Nichts

Insider Report – 20 Jahre Bioresonanz

Ursprung und Hintergründe der Therapie mit
patienteneigenen Schwingungen

von Hermann Grösser

An allem zweifeln und alles glauben
sind zwei bequeme
Wege, die in gleicher Weise,
einer wie der andere vom Nachdenken befreien.

Henri Poincaré (1854 – 1912)
Französischer Physiker und Mathematiker

Seit Ende der 70er Jahre erfreut sich besonders im deutschsprachigen Raum eine neue Kategorie von biophysikalischen Heilverfahren steigender Beliebtheit und das sowohl bei Heilpraktikern als auch bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen. Als Wirkungskomponenten werden dafür Schwingungen und Informationen angeführt, die auf einer der Materie übergeordneten Ebene eingreifen sollen. Viele dieser Verfahren werden seitens der Schulmedizin als unkonventionelle Methoden abgelehnt und nicht selten als mystische Apparatemedizin belächelt. Die Artikel darüber sind zahlreich und finden sich sowohl in der medizinischen Fachpresse als auch in großen Illustrierten wie z. B. Stern, Focus und Spiegel. Vor allem die Mora- und Bioresonanz–Therapien, die mit patienteneigenen Schwingungen arbeiten sollen, ziehen immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich und geraten teilweise heftig ins Kreuzfeuer der Kritik.

Die meisten der Kritiker haben sich vermutlich weder ernsthaft mit ihr befasst noch können sie auf eigene praktische Erfahrungen damit zurückgreifen. Sie stützen sich deshalb bei ihrer Argumentation auf die oft völlig widersprüchlichen Angaben der Hersteller und deren wissenschaftlich nicht haltbaren Thesen sowie auf Gespräche mit Therapeuten und Patienten, die diesen Verfahren – aus welchen Gründen auch immer – ablehnend gegenüberstehen. So wurde z.B. in dem Buch „Die Andere Medizin“ (Sonderband der Stiftung Warentest) die Mora-und Bioresonanz-Therapie als nicht empfehlenswert beurteilt und als Spekulation und Irreführung des Kunden
bezeichnet.
Ihre Anhänger dagegen übernehmen kritiklos jedes, auch noch so unsinnige Erklärungsmodell und wundern sich ihrerseits über die anscheinend antiquierten Ansichten unbelehrbarer Schulmediziner. Von erstaunlichen Heilerfolgen wird da berichtet und schenkt man den Artikeln in der Fachpresse für alternative Medizin Glauben, so gehört die Zukunft zweifelsohne dieser neuen und richtungsweisenden Therapieform. Schließlich gilt: Wer heilt hat recht! Stehen wir also wirklich vor einem Paradigmenwechsel, gegen den sich anti-evolutionäre Kreise des medizinischen Establishment mit allen Mitteln wehren? Wird die Medizin der Zukunft hauptsächlich biophysikalisch oder sogar rein informativ sein und die aus dem letzten Jahrhundert geerbte Chemie in das Museum der Medizingeschichte verbannen? Inwieweit die Vorwürfe und Annahmen der beiden Seiten gerechtfertigt sind und ob das Ende des zweiten Jahrtausends tatsächlich der Anfang einer neuen Ära in der Medizingeschichte sein wird, soll sich am besten am Schluss jeder selbst beantworten.

… falsehood must become exposed by truth – and
truth, though fought, always in the end prevails.
L. Ron Hubbard, My Philosophy, 1965

Wer die Mora- und Bioresonanz-Therapien richtig verstehen oder beurteilen möchte, sollte nicht nur Kenntnisse über ihren Ursprung und die Hintergründe haben, sondern sich auch darüber klar sein, dass die materielle Welt nur einen Teil der menschlichen Wirklichkeit darstellt. Die Entwicklung dieser Therapierichtung, die inzwischen als biophysikalische, biokybernetische oder informative Therapie bezeichnet wird sowie das branchenspezifische Verhalten wird im nachfolgenden beschrieben und mit entsprechenden Daten und Fakten untermauert. In unserer schnellebigen Zeit gerät manches in Vergessenheit, das jedoch zum besseren Verständnis gewisser Bestrebungen und Entwicklungen auf dem Bioresonanz-Sektor von Bedeutung ist.

Der Bericht dient in erster Linie der Information und Dokumentation und beschreibt die wichtigen Etappen und Ereignisse der zwei Jahrzehnte ihres Bestehens. Er spiegelt die Erfahrungen und Beobachtungen wider, die der Autor selbst in mehr als zehn Jahren aktiver Tätigkeit im Bereich der als „biophysikalisch“ bezeichneten Medizin gemacht hat. In diesen Zeitraum fallen sowohl einige Jahre als Management-Berater der Firma Med-Tronik in Friesenheim/Baden, als auch zahlreiche Gespräche mit Bioresonanz- und Mora-Therapeuten im In- und Ausland. Hinzu kommen ausgedehnte Recherchen sowie eigene Versuche und Erfahrungen mit diversen anderen biophysikalischen Geräten der Alternativ-Medizin. Gleichzeitig sollen mit diesem Report aber auch etwaige Hindernisse, die einer korrekten Beurteilung im Wege stehen, ausgeräumt und sowohl Gegner wie Befürworter zur kritischen Überprüfung des eigenen Standpunktes anregt werden. Je nach Ergebnis kann es durchaus sein, dass der eine oder andere sein etwas ver-rücktes Weltbild von Grund auf überdenken muss.

Begründet wurde die Therapie mit patienteneigenen Schwingungen 1977 von dem Arzt Dr. Franz Morell und dem Elektroniktechniker Erich Rasche, die sie nach den beiden Anfangsbuchstaben ihrer Namen als MORA-Therapie benannten. Sie entstammt, wie wir später sehen werden, aus der Synthese des scientologischen Gedankengutes von Morell und seinen Erfahrungen und Kenntnissen der Homöopathie und Elektroakupunktur. Morell wurde 1921 in Frankfurt am Main geboren. Er verbrachte seine Jugendjahre in Italien und studierte später in Leipzig, Marburg, Würzburg und Gießen, wo er habilitierte. Als praktischer Arzt war er ab 1949 in Ottfingen (Kreis Olpe) niedergelassen. Seit Mitte der 50er Jahre war Morell auch Mitglied der Intern. Med. Gesellschaft für Elektroakupunktur nach Voll (EAV). Er war über 20 Jahre Mitglied des Vorstandes und wandte die Methode der EAV neben der Homöopathie in seiner Praxis an.

Das Phänomen der Medikamententestung mit der EAV sowie seine 1975 gemachte Entdeckung der angeblich drahtlosen Übertragung von Medikamentenschwingungen mittels eines Senders bestätigten ihn in der Annahme, dass die von Medikamenten ausgehenden Schwingungen elektromagnetischer Natur sein müssten und infolgedessen ihre Wirkung in der Eliminierung pathologischer elektromagnetischer Schwingungen im Körper hätten. Demzufolge müssten auch Krankheiten direkt mit elektromagnetischen Schwingungen, d.h. ohne Medikamente zu behandeln sein. Hinzu kam, dass Morell durch seine scientologischen Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Auditing die Naturwissenschaften, vor allem aber die Physik, mit anderen Augen sah.

Seine ersten Begegnungen mit Scientology – eine 1954 von L. Ron Hubbard begründete Lehre der Bewusstseinserweiterung – hatte Morell Anfang 1968 durch die Kollegen Gotthard Marschner und Jochen Prinz. Noch im selben Jahr trat er Scientology bei und war bis kurz vor seinem Tode, im März 1990, überzeugter Anhänger dieser Lehre. Zentral bei Scientology ist die These, dass im menschlichen Bewusstsein Spuren von emotionalen Erlebniseindrücken, sog. Engramme (gr. Gedächtnisspuren), gespeichert sind. Durch eine spezielle Fragetechnik, Auditing genannt, sollen diese aufgespürt und stufenweise gelöscht werden können. Bei vollständiger Löschung wird ein befreiter Zustand erreicht, der im scientologischen Sprachgebrauch als „CLEAR“ bezeichnet wird. Zum Aufspüren der Engramme sowie auch zur Kontrolle des Clear-Status wird ein spezielles Messgerät, das sog. E-Meter (Galvanometer auf Basis Wheatstone’sche Brücke), verwendet. Erfolgt keine Löschung der Engramme, soll es zu psychosomatischen Störungen kommen, die sich letztendlich als Krankheiten im Körper manifestieren können.

Angeregt durch die Erfolge der psychischen Engrammlöschung der Scientologen hatte Morell die Idee, Krankheiten generell nach einem derartigen Prinzip zu behandeln und zwar indem ihre Ursachen, d. h. die aus seiner Sicht von Engrammen abstammenden pathologischen Schwingungen im Körper, wieder gelöscht werden. Da sie anscheinend „elektromagnetischer“ Natur waren, sollte ie Löschung mittels eines Gerätes durch „elektronische Invertierung“ der körpereigenen Schwingungen erfolgen. Dadurch könnte nicht nur ohne herkömmliche Medikamente wirkungsvoll behandelt, sondern auch die vielen Injektionen der EAV vermieden werden. Ergäbe die anschließende Kontrolle der Behandlung durch die EAV-Messung den Mittelwert von 50, so wäre der Patient frei von pathologischen Schwingungen und damit nach den Regeln der EAV energetisch ausgeglichen oder, scientologisch betrachtet, frei von krankmachenden Engrammen. Die Abklärung des Patientenstatus mittels der EAV sowie das Einstellen des Mora-Therapiegerätes zur spezifischen Behandlung konnte analog dem Auditing und der Überprüfung mit dem E-Meter gesehen werden. Die sich anschließende Therapie, die im allgemeinen mit zwei Handelektroden durchgeführt wird, lässt den Hintergrund der Mora-Idee recht gut erahnen und erinnert gleichzeitig auch noch an die Haltung der beiden Handelektroden des E-Meters der Scientologen.

In stark vereinfachter Form lassen sich die beiden Konzepte wie folgt darstellen; dabei wird gerade die auffallende Übereinstimmung der drei wichtigsten Elemente besonders deutlich.

MORELL:

Pathologische Schwingung

Behandlung

MORA

Gelöschte Schwingung

SCIENTOLOGY:

Engramm

Auditing

Clear

Das für die neue Therapieform benötigte Gerät wurde von seinem damaligen Schwiegersohn Erich Rasche konstruiert, der zwei Jahre zuvor schon den erwähnten TSE (Test-Sender-Empfänger) zur Medikamententestung mittels der EAV gebaut hatte. Problematisch war dabei nur, dass sich die vom Organismus ausgehenden Schwingungen ebensowenig wie die homöopathischer oder anderer edikamente auf direktem Wege, d. h. ohne EAV, messen ließen. Auf welcher physikalischen Grundlage sollte nun dieses neue Therapiegerät entstehen, bzw. welche Parameter (Frequenzumfang, Art der Schwingung, Modulation etc.) sind überhaupt für nicht messbare Größen anzuwenden? Aufbauend auf seine Kenntnisse im elektronischen Bereich entschloss sich Rasche, ein Gerät nach den Gesetzen der technischen Akustik zu bauen. Dieses Gebiet war ihm aus seiner früheren Tätigkeit als Entwickler von Verstärkern in der Unterhaltungselektronik bekannt. Er setzte somit willkürlich den Bereich der patienteneigenen Schwingungen analog dem auditiven Frequenzbereich, ohne allerdings nach oben eine entsprechende Begrenzung vorzunehmen.

So entstand ein Gerät mit Verstärker und elektronischen Filtern, wie sie u. a. in der Akustik üblich sind. Der einstellbare Frequenzbereich verlief von 100 – 10.000 Hz wobei 1000 Hz als fiktive Trennlinie zwischen Hochpass und Tiefpass festgelegt wurde, was später die gedankliche Anlehnung an die Hoch- und Tiefpotenzen der Homöopathie ermöglichen sollte. Der 1000 Hz-Wert wird ebenfalls als Bezugsgröße in der Akustik verwendet, jedoch in anderem Zusammenhang. Der Einfachheit halber wurden gleichzeitig die dort gebräuchlichen Begriffe wie Hochpass, Tiefpass und Bandpass übernommen und als neue medizinische Termini in diese Art der Therapie eingeführt. Ein Hochpassfilter lässt nur hohe und ein Tiefpass nur tiefe Frequenzen passieren, während ein Bandpassfilter nur begrenzte Bereiche zwischen zwei definierten Frequenzen durchlässt. Mit Hilfe dieser Filter wird normalerweise der Obertongehalt beeinflusst, was eine Änderung der Klangcharakteristik zur Folge hat. Hinzu kam als wichtigste Komponente die Möglichkeit der Invertierung, die die vermeintlichen pathologischen Schwingungen um 180° drehen und in invertierter Form, d. h. spiegelbildlich, an den Ausgang leiten soll. Daher auch die gebräuchliche Bezeichnung A-quer, was Ausgang quergeschaltet zum Eingang des Gerätes bedeutet. Die Idee der technischen Invertierung ist allerdings nicht neu, sie wird u. a. bei Übertragungsanlagen zur Vermeidung von Phasenverschiebungen eingesetzt, doch wurde sie in dieser speziellen Form erstmals auch in den Bereich der Alternativ-Medizin eingeführt. Sie ist der zentrale Gedanke des von Morell entwickelten Therapiekonzeptes und die Basis aller Mora- und Bioresonanztherapien.

Morell drückt es in eigenen Worten wie folgt aus:
Die Inversschaltung ist das zweite Standbein der Mora-Idee, das erste ist die Verwendung der patienteneigenen elektromagnetischen Schwingungen zur Therapie. Beide bilden zusammen die Grundlage von Mora und sind mein geistiges Eigentum. Therapieverfahren, die auf diesen beiden aufbauen, hat es bisher nicht gegeben.“ (Morell, F. Mora-Therapie, Konzept und Praxis, Seite 39, Heidelberg, 1987)

Gemäß den mutmaßlichen Wirkungsmechanismen sowie den technischen Gegebenheiten des neuen Therapiegerätes wurde ein medizinisch-wissenschaftlich klingendes Erklärungsmodell geschaffen und die „Therapie mit patienteneigenen Schwingungen“ begründet. Dabei berücksichtigte Morell auch Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die er später weiter ausbaute und für die Mora-Therapie adaptierte. Das fertige Gerät wurde dann 1977 einem größeren Fachpublikum in Bad Homburg vorgestellt. Ab 1980 konnten die Mora-Geräte auch mit einem Elektroakupunktur- Messteil (EAV) geliefert werden. Wie sich später herausstellen sollte, hatte diese zusätzliche Möglichkeit einen wesentlichen Anteil an der Akzeptanz und Verbreitung der neuen Methode.

Ergänzend zur Mora-Therapie entwickelte Rasche auf Wunsch von Morell 1981 das Mora-Color-Gerät, das sowohl alleine als auch in Kombination mit dem Mora-Therapiegerät eingesetzt werden kann. Es war das erste Farbtherapiegerät mit aufwendiger Elektronik, das ohne sichtbare Farben im Außen, d. h. Farblicht zur sensoriellen Ansprache, angewandt wurde (eine schwache Lichtquelle befindet sich jedoch im Inneren des Gerätes, die lt. Angaben des Herstellers aus weißem Licht bestehen soll). Lediglich die Drucktasten zur Einstellung der sechs Farben waren farbig markiert. Als Wirkungskomponenten bei diesem Gerät wurden „niederfrequente Schwebungsfrequenzen“ angeführt. Der Begriff der Schwebungsfrequenz stammt ebenfalls aus der Akustik, hat jedoch in Verbindung mit Farblicht überhaupt keine Relevanz, da Licht im physikalischen Sinne anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt als Schall, der zur Ausbreitung grundsätzlich einen materiellen Träger wie z.B. Luft, Wasser oder auch ein anderes Medium benötigt. In der Radionik wurden allerdings schon früher Farbtherapiegeräte ohne sichtbare Farben bzw. Licht eingesetzt. Bei dem „Coloronic Instrument“ z.B. werden die Farben durch sogenannte Color-Rates (Zahlenkombinationen) ersetzt, die es sowohl für die sieben Grundfarben als auch für zahlreiche andere Farben gibt (Bruce Copen, A Rainbow of Health, UK 1974).

Während in der Philosophie mit patienteneigenen Schwingungen dem Mora-Gerät primär die Löschung pathologischer Schwingungen zukommt, ist es die Aufgabe des Mora-Color Gerätes, dem Körper die fehlenden Farblichtschwingungen zuzuführen. Es handelt sich hierbei also um zwei völlig verschiedene Konzepte, nämlich zum einen der Eliminierung und zum anderen der Hinzufügung von Schwingungen, wobei letzteres etwas später durch sog. Naturnahe Magnetfeldschwingungen in Form des Indumed -Gerätes nach Dr. W. Ludwig nochmals erweitert wurde. Das Gerät hat einen Frequenzumfang von 1 – 1000 Hz, wobei als Basis der Intensität die Größenordnung des Erdmagnetfeldes von ca. 0,5 Gauß dient (Wolfgang Ludwig, EHK Bd. 32, Heft 5, Mai 1983 sowie Raum&Zeit 5/1983).

Morell hatte jedoch nie die Absicht seine Entdeckung in irgendeiner Form der Scientology zur Verfügung zu stellen bzw. etwas über den Ursprung seiner Idee verlauten zu lassen. Verständlicherweise vermied er jeden Hinweis in dieser Richtung, denn hätte er dort vertreten, dass es ggf. auch Möglichkeiten der Engramm-Löschung auf direktem Wege, also ohne das mühsame und teils seelisch belastende Auditing gäbe, wäre womöglich die gesamte Philosophie des Auditing gefährdet gewesen. Also blieb das neue Verfahren der Alternativszene vorbehalten, die anfangs zwar recht zögernd darauf reagierte, aber inzwischen doch sehr kreativ und erfolgreich damit umgeht.

So sind heute alle möglichen Behandlungsvarianten mit Mora gebräuchlich, angefangen von der pränatalen Engramm-Löschung über Allergien jedweder Art bis zur Eliminierung von Partner-Idiosynkrasien. Im September 1979 gründete Rasche die Fa. Med-Tronik GmbH in Friesenheim/Baden, um sich von da an hauptberuflich mit der Fabrikation medizinisch-biophysikalischer Geräte zu befassen. Den Vertrieb überließ er exklusiv Hans Brügemann, der seine eigene Firma in Gauting bei München hatte und von dort aus die Verbreitung der Mora-Idee in Angriff nahm. Zu dieser Zeit lernte Brügemann, ebenfalls Scientologe, Dr. Morell kennen, und es entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit. Morell hatte allerdings nie wirtschaftliche Interessen an einer der beiden Firmen. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Brügemann breitete sich die Mora-Therapie in der alternativen Behandlungsszene ständig aus. Es gesellten sich neue Mitarbeiter dazu, die dann den medizinisch – wissenschaftlichen Hintergrund weiter ausbauten und zusätzliche Ideen für ein erweitertes Erklärungsmodell lieferten, wobei ihnen mangels messbarer therapierelevanter Parameter u. a. das (seinerzeit noch) sechsdimensionale Weltbild von Burkhard Heim sehr zustatten kam.

Auch der Erfinder wurde gewürdigt und 1983 erhielt Rasche seine ersten Urkunden und Diplome, gefolgt von weiteren in den Jahren 1984 und 1985. Insgesamt schmückten nahezu ein Dutzend Diplome und Urkunden den Schulungsraum seiner Firma. Das Kuriose daran war jedoch, dass nicht nur für die von ihm erfundenen Geräte diverse Auszeichnungen von internationalen Erfindermessen in Brüssel, Luxemburg, Wien und Mailand vorhanden waren, sondern auch, dass sich darunter sogar Diplome für ein Gerät befanden, das bereits schon 30 Jahre zuvor in Frankreich erfunden wurde, nämlich die Bio-Elektronik nach Vincent (BEV). Ob der Jury vielleicht ein Fehler bei der Preisverteilung unterlaufen war?

In die erste Zeit der Zusammenarbeit mit Brügemann fällt auch die Einführung des Separators, einem geheimnisvollen Biofilter, der auf Betreiben von ihm, jedoch zum Leidwesen von Morell ab 1979 in die Mora-Therapiegeräte serienmäßig eingebaut wurde. Morell selbst war nie glücklich mit dieser Entscheidung zumal sie im Grunde genommen nicht in Einklang gebracht werden konnte mit der ursprünglichen Philosophie der Invertierung. Die Idee eines Separators stammte von Ludger Mersmann, einem freien Mitarbeiter, der durch eine biogene Substanz eine Trennung zwischen disharmonischen und harmonischen bzw. pathologischen und physiologischen Schwingungen bewirken wollte. Bei dieser sagenumwobenen Substanz handelte es sich ursprünglich um Chlorophyll, das als eine Art Grundsubstanz für gesundes Gewebe angesehen wurde, mit der die pathologischen Schwingungen des Organismus nicht in Resonanz treten könnten. Später ersetzte Rasche das in homöopathischer Tinktur verwendete Chlorophyll durch eine Reihe anderer, anscheinend besser geeigneter Mineralien in Pulverform. Der neue Separator wurde fortan als Molekularsaugkreis bezeichnet, ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen Molekül und Saugkreis, einem in der Elektronik gebräuchlichen Schwingkreis,zusammensetzt.

Was wahrscheinlich jedoch anfangs weder Brügemann noch Morell noch Rasche wussten, war die Tatsache, dass ihre Therapie nicht so funktionierte, wie sie dachten bzw. es in ihren Erklärungsmodellen angaben. Das Problem lag ganz einfach darin, dass das postulierte Funktionsmodell gesicherten physikalischen Erkenntnissen widersprach. Eine Tatsache die später, neben der scientologischen Verbindung ihrer Protagonisten, noch so manche Problematik aufwerfen sollte. Im Grunde genommen hatte Rasche nämlich – wie schon zuvor beim TSE – nichts anderes als ein modernes radionisches Gerät nach einer Idee von Morell geschaffen. Ganz unbewusst wurde dies auch mit dem Gerätenamen zum Ausdruck gebracht, wobei Mora genausogut die beiden Anfangsbuchstaben von „Moderne Radionik“ bedeuten könnte. Radionische Geräte sind psycho-apparative Instrumente, die über die bewusstseinsgesteuerte Ebene funktionieren und durch Gedankenkonzentration des Anwenders aktiviert werden. Der Name Radionik leitet sich von dem englischen Wort Radionics ab, vermutlich ein Kunstwort aus: Radiations (Strahlungen) und Electronics oder aber aus Radiation und ionic, wie es z. B. bei De la Warr erwähnt wird.

Die ersten Versuche mit derartigen Geräten reichen zurück in die 20er Jahre und wurden von dem amerikanischen Arzt und Forscher Dr. Albert Abrams (1863-1925) gemacht (Abrams, New Concepts in Diagnosis and Treatment, San Fransisco, 1922). In Europa war es vor allem George de la Warr in Oxford/England, der zu Beginn der 40er Jahre eine neue Generation radionischer Geräte baute, die noch heute in teilweise unveränderter Form von Bruce Copen Laboratories angeboten werden. Während im englischen Sprachraum zahlreiche Artikel und Bücher zu dieser Thematik erschienen, blieb sie in Deutschland weitestgehend unbeachtet. Erst ab den 80er Jahren gab es weitere Übersetzungen, so z. B. ein Werk von David V. Tansley aus England und später aus USA von Jane E. Hartmann „Die Heilkraft der richtigen Schwingung“ (Shamanism for the New Age). Doch erst seit den 90er Jahren bemüht man sich auch in Deutschland die Radionik intensiv zu verbreiten. Inzwischen existieren sogar mehrere Vereinigungen wie z.B. die „Deutsche Radionische Gesellschaft e.V.“ oder der „Arbeitskreis Radionik und Schwingungsmedizin e.V.“. Dass radionische Geräte, selbst solche der früheren Generation, heute in Deutschland und den USA, ja selbst im fernöstlichen Raum ihre Renaissance feiern, spiegelt recht deutlich das große Interesse und die Nachfrage nach psycho-apparativen Methoden wider.

Inzwischen ist man jedoch bestrebt, weitere Werke der Radionik-Literatur bei uns zu verbreiten, doch fehlen immer noch Übersetzungen der wichtigsten älteren Werke, so z. B. „Matter in the Making“ von L. Day und G. de la Warr, London, 1966 oder das Standardwerk von Edward W. Russel, „Report on Radionics“ London, 1973. Viele gängige Praktiken der radionischen Arbeitsweise blieben deshalb auch hierzulande vorerst unbekannt. Kein Wunder also, wenn in der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen so manche, angeblich als neue Entdeckung deklarierte Methode, wie z. B. das Einbeziehen von körpereigenen Substanzen (Blut, Sekrete, Urin etc.) bereits Jahrzehnte vorher schon zum Standard-Repertoire der Radioniker gehörte. Die Idee, körpereigene Substanzen zu verwenden, ist allerdings noch wesentlich älter und wird seit Jahrhunderten für magische Riten und Gebräuche in unterschiedlichen Kulturkreisen verwendet (Mazel, Enigmes du Maroc, Paris 1971).

Radionische Geräte besitzen selbst keine aktiven physikalischen Wirkungskomponenten im konventionellen Sinne, sondern sind die in der Außenwelt erforderlichen materiellen Repräsentanten eines geistigen Prinzips. Sie schaffen das nötige Vertrauen in die Methode, die durch das Gerät symbolisiert wird und dienen dem Anwender gleichzeitig zur (unbewussten) Aktivierung bzw. Konzentration seiner mentalen Kräfte, d. h. zur Ausrichtung des Bewusstseins beim Arbeiten mit den Geräten. Wirksam werden deshalb auch nicht die an den Geräten vorgenommenen (symbolischen) Einstellungen, sondern nur die im Bewusstsein des Therapeuten vorhandenen subjektiven Vorstellungen über Funktion und Wirkungsweise (positiv wie negativ) der angewandten Methode. Nicht die physikalischen Instrumente, auch wenn sie als symbolisches Interface zur psychischen Ebene für die meisten erforderlich sind, sondern der Therapeut selbst wird durch sein Tun (Ritual) zur Wirkungskomponente.

Deshalb gilt die Regel:

Je klarer und deutlicher die Methode im Bewusstsein des Anwenders verankert und je höher die Identität mit dem System ist, desto Erfolg versprechender die Therapie!

Bei diesen Methoden kommt das Phänomen der Rückbezüglichkeit besonders zum Tragen, d. h. die Identität und das Vertrauen ist Voraussetzung für den Erfolg, während nur wiederholter Erfolg das notwendige Vertrauen und damit die Identität mit dem System selbst schafft. Übung macht den Meister, gilt hierbei in besonderem Maße. Damit erklärt sich natürlich auch der vielfältige Einsatzbereich der Mora-Therapie sowie die außergewöhnliche Erfolgsquote von Dr. Morell selbst, aber auch die Misserfolge all derjenigen, die dieser Therapieform skeptisch oder gar ablehnend gegenüberstehen. Andererseits tritt durch virtuoses Beherrschen des Instrumentes eine gewisse Abhängigkeit ein, da der Therapeut glaubt, nur über das jeweilige Instrument und dessen Funktionsweise (die unbewusste Aktivierung und Konzentrierung der mentalen Kräfte) seine Erfolge erzielen zu können.

Wir nutzen nur 10% unseres geistigen Potenzials.
Albert Einstein

Die Mora-Therapie wird im allgemeinen ohne Medikamente angewandt und umfasst einen breiten Indikationsbereich. Sie gilt als nebenwirkungsfrei und kann auf erstaunliche Heilerfolge zurück blicken. Zahlreiche Fallbeispiele bestätigen die Wirksamkeit und den großen Einsatzbereich dieser universellen Therapiemethode. Ihre Möglichkeiten sind fast unbegrenzt und in der Tat ist, wie Morell postulierte, fast jede Krankheit einen Behandlungsversuch damit wert. Diese Art der Therapie hat, wie auch alle anderen psycho-apparativen Methoden, einen Einfluss auf sämtliche biologischen Systeme, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen oder Mikroorganismen. Sie durchdringt Zeit und Raum! Ihre Effizienz ist, lege artis angewandt, unbestritten. Hier zeigt es sich ganz deutlich, welche ungeahnten Möglichkeiten dem menschlichen Geist bei entsprechender Aktivierung (emotionale Aufladung, Glaube, Konzentration etc.) zur Verfügung stehen und welche Macht von der persönlichen Zuschreibung an Dinge und Ereignisse ausgehen. Wohlweislich wirbt Scientology mit den Worten Einsteins: Wir nutzen nur 10% unseres geistigen Potentials.

Das Groteske an dieser Situation ist allerdings, dass Hersteller wie Exponenten dieser Therapieform zäh an ihren alten pseudophysikalischen, mit zahlreichen Widersprüchen behafteten Erklärungsmodellen festhalten, wohl getreu dem Motto: error communis facit jus (gemeinsamer Irrtum macht das Gesetz). Genau dies ist jedoch der wunde Punkt, an dem die Kritiker logischerweise ansetzen, denn die Physik zeichnet sich in besonderem Maße durch eine klare Definition der benutzten Begriffe aus. Für die Darstellung physikalischer Erkenntnisse und Zusammenhänge werden messbare Eigenschaften von physikalischen Objekten, Zuständen oder Vorgängen verwendet. Die Messbarkeit ist eine wesentliche Eigenschaft jeder physikalischen Größe, und so auch von elektromagnetischen Frequenzen, eine Tatsache, die die Verfechter rein physikalischer Funktionsmodelle für diese Therapie anscheinend völlig ignorieren. Die Problematik liegt in diesem speziellen Fall eindeutig bei den Exponenten und Herstellern und keinesfalls bei den Kritikern der Methode!

Auch dem physikalisch weniger Bewanderten dürften nachstehende Beispiele sofort einleuchten. Nur was messtechnisch erfassbar ist, kann auch nach herkömmlichen physikalischen Gesetzmäßigkeiten quantifiziert werden. Was jedoch nicht erfassbar ist, kann demnach auch nicht quantifiziert oder zur elektronischen Verstärkung herangezogen werden und schon gar nicht von einfachen Verstärkern, die, um überhaupt operativ zu sein, auf physikalische Ausgangswerte zurückgreifen müssen. Hieraus resultiert zugleich ein weiteres Problem, nämlich das der Trennung harmonischer und disharmonischer Schwingungen mittels Separator, denn physikalisch separiert werden kann ebenso nur das, was messtechnisch erfassbar ist. Zwangsläufig erhebt sich spätestens hier die Frage nach dem Frequenzbereich an sich. Wie kann überhaupt ein Bereich, der nicht messbar ist, „physikalisch“ definiert werden? Bekanntlich reicht das Spektrum der elektromagnetischen Wellen ja bis weit über den Gigahertzbereich hinein! Ähnliches gilt natürlich für die elektronische Invertierung der körpereigenen Schwingungen, auf der ja die gesamte Philosophie der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen aufbaut. Schon alleine aufgrund der Phasenverschiebungen, die durch elektronische Bauelemente (Filter etc.) sowie im Körper selbst entstehen, ist eine vollständige Löschung der pathologischen Schwingungen durch rein physikalische Invertierung gar nicht durchführbar. Das Thema Phasenverschiebung ist gerade in den letzten Jahren zum heißen Diskussionspunkt vieler Gegner geworden. Um dem vorzubeugen soll es jetzt sogar schon ein Gerät mit der Möglichkeit zur Korrektur der Phasenverschiebungen geben. Quo vadis Bioresonanz?

Hinzu käme aber noch – falls die Annahme der elektronischen Verarbeitung körpereigener Schwingungen stimmt – dass bei einer Verstärkung der „pathologischen“ Schwingungen, diese sich doch wohl eindeutig negativ und zum Nachteil der Patienten auswirken und die Krankheit ggf. sogar einen tödlichen Ausgang zur Folge haben könnte. Selbst das perfekte Verbrechen (elektronisches Voodoo) wäre damit möglich, denn bei Mora-Super lassen sich z. B. mit dem Modus „D“, der für disharmonisch steht, sogar ganz gezielt die pathologischen Schwingungen verarbeiten und bis auf das Hundertfache verstärken. In Anbetracht derartiger Möglichkeiten des Missbrauchs müssten eigentlich die Anhänger selbst das geringste Interesse an einer strengen wissenschaftlichen Beweisführung ihres Verfahrens haben. Gelänge nämlich der einwandfreie Beweis der vorgegebenen physikalischen Funktionsweise der Methode, so müsste diese schon aus rein forensischen Gründen verboten und sämtliche Geräte umgehend aus allen Praxen entfernt werden. Doch so weit scheinen die Gedankengänge der Verfechter dieser Methode nicht zu gehen, denn sonst würden wohl kaum die Exponenten der Szene nach wie vor so vehement den Standpunkt eines reinen Physikalismus vertreten. Um dieses Bild aufrecht zu erhalten, werden von ihnen sogar klar definierte physikalische Termini wie elektromagnetische Schwingungen, Frequenzen und andere naturwissenschaftliche Begriffe für eigene Zwecke umgedeutet bzw. missbraucht und in ihren Publikationen als semantische Formulierungen für eine Reihe messtechnisch nie erfassbarer Elemente verwendet. Hinzu kommt die Kunst neue Begriffe zu erfinden, wie z.B. Schwingungsmedizin, ultrafeine Schwingungen, energetische Medizin und andere imaginäre Größen, die zwar im Geiste der Anwender aber nie in der Außenwelt vorhanden sind. Es ist geradezu erschreckend, mit welcher Naivität an diese Dinge herangegangen wird und welch eklatanter Unsinn in blinder Physikgläubigkeit akzeptiert und selbst von Hochschulabsolventen verbreitet wird.

Physikalische Theorien müssen unvollständig beiben, wenn beim Definieren der Realität Bewusstsein nicht auf irgend eine Weise als aktives Element mit einbezogen wird.
Robert G. Jahn, Princeton University

Die zentrale Rolle des Bewusstseins, die ja ohne den geringsten Zweifel als die wirklich ausschlaggebende Komponente für die auf psychischer Kommunikationsebene stattfindenden Interaktionen zu sehen ist, wird hier vollständig außer acht gelassen, besser gesagt wohlweislich verschwiegen. So hat sich auch bis heute noch kein Anwender oder Hersteller aus der Bioresonanz-Szene getraut, ein entsprechend revidiertes Funktionsmodell vorzustellen, geschweige denn ganz offen für die mentalen, d.h. bewusstseinsrelevanten Wirkungskomponenten dieser Therapieform einzutreten. Dabei würde doch gerade im Hervorheben dieser Faktoren eine ungeheure Chance liegen, denn die mentalen Prozesse sind ja bekanntlich die stärkste Waffe der Alternativ-Medizin und natürlich das schwächste Glied in der konventionell wissenschaftlichen Beweisführung, deren Kompetenz ja immer noch materieller Natur ist. Hinzu kommt, dass die Schulmedizin bis heute nichts Vergleichbares zu bieten hat. Was soll also das ganze Theater mit völlig realitätsfremden Funktionsmodellen! Sie diskreditieren nicht nur diese Verfahren und Therapeuten, die damit arbeiten, sondern lenken die Aufmerksamkeit in eine völlig falsche Richtung und verhindern damit brauchbare Forschungsansätze. Die Frage ist nicht in wieweit die Schulmedizin die psycho-apparativen Verfahren anerkennt, sondern doch wohl eindeutig ob und in wieweit diese Verfahren ihr ebenbürtig oder gar überlegen sind! Nebenbei bemerkt, selbst René Descartes (1596-1650), der als Begründer des modernen Rationalismus gilt, fragte sich damals schon, ob die äußere Welt, einschließlich seines eigenen Körpers, nicht eine Illusion sei, geschaffen von einem bösartigen Genie, das entschlossen war, ihn zu täuschen.

Keine Kenntnisse der bewusstseinsrelevanten Faktoren zu haben, wäre eine schlechte Ausrede. Spätestens nach Bekanntwerden der Tatsache, dass selbst bei falsch eingestellten oder sogar ausgeschalteten Geräten gleiche Wirkungen erzielt wurden, hätte zumindest von Seiten der Exponenten diesem Phänomen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müssen. Statt dessen wird weiterhin der Elektronik gehuldigt und ohne kritische Betrachtung und Überprüfung der Fakten werden die alten pseudophysikalischen Modelle übernommen oder geringfügig variiert und als Zeichen eigener Gelehrsamkeit weitergereicht. So besteht z. B. auch der in vielen Publikationen erwähnte biophysikalische oder biokybernetische Regelkreis nicht wie immer wieder dargestellt zwischen Gerät und Patient alleine, sondern in erster Linie zwischen Patient und Therapeut mittels Gerät. Gerätehersteller wie Vertreter der Bioresonanz lenken jedoch trotz alledem in ihren Publikationen und Anzeigen die Aufmerksamkeit alleine auf die Technik der Geräte – eine geschickte Irreführung der Therapeuten oder Ohnmacht gegenüber dem Eingeständnis einer „Elektronischen Magie“ und dem wohl damit befürchteten Schwinden der Zauberkraft der Gerätemystiker?

Brügemann hatte die alleinige Vertretung der Mora-Therapiegeräte bis August 1987, als ihm aufgrund des Bekanntwerdens seiner Neukonstruktion von Med-Tronik fristlos gekündigt wurde. Wenige Monate später brachte er zur Medizinischen Woche in Baden-Baden ein eigenes Therapiegerät unter dem Namen BICOM, was für Biokommunikation steht, auf den Markt. Das Gehäuse war in Anlehnung an Mora in ähnlicher Form und Farbe gehalten, wobei das Messteil zur Elektroakupunktur sogar eine fast vollständige Kopie davon war. Das neue Therapiegerät wies eine Reihe von Neuerungen auf und zeichnete sich durch Prozessor gesteuerte Bedienung aus. Die Hoch- und Tiefpässe der Mora-Therapie wurden durch einen durchlaufenden Bandpass ersetzt, um sich vermutlich besser an die von Prof. Smith in England durchgeführten Arbeiten anlehnen zu können. Der Frequenzumfang dagegen wurde unverändert übernommen und beläuft sich ähnlich der Mora-Geräte von ca. 10 Hz bis 150 KHz. Die Versuche von Smith gingen allerdings in noch weit höhere Bereich und zwar bis in den Gigahertz-Bereich und wurden mit einem Frequenzgenerator, d.h. auf völlig andere Art und Weise durchgeführt. Eine physikalische Relevanz zur technischen Funktionsweise des Bicom Gerätes ist aufgrund der unterschiedlichen Ansätze nicht im geringsten gegeben. (Best, S. /Smith, C.W. Electromagnetic Man, London, 1989).

Das Bicom-Gerät sollte nach Darstellung von Brügemann eine Weiterentwicklung der bisherigen Mora-Therapie sein. Die Werbung war entsprechend reißerisch aufgemacht und in zahlreichen Fachzeitschriften zu finden. Mit dem Slogan „Erstmalig in der Medizin: Mit patienteneigenen Schwingungen den schmalen Frequenzbereich einer Erkrankung gezielt therapieren!“ wurde die Aufmerksamkeit elegant auf das neue Therapiegerät gelenkt. So quasi nebenbei befand sich in der Anzeige auch ein Hinweis auf gebrauchte Mora-Geräte, die ja nun günstig zu haben waren. Die Vorteile der Anwendung waren augenscheinlich. Im Gegensatz zur Mora-Therapie war es nun auch möglich, mit dem Bicom-Gerät die getesteten EAV-Werte abzuspeichern sowie die unterschiedlichsten Krankheiten mit Therapie-Programmen zu behandeln. Neu waren auch die Therapieprogramme. Programme ermöglichen nicht nur eine leichte und schnelle Gerätebedienung, sondern ggf. auch die Delegierung der Therapie an Hilfskräfte (wobei allerdings bei letzterem die persönliche Ansprache von Therapeut zu Patient größtenteils verloren geht). Was früher umständlich von Hand eingestellt werden musste, wurde Dank moderner Technik nun größtenteils automatisch erledigt. Woher jedoch die vielen Programme plötzlich kamen, darüber machte sich kaum einer Gedanken. Will man jedoch informierten Kreisen Glauben schenken, so sollen sie größtenteils von der Heilpraktikerin Sissi Karz stammen. Wie die Programme allerdings ermittelt wurden, bleibt der Phantasie des einzelnen überlassen. Das Bicom Computerhandbuch 3.2 vom 15. 11. 89 wies bereits über 130 Indikationen aus, die quasi per Knopfdruck behandelt werden können (inzwischen sind es 233 Programme für über 400 Indikationen).

Die Gesamtkonzeption sowie die technische Realisierung des Gerätes ließ jedoch eindeutig erkennen, dass Brügemann inzwischen die bewusstseinsrelevanten Wirkungskomponenten der Therapie erkannt hatte. Das Bicom wie auch der dazu erhältliche Infrarot-TSE (Test-Sender-Empfänger) sind Musterbeispiele für moderne psycho-apparative Instrumente. Bei dem Bicom-TSE handelt es sich um eine Art Standardschaltung einer Gerätefernbedienung auf Infrarot-Basis (ähnlich einer TV-Fernbedienung) ohne Übertragungsbereich, dafür aber mit einer hervorragenden Anschlusskontrolle, schließlich muss ja dem Anwender für teures Geld auch sensoriell etwas geboten werden!

Ein gravierender Fehler unterlief allerdings den Konstrukteuren des Bicom-Gerätes, denn sie dachten nicht daran, die Durchlassbereiche des Bandpasses abzustimmen. Verständlicherweise, denn bei einer symbolischen Funktionsweise ist dies, im Gegensatz zu einer echten physikalischen, ja auch völlig unerheblich. So zeigte die erste Bicom-Gerätegeneration beim Überprüfen mit einem Frequenzgenerator völlig falsche Frequenzwerte im Anzeigefenster an. Einmal mehr ein untrüglicher Beweis für die „nichtphysikalische“ Funktionsweise der angeblich „an der Spitze des Fortschritts“ stehenden Geräte.

Erst als das „Occidental Institute Research Foundation“ in Canada (war früher Vertretung für Brügemann, organisiert u. a. Seminare im Bereich der biophysikalischen Medizin, so auch für Mora) unter der Überschrift: PRODUCT WARNING! seine Mitglieder mit einem Rundschreiben im Juni 1988 auf diesen Umstand hinwies, bekam Brügemann überhaupt erst Kenntnis davon. Er reagierte prompt, zum einen mit der Beseitigung des technischen Fehlers, zum anderen mit einem eigenen Rundschreiben, in dem er die Firma Med-Tronik für die Übermittlung der Daten nach Canada verantwortlich machte und sie des unfairen Wettbewerbs bezichtigte. Die Aktion verpuffte allerdings schnell und ohne Nachhall. Einige Wochen danach, Ende August 1988 bestätigte die Technische Hochschule in Genf in einem Untersuchungsbericht die Unzulänglichkeit des Bicom-Gerätes in punkto Frequenzanzeige, ein Bericht, der in Deutschland nur Insidern bekannt wurde, und keinerlei Folgen auf die Ausbreitung der Methode hatte.

Das Versäumnis der Frequenzabstimmung des Bandpasses beim Bicom brachte jedoch später den Autor auf die Idee, Versuche mit einem anderen, elektronischen Filtersystem durchzuführen. Wenn das Gerät selbst wirklich nur die Aufgabe eines materiellen Repräsentanten hat, d. h. ohne direkte physikalisch-therapeutische Funktion, so müsste jedwede Art von elektronischen Filtern dafür geeignet sein. Dass dem tatsächlich so ist und dass der gewählte Frequenzbereich bei psycho-apparativen Verfahren unerheblich und demnach auch weit höher liegen kann, zeigten Experimente mit einem Rundfunk-Tuner. Zum Einsatz kam ein handelsüblicher AM/FM-Tuner der Firma Sanyo, dessen AM-Teil für therapeutische Zwecke entsprechend umfunktioniert und mit Anschlussmöglichkeiten ausgestattet wurde, so dass er entweder alleine oder in Verbindung mit einem herkömmlichen Mora- oder Bioresonanzgerät eingesetzt werden kann.

Er funktioniert bestens und stellt eine echte Herausforderung für die bisherigen Konzepte der Bioresonanztherapie dar, denn wurden die patienteneigenen Schwingungen seither in einem Bereich von ca. 10 Hz bis 180 KHz angeblich „elektronisch verarbeitet“, so stehen sie nun in einem weit höheren Bereich, nämlich von 530 KHz bis 1500 KHz zur Verfügung. Das Interessante daran ist, dass es keine der aus der Mora- und Bioresonanztherapie bekannte Indikation gibt, die nicht ebenso gut damit behandelt werden kann. Im Gegenteil, durch entsprechende Zuordnung von Frequenzen zu körpereigenen Systemen ist sogar eine ganz gezielte Behandlung sämtlicher Organ- und Funktionssysteme möglich. Der Tuner befindet sich heute bei einem international bekannten Arzt und langjährigen Moratherapeuten im praktischen Einsatz.

Dass Erwartungen und Benennungen ihre eigene Wirklichkeit erschaffen, ist aus nachfolgendem Beispiel sehr gut zu erkennen. Während Morell über zehn Jahre Allergiker auch ohne eine sog. Abschwächung der vermeintlichen Schwingungen eines Allergens oder der körpereigenen Schwingungen behandelte, erbrachte die bloße Idee eines Anwenders schon ihre Notwendigkeit im Außen und damit zum erstenmal in der technischen Verwirklichung bei B icom. Konsequenterweise mussten von einem bestimmten Zeitpunkt an auch die Mora-Therapiegeräte zusätzlich mit einer elektronischen Abschwächung ausgestattet werden. Andere dagegen glauben, ihr Heil nur in hohen Verstärkungen zu finden und bedienten sich des von Med-Tronik erhältlichen Zusatzverstärkers (Verstärkungsfaktor: 0,1 bis 10). Einer der neueren Gerätehersteller (ABAS) empfiehlt gleich bis zu fünfhundertfach für die Therapie und bis zu zehntausendfach für die Informationsübertragung auf Trägerampullen zu verstärken.

Den wenigsten scheint auch hier bewusst zu sein, dass es sich bei diesen anscheinend neuen Erkenntnissen ebenso nur um geistige Konstrukte, d.h. mentale Vorgänge, bzw. Fixpunkte ohne materiellen Hintergrund handelt, die aus sich heraus, also ohne Bewusstseinssteuerung, nichts bewirken können. Das Beispiel der Verstärkung oder Abschwächung imaginärer Schwingungen zeigt dies recht deutlich. So sind auch all die in den letzten Jahren von verschiedenen Anwendern und Firmen entwickelten Ideen und Zubehör im Grunde genommen nur Schmuck und Insignien. Sie bringen keine echten Verbesserungen im Gesamtgeschehen, sondern verteuern und verkomplizieren immer mehr die Anwendung dieser ursprünglich einfachen Therapieform. Generell haben bei psycho-apparativen Konzepten all diese Dinge immer nur den Wert, den der Einzelne ihnen gemäß seiner Glaubenssätze und Vorstellungskraft zugestehen kann. Die Limitierung erfolgt weit mehr durch das Bewusstsein des Anwenders als auch durch die Möglichkeiten des Gerätes selbst. Mit anderen Worten: Das Äußere wird zum Maßstab des Inneren und umgekehrt.

Das Vorgehen von Brügemann und seine Abkehr von Mora führte allerdings zum Bruch mit Dr. Morell, der seinen Vorsitz in der seit 1980 bestehenden „MORA-Ärzte-Gesellschaft“ niederlegte und einige Monate später ganz aus der Gesellschaft austrat. Die neue Therapieform wurde künftig unter dem Namen „Bioresonanz“ geführt und die Gesellschaft in die „Bioresonanz-Ärzte-Gesellschaft“ (BÄG), vormals MORA-Ärzte-Gesellschaft, umbenannt. Dr. Bodo Köhler wurde als neuer Vorsitzender der Gesellschaft gewählt, die weiterhin unter der Kontrolle von Brügemann blieb, zumindest solange, bis ein erneuter Eklat 1992 auch dieser Allianz ein Ende bereitete, wobei sich diesmal allerdings der Vorsitzende und die Gesellschaft von ihm trennten. Kurz darauf gründete Brügemann den „Internationalen Arbeitskreis Bioresonanz“. Dank seiner Persönlichkeit und dem umfangreichen Seminarangebot seines Institutes blieb er vorerst weiterhin tonangebend in der Bioresonanz-Szene.

Med-Tronik war durch die Trennung von Brügemann seinerzeit gezwungen, einen eigenen Vertrieb aufzubauen und die Entwicklung einer neuen Gerätegeneration in Angriff zu nehmen, die dann unter dem Namen MORA-SUPER erst Anfang 1990 auf den Markt kam. Das Gerät war zwar moderner konzipiert, doch enthielt es auch wesentliche Elemente von Bicom und damit ein indirektes Zugeständnis an Brügemann. Nur mit den Therapieprogrammen tat sich die Firma anfangs schwer, es fehlte einfach an Erfahrung und vielleicht sogar an Mut zu Neuem. Auch heute noch lassen die Programme im Mora-Super zu wünschen übrig und halten bei weitem nicht einen Vergleich mit BICOM stand, das zumindest namentlich einen viel größeren Indikationsbereich abdeckt. Was dagegen bei Bicom noch fehlt, falls dies wirklich eine Lücke darstellen sollte, sind z. B. Programme wie sie im Mora-Super für Haarausfall, Akne und Warzenbehandlung angeboten werden. Dabei ist die Herstellung von Therapieprogrammen denkbar einfach, zumal bei „psycho-apparativen“ Verfahren weder die tatsächliche Frequenz och irgend ein Durchlassbereich zählt, sondern in erster Linie der Name der Indikation und die vom Therapeuten damit verbundene Möglichkeit der praktischen Anwendung. Die Benennung erschafft hier bereits die (geistige) Wirklichkeit, der Rest ist Anpassung an das System, um die notwendige sensorielle Ansprache für Therapeut und Patient zu gewährleisten.

Wie sonst könnte sich jemand die unterschiedliche technische Realisierung und die divergierenden Angaben über die Programme bei Bicom und Mora oder anderen erklären. Während die einen mit sog. Mittenfrequenzen eines Bandpasses operieren, haben die anderen dafür breite Durchlassbereiche wie Hoch- und Tiefpässe anzubieten. So werden z. B. bei Bicom die Narben bei 16 KHz entstört und bei Mora ohne Filter mit H+D-quer, d. h. der gesamte Frequenzbereich der patienteneigenen Schwingungen (nach der Mora-Philosophie reicht er von ca. 10Hz bis 180 KHz) wird in harmonische und disharmonische separiert und therapeutisch entsprechend angewandt. Wenn dann noch jemand die Indikationsliste für das frühere Indumed-Gerät konsultiert, so wird dort nur 18 Hz für die Narbenentstörung empfohlen. Mit physikalischen Gesetzen alleine dürften sich derartige Widersprüche weder erklären noch in Einklang bringen lassen!

Eine ähnliche Problematik stellt sich bekanntlich den Radionikern, auch diese werden je nach Geräte-Hersteller mit teils unterschiedlichen Rates (Zahlenkombinationen oder Leitzahlen) für die Simulierung von Homöopathica konfrontiert. Allerdings wissen die meisten um die bewusstseinsrelevanten Faktoren ihrer Methode und benötigen deshalb auch kaum pseudowissenschaftliche Modelle als Glauben stärkendes Element. Die klassische Radionik, die sie von De la Warr gelehrt wurde, bedient sich des Schlüssel-Schloss-Prinzips, indem der Ist-Zustand eines Patienten in Zahlen ermittelt und anschließend die Korrekturzahlen bzw. die Komplementärraten (complementary rates) dazu errechnet werden. Ein Konzept, das der Regulation des zu behandelnden biologischen Systems dient und dem im Grunde genommen die gleiche Funktion zukommt wie die der Invertierung pathologischer Schwingungen oder einem Yin-Yang Ausgleich in der Akupunktur.

Der Med-Tronik Werbeslogan „original nach Dr. Morell“ trifft jedoch bei Mora-Super nicht zu! Morell selbst hatte nämlich nie mit einem Mora-Super gearbeitet, auch kannte er nicht die Pläne von Rasche, später in die sog. elektronische Homöopathie einzusteigen. Er hätte vermutlich auch kaum seine Zustimmung dafür gegeben, zumal die Invertierung als solche bereits alle Möglichkeiten einer optimalen Behandlung enthält und keiner weiteren Zusätze mehr bedarf. Der Begriff der elektronischen Homöopathie stammt ebenfalls aus der Radionik (Bruce Copen, Electronic Homoeopathic Medecine, U.K. 1981). In der Mora-Therapie geht man davon aus, dass die verschiedenen Hoch- und Tiefpassfilter den Hoch- und Tiefpotenzen der Homöopathie entsprechen.

Dass diese Art der Unterteilung jedoch schon allein von der technischen Konstruktion des Gerätes her überhaupt keine kontinuierliche Potenzierung (im Gegensatz zur herkömmlichen Homöopathie) ermöglicht, scheint bis heute weder jemand zu stören noch überhaupt aufgefallen zu sein. Die Tiefpässe lassen nämlich nur bis zu einem bestimmten Bereich, während die Hochpässe erst ab einem bestimmten Bereich Schwingungen durchlassen. Berücksichtigt man zusätzlich noch die Möglichkeit der Mora-Geräte, die Durchlassbereiche der Filter um den Faktor 10 zu erweitern, so ist die Konfusion perfekt. Waren die elektronischen D12 – D 30 Potenzen vorher im Hochpass-, so sind sie plötzlich im Tiefpassbereich. Hinzu kommt, dass bei D 400 die elektronische Potenzierung aufhört. Von tief greifender Kenntnis der Homöopathie scheint der Urheber dieser Konstruktion allerdings nicht gekrönt zu sein, denn gerade den Hochpotenzen wird ja eine weitaus größere Wirkung zugeschrieben. Alles in allem, ein limitiertes und in sich nicht stimmiges System, das nicht nur der ursprünglichen Philosophie der Mora-Therapie nämlich der Löschung pathologischer Schwingungen konträr gegenübersteht sondern auch den Bedürfnissen der Homöopathie keinesfalls Rechnung trägt. Da haben sich die Radioniker schon vor Jahrzehnten ein weit besseres System ausgedacht und es für ihre Arbeit entsprechend umgesetzt.

Die Kulmination irrationaler Physikgläubigkeit jedoch stellt die sog. digitale Speicherung von Substanzinformationen bzw. deren Schwingungen dar (credo, quia absurdum [ich glaube, weil es absurd ist]). Dank neuester Forschungsergebnisse soll es jetzt möglich sein, Substanzinformationen elektronisch zu speichern und wiederzugeben (Eva Rasche, Elektronische Homöopathie, Naturheulpraxis 1/96). Dazu gibt es für Mora-Super eigens ein Zusatzgerät, das sog. ELH-Interface, mit dem sich angeblich über 2000 abgespeicherte Substanzen abrufen und in Potenzen von D3 bis D400 anwenden lassen. In der umfangreichen Broschüre „Elektronische Homöopathie“ von Erich Rasche (Eigenpublikation 1994) ist auf Seite 89 sogar ein chemischer Elemente-Test aufgeführt, der ca. 1/3 der bekannten Elemente enthält, einschließlich der Halogene Fluor, Chlor, Brom und Jod. Allerdings fehlen bisher noch einige für den Organismus als essentiell angesehene Elemente, so z. B. Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Da es sich nach eigenen Angaben angeblich um „Ursubstanzen“ handelt, wäre es hochinteressant zu erfahren, auf welche Art und Weise z. B. die angeblichen Schwingungen der hoch giftigen Gase Chlor und Fluor elektronisch gespeichert wurden.

Zu solchen dummdreisten Behauptungen ist folgendes zu bemerken: Grundsätzlich lässt sich weder eine pharmakologische noch eine sonstige Eigenschaft der Materie wie z. B. irgendwelche von ihr ausgehenden Schwingungen mit derartigen Geräten elektronisch speichern oder verarbeiten, sondern höchstens ihr geistiger „Repräsentationswert“ über äußere Repräsentanten rein symbolisch verankern, und zwar in Form von Signalen, Worten, Zahlen, Zeichen, Farben oder Bildern. Bei der elektronischen Homöopathie des Mora-Systems (wie übrigens auch bei allen anderen Systemen dieser Kategorie) handelt es sich also um nichts anderes als um virtuelle Repräsentanten (mentale Bezugs- und Konzentrationspunkte), die zwar namentlich vorhanden bzw. auf dem Bildschirm symbolisch erscheinen, aber trotzdem keinen anderen Bezug zur Originalsubstanz haben als den vom jeweiligen Anwender gedachten. Alles in allem Vorgänge, wie sie aus der Radionik bestens bekannt sind und seit Jahrzehnten praktiziert werden, dort allerdings mit weniger phantasievollen Erklärungen und mit Instrumenten ohne aufwendige Elektronik und unnötigem Schnickschnack.

Die Wirkung eines auf diesem Wege hergestellten Mittels ist deshalb auch nicht materieller, sondern rein geistiger Natur und dementsprechend auch nur über psychotrope Testverfahren (EAV, Kinesiologie, RAC etc.) nachweisbar. Jeder Gerätebesitzer kann dies selbst überprüfen, indem er z. B. versucht, eine farbige Substanz oder ein ätherisches Öl wie z.B. Eukalyptus mit seinem Mora- oder Bioresonanzgerät oder einer ähnlichen Vorrichtung zu übertragen. Im Gegensatz zum Original wird zwar das auf ein Speichermedium wie Wasser oder Alkohol übertragene Produkt weder Farbe noch Aroma haben, aber trotzdem in der EAV-Messung den gleichen Wert als das Ausgangsprodukt ergeben. Ein weiterer einfacher Versuch besteht darin, die Wasserstoffionenkonzentration eines Speichermediums mit dem Original zu vergleichen. So hat z. B. der Whisky Marke „Chivas Regal“ einen ph-Wert von ca. 4,37 (Alkohol: 40% Vol.), die durch elektronische Übertragung auf Wasser hergestellte Flüssigkeit dagegen weder einen sauren ph-Wert noch irgend einen Alkoholgehalt oder eine andere materielle Eigenschaft als vor dem elektronischen Übertragen der angeblichen Schwingungen. Von einem nach diesem Prinzip hergestellten Whiskey kann jeder trinken so viel er will, ohne jemals auchnur die geringste Spur einer alkoholischen Wirkung zu verspüren.

Dass ein derartiges Produkt trotzdem seinen Zweck als Therapeutikum oft ideal erfüllen kann, ist hinreichend bekannt. Entscheidend für seine Wirksamkeit ist die emotionale Aufladung und die dem Produkt zugeschriebenen Eigenschaften (geistige Prägung). Eine Tatsache, die natürlich ebenso für zahlreiche andere Verfahren und Produkte im Medizinbereich ihre Gültigkeit hat, denn die Materie hat hierbei in erster Linie eine Trägerfunktion für die geistigen Wirkkräfte zu erfüllen. Der Vorteil ist evident, denn die Wirkung ist, im Gegensatz zur pharmakologischen, ohne (nachweisbare) Nebenwirkung. Auch in anderen Kulturen finden sich vergleichbare Methoden. In der islamischen Medizin z.B. werden Arzneien dieser Art nach einem alphanumerischen Code hergestellt und in unterschiedlicher Form verabreicht (The book of Sufi Healing, New York, 1986). Ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht der Zuschreibung wird von dem französischen Apotheker Coué (1857-1926) geschildert. Er überreichte einem Kranken, der dringend eine spezielle Arznei benötigte, ein Fläschchen Aqua dest. mit genauer Anweisung zur Einnahme und war höchst erstaunt, als sich dieser eine Woche später bei ihm dafür bedankte und gesund war. Ein Fall, der das ganze weitere Leben von Coué veränderte (Emile Coué, Oeuvres complètes, Paris, 1976).

Allerdings sollte bei der Verabreichung eines über das Bewusstsein geprägten Mittels nie vergessen werden, dass in der geistigen Welt das Symbol nicht die äußere Realität und das Wort nicht die Sache an sich ist, denn die Benennung alleine erschafft nur die geistige aber noch keine materielle Wirklichkeit. Eine Tatsache, die Jacques Benveniste seine Stellung als Leiter des französischen Forschungszentrums INSERM U 200 (Institut National de la anté et de la Recherche Médicale) kostete. Benveniste, der von Dr. Attias zuvor auf die Übertragungsmöglichkeiten mit dem Mora-Gerät aufmerksam gemacht wurde (Un cas de censure dans la science: L’affaire de la mémoire de l’eau, Michel Schiff, Paris 1994), war von den angeblich elektromagnetischen Transfermöglichkeiten so überzeugt, dass auch er sich ein eigenes Gerät für diese Zwecke bauen ließ um weitere eigene Experimente damit zu machen. In einem persönlichen Gespräch mit Benveniste und seinen Mitarbeitern in Paris (Sept. 1995) wies der Autor unter anderem auch gezielt auf die bewusstseinsrelevante Komponente bei derartigen Verfahren hin. Ein Argument, dass ihn allerdings wenig beeindruckt zu haben schien, denn er bietet jetzt sogar chemische Substanzen auf einer CD-Rom an (Toutes les molécules du monde sur un seul CD-Rom, Paris, Psychologies 1/97). Da kann man nur staunen. Mit anderen Worten: Quel progrès pour la science française!
Inzwischen breitet sich diese besondere Art der Speicherung und des Übertragen von Substanzen, im Fachjargon auch als Ein- oder Überschwingen bezeichnet, weiter aus und neue Anbieter rüsten sich, den wachsenden Bedarf an virtuellen Test- und Therapiemöglichkeiten mit klangvollen Namen wie Holopathie, Resonanzhomöopathie und anderen abzudecken. Um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen, sei hier nochmals betont: Dort wo echte Materie benötigt wird, kann zumindest auf dieser Bewusstseinsebene kein symbolischer Ersatz wirksam werden, auch dann nicht, wenn die suggestiven Kräfte noch so groß sind. Wenn dem nämlich so wäre, hätten z.B. die Diabetiker ihre helle Freude, könnten sie doch endlich das benötigte Insulin rein informativ auf einem geeigneten Speichermedium wie Wasser erhalten und es gleichzeitig als Tafelgetränk benützen. Die Kostenersparnisse für die Kassen wären gewaltig.An dieser Stelle sei auch kurz auf die Problematik der Austestung durch die EAV hingewiesen. Sie erfolgt in der elektronischen Homöopathie, ebenso wie bei den Testampullen mit Originalsubstanzen, über den eingebauten Elektroakupunktur-Messteil. Er wird heute mehr denn je als unverzichtbarer Bestandteil der meisten Geräte angesehen und dient u. a. auch zur Beweisführung ihrer Funktionsweise sowie zur patientenspezifischen Geräte- Einstellung. Seit Juni 1996 gibt es sogar eine Vertriebskooperation zwischen Med-Tronik und der Firma MBA in Wallmero, einem Hersteller von EAV-Geräten. Seither hat auch bei Mora der Zeigerabfall der EAV wieder seine Gültigkeit und dies, obwohl er fast ein Jahrzehnt von Med-Tronik nicht beachtet wurde.

… und wir müssen und daran erinnern, dass das, was wir beobachten, nicht die Natur selbst, sondern Natur, die unserer Art der Fragestellung ausgesetzt ist.
Werner Heisenberg

Dass auch die EAV-Testung (wie natürlich auch alle anderen psychotropen Testverfahren) bewusstseinsrelevanten Faktoren unterliegt, ist eine Tatsache, die hier wieder von jedem Gerätebesitzer leicht überprüfbar ist. Je nach Gedanken verändern sich nämlich die gefundenen Werte, mit anderen Worten, der Zeigerausschlag der Elektroakupunktur unterliegt u. a. auch psycho-kinetischen Faktoren und ist damit von der jeweiligen geistigen Einstellung des Patienten sowie der Fragestellung des Testers abhängig. Lässt der Therapeut z. B. einen Patienten an ein freudiges, aufbauendes Erlebnis denken, sind die ausgetesteten Präparate entsprechend der gedachten Situation. Lässt er ihn jedoch an negative Ereignisse denken, so ist die Ausgangssituation verändert und damit auch das Ergebnis. Konklusion: Die Frage erzeugt die Antwort – das Bewusstsein erschafft die Realität! Die viel diskutierte Frage, ob nun Originalsubstanzen zum Testen besser geeignet sind als digital gespeicherte hat sich damit hoffentlich von selbst erledigt.

Der gleiche Vorgang ist in Verbindung mit einem Mora- oder einem anderen Bioresonanzgerät zu beobachten. Schaltet der Tester auf Stellung invers, verändern sich die Messwerte entsprechend seiner Erwartung (und dies sogar bei deaktivierter Funktion der Inversschaltung). Diese und zahlreiche andere Phänomene der EAV-Testung wurden von dem früheren Vorsitzenden der französischen Ärzte-Gesellschaft für biokybernetische Medizin, Dr. Elie Attias, sehr eingehend untersucht. Sein Erstaunen jedoch war grenzenlos, als er bei einer verstorbenen Person selbst nach drei Tagen noch EAV-Werte registrieren konnte, die weit vom Nullpunkt entfernt waren. Was da wohl gemessen wurde?

Dr. Attias, der seit 10 Jahren die Mora- und andere Bioresonanztherapien in seiner Praxis einsetzt, erkannte sehr schnell die bewusstseinsgesteuerten Elemente dieser Therapieform und die damit verbundenen Möglichkeiten auf übergeordneter Ebene einzugreifen. Er entwickelte daraufhin im Laufe der Zeit eine spezielle Test- und Therapiemethode, die in ihrer Art bisher einzigartig ist und die für ihn eindeutig beweist, dass der wahre Schlüssel der Mora- und Bioresonanztherapien im psychischen und nicht im physikalischen Bereich liegt. Er bezeichnet seine Methode als Psycho- Resonanz und benützt in seiner praktischen Arbeit sowohl Punkte aus der TCM als auch eigene, die er als psychosomatische Punkte (PSP) bezeichnet. Seine Methode verdient Beachtung, zumal sie eine echte Bereicherung der Bioresonaztherapie darstellt, die sich auf Grund der Orientierung an der EAV im allgemeinen nur im somatischen Bereich bewegt und für die psychischen Komponenten bisher keinen wirklich brauchbaren Ansatz hat.

Im September 1990 wurde unter dem Vorsitz von Dr. Eckart Herrmann die „Internationale Ärzte-Gesellschaft für Biokybernetische Medizin e.V.“ gegründet, die sich seither speziell um die Förderung der Mora-Therapie bemüht und den Begriff der Biokybernetik als Oberbegriff bzw. zur Abgrenzung verwendet. Der Begriff der Kybernetik stammt aus dem Jahre 1948 und wurde von Norbert Wiener vom Bostoner Massachusetts Institute of Technology (MIT) geprägt und umfasst die technische und biologische Kybernetik (Wolf D. Keidel, Biokybernetik des Menschen, Darmstadt 1989). Während die Bioresonanz-Ärzte-Gesellschaft bereits 1994 über 500 Mitglieder verzeichnete, führt ihr Mora-Pendant mit weniger als 100 Mitgliedern auch heute noch ein eher bescheidenes Dasein. Ähnlich ergeht es dem Namen Mora, der früher als Inbegriff der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen galt und durch die enormen Aktivitäten seitens der Bioresonanz-Szene seine Vormachtstellung und den Alleinanspruch inzwischen endgültig verloren hat. Rückwirkend betrachtet führte der Bruch mit Brügemann zu einer starken Intensivierung der gesamten Aktivitäten. Bioresonanz steht heute stellvertretend für fast alle Verfahren in diesem Bereich. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft und kopieren befreit vom Nachdenken!

Zu Beginn der 90er Jahre folgten weitere Anbieter, selbst alteingesessene Firmen der biophysikalischen Szene wie z. B. VEGA beeilten sich, den Bioresonanz-Express nicht zu verpassen. VEGA war bis zu diesem Zeitpunkt nur im diagnostischen Sektor etabliert. Sie griff um Zeit zu gewinnen auf das Know-How einer außenstehenden Firma (Lycotronic) zurück, die dann entsprechende Vorarbeit für die Entwicklung des neuen Therapiegerätes leistete. Das 1992 unter dem Namen VEGASELECT auf dem Markt erschienene Gerät ist kein reines Bioresonanz-, sondern ein Kombinationsgerät bei dem sowohl physikalische als auch psychophysikalische Prinzipien zur Anwendung gelangen. Außer patienteneigenen Informationen werden auch noch Magnetfeldschwingungen zur Unterstützung der Therapie mit eingesetzt. Zusätzlich kommen elektrische Signale mit einer auf 100 mV begrenzten Amplitude zur Anwendung. Das Gerät arbeitet u. a. auch mit Therapieprogrammen und bietet in Verbindung mit entsprechendem Zubehör eine Reihe interessanter Ansätze. So können z. B. mit dem VEGA SI Pulser therapeutische Signale auf eine Karte mit Magnetbandstreifen, ähnlich einer Parkhauskarte übertragen werden, die dann an einer bestimmten Stelle am Körper des Patienten befestigt oder umgehängt getragen wird. Eine Methode, wie sie allerdings in der Ethno-Medizin seit Jahrtausenden in Form von Amuletten und Talismane (aus arab. tilsaman = Zauberbilder) gebräuchlich ist. Ob sie allerdings auch bei uns die gleiche Akzeptanz erreicht, muss sich noch weisen.

Der Bruch zwischen Köhler und Brügemann kam allerdings VEGA zu Nutzen. Die Firma erkannte ihre Stunde und bot Köhler die Möglichkeit, seine Ideen von neuen Therapiegeräten zukünftig über die VEGA-Schiene umzusetzen. In dem 1992 erschienen Buch „Bioresonanztherapie“ von Dr. Köhler finden sich, trotz der jahrelangen Zusammenarbeit mit Brügemann, keinerlei Hinweise auf ihn bzw. Bicom, was darauf schließen lässt, dass kurz vor dem Erscheinen diesbezüglich alles gestrichen wurde. Ganz ähnlich erging es Brügemann schon einmal, nämlich bei der Trennung von Med-Tronik, auch da konnten in letzter Minute in dem Mora-Buch von Dr. Morell alle Hinweise auf ihn gestrichen werden. Trotzdem ist der Name Brügemann unauslöschbar mit der Mora- und Bioresonanztherapie verbunden, die ohne sein persönliches Engagement nie das geworden wäre, was sie heute ist, eine Tatsache, die nicht genügend betont werden kann

Ein kleiner Exkurs zu einem anderen Anbieter sei hier noch eingefügt, der ein simplifiziertes und preisgünstiges Bioresonanz-Gerät (ABAS = Automatischer-Bandpass-Analog-Scanner) 1993 auf den Markt brachte und der nach eigenen Angaben die Bioresonanz-Therapie auf den Punkt gebracht haben will. Die Begründer dieses Verfahrens sind der Apotheker Werner Lau und Dr. Dirk Kuhlmann aus Schleswig. Lau kaufte sich ein paar Jahre zuvor ein Mora-Super, das ihm vermutlich auch zur eigenen Herstellung von EAV-Testsätzen mittels Übertragung von Substanzschwingungen dienen sollte. Natürlich merkte er sehr schnell, dass es sich bei dem angeblich elektronischen Übertragen bzw. Überschwingen um nichts anderes als den PSI-Effekt handelte und dass er, obwohl Pharmakologe, doch zu blauäugig und nur allzuleicht dem Med-Tronik-Slogan „Die Elektronik macht hier die Medizin“ aufgesessen war. Seine logische Schlussfolgerung war, ein eigenes Gerät entwickeln zu lassen, und es schnellstmöglich zu einem wesentlich günstigeren Preis auf den Markt zu bringen. Da das Gerät zusätzlich noch einfach zu bedienen war, kam der Verkaufserfolg auch entsprechend schnell. Gemäß eigenen Aussagen, sollen über 1000 ABAS-Geräte im Einsatz sein. In einem später herausgegebenen Buch (Kuhlmann, Bioresonanz-Therapie für die Praxis, Köln, 1996) wird u. a. auch das Vorgehen gewisser Hersteller von Bioresonanzgeräten angegriffen, doch bei näherem Hinsehen wohl nur mit der Absicht, die eigene Sache noch besser verkaufen zu können. Die bewusstseinsrelevanten Vorgänge werden auch darin geflissentlich übergangen und der Leser mit pseudophysikalischen Erklärungen abgespeist.

Brügemann sah vermutlich mit diesem Gerät seine Vormachtstellung etwas gefährdet, denn er soll über seinen Anwalt der Firma mitgeteilt haben, dass die mit der Bioresonanz verbundene Technologie und vor allem der Bandpass doch wohl seine Sache sei und sie deshalb davon wieder Abstand nehmen müsse. Das Ganze war natürlich nichts mehr als ein Versuch der Einschüchterung, enn Bandpassfilter sind in der Elektronik seit langem gebräuchlich und für Glaubensverstärker zur Bewusstseinsprojektion gibt es bis jetzt weder erteilte Patente noch sonstige Richtlinien oder Privilegien. Geräte dieser Art kann also jeder bauen, der elektronisch bewandert ist und sich an die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen technischen Sicherheitsnormen hält. Selbst bei der von manchen Herstellern so oft betonte eigene „Forschung“ handelt es sich meistens um nichts anderes, als um eine ganz gewöhnliche Entwicklungsabteilung, wie sie für die Herstellung elektronischer Geräte in jeder Firma üblich ist. Auch ein vorhandenes CE-Zeichen bescheinigt bisher nur die ordnungsgemäße technische Funktionalität des Gerätes sowie die elektromagnetische Verträglichkeit aber keinesfalls die Wirksamkeit des Verfahrens selbst. Ob sich die Situation mit den Mitte Juni 1998 endgültig in Kraft tretenden europäischen Richtlinien zur Umsetzung des Medizinprodukte-Gesetzes (MPG) grundlegend ändern wird, muss sich erst noch zeigen. Schwieriger dürfte es für den einen oder anderen Hersteller zwar werden, jedoch wird kaum eine der eingeführten Firmen dieses lukrative Geschäft mit der elektronischen Magie so ohne weiteres aufgeben.

So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Zahl der Anbieter auf diesem Sektor weiter steigt und die Argumente und Preise für Geräte vom Typ Bioresonanz entsprechend variieren. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn Bioresonanz ist nicht gleich Bioresonanz. Bei psycho-apparativen Verfahren ist das „medizinische Konzept“ und die Stimmigkeit des Modells (geistige Hintergrund) für die therapeutische Anwendung weit wichtiger als die technische Konzeption des Gerätes selbst. Eine Tatsache, die meistes von technisch orientierten Personen oder Gerätekonstrukteuren nur allzu leicht übersehen wird. Es ist weder die angeblich quarzgenaue Frequenz und damit die zweite / dritte Stelle hinter dem Komma noch die Metallegierung der Elektroden, die mit oder ohne abgeschirmte Kabel am Gerät angeschlossen sind oder eine sonstige trickreiche technische Erfindung, die als ausschlaggebende Komponente für die Wirksamkeit eines derartigen Verfahrens zu werten ist. Auch dann nicht, wenn dies in bunten Prospekten oder phantasievollen und wissenschaftlich klingenden Funktionsmodellen entsprechend herausgestellt wird. Eine bessere Elektronik macht noch lange keine bessere Medizin! Die tragende Säule bei allen psycho-apparativen Verfahren (aber auch bei den meisten anderen Methoden) ist das Bewusstsein des Anwenders. Wer diese Wahrheit einmal begriffen hat, den wird sie nie wieder verlassen!

Inzwischen hat VEGA den Begriff der Bioresonanz gegen „System Informations-Therapie“ (SIT) ausgetauscht. Eine Terminologie, die anscheinend nicht neu war, sondern gemäß der Zeitschrift raum&zeit (Nr. 82, Juli/August 1996, Seite 44) von Erich Körbler, dem Begründer einer neuen Homöopathie) abgekupfert wurde. Ebenfalls umgewandelt wurde der Name der Gesellschaft und zwar in „Internationale Ärzte-Gesellschaft für Biophysikalische Informations-Therapie e. V. (B-I-T). Damit wollte man vermeiden, dass ggf. auch diese Therapieform ähnlich Bioresonanz in die Nähe von Scientology gerückt werden könnte (das ZDF berichtete im „heute Journal“ am 19. Dez. 1995 bereits über Bioresonanz und Scientology).

Zum Vegaselect kam jedoch sehr bald das AUDIOCOLOR hinzu, ein Gerät zur notwendigen Schließung einer therapeutischen Lücke, so zumindest schreibt es Köhler in einem Ende 1995 erschienenen Sonderheft der VEGA Mitteilung „SIT spezial“ zur Beschreibung des neuen Systems. Der bereits erwähnte SI Pulser ist bei dem Audiocolor integriert und fester Bestandteil des Systems. Die heute verstärkt propagierte endogene und exogene Bioresonanztherapie gab es natürlich immer schon, früher allerdings mit anderen Termini und etwas weniger technischem Aufwand.

Wie bereits eingangs erwähnt, brachte Anfang der 80er Jahre die Fa. Med-Tronik das Indumed-Magnetfeldgerät nach Dr. Wolfgang Ludwig zur Ergänzung der Mora- und Mora-Color-Therapie heraus. Dr. Ludwig hat seine Geräte inzwischen im Eigenvertrieb und bietet heute eine Reihe von Magnetfeldgeräten für unterschiedliche Einsatzbereiche an, so auch Kleingeräte wie z. B. Medicur-Color oder Medisend. Der Name Indumed ist allerdings eingetragenes Warenzeichen und Eigentum von Med-Tronik. Näheres zu den Geräten von Dr. Ludwig in: Hans Wolf (Pseudonym für Wolfgang Ludwig) Harmonische Schwingungen, Stuttgart, 1990 oder in der Zeitschrift raum&zeit (84/96), die Dr. Ludwig als Papst der Magnetfeldtherapie bezeichnet.

Seinen außergewöhnlichen Erfolg hat Brügemann zweifelsohne seinem scientologischen Background und der Anwendung dieser Philosophie zu verdanken. Während der „clear“ Status zu Beginn der scientologischen Bewegung noch als höchster erreichbarer Grad galt, entdeckte Hubbard Mitte der sechziger Jahre weitere Stufen zur Vollkommenheit, die dem „clear“ übergeordnet waren. Ziel der erweiterten Lehre ist es, ein „operierender Thetan“ (OT) zu werden, dessen unsterblicher Geist Herr ist über das „physikalische Universum von Materie und Energie sowie über Raum und Zeit“ (the universe of MEST= Matter-Energie-Space-Time). Sowohl Brügemann als auch Morell erreichten durch Auditing und entsprechende Kurse hohe OT-Grade.

Bei solchen Ambitionen ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Bioresonanz-Therapie dank intensiver Werbung, bester PR-Arbeit (das Brügemann Institut war auch als erstes mit eigener Homepage im Internet vertreten) und ausgezeichneter Seminare schnell weiter ausbreitet und auch einen entsprechend starken Sog auf die inzwischen zahlreichen Mitwettbewerber erzeugt. Unverkennbar bei der Brügemann’schen Strategie sind die scientologischen Elemente, wie das geschickte Einschalten und Verknüpfen von bekannten Wissenschaftlern mit der eigenen Sache sowie Wortschöpfungen und Neudefinitionen von Fachbegriffen, womit ähnlich Scientology eine eigene Terminologie auch für diese Therapieform geschaffen wird. Durch eine derartige Vorgehensweise breitet sich nicht nur die eigene Methode schneller aus, sondern sie wird auch angriffssicherer von außen und fördert gleichzeitig unter ihren Anhängern die Identität mit dem System sowie die Gruppenzugehörigkeit. Je größer das Kollektiv, desto stärker der Glaube an die Sache selbst.

Das aggressive Vorgehen von Brügemann hatte allerdings auch negative Folgen, es mobilisierte die Gegner und schaffte sowohl für ihn als auch für die gesamte Bioresonanz-Szene neue Feinde. Wegen seines scientologischen Hintergrundes wurde er jedoch immer stärker angriffen, so dass er 1995 schlussendlich seine Firma verkaufte und mit 70 Jahren in Ruhestand trat (viele Hunde sind des Hasen Tod). Die gesamte Produktpalette wird heute unter dem Firmennamen Regumed (regulative Medizin) vertrieben. Die neue Geschäftsleitung bemühte sich, durch intensive PR-Arbeit das Image zu verbessern und die Erfolge der Bicom-Therapie herauszustellen. Das Glück des neuen Inhabers, Herr Ulrich W. Geipel war allerdings nur von kurzer Dauer. Bereits Ende 1996 veräußerte er aus anscheinend wirtschaftlichen Überlegungen seine Firmenanteile und schied aus dem Unternehmen aus. Neuer Besitzer ist eine Holding, die gemäß Rundschreiben der Firma vom 16. Dez. 1996, keinerlei Beziehungen zu Scientology haben soll. Alleiniger Geschäftsführer ist seither Martin Keymer, ein mit der Thematik bestens vertrauter und langjähriger Bioresonanz-Therapeut. Herr Keymer war bereits früher im Rahmen des Brügemann-Institutes als Referent tätig und wurde ein Jahr vor seiner Ernennung als Geschäftsführer medizinischer Leiter des neuen Regumed-Instituts. Seit dem Ausscheiden von Brügemann ist es allerdings etwas stiller um die BICOM-Resonanztherapie, wie sie heute offiziell genannt wird, geworden.

Um den wissenschaftlichen Hintergrund sowie den angeblichen Fortschritt in der Therapie zu dokumentieren, wurde von Anfang an großer Wert auf entsprechende Erklärungsmodelle gelegt. Vor der Spaltung waren es vorwiegend die Physiker Burkhard Heim und Fritz-Albert Popp, die mit der Mora-Idee in Verbindung gebracht wurden, danach wurde Cyril W. Smith aus England, der angeblich sogar an der Entwicklung des Bicom-Gerätes mitgewirkt haben soll, von Brügemann als wissenschaftliches Aushängeschild für die Bioresonanz-Interessen benutzt. Eine beliebte Taktik in diesem Zusammenhang besteht u. a. darin, bekannte Wissenschaftler für eigene Veranstaltungen zu gewinnen, die dann auf Kolloquien, Tagungen etc. über eine Thematik sprechen, die, wenn überhaupt, allenfalls nur am Rande etwas mit der jeweiligen Therapieform zu tun haben könnte. Diese Art der wissenschaftlichen Präsenz gibt der Veranstaltung nicht nur einen äußerst seriösen Anstrich, sondern wirkt auch glaubensstärkend für die Anwender der jeweiligen Verfahren.

Wissenschaftliche Erklärungsmodelle stehen als Beweis für den forschenden Geist. Sie erhöhen die Akzeptanz einer Methode und sollen gleichzeitig Sicherheit in der Anwendung vermitteln. Das Problem für die Therapie mit patienteneigenen Schwingungen ist nicht, sich an physikalische Gesetzmäßigkeiten oder wissenschaftliche Theorien anzulehnen, sondern ganz schlicht und einfach die Tatsache, bisher keine klare und einwandfreie Beweisführung für diese Behauptungen erbringen zu können.

Verständlicherweise, denn wie kann man etwas wissenschaftlich beweisen, wenn das, was wirkt, gar nicht wissenschaftlich erfassbar ist. Bekanntlicherweise endet die wissenschaftliche Kompetenz derzeitig an der Grenze zum Reich in die geistigen Welten. So gibt es auch bis heute weder in den Gesetzen der klassischen Physik noch der Chemie oder der Biologie irgendeinen Hinweis auf Bewusstsein bzw. Geist. Im Gegensatz zur Religion, die Glaube als Tugend wertet, ist er im Bereich der traditionellen Wissenschaft eher verpönt.

Doch auch hier gibt es einen Ausweg, nämlich den der Pseudowissenschaft. Um wissenschaftlich zu erscheinen, hilft man sich durch Missbrauch definierter Termini der Physik, dem Heranziehen nicht relevanter Fakten aus anderen Wissensgebieten oder aber dem bewusst falschen Interpretieren von Originalliteratur. In diesem Zusammenhang ist folgende Gesetzmäßigkeit zu beobachten:

Je komplizierter und unverständlicher das Erklärungsmodell ist, desto seriöser und glaubwürdiger wirkt es auf den Außenstehenden.

Für die meisten scheint demnach ein Erklärungsmodell durch Komplexität und Unverständlichkeit erst richtig glaubwürdig zu sein! Natürlich ist es für den Anwender oder Interessenten schwierig zu beurteilen, was wirklich wissenschaftlich daran ist, umso mehr noch, als Werke von Wissenschaftlern als Referenz und damit indirekt zur Bestätigung der eigenen Sache angeführt werden. Ganz abgesehen, dass die Aufgaben der Therapeuten primär in einem anderen Bereich, nämlich beim Patienten liegen. Wer sich jedoch die Mühe macht, diese Werke dennoch zu lesen, wird hoffentlich nicht allzu enttäuscht sein, keinen relevanten Bezug zu den tatsächlichen Wirkungsmechanismen seiner Therapiegeräte dort zu finden. Die Ironie des Schicksals dabei ist jedoch, dass es gerade Cyril W. Smith war, der in seinem Standardwerk „Electromagnetic Man“ die Auswirkungen der physikalischen, d. h. der mit einem Frequenzgenerator erzeugten und nicht die der patienteneigenen Schwingungen sehr eindrucksvoll dokumentierte, wobei natürlich auch dabei die bewusstseinsrelevanten Faktoren eine erhebliche Rolle spielten.

Das Buch wurde bisher nicht ins Deutsche übertragen, dafür existiert jedoch eine französische Version (L’Homme Électromagnétique, Paris 1995), die von dem Belgier Jean-Marie Danze übersetzt wurde, der gleichzeitig die Interessen von Med-Tronik (früher von Brügemann) im frankophonen Bereich vertritt. Getreu dem Motto „Traduttore-Traditore“ fügte er für die französische Ausgabe den Namen Morell zusätzlich ein und strich dafür die Namen Brügemann und Köhler, über letzteren sogar eine ganze Passage. Ein von ihm selbstverfasstes Werk über das Mora-System (Le Système Mora, Paris 1992) enthält ein Wirrwarr von wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Ausführungen, die als Paradebeispiel für nicht relevante Fakten und spekulative Behauptungen jedweder Art für diese Therapieform gelten.

Welch differenzierte Vorstellungen bei den einzelnen Autoren über die vermeintliche Wirkungsweise dieser besonderen Therapieform herrscht, erkennt man am besten beim Studium der zahlreich vorliegenden Publikationen. Interessant sind dabei die zeitlichen Wandlungen unterworfenen Erklärungsmodelle der letzten Jahre. Vor allem seit es immer mehr Hersteller gibt, blüht die Phantasie der „Spezialisten“ und neue, verwirrende Modelle sowie gegenseitige Diffamierung lassen das ganze Therapieverfahren noch unglaubwürdiger erscheinen. Neuerdings werden Patienten sogar einer „Bewellung“ unterzogen, als ob es sich dabei um eine Therapie in einem Frisörsalon handeln würde (G. Cornelissen, EHK 5/97). All diese Artikel, seien sie nun pro oder contra, sind eindeutig der Beweis dafür, dass keiner der Autoren die Thematik von mehreren Seiten beleuchtet hat oder gar bereit wäre, das Kind beim Namen zu nennen und das Ganze ein für allemal auf eine realitätsnahe Grundlage zu stellen. Von allen möglichen Einflüssen wird da berichtet, nur nicht von dem der Psyche und den damit verbundenen „anwenderbedingten“ Faktoren. Vermischungen von Realität und Imagination erfolgen in geradezu haarsträubender Weise. Anhänger wie Gegner verstricken sich hier gleichermaßen.

Wer dies bezweifelt, dem sei u. a. das eingangs erwähnte und jetzt in vierter, erweiterter Auflage erschienene Buch „Die andere Medizin“ der Stiftung Warentest empfohlen. Die Argumentation der Gegner zum Thema Bioresonanz- und Mora-Therapien beinhaltet in gleicher Weise das, was auch der anderen Seite, sprich Alternativ Medizin, vorgeworfen wird, nämlich Halbwahrheiten und Irreführung. Aus rein dogmatischen Ansätzen etwas ablehnen bringt keine neue Erkenntnis! So watet bisher auch jeder in einem scheinbar nie austrocknenden Sumpf, unfähig, der Realität ins Auge zu blicken. Die einen, die sich nur an der materiellen Außenwelt orientieren und die Macht der Gedanken und Vorstellungen ignorieren und die anderen, die um jeden Preis Wissenschaftlichkeit vortäuschen wollen, bzw. auch dort noch suchen, wo nach der klassischen Definition gar keine mehr vorhanden ist bzw. sein kann, nämlich im Reich der geistigen Welt. Dabei wäre die Lösung für beide Lager recht einfach, man müsste nur Mut zur Ehrlichkeit besitzen und bereit sein, die polaren Aspekte der menschlichen Wirklichkeit in einem holistischen Modell zusammenzufassen. Schließlich gibt es genug renommierte Wissenschaftler – darunter viele Nobelpreisträger -, die die Zusammenhänge zwischen Materie und Bewusstsein erkannt und sich in ihren Schriften eindeutig ausgesprochen haben, die meisten allerdings erst nach ihrer Emeritierung. Für die Quantenphysik jedenfalls gilt das rein materialistische Weltbild schon lange nicht mehr.

Geistheiler dagegen scheinen es einfacher zu haben. Bei Ihnen wird von vornherein davon ausgegangen, dass es sich bei den Interaktionen, die zwischen Heilern und Heilungssuchenden stattfinden, um eine geistige und nicht um eine physikalische Kraft handelt, die die Veränderung des Krankheitsverlaufes bewirkt. Ob Geistheiler allerdings mit psycho-apparativen Methoden noch erfolgreicher wären, müsste erst noch überprüft werden und könnte B asis einer entsprechenden Untersuchung sein. Vergleicht man die Bereiche, in denen Geistheiler erfolgreich sind (H. Wiesendanger, Das große Buch vom Geistigen Heilen, München, 1996) mit einer Indikationsliste aus der Bioresonanz-Therapie (siehe Anhang), so wäre dies durchaus denkbar und ein lohnenswertes Unterfangen, denn die Bioresonanz bietet ja ein weit umfangreicheres Spektrum und damit Möglichkeiten synergistische Effekte zu erzielen. Abgesehen davon haben nur wenige Heiler die Fähigkeiten eines Philippe de Lyon, dem großen französischen Thaumaturgen (Guillot, R-P. Philippe de Lyon, Médecin, thaumaturge et conseiller du tsar, Paris, 1994) oder des als Mr. A beschriebenen amerikanischen Heilers (Ruth Montgomery, Born to heal, New York, 1973). Vielleicht hätte eine sogenannte „Instrumentelle Geistheilung“ sogar eines Tages die Chance, offiziell als naturgemäßes Heilverfahren anerkannt zu werden, was es in der Tat ja auch ist.

Brügemann selbst versucht in einer grundlegenden Darstellung zur Position der Bioresonanz-Therapie im Gesamtkrankheitsgeschehen (Erfahrungsheilkunde 12/90) sogar ein Erklärungsmodell mit scientologischen Gedankengut zu entwerfen. Er beschreibt darin sehr ausführlich die Möglichkeiten und Grenzen der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen und räumt bisher als einziger auch dem Bewusstsein seinen Platz im therapeutischen Geschehen ein. Brügemann hat sich in dieser Hinsicht weit mehr vorgewagt als manch anderer Exponent der Methode. Er bekundet am Schluss des Artikels seine völlige Übereinstimmung mit Morell, dem geistigen Vater dieser fast universell einsetzbaren Therapie und würdigt damit in einer Art Rekonziliation post mortem offiziell das opus magnum des Meisters. Dieser mutige Artikel wurde allerdings nicht von allen begrüßt. Im G egenteil, er war Anlass heftiger Kritik und diente u. a. der Scientology-Gegnerin Renate Hartwig, in ihrem Buch „Scientology, ich klage an“, als willkommene Gelegenheit, Brügemann vehement anzugreifen. Spätere Artikel von ihm (z. B. in der Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 3/94) griffen wieder die alten pseudophysikalischen Modelle auf.

Ihr Täppischen! Ein artig Schein soll gleich die plumpe Wahrhet sein.
Goethe, Faust II, Akt 1

Die Darstellung nicht relevanter Fakten als glaubenstärkendes Element ist in diesem Bereich allerdings gängige Praxis. In der Zeitschrift CO’MED 2/97 z. B. schreibt Dr. Herrmann zum Thema „20 Jahre MORA“ und würdigt darin die Forschungen und Verdienste der Begründer dieser Therapieform. Dagegen wäre nichts einzuwenden, denn schließlich hat Morell wie kein anderer sich in diesem Bereich verdient gemacht. Der Artikel enthält neben pseudophysikalischen Termini u. a. jedoch auch eine Abhandlung über die angeblich physikalischen Vorgänge in der Mora-Therapie sowie die Abbildung einer technisch erzeugten Sinusschwingung und deren Invertierung auf dem Bildschirm eines Oszilloskops. Das Bild trägt dem Untertitel: Urschwingung und invertierte Schwingung (der Begriff der Urschwingung soll vermutlich eine Brücke zur Urtinktur in der Homöopathie bauen). Wenn schon ein Oszilloskop als Beweis dienen soll, dann doch wohl mit einem Bild der körpereigenen Schwingungen und deren Invertierung, die ja bekanntlich das Wirkprinzip der Therapie darstellen sollen. Doch hier verlässt das Latein die Bioresonanzgelehrten und, um den Schein zu wahren, begnügt man sich mit einem ganz gewöhnlichen technischen Signal.

Allein der Begriff der Schwingung bzw. Frequenz scheint heute bereits ausreichend zu sein, um bei einer gewissen Leserschaft euphorische Gefühle und Visionen einer neuen, richtungsweisenden Medizin hervorzurufen!

Während Brügemann seit Mitte 96 nicht mehr im Internet vertreten ist, nutzt nun auch Med-Tronik diese moderne Möglichkeit der Kommunikation mit eigener umfangreichen Homepage (http://www.med-tronik.de). Wer sich vorab informieren möchte, erhält auf diesem Wege eine Erstinformation über das Med-Tronik Lieferprogramm sowie über die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Mora-Therapie, wohlweislich immer aus der Sicht des Herstellers mit all den pseudophysikalischen Thesen. Doch man beschränkt sich nicht nur auf die Vorzüge der eigenen Methode, sondern versucht durch eine ausführliche, 3/4seitige Erklärung der Begriffe Bioresonanz und Biokybernetik eine Abgrenzung zur Bioresonanz-Therapie vorzunehmen. Dank diesem etwas merkwürdigen Wettbewerbsverhalten wird natürlich auch derjenige, der bisher noch nicht viel von der Bioresonanz-Therapie gehört hat, hellhörig und kann nach weiteren Verfahren Ausschau halten. Ein ähnlich missglückter Versuch der Abgrenzung wurde schon einige Jahre zuvor unternommen, nämlich als die Bioresonanz-Szene über die Person Brügemann immer häufiger in den Medien mit Scientology in Verbindung gebracht wurde. Mit Rundschreiben (Juli 1995) versuchte deshalb der Vorsitzende der Internationalen Ärzte-Gesellschaft für Biokybernetische Medizin, Dr. Eckart Herrmann, durch eine 4seitige Stellungnahme die Mora-Therapie von dem Begriff der Bioresonanz zu distanzieren.

Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen, ihr studiert die groß‘ und kleine Welt, um es am Ende gehen zu lassen, wie’s Gott gefällt.
Goethe, Faust I

Der Autor wies bereits damals Dr. Herrmann mit einem persönlichen Schreiben auf die völlig identische Funktionsweise der beiden Geräte hin und bat ihn, anstelle der versuchten Abgrenzung sich doch mehr für die Anerkennung der psychischen Wirkungsfaktoren dieser Geräte einzusetzen. Ferner möge er dafür sorgen, dass Herr Rasche nicht mehr mit falschem Titel in Veröffentlichungen geführt werde, da er weder Ingenieur noch Diplom-Ingenieur ist. Dem Schreiben wurde gleichzeitig eine Kopie der vom Autor verfassten „Historia-Mora“ (eine kurz gefasste Geschichte zur Mora-Therapie) beigelegt. Kopien gingen an die Herren Brügemann und Rasche. Dass sich keiner der Herren meldete (selbst Brügemann nicht, der sonst durch Anwaltsschreiben schnell agierte) war a ufgrund der Brisanz der Angelegenheit und den angeführten Fakten sogar verständlich, doch überraschenderweise meldete sich Frau Dr. med. Eva Rasche, die nach Ihrer Heirat mit Herrn Rasche (im April 1994) zwar die medizinisch-wissenschaftliche Leitung der Firma Med-Tronik übernahm, doch bisher mit „wissenschaftlichen“ Veröffentlichungen zur Mora-Therapie, zumindest in medizinischen Fachzeitschriften noch nicht glänzte. Sie sandte den gesamten Schriftverkehr zurück mit der Bemerkung, dass der Autor ein absoluter medizinischer Laie sei (als ob man ein Huhn sein müsste, um ein Ei zu beurteilen) und es sich bei seinen Ausführungen um reine Konstrukte handeln würde (eine Kopie davon wurde zur Kenntnisnahme an Dr. Herrmann gesandt, Herrn Brügemann jedoch verschwieg man wohlweislich die Antwort). Gleichzeitig bemerkte sie, so quasi nebenbei, dass ihr Mann ein Genie sei und dass Genialität nichts mit Studium und Titel zu tun hätte, denn Genialität hätte man oder nicht! Groteskerweise schrieb sie ihre arroganten Kommentare mit Hand und großen Buchstaben auf die Kopie eines A3 Blattes, auf dem ein Zitat stand, das dem italienischen Abenteurers und Frauenhelden Giacomo Girolamo Casanova (1725-1798) zugeschrieben wird. Ob und in wieweit Casanova auch medizinisch bewandert war, ist fraglich, fest steht dagegen, dass er sich selbst adelte (als Chevalier de Steingalt) und durch seine Memoiren mit stark erotischen Akzent seinerzeit viel von sich reden machte. Das besagte Zitat lautet: Medizin in der Hand eines Einfältigen ist Gift, wie Gift in der Hand eines Weisen zur Medizin wird. Ob dies wohl auch für die zahlreichen Mora-Anwender gilt, die ja, gemäß Angaben des Herstellers, mittels ihrer Geräte nicht nur die pathologischen Schwingungen ihrer Patienten invertieren sondern sie auch gezielt verstärken und somit eine Verschlechterung ihres Zustandes bewirken können, ganz abgesehen von der Möglichkeit sogar noch jedwede Art von Substanzschwingungen, also auch toxische, einzuschwingen.

Wer sich als Therapeut zum Einstieg in den elektronischen Schamanismus entschließt, dem sei eine gründliche Orientierung vor Kauf empfohlen, denn inzwischen gibt es weit mehr als ein Dutzend Hersteller und dies, wie bereits erwähnt, bei steigender Tendenz und unterschiedlichem Preisniveau. Dass sich dabei auch die Abgrenzungsbemühungen durch klangvolle Namen intensivieren, braucht wohl nicht besonders betont zu werden, denn auch dafür sind der Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Während der eine die Biosignale gleich dual moduliert und die „Biosignalmodulation“ als das herausragende Therapiekonzept propagiert, werden mit einem anderen Gerät die „Urblockaden“ geknackt, oder man schwingt von Anfang an kräftig die Preisfahne nach dem Motto „Gute Bioresonanz muss nicht teuer sein“ und bietet sein “ Bioswing“ auch zum entsprechenden Tiefpreis an. Wer jedoch mit niedrigen Preisen argumentiert ist von vornherein im Nachteil, denn nicht nur Autos sondern auch Bioresonanzgeräte sind Sache des Prestige! Teure Geräte erhöhen die Erwartungshaltung und den Glauben an ihre Wirksamkeit. Dies gilt natürlich auch für die Hersteller und genialen Erfinder, ihr Selbstbewusstsein steigt mit der Autoklasse, ohne Porsche kommt selbst der Konstrukteur des ersten Mora-Gerätes nicht aus. Ein Nachzügler, der erst 1996 die Bioresonanzmanege mit einer Neuentwicklung betrat, wirbt nun mit den Vorzügen der Bioresonanztherapie der „2. Generation“. Das Gerät heißt „Bionetic 1200 clear„. Vermutlich erschien dem Hersteller sogar die Nähe bzw. Anlehnung an eine scientologische Terminologie als besonders vorteilhaft, denn von „Bionetic“ zu „Dianetic“ ist es nicht weit und dass man nach der Bioresonanz-Behandlung zumindest pathologisch „clear“ ist, versteht sich von selbst! In der neuesten Version wurde allerdings die Bezeichnung clear durch plus ersetzt, vermutlich weil das Gerät jetzt zusätzlich mit einem Laser ausgestattet ist und auch sonst noch einige technische Änderungen wie z. B. höhere Abschwächungen (bis -200) erfuhr. Das derzeitige Schlusslicht der psycho-apparativen Parade bildet das Auralon-Color, ein kleines tragbares Gerät zur Farb-Informations-Therapie, das zusätzlich noch Magnetfeldschwingungen im ELF-Bereich (bis 100Hz) sowie einen Softlaser äußerst geringer Intensität beinhaltet. Es handelt sich dabei um eine Nachahmung der Ideen von Dr. Ludwig, dessen Geräte Medicur-Color und Cepes-Softlaser bei Auralon zu einem einzigen kompakten Gerät vereinigt wurden. Die Anwendungsempfehlungen sind aus dem Buch von Christa Muths „Farb-Therapie“ größtenteils abgeschrieben.

Trotz aller erdenklichen und hoch wissenschaftlich klingenden Erklärungsmodelle und krampfhafter Versuche einer wissenschaftlichen Beweisführung basieren all diese Therapien weit mehr auf imaginären Funktionsmodellen und konstruierten Glaubenssätzen (Zuschreibungen) als auf irgendwelchen wissenschaftlich fundierten Parametern. Das Verhalten der Hersteller und Exponenten in dieser Hinsicht ist unlogisch und schwer verständlich, denn science fiction erschafft ja noch keine scientific facts! Sie würden auch kaum von Nutzen und am wenigsten für die Sache selbst sein. Wäre nämlich das vorgegebene physikalische Funktionsmodell tatsächlich wissenschaftlich beweisbar, so müssten die Geräte aus den bereits genannten Gründen umgehend aus dem Verkehr gezogen werden. Doch keine Sorge, die rein physikalischen Beweise werden noch lange ausstehen. Diese Therapieformen sind, wie auch all die zahlreichen Derivate, die sich heute um den Begriff der Bioresonanz scharen und den Namen Morell für eigene kommerzielle Zwecke missbrauchen, nichts anderes als psycho-apparative Konzepte in mehr oder weniger gelungener Form und Ausstattung. Daran ändern auch exogene Zusatzschwingungen in Form von Magnetfeldern oder Lasern nicht viel, die zwar der Unterstützung dienen mögen, jedoch im Gesamtgeschehen kaum mehr als nur eine glaubensstärkende Rolle spielen. Zu berücksichtigen gilt ferner, dass das Bewusstsein im Sinne eines overriding device funktioniert und damit grundsätzlich Priorität über die äußere materielle Wirklichkeit dieser Verfahren hat.

Ihre Wirkungsmechanismen stehen, wie bereits dargelegt, mit der Funktionsweise des menschlichen Organismus in direktem Zusammenhang und nicht mit irgendeiner neuartigen technischen Konstruktion oder elektronischen Verarbeitung imaginärer Größen in speziellen Geräten. Die Radioniker wussten um diese Phänomene schon immer, auch De la Warr in England scheute sich nie, in seinen Publikationen die Bedeutung der mentalen Komponente hervorzuheben (De la Warr, The Power of Thought, Oxford 1961). Vermutlich ist es sogar ihm zu verdanken, dass die Radionik heute auf einem geistigen und nicht mehr auf einem physikalischen Modell ruht wie noch zu Zeiten Abrams, der seine Methode als „Electronic Reactions of Abrams“ (ERA) bezeichnete. Das Herausstellen der nichtmateriellen Komponente dürfte einer der wesentlichen Gründe dafür sein, dass das Gebiet der Radionik immer mehr Beachtung findet und radionische Instrumente nun auch in Deutschland gebaut werden. Doch abgesehen davon bietet die Radionik noch andere Vorteile wie z.B. die Möglichkeit der Fernbehandlung, was natürlich grundsätzlich auch mit jedem Bioresonanz-Gerät möglich ist. Doch dies wird wohlweislich verschwiegen, denn mit dem Zugeständnis, das auch Fernbehandlung damit möglich sei, würde das pseudophysikalische Bild der Bioresonanz ein für allemal zusammenbrechen!

Den Geräten selbst, d. h. ohne bewusstseinsrelevanten Faktoren irgendeine Wirksamkeit zuzuschreiben, ist ebenso widersinnig als Gerüchten zu glauben, von den Geräten gingen negative Schwingungen aus oder noch schlimmer, im Bicom-Gerät seien sogar scientologische Informationen untergebracht. Wer einen derartigen Unsinn verbreitet, setzt entweder mutmaßlich Gerüchte zum Schaden anderer in Umlauf oder hat schlicht und einfach das geistige Prinzip all dieser Verfahren überhaupt nicht verstanden. Es sei hier nochmals betont:

Nicht die äußere Realität oder gar die elektronische Verarbeitung irgendwelcher Schwingungen in einem Gerät, sondern die Verankerung des geistigen Konzeptes (das innere Bild) und die Überzeugung des Anwenders sind die charakteristischen Merkmale aller (psycho-apparativen) Therapieformen.

Was Sie wissen, ist, was Sie wissen – und den Mut haben, zu wissen und zu äußern, was Sie beobachtet haben. Das ist Integrität und es gibt keine andere Integrität.
Ron L. Hubbard

Diese Phänomene der geistigen Ebene sind Metaphysikern seit langem bekannt und werden seit eh und je auch in anderen Ländern und Kulturbereichen vom Medizinmann bis hin zum Schamanen mit den jeweils zeitgemäßen Mitteln und Ritualen genutzt. Auch die Schulmedizin bedient sich (auf Grund der polaren Aspekte der menschlichen Wirklichkeit) dieser Gesetzmäßigkeiten. Sie sind nicht neu für die Welt, wohl aber immer wieder neu für den Einzelnen, und vor allem für all diejenigen, die bisher nur die rein materiellen Aspekte der Wirklichkeit berücksichtigt und so die dahinterliegenden symbolischen Kräfte der geistigen Ebene nicht haben erkennen können. Das Prinzip der Mora- und Bioresonanz-Therapien ist durch ihre Protagonisten Brügemann und Morell zwangsläufig mit dem scientologischen Gedankengut verbunden. Es wäre unlogisch, wollte man nun aus diesem Grunde die Therapie in Frage stellen. Wenn etwas gut ist, dann auch, wenn die dahinter liegende, ursprüngliche Idee von Scientologen stammt. Ganz abgesehen davon, dass einzelne Mitglieder auch nicht die Organisation als solche repräsentieren. Wer allerdings zur Methode ja sagt, und das scheinen inzwischen ja Tausende zu sein, der sollte ihren Ursprung und vor allem das geistige Wirkungsprinzip nicht leugnen!

Was die Zukunft betrifft, so wäre es wünschenswert, wenn Hersteller und Exponenten psycho-apparativer Verfahren vom Typ Mora /Bioresonanz nicht nur für die psychischen Komponenten offen einstehen und ihre Erklärungsmodelle entsprechend revidieren, sondern auch ihre gesamte Konzeption einmal einer gründlichen Prüfung unterziehen würden. Das gleiche Prinzip in immer aufwendigerer Form und mit neuem unnötigem Zubehör und Schnickschnack zu variieren oder mit teuren Zusatzgeräten weiter zu verkomplizieren ist weit mehr Rückschritt als Fortschritt und schadet beim näheren Betrachten der ganzen Sache am meisten. Doch wer gibt schon freiwillig zu, dass er fast zwei Jahrzehnte lang pseudophysikalischen Unsinn gelehrt und die Therapeuten damit hinters Licht geführt hat. Das Grundprinzip dieser Therapieform ist die (geistige) Invertierung mittels eines physikalischen Gerätes (materieller Repräsentant im Außen), hierin liegt ihr ganzes Geheimnis. Morell selbst äußerte sich einmal zur Frage über die Funktionsweise der Mora-Therapie wie folgt: Je wortreicher die Antwort, desto geringer das Wissen um die dahinter liegenden Gesetzmäßigkeiten. Überträgt man das Morell’sche Prinzip der Therapie mit patienteneigenen Schwingungen auf die Akupunktur, so entspricht es einem einzigen Nadelstich, der alles reguliert. Das Geniale ist immer das Einfache!

Der so oft zitierte Paradigmenwechsel wird sich weder durch Missbrauch wissenschaftlicher Termini noch durch Verschleierung der auf psychischer Ebene ablaufenden Vorgänge vollziehen. Argumente oder Modelle, die derzeit wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen widersprechen, haben keine Chance irgend etwas zu bewirken. Im Gegenteil, sie sind nicht nur ein Hindernis für brauchbare Forschungsansätze, sondern verhindern auch die Akzeptanz und Verbreitung der Methode. Elektromagnetische Schwingungen wie auch andere definierte physikalische Größen sind nun mal messbar, wie sonst könnte man wissen, dass es sich überhaupt um solche handelt! Mit anderen Worten, das aktuelle Erklärungsmodell der Bioresonanz ist nichts mehr als pure Spiegelfechterei.

Andererseits dürfte sich die gesamte Thematik über kurz oder lang von selbst erledigen. Während die bisherigen Exponenten dieser Therapieform vermutlich noch lange ihren Tanz um das goldene Kalb weiterführen und an ihren pseudophysikalischen Thesen festhalten, gibt es immer mehr Ärzte und Wissenschaftler, die den bewusstseinsrelevanten Prozessen einen gewichtigen, wenn nicht sogar vorrangigen Platz im therapeutischen Geschehen einräumen und dies auch offen zum Ausdruck bringen. Hinzu kommen die modernen Mittel der elektronischen Kommunikation, die wie nie zuvor eine Verbindung zwischen Elektronik und Bewusstsein ermöglichen. Dank diesen neuen Gegebenheiten wird sich auch eine andere Generation von biophysikalischen Therapieverfahren bilden, bei denen die geistigen Prozesse als integraler Bestandteil von vornherein akzeptiert werden. Dazu gehören sowohl rein virtuelle, als auch psychobiophysikalische Konzepte, die je nach Einsatzbereich noch mit dazu passenden physikalischen Größen wie z.B. Laser oder Magnetfeld ausgestattet sein können.

Inwieweit diese jedoch auch die Heilungsprozesse unterstützen, bzw. ihre Wirkung, selbst bei höherer Intensität, ebenso nur auf psychophysische Interaktionen zurückzuführen sind, wird sich wohl nie ganz eindeutig feststellen lassen. Die Rolle des Bewusstseins lässt sich nämlich weder aus dem therapeutischen noch aus dem analysierenden Geschehen ausklammern. Die Wirklichkeit des Menschen setzt sich nun mal aus den polaren Aspekten „materielle Außenwelt“ und „geistige Innenwelt“ zusammen, in der er selbst als psycho-physische Einheit funktioniert. Jeder Therapeut bringt damit auch immer seine eigenen Erwartungen und Vorstellungen mit ein und ist damit ebenso inhärenter Teil der Therapie wie auch jeder Analysierende Teil der Analyse ist. Somit wird erst durch den Therapeuten eine Behandlung ganzheitlich und nicht durch ein technisches Gerät oder ein chemisches Produkt alleine!

Erklärungsmodelle, die die Rolle des Bewusstseins und damit die Polarität der menschlichen Wirklichkeit außer acht lassen, sind weder als ganzheitlich noch als vollständig zu betrachten, denn sie spiegeln letztendlich immer nur einen Teil des Ganzen wider. Eine Gesetzmäßigkeit, die sowohl die Schulmedizin als auch die Naturheilkunde betrifft. Ganzheitlich im Sinne der Medizin heißt, den Menschen als psycho-physische Einheit zu sehen und ihn so auch zu behandeln. Jeder Therapeut muss deshalb die aus seiner Sicht erforderliche Behandlung auch selbst bestimmen. Dabei können je nach Fall sowohl chemische, mechanische, physikalische oder psycho-apparative oder rein geistige Methoden zur Anwendung gelangen. Den Patienten jedenfalls wäre es, im Gegensatz zu den Krankenkassen, doch wohl völlig gleichgültig, ob sie wissenschaftlich anerkannt oder psycho-apparativ oder sonst wie geheilt werden, vorausgesetzt natürlich, dass sie es auch wirklich werden!


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Nachtrag

Die Bioresonanz-Therapien haben sich inzwischen weiter ausgebreitet, vor allem das Ausland interessiert sich in verstärktem Maße für diese angeblich noch immer „an der Spitze des Fortschritts“ stehende biophysikalische Therapieform. Zum Glück, denn ohne das Exportgeschäft würde es für manche Hersteller recht düster aussehen. Weltweit dürfte Deutschland sogar an erster Stelle im Export von ‚Glaubensverstärkern‘ stehen. Demzufolge wird auch von den meisten Firmen das Internet als Tor zur Welt genutzt – mit aufwändigen Homepages und in mehreren Sprachen. Doch was unter dem Deckmantel der Pseudowissenschaft seit nahezu einem Vierteljahrhundert propagiert wird, ist im Grunde genommen nichts anderes als RADIONIK pur, nur auf einem viel höheren Preisniveau und mit dem Unterschied, dass die wenigsten Anwender sich darüber im Klaren sind.

Auf eine detaillierte Aktualisierung des Insider-Reports wurde jedoch verzichtet, da sich im Wesentlichen in der Vorgehensweise nicht viel geändert hat. Was sollte sich auch, wenn man als physikalischer Falschfahrer unterwegs ist und noch immer recht gut dabei fährt. Noblesse oblige, und so wird in glanzvollen Broschüren sowie mit attraktiver Internet-Präsenz die Technik als wichtiges Kriterium herausgestellt und durch pseudophysikalische Funktionsmodelle untermauert. Damit lässt sich nicht nur Wissenschaftlichkeit vortäuschen, sondern auch die teils hohen Preise der Geräte besser rechtfertigen, schlussendlich bedingt (moderne) Technologie entsprechenden Entwicklungsaufwand. Gleiches gilt auch für viele neue Anbieter, deren Geräte zwar nach dem Bioresonanz-Prinzip funktionieren, aber durch geschickte pseudophysikalische Darstellung oft nicht einmal als solche erkennbar sind. Einige bieten sie sogar als Ergänzung zur Bioresonanz an. Die Folge: Therapeuten erweitern ihre vorhandene Ausrüstung mit derartigen Geräten, überzeugt davon, dass sich der Behandlungserfolg damit erhöhen lässt. Und genau so ist es, denn der Glaube versetzt Berge!

Neuerdings geht der Trend in Richtung Automatik, d.h. softwaregesteuerte Programme testen und therapieren automatisch – der Einstieg in die Sciencefiction-Welt ist quasi perfekt. An die im Bereich des Bewusstseins liegenden Wirkfaktoren traut sich im Lager der Bioresonanz allerdings kaum jemand heran, da fehlt immer noch jedweder Hinweis. Warum auch, wenn Pseudophysik nach wie vor akzeptiert wird und Wissenschaftsgläubigkeit in diesem Bereich eher zu- als abnimmt. Begrüßenswert in dieser Hinsicht ist allerdings ein bereits vor Jahren in England erschienener Bericht der Wissenschaftler Hodges und Scofield, die gerade die Problematik der bedienerabhängigen Systeme ganz offen ansprechen. Die deutsche Übersetzung ‚Wie Heilung geschieht‘ ist hier abrufbar (siehe Inhaltsverzeichnis links unten) und die englische Originalversion ‚The Healing Effect‘ unter: www.felfield.u-net.com/unifying%20prin.htm.

Abschließend sei noch auf einige Publikationen aus dem Lager der Bioresonanz-Gegner hingewiesen. Mit massiver Kritik und Tatsachenverdrehung, aber auch mit Diffamierung wird da nicht gespart. Deshalb sei ausdrücklich betont, dass sich der Autor des hier vorliegenden Insider-Reports von dieser Art der Darstellung distanziert, sie jedoch als Informationsquelle sowie zur persönlichen Meinungsbildung als wichtig erachtet. Da gibt es z.B. den Kreis der ‚Quackwächter‘. Diese selbsternannten Wächter sind im Allgemeinen rein materiell ausgerichtete Hardliner, die für sich das Privileg in Anspruch nehmen, im Besitz der allein gültigen Wahrheit zu sein. Während sich früher die Angriffe seitens der naturwissenschaftlichen Dogmatiker nur in Form von Artikeln in schulmedizinischen Fachzeitschriften sowie in dem Buch ‚Die andere Medizin‘ der Stiftung Warentest beschränkten, brachte Roland Ziegler (VRZ-Verlag in D-66707 Weiskirchen) 1998 als erste Ausgabe in der Reihe ‚Alternativmedizin kritisch betrachtet‘ eine 75-seitige Broschüre zum Thema Bioresonanz heraus, in der die Therapie aus rein materieller Sicht beurteilt wurde, und die konsequenterweise in einem vernichtenden Urteil für diese Therapieform endete. Dieser Buchserie scheint jedoch nicht der gewünschte Erfolg beschieden gewesen zu sein, denn die Serie wurde im Juli 2002 eingestellt. Grund: Gerichtliche Auseinandersetzungen sowie andere Schwierigkleiten, die den Autor veranlassten, die Publikation in dieser Form nicht fortzusetzen ).

Doch weit gefehlt, wer glaubt, dass das Werk nun außer Handel sei. Unter dem Titel: „Bioresonanz unter der Lupe“ kann in neuer erweiterter Form eine CD-ROM für EUR 10.00 per eMail bestellt werden /specialedition.htm). Herausgeber: Informationsgemeinschaft Paramedizin-Lexikon, Sarajevo/Bosnien. Auch darin wird die Bioresonanz und ihre Vertreter in jedweder Form diskreditiert. So wird z.B. der Versuch unternommen, Dr. Franz Morell nun auch noch mit dem Leibarzt von Hitler, Dr. Theodor Morell, in Verbindung zu bringen. Dabei werden allerlei Spekulationen angestellt und die Möglichkeit erwogen, dass er ggf. sein Sohn sein könne, zumal das Gegenteil bis heute nicht bewiesen sei. Was für eine absurde Idee, wer sollte schon so einen Unsinn beweisen wollen, denn der Vater von Dr. Franz Morell hieß Heinz-Emmrich und war Bankier. Im Gegenzug wird der Elektroniker Erich Rasche aufgewertet und zum Dipl.-Ing. gekürt, obwohl er nie ein derartiges Diplom erworben hat. Einmal mehr der Beweis, dass die Pamphletisten doch über recht wenig Hintergrundwissen verfügen.

In dieser Stelle sei auch auf das umfangreiche Werk von Colin Goldner „Die Psycho-Szene“, hingewiesen. Es ist in dem linksorientierten Alibri-Verlag erschienen, und nimmt die Gepflogenheiten und Methoden der esoterischen Therapieszene kritisch unter die Lupe (ISBN 3-932710-25-8). Dass auch darin der Bioresonanz-Therapie und ähnlich funktionierenden Verfahren ein kurzes Kapitel mit negativer Kritik gewidmet ist, braucht niemand zu wundern. Allerdings wirft der Autor einige Termini durcheinander und demonstriert damit wenig Kenntnis im gerätetechnischen Bereich. Auch scheint ihm profundes Hintergrundwissen der gesamten Bioresonanz-Szene zu fehlen.

Diese negative Beurteilung seitens der Gegner ist kaum verwunderlich, die Protagonisten der Bioresonanz-Szene haben sie mit ihrer esoterischen Physik selbst verursacht. Doch die wenigsten scheint dies bisher zu beunruhigen, denn durch die Polarisierung der beiden Lager, wettert der eine gegen den anderen und kaum einer ist bereit, über seinen eigenen Zaun zu schauen oder nach dem Warum zu fragen. Vermutlich dürfte sich daran auch so schnell nichts ändern und schon gar nicht, solange niemand ernsthaft daran interessiert ist, die Phänomene der geistigen Ebene im Detail zu erforschen. Die Kritik der Hardliner hat zwar bisher recht wenig bewirkt, außer vielleicht Applaus in den eigenen Reihen, doch ist sie in zweifacher Hinsicht auch für die Gegenseite interessant. Zum einen, weil sie ein Pendant zu dem hier veröffentlichten ‚Insider-Report‘ darstellt, und zum anderen, weil sie die einseitigen Bewertungskriterien der Gegner recht deutlich zeigt.

Eine rein materiell ausgerichtete Betrachtungsweise erfasst eben nur einen Teil der menschlichen Wirklichkeit, und somit ist die Schulmedizin (zumindest aus ganzheitlicher Sicht) eine Außenseitermethode, vernachlässigt sie doch die bewusstseinsrelevanten Aspekte des Lebens. In diesem Zusammenhang sei u.a. auch auf den Bericht des Autors ‚Im Nirvana der Biophysik‘ hingewiesen, den Sie hier anklicken können. Eine alte lateinische Spruchweisheit besagt: Irren ist menschlich, im Irrtum verharren jedoch teuflisch (Errare humanum est, perseverare autem diabolicum). Ob wohl beide Seiten, d.h. Pseudophysiker und Dogmatiker eines Tages das Nachsehen haben werden?

Bioresonanz & Co. im Internet

Die klassischen Firmen:

Bicom-Regumed: http://www.bioresonanz.com

Mora-Med-Tronik: http://www.med-tronik.de

VEGA:

Bioresonanz und Derivate (eine Auswahl)

http://www.holimed.de

http://www.bioresonanz.net

http://www.netvet.at/biores.html (Biosignalmodulation)

(Duale Biosignal – Modulation)

http://www.vitatec.com

http://www.ams-ag.de (Dr. W. Ludwig)

http://www.bioenergetik.com/index.html (Rayonex)

http://www.mdt.ch (Advantus)

http://shop.radionik.com (Bioresonanz&Radionik)

http://www.kindling.de

Gesellschaften:

Internationale ÄrzteGesellschaft für Biophysikalische Informations-Therapie (BIT)

http://www.bit-org.de

Europäische Heilpraktiker-Gesellschaft für Biokybernetische Medizin und verwandte

Verfahren (EHPGBM) e.V.,

 

Anhang:

Die ersten Anzeichen für eine Wende sind bereits deutlich zu erkennen. Zum einen sprechen sich immer mehr Patienten für Naturheilverfahren, sprich sanfte Medizin aus und zum anderen überflügelt in Kreisen der Alternativ- Medizin die Radionik die Bioresonanz. Waren es seit Mitte letzten Jahrhunderts die mit moderner Elektronik ausgestatteten Geräte, die die jahrzehntealten „black boxes“ der Radionik ins Abseits drängten, so ist es seit Beginn des neuen Jahrtausends die Software der Radionik, die Furore macht. Die moderne Radionik ist Computer gestützt und der Einstieg in ein sonst recht zeitaufwändiges Verfahren ist so einfach wie nie zuvor geworden. Dass bereits einige Hersteller von virtuellen Test- und Therapieprogrammen auch gleich die Bioresonanz-Funktionen integriert oder gar erweitert haben, ist mehr als legitim, denn Bioresonanz und Radionik unterliegen den gleichen eistigen Gesetzmäßigkeiten. Die Radionik hat hier leichtes Spiel, nur umgekehrt geht es nicht, es sei denn, die Vertreter der Bioresonanz und Co. würden endlich zugeben, auch nur mental zu arbeiten. Ein Anbieter, der das Funktionsprinzip dieser Methoden seit langem durchschaut hat, wirbt auf seiner Homepage (www.bioresonanz.net) sogar schon mit einer Downloadversion für eine virtuelle Bioresonanz. Mit anderen Worten: Was bei den bekannten Herstellerfirmen ab 10.000,– Euro erhältlich ist, kann dort für weit unter 1000,– Euro bezogen werden, mit Funktionserweiterung noch obendrein. Auf seiner Homepage wird mit folgendem Slogan dafür geworben: Radionik ist Bioresonanz“, doch wenn schon ein Werbespruch, dann doch wohl eher umgekehrt: „Bioresonanz ist Radionik“! Allerdings sei dahin gestellt, ob dies überhaupt eine sinnvolle Methode ist, denn wenn schon ohne Gerät und nur über Bildschirm gearbeitet werden soll, dann nicht unbedingt auf Basis der Bioresonanz-Methode, da gibt es weit attraktivere Konzepte, die virtuell umgesetzt werden können.

Wie dem auch sei, der Trend der Brache zu virtuellen Test- und Therapiewelten ist unverkennbar. Dank verlockender Werbemaßnahmen der etablierten Hersteller mögen zwar viele noch immer mit der Anschaffung von teuren Bioresonanz-Geräten liebäugeln, ja sie sogar als unentbehrlich für ihren therapeutischen Erfolg sehen, doch früher oder später werden diese Geräte einer neuen Generation Platz machen müssen. Bleibt nur zu hoffen, dass Hersteller und Anwender dann ohne pseudophysikalischen Unsinn in der Postulierung der Funktionsmodelle auskommen.

© 1997 – 2003 Hermann Grösser – Alle Rechte
vorbehalten.

Rechtlicher Hinweis / Disclaimer: Dieser Report wurde sorgfältig recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen verfasst, dennoch kann der Autor keine Gewähr für die absolute Richtigkeit des Inhaltes geben.

Hinweis: Ausdrucken verletzt das Copyright.

Ein Ausdruck kann gegen € 12.50 beim Radionik
Verlag angefordert werden.

 

Der Autor und der Radionik Verlag freuen sich über Kommentare. Bitte klicken Sie rechts auf das Kontanktformular.

 

Anhang:

Einsatzmöglichkeiten und Indikationen der Bioresonanz-Therapie1

Alle bisher bekannten Indikationen der Homöopathie und Akupunktur bzw. der biologischen Medizin. Vorallem auch chronisch-degenerative Erkrankungen, Rheuma, Immunschwäche, Allergien, besonders auch bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Schmerzzustände aller Art: Nervenschmerzen, Neuralgien des rheumatischen Formenkreises, durch Tumore verursachte Schmerzen, prä- und postoperative Schmerzbehandlung.

Verkürzte Wundheilung: Verletzungen aller Art, postoperative Behandlung.

Organerkrankungen: Asthma, Bronchitis, Gastritis, Duodenitis, Ulcus, Schmerz durch Malignome; es können alle Organe und Organsysteme therapeutisch beeinflusst werden.

Einige Diagnosen, bei denen gute Erfolge erzielt werden: Migräne, chronische und akute Erkrankungen des Lymphsystems; Herz- und Kreislauferkrankungen, Pankreatitis; Mamma- und Ovarialzysten, Diabetes bei Erwachsenen und Kindern; Cystitis, Nephritis; Narbenstörfelder, prä- und postoperative Behandlungen im zahnärztlichen Bereich; Schlafstörungen; nahezu alle Arten toxischer Belastung und ihre Entgiftung; Infektneigung
bei Kindern; Epikondylitis und vieles mehr.

 

Literaturnachweis:

Pro Bioresonanz:

Bischof, M. Heilung auf eigener Welle Esotera 7/88
Braun v. Gladiss, K.-H. Ganzheitliche Medizin Südergellersen, 1991
Brügemann, H. (Hrsg.) Diagnose- und Therapieverfahren im ultrafeinenBio-Energie-Bereich
Bioresonanz- und Multiresonanz-Therapie
Danze, J.-M. Le Système MORA ou le rationnel en
médecineénergétique
EHK2 Bioresonanztherapie EHK Heft 3a/1989
Schwerpunktthema Bioresonanz EHK Heft 3a/1994
Hanzl, G. S. Von der morphologischen zur kybernetischen Medizin
-über die bevorstehende Revolution
wissenschaftlichenDenkens
EHK, Heft 1/1989
Herrmann, E. ZDN-Dokumentation, Band IV Essen, 1993
Kenyon, J. N. Modern techniques of Acupuncture, Volume 3 UK 1985
Köhler, B. ZDN-Dokumentation, Band V/2 Essen, 1993
Bioresonanz-Therapie-Einführungin die Quantenmedizin Stuttgart, 1992
Biophysikalische Informations-Therapie Stuttgart, 1997
Kokoschinegg, P. Mora-Therapie EHK Heft 5/1990
Konzelmann, H. Biosignalmodulation Ulmer-Verlag, Tuningen
Kuhlmann, D. (Hrsg) Bioresonanz-Therapie für die Praxis Köln 1996
Langreder, W. Heilung durch mikroelektronisch verbesserte Medizin München 1989
Mikro-Magnetische-Medizin Sauerlach, 1991
Leonhardt, H. Grundlagen der EAV nach Voll Uelzen, 1977
Ludwig, W. Die Bioresonanz-Therapie raum&zeit 41/89
S I T – System-Informations-Therapie Balingen, 1994
Morell, F. Die Mora-Therapie – Therapie mit
körpereigenenSchwingungen
Sonderdruck derBrügemann GmbH,3. Aufl. 1979(Mora-Basis-Info)
MORA-Therapie, Patienteneigene- und Farblicht–Schwingungen, Konzept und Praxis Heidelberg, 1987
10 Jahre MORA-Therapie EHK 3/88
Schumacher, P. Biophysikalische Allergie-Therapie Brügemann Institut
Volkmer, D. Jenseits der Molaren Bruchsal, 1988
Will, R.D. Bioresonanz-Therapie Wiesbaden 1995

 

Contra Bioresonanz:

Bircher/Pichler/ Wütherich Bioresonanztherapien, Ein Tummelplatz für
Scharlatane?
Med.-Tribune, 21.04.1995
Focus Magazin Mystische Verfahren 3/1994
ÖKO-TEST Wegweiser Alternativmedizin 7/1993
Ostendorf, G.-M. Bioenergetische Medizin Ärzte-ZeitungNr. 114 vom 21/22.6.1991
Kritik an bioenergetischer oder biokybernetischerMedizin natura-med, 6/91
Mystische Apparatemedizin natura-med, 4 und 5/1993
Oepen, I (Hrsg.) Unkonventionelle medizinische Verfahren Stuttgart, 1993
Harmonie zwischen Körper und Geist Skeptiker, 3/95
Schwing, C. Bioresonanz-oder Mora-Therapie:Viel Lärm um nichts Ä-Z. Nr. 30/1989
Seichert, N. EAV – Das ist Magie und Scharlatanerie Medical Tribune, 23.12.1994
Elektrotherapie – Elektromythologie? L-R-O Dez. 1994
Interview in Placebo Feb. 1995
Spiegel Magazin Milliarden für Wunderheiler Nr. 21 vom 19.5.1997
Staehle H. J. Scientology und Alternativmedizin Zahnärztliche Mitteilungen1.6.97
Stern Magazin Alternative Medizin im Test 49/ 1991
Stiftung Warentest Die Andere Medizin,Nutzen und Risiken sanfter Heilmittel Berlin 1991
Warnke, U. Bioresonanztherapie – Wunsch und Wirklichkeit
Medizin Transparent 2/96

 

Radionik:

Copen, B. Radionics Volume 1& 2, UK, 1974/1976
Day, L./ De la Warr, G. Beyond the Atom UK, 1956
Matter in the Making London 1966
Dower, A.L.G. Healing with Radionics UK, 1980
Hartman, J. Shamanism for the New-Age USA, 1987
Mac Ivor,V./La Forest, S. Vibrations – Healing through Color,Homeopathy and Radionics USA, 1979
Reyner, H.J. Psionic Medecine London, 1974
Russel, E.W. Report on Radionics London, 1973
Tansley, D.V. Radionics: Science or Magic? UK, 1982
Westlake, A.T. The Pattern of Health UK, 1985

 

Diverse:

Aulas, J.-J. Les Médecines Douces Paris, 1993
Davies, P.C.W. & Brown J.R. Der Geist im Atom Frankfurt, 1993
Endler, P.C. & Schulte J. Ultra High Dilution Dordrecht, 1994
Gayer, Horst Über die Dummheit Göttingen, 1954
Lakhovsky, G. Das Geheimnis des Lebens München, 1932
L’Eternité, la vie et la mort Paris, 1932
Laszlo, E. Wissenschaft und Wirklichkeit Frankfurt/M. 1994
Kosmische Kreativität Frankfurt, 1997
Meckelburg, E. PSI-Agenten München, 1994
Meek, G. W. Healers and the Healing Process Weathon, USA, 1977
Murphy, M. Der Quantenmensch Wessobrun, 1994
Nüchtern, M. Medizin, Magie und Moral Stuttgart, 1995
Pietschmann, H. Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte Stuttgart, 1990
Aufbruch in neue Wirklichkeiten Stuttgart, 1997
Schiff, M. The Memory of Water London, 1995
Senkowski, E. Instrumentelle Transkommunikation Frankfurt, 1995
Silva, R. Magie in der Medizin, gestern und heute Genf, 1975
Stelter, A. PSI-Heilung, Parapsychologie und Medizin München 1988
Warnke, U. Der Mensch und die 3. Kraft Saarbrücken, 1994
Gehirn-Magie Saarbrücken, 1997
Watzlawick, P. (Hrsg.) Die Erfundene Wirklichkeit München, 1985
Wiesendanger, H. Das große Buch vom geistigen Heilen München 1996
Wolf, F.R. Körper Geist und neue Physik München, 1989

 

Scientology:

Church of Scientology Was ist Scientologie? new-era Public. Intern. Aps.
Haack, F.-W. Scientology – Magie des 20 Jahrhunderts München 1991
Hubbard, L. R. Dianetics, The Modern Scienceof Mental Health (Scientology-Bestseller)
Hartwig, R. Scientology Ich klage an! Augsburg, 1994
Lamont, S. Religion Inc. The Church of Scientology London 1986

 

Technische:

Brockhaus Naturwissenschaften und Technik Wiesbaden, 1983
Enders, B. Lexikon der Musik-Elektronik Mainz, 1985
Höhn, E. Elektronische Musik München 1979
Müller/Gräfe/Falkenhagen Grundriss der Physik für Medizineru. med. Berufe Berlin 1990
Steuernagel, O. Skripten zur Elektrotherapie 6 Bände, Boppard, 1991
Veit, I. Technische Akustik Würzburg, 1974

Fußnoten:

  1. Brügemann Institut Homepage, Internet Orginaltext, Auszug vom 04/11/96
  2. EHK Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde des Haug-Verlags, Heidelberg

© 08.2003 Radionik Verlag

 

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(9) comments

Radionik 03/03/2012

Danke für diesen wirklich sehr informativen und guten Artikel. Insbesondere gefällt mir, dass dieser sehr objektiv verfasst worden ist.
Herzliche Grüße aus München
Rainer

Reply
Hans-Peter Schabert 10/20/2014

Ich bin sehr beeindruckt von der Sorgfältigkeit der Recherchen. Eine großartige Leistung.

Reply

Herzlichen Dank für den sachlichen Artikel zu einem teilweise umstrittenen Thema.
Ich arbeite u.a. in meiner Praxis seit fast 20 Jahren mit Bioresonanz – zusätzlich zu klassischen naturheilkundlichen Therapien und (leider) oft experimentell (ohne Berechnung), weil ich einfach an den Möglichkeiten und Grenzen der Therapie interessiert bin.
Bei allen o.g. Problematiken ist es ratsam, das Mittel dieser Therapie einzusetzen, wobei ich bei denjenigen, die rein materielle Behandlung wünschen, auch nicht missionarisch tätigt bin. Bei allen, die dem “Versuch” Bioresonanz zu integrieren aufgeschlossen sind, biete ich diese Möglichkeit zusätzlich an und die Fragen “ist es normal, dass mein Urin nach einer Behandlung so dunkel ist und stark riechend…?” zeigt doch, dass etwas passiert.
Es ist und bleibt jedoch wichtig, dass sowohl Patient als auch Behandler die Therapie ernst nehmen und nach bestem Wissen und Gefühl einsetzen und annehmen.
Ich hoffe, dass sich immer mehr Menschen für diese Möglichkeit interessieren und sie einfach einmal versuchen: für den Einen ist’s was und für den anderen eben nicht.
Wie schon jemand sagte: Ich weiß, dass Regen naß macht. Ich brauche keinen wissenschaftlichen Beweis, um dann besser einen Schirm mitzunehmen.

Reply

    Hallo Frau König,

    natürlich funktioniert Bioresonanz, wobei es darauf ankommt, dass der Anwender sich der Dinge bewusst ist, die dahinter stehen. Der Sinn des Artikels besteht ja nicht darin, Bioresonanz abzuwerten oder gar zu entwerten, sondern darin, sie richtig einzuordnen: in die Radionik nämlich.

    Allein die Tatsache, dass verschiedene Therapeuten mit Bioresonanz unterschiedliche Ergebnisse erzielen, zeigt doch, dass es sich nicht um ein apparatives Verfahen handeln kann.

    Daher: Bioresosnanz mit den ‘richtigen’ Anwendern‘: top! Bioresonanz mit Werbesprüchen der Industrie und dann dem großen Aha-Erlebnis, wenn heraus kommt, dass technisch gar nicht möglich ist, was behauptet wird: flop!

    Bioresoanz ist eben auch eine Geistesdisziplin!

    LG Claudio Romanazzi

    Reply
Jens Dreyling 01/08/2015

Ein sehr interessanter und im Gegensatz zu vielen anderen Berichten auch ausgewogener Bericht, der auf die unterschiedlichsten Aspekte der Bioresonanz eingeht.

Als in der Steuerberatung tätiger Mensch, der erst vor 3 Wochen mit seiner Ausbildung zum Heilpraktiker begonnen hat, kann ich naturgemäß nur als Laie meine Ansicht und Meinung zu der Thematik schildern.

Seit meinem 10. oder 12. Lebensjahr, also seit 26 bis 28 Jahren ca., leide ich unter Neurodermitis. In all den Jahren konnte mir kein schulmedizinisches Medikament helfen. Im letzten Jahr lernte ich dann die Behandlung mit dem Rayometer kennen. Inzwischen habe ich einen eigenen und nutze diesen regelmäßig. Seitdem hat auch die Neurodermitis erheblich und wesentlich gebessert. Dass Bioresonanz wirkt und funktioniert, was Sie ja nicht bestreiten, äußert sich bei mir darin, dass meine Füße wärmer werden.

Dies ist jetzt ein Erfahrungsbericht eines fachlichen Laien. Und welchen Ursprungs die Bioresonanz nun entstammt oder zu welchem Gebiet sie nun gehört ist dabei für mich von untergeordneter Bedeutung. Für mich ist wichtig, dass die Bioresonanz wirkt und hilft.

Inwiefern könnte mir denn die Radionik bei der Behandlung von Neurodermitis helfen?

Herzliche Grüße,
Jens Dreyling

Reply

    Hallo Jens,

    danke für Ihren ausführlichen Kommentar.

    Schulmedizinische Medikamente können auch gar nicht helfen, denn sie wirken ja nur auf der Symptomebene. Damit würde man sich in eine lebenslange Abhängigkeit begeben. Das
    will wohl niemand.

    Um die Neurodermitis loszuwerden, muss an den Ursachen gearbeitet werden. Um die Ursachen herauszufinden, verwendet die Radionik ihre analytische Abteilung (Radionik = Analyse + gerätegestützte Geistheilung). Diese werden dann nach und nach abgearbeitet (geistheilerisch behandelt, bzw. falsches Denken korrigiert, usw.), bis entweder das Ende der Möglichkeiten (zB Umweltprobleme, Lebensumstände usw.) erreicht oder die Ursache aufgelöst ist.

    Es ist außerdem ein Trugschluss anzunehmen, dass unter den heutigen Lebensbedingungen alles geheilt werden kann. Denn letztere werden weiter schlechter (wie ich ich neulich gelesenhabe, sinkt die Lebenserwartung bereits wieder) und man müsste sich weitgehend abschotten, um dem zu entgehen. Speziell Menschen mit empfindlichen (zB genetischen) Dispoitionen können da sehr betroffen sein.

    Im Artikel wird ausgeführt, dass Bioresonanz nichts anderes als Radionik ist. Damit beantwortet sich Ihre Frage am Schluss des Kommentars. Einzig und allein die Verfahrensweisen unterscheiden sich, wobei ich behaupten möchte, dass analytische Abteilung der klassichen Radionik (Pendel, Rute, Reibeplatte) der Geräteanalyse überlegen ist (meine Meinung).

    Viel Erfolg noch und liebe Grüße
    Claudio Romanazzi

    Reply
Mark 10/08/2015

Ich bin von Quantenheilung und Radionik über DeltaScan, Rife und Hulda Clark nun doch wieder bei Bioresonanz angekommen und wollte mir fast für den privaten Zweck ein gebrauchtes Mora-super Gerät kaufen, um das ein oder andere selbst zu testen (u.a. die Wirksamkeit des Clark-Zappers, den ich seit 2 Monaten im Einsatz habe).
Ich bin wirklich froh, zuvor auf diese Seite gestoßen zu sein! Denn meine Gedanken und Zweifel an einer rein pysikalischen Wirkungsweise wurden hier untermauert. Ja, auch ich wurde von den vielen angeblichen Fachbegriffen der Bioresonanzanbieter „geblendet“ und war beeindruckt. Da ich aber all die fachlichen Erklärungen nicht bin ins Detail verstanden habe, bildete sich der Glaube, das all die wohlkingenden Begriffe schon ihre Richtigkeit haben werden und das Bioresonanzgeräte die Fähigkeit haben „als Maschine“ zu heilen, was zudem durch hinreichende Studien belegt zu sein schien.

Danke daher für die sehr ausführliche und verständliche Darlegung auf dieser Seite! Mir hat das echt geholfen, meine eigene Meinung zu bilden.

Ich werde also doch weiter mit meinen eigenen mentalen Fähigkeiten arbeiten und mich von dem bisherigen eigenen Weg nicht abbringen lassen, mit mentaler Kraft zu heilen; auch wenn es nicht immer so funktioniert, wie ich es mir wünsche!
Herlichen Dank!

Reply

    Hallo Mark,

    danke für diesen tollen Kommentar.

    Ja, genau dafür und für solche Personen ist der dieser Aufsatz geschrieben worden. Super, dass das so geklappt hat.

    Viele Grüße
    Claudio

    Reply

    Bioresonanz-Report – Kommentar von Mark
    HG 17.11.2015
    Der Kommentar von Mark zum Bioresonanz-Report ist aufschlussreich, zeigt er doch wie Therapeuten immer wieder am Suchen sind und von einem System zum anderen wandern, in der Hoffnung, ein Panazea auf materieller Ebene, wie z.B. auf Basis der Physik, zu finden.
    Allerdings habe ich nicht ganz den Schlusskommentar von Mark verstanden, wenn er schreibt, weiter mit seinen mentalen Fähigkeiten arbeiten zu wollen. Nun, ob mit oder ohne Gerät, er arbeitet immer mit seinen geistigen Fähigkeien, bzw. im mentalen Universum. Geist und Materie sind nicht zu trennen. Das Innen beeinflusst das Aussen und umgekehrt. (Siehe Abbildung:)
    Wichtig ist nur, dass sich der Anwender dessen bewusst ist, bzw. zur Erkenntnis gelangt, wie sich das alles zusammensetzt und dass die Geräte in erster Linie dem Ausüben des therapeutischen Rituals und damit der Bündelung der geistigen Kräfte dienen, d.h. ohne Anwender (Bewusstsein) können sie keine Wirkung entfalten. Ein Ritual erweist sich umso wirkungsvoller, je ausgeprägter die kommunikativen Elemente wie z.B. sehen, hören, fühlen in der Anwendung erlebt werden können
    Und noch etwas gilt es zu Bedenken: Die Bioresonanz-Therapie ist gleichzeitig die Brücke zur anderen Dimension, d.h. zum stofflich nicht gebundenen Wirkbereich, das vergessen die meisten, vor allem die wissenschaftliche Medizin, die diese Vorgänge materiell nicht erfassen kann.
    Viele Grüße

    Reply
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