen. Was ich jedoch anmerken möchte ist, dass es in den ersten Jahrzehnten der Radionik die Schulmedizin war, innerhalb derer sie praktiziert wurde. Das wurde von der etablierten Medizin scharf bekämpft und in den USA ist es heute noch so, dass Radionik im medizinischen Sektor nicht praktiziert werden darf.

Im Verlauf der Zeit wandelte sich die Anwenderschaft vom Arzt, bzw. ausgebildeten Fachkraft hin zum Laien- und Hobbyheiler. Heute sind es meist Heilpraktiker und Laien ohne Kuriererlaubnis (ja tatsächlich, dafür muss man in Deutschland eine Erlaubnis haben [Heilpraktikergesetz]). Letztere befassen sich dann eher mit Tieren, Pflanzen oder anderen dankbaren Themen, die wir in dieser Reihe noch durchgehen werden.

Kommen wir nun also zum Thema Gesundheit. Es stellt sich die Frage: „Wie gehen wir es an?“ Und die Antwort lautet: „Ganz klassich mit einer Radionikanalyse und der anschießenden (Radionik-)Behandlung.“ Und warum habe ich jetzt die ‚Radionik‘ von der Radionik-Behandlung in Klammern geschrieben? Nun ganz einfach deswegen, weil bei einer Radionikanalyse auch herauskommen kann, dass eine nicht radionische Behandlung angezeigt ist! Das mag dem Fan nicht schmecken, ist aber nicht wegzudiskutieren: Radionik ist nicht alles!

Es gibt durchaus Gesundheits-Situationen, in denen Radionik nichts zu suchen hat. Da hätten wir zunächst einmal alle Notfälle, angefangen von Unfällen mit Körperschäden bis zu Herzinfarkt, Gallenkolik unf Co. Sicherlich kann hier mit Radionik erste Hilfe geleistet werden, jedoch bitteschön erst nachdem die Rettung angerufen wurde, ok? Das hat nicht nur rechtliche Gründe, sondern hat durchaus auch etwas mit dem Sorgetragen für die Gesundheit eines anderen Menschen zu tun. Zuerst das Beste für die betreffende Person, danach alles andere. Das Beste ist in Notfällen immer die Rettungsmedizin, auch wenn das Manchem nicht passen mag.

Fassen wir kurz zusammen: Notfälle gehören in die Hände der Schul- und Rettungsmedizin. Alles andere können und sollten wir radionisch angehen können. Es gibt jedoch auch hier zwei Gedankenschulen. Die eine Schule (und dazu gehört auch die Deutsche Radionikschule) möchte gerne deduktiv arbeiten. Das bedeutet, man nimmt alles auseinander und schaut nach, welche der vielen Einzelteile nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Für die Zustände dieser identifizierten Anteile werden dann die Ursachen gesucht und im nächsten Schritt diese und die Teile radionisch behandelt.

Ja klar, das ist das Erbe der Anfänge der Radionik – Schulmedizin radionisch durchgeführt. Bis auf die Ursachenerforschung natürlich – die ist jedoch erst in den 1980er Jahren hinzugekommen und war dem Einfluss von David Tansley zu verdanken. Immerhin gehört die Radionik damit zur ganzheitlichen Medizin und ist nicht mehr eine Unterabteilung der Schulmedizin. Auch die Ausrichtung auf feinstoffliche Strukturen, die ja von der Schulmedizin nicht anerkannt werden, gehört zum Gesamtpaket. Damit sind in der heutige Radionik sowohl westliche als auch östliche Einflüsse vorhanden, die als Synthese eine umfassende Sicht und Behandlung der notwendigen Dinge ermöglichen.

Die andere Schule ist die der Wünsche. Wunschradionik kümmert sich überhaupt nicht um Bestandteile (zum Beispiel die des Körpers), Ursachen von Zuständen usw. Betreiber von Wunschradionik stehen auf dem Standpunkt, dass sie dem Universum beim Erfüllen der Wünsche nicht mit vorgefassten Meinungen im Weg stehen wollen. Deswegen wird nur und ausschließlich formuliert, was das Endergebis sein soll und das war es auch schon.

Beide Methoden haben ihre Erfolge – es kommt ganz darauf an, was für ein Typ Radioniker man ist. Es ist wenig sinnvoll, wenn man als analytischer Mensch und damit auch als analytischer Radioniker Wunschradionik betreibt, denn man würde immer wieder ins Grübeln kommen, ob man nicht doch diese oder jene Struktur radionisch anfassen sollte, um die Wunschradionik zu ‚unterstützen‘. Das wäre jedoch vollkommen kontraproduktiv, denn man denkt damit gegen einen reibungslosen Ablauf.

Umgekehrt sollte ein Wunschradionker auch nicht denken, auf einmal analytische Elemente mit einbauen zu müssen. Denn damit würde er gegen seine Einstellung handeln und hier wieder den reibungslosen Ablauf behindern.

Erstes Fazit: bevor man sich an eine so verantwortungsvolle Aufgabe wie die eigene Gesundheit macht, sollte man sich unbedingt darüber klar werden, zu welcher Gruppe Radioniker man gehört, damit man sich nicht auf eine Methode einlässt, die nicht zu einem passt. Dabei ist es durchaus möglich, für verschiedene Aufgaben auch verschiedene Methoden zu verwenden. Hat man beispielsweise Angst davor, nicht objektiv analysieren zu können, wäre doch Wunschradionik angebracht, auch wenn man sonst einen analytischen Chrakter hat.

Nachdem wir das geklärt haben, geht es an die eigentliche Aufgabe. Auch bei der Wunschradionik sollten man zumindest eine kleine Analyse durchführen. Dabei geht es um die Festlegung der Heilungsform. Zur Auswahl steht natürlich Radionik, aber auch Arzt, Heilpraktiker, und alle möglichen anderen Protagonisten verschiedener Heilformen. Es gilt die Frage zu klären (radionisch zu analysieren), welche der zur Auswahl stehenden Methoden, das gesundheitliche Problem am geschicktesten aus der Welt schafft – oder, wenn das nicht möglich ist, zumindest am besten bessert. Ist das nicht Radionik, ist unsere Arbeit hier bereits beendet und wir gehen zu einem Protagonisten der ausgewählten Heilungsform.

Haben wir mit der Radionik unsere Heilungsform gefunden, gilt jetzt für die Wunschradionik: Wunsch formulieren und radionisch projizieren.

Für alle anderen gilt, weiter geht es mit weiteren Analysen. Zunächst stellen wir den Ist-Zustand fest. „Wie schlimm steht es um mich?“ Das ist hier die Frage. Ganz nebenbei – es ist auch die umgekehrte Frage erlaubt: „Wie gut geht es mir?“ Zum Vergleichen der Ergebnisse empfiehlt es sich mit einer Prozenttafel wie der hier abgebildeten zu arbeiten.

Pendelkarte

Pendelkarte

Ein Muster der Testperson wird in den mittleren Kreis gelegt und dann entsprechend abgefragt. Die Antworten auf die beiden oben gestellten Fragen geben natürlich nur den Allgemeinzustand wieder. Wer spezifische Probleme abfragen möchte, muss natürlich auch spezifischer fragen, zum Beispiel, „Wie schlimm steht es um meine Augen/wie gut geht es meinen Augen?“

Der nächste Schritt befasst sich mit den Ursachen. Ich drucke hier einmal eine Pendeltafel ab, die sich mit Oberthemen von Ursachen beschäftigt. Eine komplette Liste aller Ursachen gibt es meines Wissens nach nicht und wenn es sie gäbe, würde sie meterweise Bücher füllen.

Pendeltafel Ursachenthemen

Pendeltafel Ursachenthemen

Die unterstrichenen Einträge sind Überschriften, die nicht unterstrichenen sind Unterthemen des davor stehenden unterstrichenen Eintrags.

Über alle gefundenen Ursachen sollte man nachdenken und sich dabei die Frage stellen, warum man dies an sich heran gelassen hat. Alle – und ich meine hier wirklich alle – Ursachen sind hausgemacht (ok, genetische Ursachen und Unfälle mal ausgenommen), d.h. wir persönlich haben dafür gesorgt, dass sie ihre Wirkung bei uns entfalten konnten. Es gilt nun (wo wir uns schon aufgerafft haben, etwas für uns zu tun), sie wieder aus unserem System zu entfernen und damit wieder zu besserer Gesundheit zu kommen.

Was haben wir bis jetzt? Wir haben

  • den Ist-Zustand und
  • die Ursachen.

Jetzt geht es an die radionische Behandlung. In der folgenden Pendeltafel zeige ich ein mögliches Abfrageschema für die radionische Projektion. Dieses funktioniert jedoch nur dann, wenn die Vorarbeiten erledigt sind.

Abfrageschema für die radionische Projektion

Abfrageschema für die radionische Projektion

(Mehr Info über individuelle Pendelkarten)

Zur Erklärung:

  • Zuerst immer die feinstofflichen Strukturen abfagen,
  • danach kommen die Ursachen
  • und erst danach die körperlichen Störungen!
  • ‚Andere Zustände des Körpers‘ – hier wird dafür Sorge getragen, dass auch Dinge behandelt werden, die aus unserer Sicht nichts mit der behandelten Störung zu tun haben, jedoch trotzdem eine Rolle spielen – nur ist uns das eben nicht klar!
  • Anschießend werden mit Bachblüten usw. positive Energien in das System gebracht.
  • Als letzte Möglichkeiten werden nochmals andere Radionikgeräte ins Spiel gebracht und andere Therapien als Radionik abgefragt.

Álles was positiv testet, wird in eine Liste notiert und anschließend diese Liste auch projiziert.

Fertig? Nein, noch nicht, denn nun wird noch ermittelt, wann denn die nächste Radionik-Behandlung stattfinden soll. Wir müssen dem System ja auch Zeit geben, die neuen Informationen zu verarbeiten.

Und letzte Frage: „Wird dann die gleiche Liste wieder projiziert?“ Meine Antwort: „Natürlich nicht!“ Denn wir würden damit ja gar nicht auf bereits veränderte Zustände eingehen können. Daher wird die Liste mit dem Abfrageschema für radionische Behandlungen erneut bemüht und eine neue Behandlungsliste zusammengestellt und abgearbeitet.

Übrigens: Neuanalysen werden je nach zustand durchgeführt. Je akuter desto öfter, je chronischer desto weniger oft. Jedoch sollten zwischen den Analysen mindestens vier Wochen liegen (bei chronischen Zuständen sind auch drei bis sechs Monate nichts Ungewöhnliches).

Dies ist nun sicherlich keine erschöpfende Abhandlung über das radionische Vorgehen bei Gesundheitsproblemen. Aber für Fragen ist ja die Kommentarfunktion da – bitte eifrig nutzen!

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(2) comments

Margareta 07/31/2015

Diese guten Hinweise helfen dabei, „breit“ abzufragen.
Danke.

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Georg Weber 08/01/2015

Danke für diesen Artikel. War für mich sehr hilfreich in Bezug auf die differenzierten Behandlungsmethoden.Nicht alles über einen Kamm scheren. Danke
LG Georg Weber

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