Informationsgewinnung in der Radionik

Der Entwurf eines neuen Radionik-Systems Teil I

Rekapitulieren wir: was benötigt man in der Radionik, um auf ‚radionische‘ Art und Weise Informationen gewinnen? Zur Beantwortung dieser Frage muss man sich darüber klar werden, welche Technik dazu verwendet werden soll. Zu Abrams Zeiten wurde das erforscht – mit anderen Worten, man hat so lange herum probiert, bis man einen Treffer hatte, und dann den erhaltenen Wert notiert. Ruth Drown arbeitete mit einem von ihr aus der Kabbala abgeleiteten mathematischen System und der Reibeplatte. Hier tritt zum ersten Mal in der Radionik die Radiästhesie auf den Plan. Selbst der radionische Urvater Albert Abrams stand schon im Verdacht, mit dem Abklopfen der Bauchdecke eines ‚Subjekts‘, Radiästhesie betrieben zu haben, denn manche konnten seine Effekte nicht nachvollziehen (was natürlich zu neuen Anfeindungen führte). Die Reibeplatte funktioniert nach dem Prinzip, dass Übereinstimmung eine unwillkürliche Schweißabsonderung der Fingerspitzen nach sich zieht, die beim Streichen über eine gummierte Oberfläche einen Klebeeffekt, den so genannten Stick (daher der englische Name für die Reibeplatte – stick-pad [pad = Unterlage]), verursacht. Die Technik bestand und besteht also darin, dass man mit den Fingerspitzen sanft über die Reibeplatte fährt und dabei Informationen auf Richtigkeit ‚prüft‘ (die Prüfung besteht darin, dass es zu der angesprochenen Schweißabsonderung kommt, was eine positive Reaktion bedeutet). Zur Prüfung werden ‚Werte‘ oder andere Informationen mit einem Stift abgefahren. Beispiel: wollte man ermitteln, wie hoch (oder niedrig) eine Bakterienbelastung ist, stellte man auf dem Messgerät die Rate für Bakterienbelastung ein und fuhr mit einem Stift eine Skala von Prozentwerten ab. Statt eines Stifts waren und sind auch Drehknöpfe (die einen Drehwiderstand drehen) in Gebrauch. Man streicht über die Platte, dreht den Einstellknopf und liest bei positiver Reaktion (Stick) den Wert des Zeigers dieses Einstellknopfs ab (diese Technik wird heute noch beim SE-5 verwendet). In späterer Zeit wurde die Reibeplatte durch das Pendel ersetzt oder ergänzt. Laut Malcolm Rae, einer der hervorragenden Protagonisten der Radionik in England in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, hat das Pendel Vorteile, da „es weniger leicht beeinflusst wird durch Änderungen der Hautfeuchtigkeit, durch Müdigkeit oder durch das Maß an Luftfeuchtigkeit, in der der Anwender arbeitet und weil, wenn sorgfältig gearbeitet wird, die Kombination von Pendel und Karte wesentlich mehr Informationen direkt für den Anwender verfügbar macht als ein Stick-Pad (aus ‚Die Dimensionen der Radionik‚ von David Tansley, Radionik Verlag 1999). Mit Karte ist eine fächerförmige Struktur gemeint, ein so genanntes Chart, in deren Fächer Informationen stehen, auf die ein Pendel direkt deuten kann. Damit erspart man sich die Einzelabfrage aller Informationen, was im schlechtesten Fall so viele Abfragen bedeutet wie es Informationen gibt (nämlich dann, wenn die positive Reaktion erst mit der letzten Information gewonnen wird). Bei großen Informationsmengen, beispielsweise bei der Abfrage geeigneter Mineralien, spart die Abfrage per Pendel reichlich Zeit. Dass das Abklopfen des Bauchs noch heute Verwendung findet, ist mir nicht bekannt. Verwendung finden jedoch weiterhin Reibeplatte und Pendel sowie auch Einhandrute. Letztere mag überraschen, es ist jedoch eine Tatsache, dass manche Anwender nicht reiben und nicht pendeln können, jedoch mit der Einhandrute vergleichbar gute, wenn auch nicht so schnelle Ergebnisse bekommen. Dies mag zwar unlogisch klingen, es ist aber tatsächlich so. Es kommt immer darauf an, wie das Glaubenssystem eines Menschen strukturiert ist und wie dieser Mensch damit umgeht. Letztlich kommt es in der Radionik darauf an, ein Werkzeug für die intuitive Informationsgewinnung zu haben, mit dem man umgehen kann. Daher gibt es auch keine Qualitätsunterschiede in den verschiedenen Werkzeugen, es gibt nur verscheiden große Resonanzen. Damit hätten wir also unser Werkzeug bestimmt, das als Zeiger auf die Information dient, die wir suchen.

Radionik – welche Informationen suchen wir?

Welche Informationen suchen wir? Das ist die nächste Frage. Das mag banal klingen, ist es aber ganz und gar nicht. Wenn ich in einen Supermarkt gehe, dann wird mir da ein unüberschaubares Sortiment an Waren angeboten. Normalerweise geht man aber einkaufen, weil etwas Bestimmtes fehlt. Damit habe ich ein Ziel, wenn ich einkaufen gehe. Es kann vorkommen, dass ich dabei durch Werbung oder eigenes Zutun weitere Waren kaufe, das ist jedoch nicht unbedingt gesagt. Übertragen wir diese Analogie auf Radionik, so steht fest, ohne ein Ziel zu haben, brauche ich nicht anzufangen. Ich muss ein Ziel festlegen, auf das sich alles, was ich teste oder untersuche, bezieht, denn sonst bekomme ich keine Reaktion auf Übereinstimmung. Bei den klassischen Radionikverfahren wird eine Analyse daher immer mit einer Liste der Symptome der zu analysierenden Person oder des zu analysierenden Tiers usw. angegeben. Alle weiteren Prozesse beziehen sich dann nur darauf. Sollten etwa andere Symptome analysiert werden, so muss eine weitere Analyse gemacht werden, deren Symptomangaben die anderen Symptome enthalten. Es muss hier aber klar sein, dass man auch Analysen erstellen kann, die positive Eigenschaften oder Gegebenheiten testen. Ein Beispiel wäre eine Analyse eines Personalchefs auf Geeignetheit eines Bewerbers.

Radionik und die Qualität der information

In das vorliegende Thema spielt hinein, was für Informationen ich überhaupt teste. Möchte ich Informationen prüfen, die sich, um bei dem obigen Beispiel zu bleiben, auf Bakterien oder meinetwegen Viren beziehen, dann muss ich diese Informationen auch zur Verfügung haben, um sie testen zu können. Mit anderen Worten, ich brauche eine Liste aller zu prüfenden Kriterien. Zu diesem Zweck gibt es in der klassischen Radionik dicke Ratenbücher. Das sind Bücher mit Listen von Inhalten, die nach Themen sortiert sind. Typisch dafür sind zum Beispiel anatomische Listen, die den menschlichen Körper in allen Einzelheiten beschreiben. Mit Hilfe solcher Listen kann radiästhetisch ganz genau festgestellt werden, wo etwas im Körper eines Patienten nicht stimmt. Das ist natürlich dann besonders wichtig, wenn die Schulmedizin nicht weiter weiß. Könner auf diesem Gebiet, wie zum Beispiel Ruth Drown zu ihrer Zeit, sind aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage, damit wirklich verzwickte Geschehnisse aufzudecken. Hier ein Beispiel einer
solchen Analyse (R. Murray Denning, ‚Memorandum fundamentaler radionischer Prinzipien nach Dr. Ruth Drown‚, Radionik Verlag 2004, Seite 133):

„Der zweite Fall von Asthma, der kürzlich in dieser Praxis diagnostiziert wurde, war sehr kompliziert. Der Zustand resultierte von einer Operation her, die wegen einer Biopsie (Gewebeentnahme zu Untersuchungszwecken) an den Lymphknoten beider Brüste vor mehr als 10 Jahren durchgeführt worden war. Die Untersuchung ergab, dass das Gewebe definitiv gutartig war. Der ungewöhnliche Aspekt in diesem Fall war, dass die Operation von unterhalb der Brüste durchgeführt worden war, um sichtbare Narben zu vermeiden, und klar das Mediastinum umriss. Während der Operation waren einige der Nerven, die für das Zusammenziehen der Aorta wichtig sind, offensichtlich durchschnitten worden und damit war ein etwa fünf Zentimeter langer Abschnitt der Aorta nicht mehr dazu in der Lage. Dies erzeugte oder simulierte ein Aneurysma (Ausstülpung), das sich hin und wieder in so großem Maße füllte, dass es auf die Atemröhre drückte, was eine Form von Asthma auslöste. Dies belastete natürlich das Herz und den Herzbeutel. Adrenalin war das einzige, was den Zustand erleichterte, indem es das Blut schneller durch das System trieb, dadurch jedoch Zustände erlaubte, welche die Ursache für Asthma sein können.“

Man sieht hier an diesem Beispiel, dass es nicht nur ‚einfache‘ Zustände sind, die bei einer radionischen Analyse auftauchen können. Es sind vielmehr die schwierigen, verzwickten Fälle, die schließlich bei uns landen, weil diejenigen, die es betrifft, bereits meist alles versucht haben. Das betrifft jedoch nicht nur den medizinischen Aspekt der Radionikanalyse. Genau so problematisch ist es, zum Beispiel in der Landwirtschaft Analysen zu erstellen, die Bereiche betreffen, welche mit ’normalen‘ Mitteln
nicht mehr beherrschbar sind. Ein Beispiel wäre hier die Schädlingsbekämpfung oder die Ertragssteigerung.

Radionik und die Notwendigkeit der Bildung

Niemand kann hier gute Ergebnisse erzielen, wenn nur die Listen vorhanden sind, welche die zu testenden Informationen enthalten. Man muss schon etwas von seinem Fachgebiet verstehen, will man relevante Ergebnisse haben. Möchte ich beispielsweise wie die alten Theosophen in die Atomstrukturen noch jenseits der anerkannten Physik eindringen (Peter Tompkins, ‚Das geheime Leben der Natur‚, Ansata Verlag, in diesem Buch weist Peter Tompkins – Koautor des Buchs ‚Das geheime Leben der Pflanzen: Pflanzen als Lebewesen mit Charakter und Seele und ihre Reaktionen in den physischen und emotionalen Beziehungen zum Menschen‚, in dem unter Anderem auch über die landwirtschaftliche Radionik in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts berichtet wird – nach, dass die Erkenntnisse der Theosophen im ausgehenden 19. Jahrhundert mit den Erkenntnissen der Kernphysik des ausgehenden 20. Jahrhunderts absolut übereinstimmen), benötige ich Informationen darüber. Ob ich diese Informationen
durch ‚Sehen‘ oder durch andere ‚Verfahren‘ gewinne, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist dabei immer, dass ich etwas von der Sache verstehen muss, weil ich mich sonst nicht richtig darauf fokussieren kann. Möchte ich als Friseur also Informationen aus dem Maurerbereich analysieren, benötige ich zum Erhalt relevanter Information
Kenntnisse aus dem Maurerbereich. Alles andere wäre nur Raterei. Diese Aussagen bedeuten nicht, dass ich diese Kenntnisse bewusst und jederzeit rezitierbar halten muss. Es genügt, diese Dinge einmal mit Aufmerksamkeit gelesen zu haben, um sie für das Unterbewusstsein, das ja schließlich für die intuitive Informationsgewinnung zuständig ist, verfügbar – auswählbar – zu machen. Fazit: man benötigt für die aussagekräftige Informationsgewinnung eigene (wenn auch vielleicht unbewusste) Kenntnisse über das Gebiet, das man ausgewählt hat. Es ist möglich, auch ohne diese Kenntnisse Informationen zu bekommen, diese sind jedoch bei weitem nicht so akkurat und genau, wie wenn man sie mit Kenntnis aus dem Fachgebiet angefordert hätte. Damit ergibt sich für die oben erhobenen Forderungen, dass man für eine Radionikanalyse Listen zum Abgleich und positiver
Reaktion benötigt, die möglichst ein Abbild des Kenntnisstands und der Lebenserfahrung des Radionikers spiegeln sollten. Lässt man sich darauf ein, andere, weniger im eigenen System inkorporierte Informationen zu testen, läuft man Gefahr, Informationen minderer Qualität zu gewinnen. Keiner, der Radionikanalysen ernst nimmt, kann sich etwas Derartiges leisten und genau aus diesem Grund wird zum Beispiel in der Radionikausbildung großen Wert auf genaue Kenntnis des Ratenbuchs bzw. der vielen Ratenbücher verschiedener Themen gelegt. Denn wenn ich es nur aufschlage, um situationsbedingt nachzuschlagen, was ich gerade im Moment benötige, kenne ich überhaupt nicht das Potenzial, das mir mit einem Ratenbuch zur Verfügung steht (auch hier begegnet uns also der Kenntnisstand wieder).

Radionik und die Messskala

Pendelskala

Pendelskala

Was haben wir nun? Wir haben ein Werkzeug zum Messen der Information (Pendel, Reibeplatte, Einhandrute), wir haben die zu messenden Informationen. Was fehlt noch? Es fehlt der Bezug zum Patienten/Klienten sowie eine Messskala. Behandeln wir zunächst die Messskala.

Traditionell wird in der Radionik immer die Abweichung von funktioneller Perfektion gemessen, das heißt man misst, wie weit der Patient/Klient von Perfektion (= 0% Abweichung) weg ist. Beispiel: will man die Nierenfunktion messen, so ist man sich zuvor darüber klar, dass ein gesunder Säugling keine Abweichung aufweist, während ein sagen wir 50-jähriger Mann schon aufgrund seines Alters und durchschnittlicher Lebensweise eine Abweichung aufweisen muss. Da diese Abweichung jedoch immer vom Lebensalter, von der genetischen Disposition, von der Lebensqualität, von erlebtem Stress, erlebten Schocks, belastenden Beziehungen (symbolisch: ‚es geht mir an die Nieren‘) usw. abhängt, variiert die Abweichung von Fall zu Fall meist nicht unerheblich, so dass sich für jeden Menschen ein ganz individueller Wert ergibt. Die Feststellung dieses Werts erlaubt im Kontext mit anderen Werten eine Beurteilung des momentanen Stands der Abnutzung des Körpers dieses Menschen, was aufschlussreiche Schlussfolgerungen ermöglicht.

Man misst Prozentwerte. Dazu benötigt man eine Messskala von 0% bis 100%, die für Pendelzwecke geeignet geformt sein muss.

Da wir uns hier auf dem Gebiet der menschlichen Wahrnehmung befinden, ist es unerheblich, ob ein Wert ganz genau ist. Stellen hinter dem Komma werden überhaupt nicht beachtet, oftmals wird zur nächsten durch 5 teilbaren Zahl auf oder abgerundet – eine Messung des Werts 43% wird zu 45%, eine des Werts 41% wird zu 40% (mathematisch genaue Zahlen, wie sie zum Beispiel manchmal beim automatischen Messen des Blutdrucks in Apotheken ausgeworfen werden, sind wirklich unsinnig, weil die Messgenauigkeit bereits mit dem korrekten Anlegen der Manschette beginnt, was, weil dies dem Kunden überlassen wird, bereits zu Abweichungen von vielen Prozenten führt). Man misst also eher Tendenzen, was im menschlichen Bereich vollkommen ausreicht.

Radionik und der Bezug zum Patienten

Als letzte Komponente für die radionische Analyse fehlt uns nun noch der Bezug zum Patienten. Zu Abrams‘ Zeiten war dazu ein ‚Subjekt‘ angestellt, auf dessen Bauchdecke geklopft wurde. Das Subjekt war meist ein gesunder junger Mann, der stundenlang mit entblößter Bauchdecke mit dem Gesicht nach Westen gerichtet stehen musste. Das ist der Grund, warum nicht der Kranke persönlich abgeklopft wurde. Es wäre in manchen Fällen einfach zu anstrengend gewesen. In einen Schaltkreis wurde dann das Subjekt mit erkranktem Gewebe von Patienten und diversen Widerständen verschaltet, um dann durch Klopfen auf der Bauchdecke einen bestimmten hohlen Ton als Positivreaktion auf das
Gewebe zu hören.

Zu Ruth Drowns Zeiten wurden Blutstropfen von Patienten verwendet. Man nahm an, dass im Blut alle gesuchten Informationen enthalten sind. Heute geht man meist nicht mehr invasiv vor. Immerhin musste zum Erhalt von Blutstropfen in ein Blutgefäß gestochen werden. Viele Radioniker scheuen dies und so wurden andere Zugänge entwickelt. Man gibt
sich daher mit Haar, Urin oder Fingernägeln zufrieden. Die Theorie des Informationsgehalts eines Patientenmusters (es wurde zum Beispiel auch auf den DNS-Gehalt der Probe hingewiesen und somit versucht, die Verbindung zum Patienten herzustellen; schon aus diesem Grund war nicht einzusehen, dass es unbedingt Blut sein müsse, um eine
Radionikanalyse zu erstellen; alles, was DNS enthielt, war damit geeignet) hielt modernen Theorien über die Zusammenhänge zwischen Muster und Radioniker nicht mehr stand und musste daher verworfen werden. Durch immer weitere äußere Einflüsse, die ihre Wirkung auf die Radionik nicht verfehlten, ist es heute Allgemeingut, dass ein Foto, ein Gegenstand, der länger im Besitz des Probanden war, oder sogar eine Unterschrift vollkommen ausreichen. Hintergrund ist die Arbeitshypothese, dass es nicht darauf ankommt, dass eine physikalische Verbindung zwischen Radioniker und Patient/Klient besteht, sondern auf das Gefühl des Radionikers, mit dem Patienten/Klienten verbunden zu sein. Nur so ist zu erklären, dass auch bei verkehrter Musterauswahl korrekte Ergebnisse erzielt werden. Es ist der geistige Fokus, der durch das Patientenmuster physisch gestützt
wird, der es ausmacht. Selbst wenn das Muster versehentlich das eines anderen ist, dies dem testenden Radioniker aber nicht bewusst ist, scheint das keine Rolle zu spielen, denn die erhaltenen Werte sind stets so korrekt, als wenn er das richtige Muster gewählt hätte.

Radionik – wir haben alle Zutaten zusammen

So, nun kann es also los gehen. Unsere Zutaten sind bereit gestellt. Wir haben ein Patientenmuster, ein Messgerät, eine Messskala und wir haben eine Liste von Informationen, die wir gegen das Patientenmuster testen wollen. Wie läuft das nun praktisch ab?

Nun, zunächst will man natürlich sicherstellen, dass man nicht irgendwelche Arbeiten mehr macht, als notwendig sind. Dazu erstellt man eine Übersicht von Themen, die man testen möchte. Diese Themen werden nacheinander abgefragt und erst dann, wenn ein Thema schlechte Werte ergibt, geht man in das Thema hinein und ermittelt die Strukturen oder Krankheiten, die den Wert so schlecht gemacht haben.

Bleiben wir beispielsweise bei den oben genannten Nieren. Nachdem man eine Reihe anderer Systeme getestet hat, gelangt man schließlich zum ‚urinären System‘ (das ist das Körpersystem im Menschen oder Tier, das für die Blutfilterung und die Herstellung des Urins zuständig ist). Testet man hier und bekommt einen schlechten Wert zurück, möchte man natürlich wissen, was denn da los ist. Man schlägt sein Ratenbuch an der entsprechenden Stelle auf und beginnt die Einzelheiten des urinären Systems zu testen. Hat man den ‚Übeltäter‘ erwischt, beginnt die Ermittlung der Ursachen der Schwäche oder Erkrankung. Auch dafür gibt es natürlich Listen, deren Einträge getestet werden und deren Ergebnisse wiederum in eine Liste einfließen, die der Ermittlung der entsprechenden nicht notwendigerweise radionischen Behandlung mündet.

Nehmen wir an, unser Test hat gezeigt, dass es eine radionische Behandlung sein soll, dann werden wieder Listen gegen die Erkrankung getestet, und deren Ergebnisse in eine weitere Liste geschrieben, welche dann für die radionische Behandlung benötigt wird. Beispiel: in der Radionikanalyse wurde eine Nierenentzündung festgestellt. Betroffen sind die Nieren selbst, die Glomeruli (Glomerulus – die kleinste Arbeitseinheit der Niere. Sie hat die Aufgabe, Blut zu filtern und das Filtrat den ableitenden Harnwegen zuzuleiten) sowie die Harnleiter (das sind die beiden Gänge, die den Harn in die Harnblase führen.). Hier im Beispiel nehmen wir als Ursache der physischen Ebene Bakterien
an, von der psychologischen Ebene, sagen wir, den Verlust eines Elternteils durch Tod. Diese beiden ‚Funde‘ werden nun gegen die Liste mit den möglichen radionischen Gegenmaßnahmen getestet.

Beispielsweise nehmen wir die Rate ‚eliminiere Bakterien in der Niere‘, die Rate einer Bachblüte für die Trauer wegen des Verlust des Elternteils und verschiedene weitere nützliche Komponenten einer Radionikbehandlung, deren Sendung Thema in der nächsten Ausgabe sein soll.

Radionik und Radionikanalyse

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Erstellung einer Radionikanalyse ein komplexer Vorgang ist, der verschiedene Abläufe enthält, die in sich wiederum stark strukturiert und eng geregelt sind. Das eröffnet die Gelegenheit, gerade die eng geregelten Abläufe einem Computer zu überlassen. Verschiedentlich wird das ja auch gemacht, ich war mit den angebotenen Systemen jedoch nie richtig zufrieden. Ein Punkt ist das Radioniksystem selbst. Es gibt heute eine Vielzahl von Systemen, die jedoch alle den Nachteil haben, dass sie zu aufgebläht sind. Es werden Listen um Listen ermittelt und gesendet, die – in meinen Augen – nur davon Zeugnis ablegen, dass der Anwender von diesem Fachgebiet eigentlich nicht genug versteht, um seine Arbeit effektiv und dabei doch mit seinen Ressourcen haushaltend zu erledigen. Schade! Ich beobachte auch oftmals, wie der Radioniker sich an die Systeme anpassen muss, anstatt dass die Systeme sich dem Radioniker anpassen. Dabei geht es nicht nur um persönliche Präferenzen sondern auch um radionische. Es ist nur wenig nützlich, wenn man zwar radionische Grundfunktionen vom Computer abgenommen bekommt, diese jedoch so einsetzen muss, dass sie den eigentlichen radionischen Gedanken verwässern. [Anm.]Für jegliche radionische Tätigkeit ist es unabdingbar, dass man sich dabei wohl fühlt. Schließlich ist Radionik eine (neudeutsch ausgedrückt) Bewusstseinstechnologie. Was kann man also erwarten, wenn man sich dabei nicht wohl fühlt? Für den Entwurf eines neuen Radioniksystems ist es daher die erste Bedingung, dass der Anwender sich im Programm gleich wohl fühlt. Das schafft die Voraussetzung für beste Ergebnisse [].Wenn ich zum Beispiel gewohnt bin, sehr effektiv zu arbeiten, ärgert mich natürlich jeder Umweg, den ich machen muss, weil der Programmierer (oder dessen Auftraggeber) entweder nicht daran gedacht, es auf die
nächste Version verschoben oder gar eingespart hat.

Radionik Manager

Mit dem Radionik Manager erfülle ich mir nun meine (vielleicht auch kapriziösen) Wünsche an ein Radioniksystem, das äußerst flexibel ist. Er ist so entworfen, dass er als Plattform aller möglichen Systeme dienen kann, die dabei ihre Eigencharakteristik nicht verlieren.

Der Computer ist ein Medium, das besonders für die Abarbeitung immer wieder vorkommender Abläufe besonders geeignet ist. Davon gibt es in der Radionik reichlich. Es beginnt bei der Patienten/Klientenverwaltung. Immer gleiche Daten wie Namen, Straßen, Postleitzahlen und Ort werden eingegeben und können per Mausklick aufgerufen werden. ‚Das ist nicht viel Neues‘, mag Mancher sagen, beim Radionik Manager ist es jedoch so, dass ausschließlich diese Daten erhoben werden. Andere Daten haben hier nichts verloren (Außer dem Geburtsdatum zur eindeutigen Identifizierung bei Namensgleichheiten kann noch ein digitales Foto zugeordnet werden – das ist alles), denn wir haben es hier mit einem Radioniksystem zu tun und nicht mit einer Patientenverwaltung. Schon David Tansley sprach in seinen Büchern immer wieder von der Zurückführung komplexer Strukturen auf
einfache; er forderte Abspecken und Konzentration auf das Wesentliche. Dem trägt der Radionik Manager hiermit Rechnung. Die Patienten/Klienten sind in einer Baumstruktur geordnet, die alphabetisch geordnet ist. Wegen der sich mit der Zeit ansammelnden Patientenzahlen wird in alphabetischen Untergruppen sortiert. Damit hat man dann bei Aufruf zunächst erst das Alphabet vor Augen, innerhalb dessen man den gewünschten Buchstaben auswählt.

Radionik Manager - Beispiel 1

Radionik Manager - Beispiel 1

Nach Anwahl des Patienten/Klienten erscheinen dessen Daten und eine Liste mit bisher erfolgten Messungen. Auf Knopfdruck werden neue Messungen erzeugt. Das geschieht in einem neuen Fenster, dessen linke Seite einen Baum von Listen enthält, deren Inhalt abgestimmt auf die angegebenen Symptome mit dem Patienten durchgetestet wird.

Radionik Manager - Beispiel 2

Radionik Manager - Beispiel 2

Rechts befinden sich die zu testenden Raten, sozusagen der Inhalt des angewählten Ordners auf der linken Seite.

Gemessen wird mit Pendel, Einhandrute oder Reibeplatte. Die Ergebnisse werden entweder per Hand eingetragen oder mittels des Zeigers per Maus auf die entsprechende Größe eingestellt und per OK-Taste in das System geschrieben.

Der Vorteil an der Sache ist die oben geforderte Einfachheit. Durch die Baumstruktur links wird das Durchsuchen von Ratenbüchern überflüssig. Per Mausklick hangelt man sich
entlang von Themenpfaden zur gewünschten Überschrift, die so wenige Einzelinhalte aufweist, dass sie schnell abzufragen ist. Computergemäß muss man natürlich nicht auf die nächste Zeile einstellen, sobald ein Wert eingegeben ist, springt die Unterlegung und damit der Fokus auf den nächsten Eintrag. Wer einem festgelegten Schema folgt und ein geübter Anwender der Radiästhesie beliebiger Form ist, kommt so zu schnellen und beliebig genauen Ergebnissen, welche in einem Messreport festgehalten werden. In diesem stehen die Ergebnisse in der Reihenfolge ihres Auftretens mit den gemessenen Werten.

Radionik Manager - Beispiel 3

Radionik Manager - Beispiel 3

Um verfolgen zu können, ob die Radionikbehandlung angeschlagen hat, oder ob sich sonstige Veränderungen ergeben haben, kann man eine Messliste beliebig oft nachmessen. Vom Computer werden dazu alle in einer Messliste vorhandenen Werte, die einen vorher festgelegten Schwellenwert nicht erreichen, erneut zur Messung vorgestellt. Jeder Messreport listet dann immer alle Messungen nach Datum sortiert auf. Das hat den Vorteil, dass damit eine genaue Verlaufskontrolle möglich ist. Der Verlauf jeden Werts kann über den gemessenen Zeitraum individuell verfolgt werden. Damit ist sichergestellt, dass Ausreißer zur einen oder anderen Seite schnell erkannt werden und dies ermöglicht
wiederum im Fall einer Verschlechterung eine schnelle Reaktion, die ja nicht notwendigerweise radionisch ausfallen muss; denn jeder vernünftige Radioniker hat ja wohl in der Liste möglicher Behandlungen auch schulmedizinische und oder naturheilkundliche Verfahren zur Auswahl stehen, die manchmal sicherlich sinnvoller und schneller sind, als es die Radionik leisten könnte.

Radionik – Praxis der Messung

Fehlt noch die Praxis der Messung. Während ein Inhalt beim Messvorgang angewählt ist, wird dessen Information auf die Messplatte gesendet. Diese ist mittels eines Kabels mit dem Computer verbunden. Die Information landet im Mittelkreis (siehe Messskala weiter oben). Genau dorthin wird auch das Patientenmuster platziert. Damit sind an einer Stelle alle drei Komponenten versammelt – das Patientenmuster, die Messinformation und das Messgerät:

  1. Ein Pendel über der Platte und der Messskala oder
  2. eine Reibeplatte [wird an der Pendelplatte angeschlossen und ist mit deren Mittelpunkt verdrahtet] oder
  3. eine Einhandrute [genauso verdrahtet wie die Reibeplatte]…

werden Daten vom Computer an die Messplatte gesendet, leuchtet eine kleine Leuchtdiode in vornehmem Blau, so dass der Anwender per Lichtzeichen immer über deren Zustand
informiert ist und damit entsprechend reagieren kann. Weitere Leuchtdioden zeigen externe Messgeräte (Reibeplatte oder Einhandrute), sowie die Richtung des Datenflusses der Handgriffe für Patienten/Klienten (einmal die Richtung Eingang [dieser endet ebenfalls in der Mitte der Messplatte und ersetzt dann das Patientenmuster] oder die Richtung Ausgang [hier wird direkt zwischen Computer und Patient verschaltet und somit Daten von Behandlungslisten unmittelbar zum Patienten/Klienten projiziert]) an.

So weit der erste Teil. Im zweiten Teil (klick) befassen wir uns mit der Informationsübertragung in der Radionik.
 

Informationsgewinnung in der Radionik