Die Jahrbücher der Radionik Information
Leseprobe aus der Januarausgabe 1999
Grundenergie - die Wurzel aller Therapien
von Wendy Wills, M.C.S.P., 1965
mit freundlicher Genehmigung der Radionic
Association
Alle Materie ist Energie. Der Körper ist Materie
in ständiger Bewegung, körperlich,
physiologisch und molekular. Molekulare Strukturen
bestimmen die Natur einer Substanz und eine komplexe
Substanz besteht aus verschiedenen Arten molekularer
Strukturen. Der Körper besteht aus einer Vielzahl
verschiedener molekularer Strukturen: Muskeln, Knochen,
Blut, Nerven, Drüsen und anderen. Alle diese
Substanzen arbeiten in einem gesunden menschlichen oder
tierischen Körper in Harmonie und man kann sagen,
daß sie die normale Grundenergie haben. Das
bedeutet, all die verschiedenen bildenden Bestandteile
führen ihre Funktionen aus, und zwar auf jeweils
verschiedene aber normale Weise.
Energie messen
Wir wissen, daß das Gehirn Elektrizität
aussendet, Impulse, die man mit einem
Elektroencephalogramm (EEG) zeigen kann. Kardiographen
(EKG) zeigen die Herzimpulse. Wir wissen ebenfalls,
daß Muskelbewegungen den Stimulus von
Nervenimpulsen benötigen, um die Kontraktion von
Muskelfasern auszulösen. Diese und andere
Funktionen des Körpers hängen von der
Grundenergie ab, bevor die zugrunde liegende Spannung
ins Spiel gebracht werden kann. Nun, in einem gesunden
Tier arbeiten alle Bestandteile harmonisch zusammen und
es ist nicht unangebracht, anzunehmen, daß die
Grundenergie wie die in Abbildung 1 gezeigte Kurve
aussehen könnte. Um die Harmonie darzustellen, ist
es möglich, daß alle anderen Teilenergien
mathematische Teiler der Wellenlänge sind
(Abbildung 2).
Abbildung 1:
Kurve der Grundenergie
Abbildung 2
Wenn das dem gesunden Körper zugrunde liegende
Muster demonstriert werden kann, dann kann auch das
zugrunde liegende Muster der Bestandteile in gleichem
Verhältnis zu seinen Bestandteilen stehen. Zum
Beispiel ist das Herz für die Körperfunktion
notwendig, die Herzzellen sind für das Herz
notwendig, und so ist das Zellplasma für die
Herzzellen notwendig usw. Alle sind von anderen
abhängig und diese Abhängigkeit untereinander
basiert auf der Grundenergie.
Wenn man das akzeptiert, dann ist es nicht schwer,
einzusehen, wie Krankheit ein Zustand von Disharmonie
eines Teils des Körpers sein kann, das ein andres
oder den ganzen Körper beeinflußt, und so
das Gesamtmuster der Grundenergie stört, was in
Abbildung 3 gezeigt wird.
Abbildung 3
Ob man nun den Ursprung dieser Muster als elektrisch,
magnetisch oder gar dielektrisch bezeichnet, für
den Sinn dieses Artikels ist das nicht wichtig. Wir
wissen, daß körperliche Disharmonien mit
einem radionischen Diagnoseinstrument erkannt werden
können, und wenn man einmal des Sitz der Imbalance
gefunden hat, ist es möglich, sie zu beseitigen
und die Gesundheit wieder herzustellen.
Die Macht des Gedankens
Wir wissen nicht genau, was die Grundenergie ist,
trotzdem ist es möglich, Disharmonien auf viele
Arten zu beseitigen. Das kann durch Ärzte,
Osteopathen, Physiotherapeuten, Krankenschwestern und
anderen mit Heilung befaßten Personen erledigt
werden. Das führt uns zu einer anderen Betrachtung
- über die Macht der Gedanken, was der gemeinsame
Nenner aller Heilformen zu sein scheint. Der Arzt denkt
sich die Behandlung aus, seien es Medikamente oder
Diät. Der Physiotherapeut denkt sich die Form der
Behandlung aus, ob er seine Hände benutzt,
elektrische Instrumente oder Übungen
ausführen läßt. Die Krankenschwester
denkt sich eine Methode aus, die vorgeschriebene
Behandlung durchzuführen und paßt ihre
Fähigkeiten den Bedürfnissen des Patienten
an. Der Osteopath denkt sich die Form seiner
Manipulation aus. Hinter der wie auch immer
durchgeführten Behandlung steckt immer die
motivierende Kraft des Gedankens.
Wenn der Normalzustand des Patienten, oder der Pflanze
- letztere leidet manchmal genauso an Krankheiten wie
Mensch und Tier - wiederhergestellt ist, oder
Erleichterung der Beschwerden erreicht wurde, dann ist
Harmonie eingekehrt. Bei unkomplizierten
Zuständen, wie einfachen Knochenbrüchen,
bringt das einfaches Richten und Zeit zustande. Bei
schwereren Fällen benötigt das mehr Zeit und
die beteiligten Personen sind zahlreicher, das Ergebnis
ist aber das gleiche. Kompliziertere Fälle, die
sich nicht so leicht einordnen lassen, sind eine andere
Geschichte.
Bei allen Formen der Medizin, seien sie orthodox oder
experimentell, gibt es Fälle, die nicht nach den
vorgegebenen Regeln ablaufen. Es erscheint
vergleichsweise einfach zu sein, Diagnosen zu erstellen
und eine entsprechende Behandlung anzubieten, nur
findet man dann oftmals, daß sekundäre
Zustände auftauchen. Diese werden wieder behandelt
usw. Später, nach Jahren des Leidens, sucht der
Patient jemanden auf, der scheinbar ein Wunder
produziert.
Wunderheilungen
Es ist meine Überzeugung, daß es keine
Wunder gibt, denn jeder aus der Reihe der Behandler hat
seine Arbeit in die Richtung ausgerichtet, daß
der Normalzustand wiedererlangt wird, bis
schließlich der Letzte das scheinbar auch
geschafft hat. Aber konnte dieser Letzte das geschafft
haben, ohne die Anstrengungen der anderen? Kooperation
zwischen Patient und Heiler ist wichtig und notwendig,
aber sowohl auf bewußter wie auf unbewußter
Ebene variiert das mit den beteiligen Personen.
Vorurteile auf Seiten des Heilers oder des Patienten
behindern die Wiederherstellung des normalen Zustandes,
Übereifrigkeit oder Apathie kann sogar zur
Verschlimmerung führen. Nur zu oft hemmen auch
Emotionen die Sache. Hier ergibt sich die Notwendigkeit
fallabgehärteter Ärzte und Krankenschwestern.
Abstand zum Teil des Instruments, das für die
Behandlung benutzt wird, und hier ist das menschliche
Instrument gemeint, scheint die Krankheit schneller zu
beenden, als andersherum. Zur gleichen Zeit muß
der Operator auf den Patienten achten, denn das macht
aus einem effizienten Techniker einen Heiler. Und
tatsächlich, in einigen Formen der Behandlung ist
der Mensch das einzige Instrument, zum Beispiel mit
Hilfe seiner Händen oder Stimme. Beide können
mit großer Effektivität Spannungen mildern.
Mit Massage werden unter Spannung stehende Muskeln und
Nerven normalisiert. Mit der Stimme können
ängstliche und furchtsame Patienten wieder
aufgebaut und zum Verständnis ihrer Probleme
geführt werden. Es wird ihnen geholfen, sich
selbst zu helfen. Für diese Form der Behandlung,
instrumentell im Sinne einer Maschine, ist das Prinzip
das gleiche, nämlich die Wiederherstellung des
Normalzustands. Der Operator erreicht dies, indem er
den betroffenen Teil mit Grundenergie, die mit
positiven Gedanken und Fürsorge angeregt ist,
reharmonisiert.
Lebenskraft
Grundenergie wird mit vielen Namen belegt: die
'Lebenskraft', die 'Magie' des Alchimisten, der
'Fluß' und andere. Der Name ist unwichtig. Weil
wir sie nicht mit wissenschaftlich akzeptablen
Instrumenten messen können, bedeutet das nicht,
daß wir sie als unserer Aufmerksamkeit
unwürdig anzusehen hätten. Ohne Zweifel
werden wir im Lauf der Zeit die Regeln ihres Verhaltens
und die Mittel, sie therapeutisch auf viel
kontrolliertere Weise zu nutzen, als wir das heute tun,
herausfinden. Gewisse afrikanische Stammesmitglieder
haben einen persönlichen Fernseher in ihrem Kopf,
um zu 'sehen', was Meilen entfernt passiert und das
lange bevor John Logie Baird seine Experimente
durchführte. Das Prinzip einer Maschine mit
interner Verbrennung wurde lange vor dem ersten
motorisierten Auto in den muskulären Bewegungen
des Körpers vorgemacht. Das Radio findet seinen
Counterpart in der Telepathie und ohne Zweifel wird die
extrasensorische Wahrnehmung in der Zukunft eine
größere Rolle in der Diagnose spielen.
Das Orthodoxe von heute ist die 'Quacksalberei' von
gestern, ein Wunder bleibt nur so lange eines, bis eine
Erklärung gefunden wird. Deshalb sollte man ruhig
die Orthodoxie damit weitermachen lassen, Ärzte
und Hilfspersonal auszubilden. Man sollte sich aber
für alle neuen Dinge einen offenen Geist bewahren
und innerhalb sicherer Grenzen mit den Patienten
experimentieren, die es am meisten benötigen.
Alles ist es wert, auf seinen Nutzen getestet zu
werden. Man muß alle neuen Dinge testen, das aber
sorgfältig. Es gibt durchaus die Gefahr, mit zwei
oder drei Erfolgen zufrieden zu sein. Man muß
alle verfügbaren Daten zusammenstellen, bis wir
eine neue Behandlungsform auf solider Basis haben. Dann
trainiere man die Operatoren, bis sie die Techniken
gelernt haben und durch angemessen kontrollierte
therapeutische Methoden und aktiviert durch einen
positiven Gedankenprozeß Instrumente zur
Übermittlung von Grundenergie werden.
In den Laboratorien in Oxford durchgeführte
Experimente versorgen uns mit ausreichenden Hinweisen
auf Krankheitsmuster und deren Restauration zu gesunden
Mustern nach der Behandlung. Der weitere Weg ist damit
für die orthodoxe Wissenschaft vorgezeichnet. Die
Geschichte zeigt, es war schon immer so. Simpson
mußte sein Chloroform nachweisen, Lister seine
Betäubungsmittel, Banting sein Insulin und
Flemming sein Penicillin, alle mit Experimenten im
Labor. Forschung ist der Schlüssel zur Entdeckung
und Akzeptanz neuer Methoden; die unendliche Suche nach
dem Neuen muß weitergehen, damit die veralteten
Therapien durch neuere und bessere ersetzt werden,
wobei das beibehalten wird, was von den Alten wertvoll
ist. Es ist eine Kombination aller Therapien, die in
Harmonie innerhalb ihrer eigenen Grundenergie arbeiten,
die das Ideal darstellen und die letztlich auch von der
Wissenschaft akzeptiert werden wird. Irgendwo gibt es
einen Punkt der Übereinstimmung für
Wissenschaft und Metaphysik. Paracelsus hat das
verstanden, als er sagte: "Ich behandele, Gott heilt."
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