Pendeltafeln zur Auswahl und Bestimmung im Alltag der Radionik

By Claudio Romanazzi

Jan 22

Pendeltafeln zur Auswahl und Bestimmung im Alltag der Radionik

von Claudio Romanazzi MRadA

Wer kennt das nicht – gerade kommt eine neue Anfrage herein, mein Können und Wissen ist gefordert. Nun gehe ich also in mein Arbeitszimmer, werfe meinen Computer an oder ziehe entsprechende Nachschlagewerke heraus, um dieser Anforderung gerecht zu werden. Wie jeder Praktiker weiß, kann das sehr umfangreich werden, obwohl die Anfrage vielleicht einfach aussieht.

Jeder, der sich dieser Situation im Praxisalltag ausgesetzt sieht, hat für sich Methoden entwickelt, damit besonders zeitsparend und reibungslos umzugehen. Das beginnt mit einer ausgeklügelten Verwaltung und endet in einer geschickten Datenorganisation. Dabei ist gerade letzteres eine ständige Baustelle, denn der hingebungsvolle Radioniker lernt nie aus, was wiederum bedeutet, dass seine Daten einer ständigen Neuorganisation bedürfen. Das muss nicht heißen, dass in diesem Bereich ständig alles umgebaut oder neu erfunden werden muss. Jedoch besteht durch den ständigen oder zumindest fortgesetzten Wechsel des Fokus bei den Pendeltafeln ein Bedarf an Übersichtlichkeit und Ordnung, was wiederum ständig Arbeiten nach sich zieht. Diese Arbeiten zu vereinfachen und zu automatisieren war und ist eines meiner Ziele in der Radionik.

Ich arbeite klassisch mit dem Pendel. Nach mehr als anderthalb Jahrzehnten im Beruf und mehr als dreien Jahrzehnten mit Pendelarbeit hat sich natürlich eine gewisse Fertigkeit gebildet. Das versetzt mich in die Lage, meine Aufgaben schnell und mit System abzuarbeiten und dabei sicher zu sein, nur das Beste für alle Beteiligten ermittelt zu haben.

Die Gretchenfrage lautete für mich daher: „Wie kann ich in möglichst kurzer Zeit, möglichst viele Daten abfragen?

Die Antwort: Pendeltafeln

Die Antwort lautete – mit Pendeltafeln (Pendelcharts). Chart ist eigentlich ein englischer Begriff, den man mit Tabelle, Tafel, Diagramm oder Schaubild übersetzen kann. Jeder jüngere Mensch kennt die Charts als die Liste der Hitparade der gerade aktuellen Musikstücke der verschiedenen Länder. Ein Pendelchart ist demnach ein für die Pendelarbeit optimiertes Diagramm.

Um Pendeltafeln zu erstellen wurden in der Zeit vor dem Computer Zeichnungen von Fächern mit verschieden großer Anzahl von Abteilungen erstellt. Dort hinein wurden dann Inhalte geschrieben, die dann mit dem Pendel abgefragt werden konnten. Mittels eines Kopierers wurden dann Vervielfältigungen gemacht und an die entsprechende Klientel verteilt (beispielsweise in England bei meiner Radionikausbildung). Natürlich war das mit Kompromissen behaftet, denn wenn sich nur ein Inhalt veränderte (hinzukam oder weggelassen werden sollte), veränderte sich die Pendeltafeln und musste in mühevoller Kleinarbeit erneuert werden. Hier ein Beispiel dazu:

Handzeichnung

Handzeichnung

Das Beispiel illustriert das Prinzip.

Wie man sieht, wurde hier jede Veränderung handschriftlich hinzugefügt. Auch die Anzahl der Abschnitte war nicht optimal gewählt (der letzte ist frei, dem vorletzten Inhalt ist keine Rate zugeordnet.

  • In den Mittelkreis gehört das Patientenmuster, über dem das Pendel geschwungen wird.
  • Jeder Abschnitt enthält in verschiedenen Kreis-Ebenen die Inhalte, um die es hier geht.
  • Ganz außen befinden sich noch Gruppeneinteilungen zur Vor- und Grobauswahl.
  • Die Überschrift bezeichnet das Gebiet, um das es hier geht.
  • Notizen unter dem Pendelchart erklären dem noch nicht so kenntnisreichen Anwender weitere Interna der zur Auswahl stehenden Inhalte.

Ohne Pendeltafeln müsste ein Anwender im schlechtesten Fall alle 43 Inhalte abpendeln, bevor er den gewünschten Inhalt erreicht. Fortgeschrittene Pendler würden die Vereinzelungstechnik anwenden1. Im schlechtesten Fall müsste man bei 43 Inhalten sechs Abfragen machen, um an den gewünschten Inhalt zu kommen. Dass es auch einfacher geht, zeigt das oben abgebildete Pendelchart. Es genügt eine einzige Abfrage. Das Pendel zeigt sofort auf den gesuchten Inhalt – fertig!

Pendeltafeln – die Anforderungen

Ich verstehe eine ganze Menge von Computern und Programmierung, eine solche Aufgabe war jedoch zu groß und zu viel für mich. Ich beauftragte einen professionellen Programmierer mit der Erstellung eines Programms, das folgende Aufgabenstellungen für mich erledigen sollte:

  1. Erstellung einer Datenbank mit Inhalten.
  2. Verwaltung von Radionikraten (getrennt Basis 10 und Basis 44).
  3. Zweisprachig (durch meine Ausbildung in England habe ich natürlich entsprechende Beziehungen dorthin und wollte die Arbeit nicht doppelt machen).
  4. Einlesen der Daten (Inhalte) mittels einfacher Textdateien (die natürlich Regeln folgen müssen, damit das Programm erkennen kann, was es damit anfangen soll).
  5. Frei einstellbare Anzahl von Abschnitten (das ist notwendig, damit man das Pendelchart strukturieren kann).
  6. Frei einstellbare Winkel (ich wollte auch 90° oder 270° oder gar 360° Charts erstellen können – siehe Beispiele weiter unten).
  7. Und als Sahnehäubchen – Grafik (jedem Inhalt soll eine Grafik zugeordnet werden können, die es für den Anwender noch sicherer macht, den richtigen Inhalt zu finden).

Als das Programm fertig war, erstellte ich mir eine Bibliothek von Pendelcharts für meinen Bedarf und war’s eigentlich zufrieden.

Wie das aber so ist, mit der Befriedigung von Wünschen tauchen neue auf und ich beauftragte den Programmierer, weitere Programmeigenschaften zu verwirklichen (zum Beispiel Zusammenfassung kleiner Inhaltsgruppen ähnlichen Themas zu einem Chart mit Trennungsabteilungen usw.).

Im Zuge der Vollendung des Radionik Managers wollte ich für den Anwender ein vereinfachtes Verfahren integrieren. Damit ist gemeint, dass man wegen einer Abfrage nicht notwendigerweise den Computer einschalten müssen soll. Je nach Ausbaustufe werden deshalb Pendeltafeln mitgeliefert, die das oben besprochene Verfahren widerspiegeln (Auszug):

Oftmals ist der Praktiker jedoch in der Situation, dass er nur mal eben eine Auskunft von seinem Pendel benötigt. Dazu einige Vorbereitungen treffen zu müssen, ist nicht nur lästig sondern auch für die eigentliche Arbeit störend. Ideal wäre es, entsprechende Unterlagen, die der Anfrage förderlich sind, stets zur Hand und so organisiert zu haben, dass die gesuchte Auskunft sehr schnell und einfach zu erhalten ist.

Pendeltafel Enzelbegriff

Pendeltafel Enzelbegriff

Der Radionik Manager bietet daher für seine Anwender Pendeltafeln im Systemhandbuch an, die heraus genommen werden können. Damit hat der Anwender die Möglichkeit, sie nach seinen Wünschen zu sortieren und damit seine Ziele leicht wiederzufinden.

Pendeltafeln – die Möglichkeiten

Die Pendeltafeln sind sehr schöne Blätter (A4 Format), fast Kunstwerke, mit farbigen Grafiken (soweit vorhanden) und logischen Einteilungen, die für die intuitive Informationsgewinnung optimiert sind. Oben abgebildet ist eine Pendeltafel ohne Bilder [Bilder werden immer vor den Bezeichnungen für die Inhalte zu sehen sein – siehe weiter unten]. Es handelt sich hier um die erste Tafel der Sanjeevinis für den Körper. Das Muster des Klienten/Kunden/Patienten kommt in den Kreis in die Mitte der Tafel. Oben rechts sehen Sie eine Minitafel, die anzeigt, dass hier die erste von zwei Tafeln vorliegt. Der gebildete Radioniker kann hier abfragen, ob der gesuchte Inhalt auf Tafel 1 oder 2 zu finden ist. Die drei Punkte am Ende des Fächers zeigen an, dass hier noch weitere Inhalte folgen. Wäre das die letzte Tafel einer Reihe würde hier ein Punkt zu sehen sein [er zeigt das Ende der Auswahl an].

Um nun einen Inhalt zu wählen, wird das Pendel über dem Patientenmuster geschwungen und die Frage gestellt, „Welcher Inhalt hat die größte Resonanz zu meiner Testperson?“, wobei der Ausdruck ‚meiner Testperson‘ durch den Namen eben dieser ersetzt wird. Mittels dieser Technik kann die gesuchte Information in sehr kurzer Zeit gewonnen werden.

Pendeltafel Bachblüten Halbkreis

Pendeltafel Bachblüten Halbkreis

Hier sieht man einen einen Beispielausdruck ‚Bachblüten‘ (1. Seite von zweien). Die Grafiken sind außen um die Begriffe herum angeordnet. Die Pendeltafeln sind (in diesem Fall) doppelseitig farbig bedruckt, laminiert und auf DIN A4 beschnitten.

Hier ein Beispiel zweier Gruppen Heilsteine auf einem Pendelchart, getrennt durch zwei ausgegraute Fächerteile. Der Vorteil solcher Zusammenfassungen ist ein geringerer Verwaltungsaufwand. Denn gerade die Anzahl der Pendelcharts für Heilsteine ist ziemlich hoch – es sind 10 Stück (trotz der Zusammenfassungen).

Pendeltafel Heilsteine

Pendeltafel Heilsteine

Im Übrigen hält der Radionik Verlag keinerlei Rechte an Grafiken (außer – wie am Beispiel der Sanjeevinis – es werden keine Rechte beansprucht oder diese sind Allgemeingut wie bei Runen u.a.). Deswegen werden diese nur und ausschließlich mit den Büchern zusammen abgegeben, aus denen die Grafiken stammen (oder gegen Nachweiskopie deren Besitzes – zum Beispiel Stempel oder handschriftliche Eintragung des Namens und der Anschrift unter dem Titelblatt).

Hier noch weitere Muster am Beispiel von Bachblüten (die Grafiken stammen aus Mechthild Scheffer, Die Original-Bach-Blütentherapie, Hugendubel)

Hier ein Pendelchart mit 360° und allen Bachblüten auf einem Blatt.

Pendeltafel Bachblüten Kreisform

Pendeltafel Bachblüten Kreisform

Und hier eines mit 270° – wieder am Beispiel der Bachblüten und alle auf einem Blatt.

Pendeltafel Bachblüten 3/4-Kreis

Pendeltafel Bachblüten 3/4-Kreis

  1. Vereinzelungstechnik:
    Die Gesamtheit aller vorhandenen Inhalte wird in zwei Hälften eingeteilt. Unsere Pendelabfrage bewertet nun die erste Hälfte mit einer einfachen Ja/Nein-Frage: „Ist der gesuchte Inhalt in diesem Abschnitt zu finden?“
    Ist die Antwort ‚Ja‘, fallen alle Inhalte der zweiten Hälfte weg. Wenn das nicht der Fall ist [Antwort ‚Nein‘] kann der gesuchte Inhalt ja nur noch in der zweite Hälfte liegen. Die nun ausgewählte Hälfte wird nun wieder unterteilt und wieder wird die obere davon abgefragt und so weiter bis nur noch ein Inhalt übrig ist. Das ist dann der Gesuchte.

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