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© 04.2008

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Hermann Grösser

Color Tuning
Ein modernes radionisches Farb-Ton-System

Licht und Farbe, Ton und Klang haben von jeher einen starken Einfluss auf den Menschen ausgeübt. Sie wurden je nach Land und Epoche auch für symbolische Handlungen eingesetzt. Dass diese Medien in unterschiedlichster Art und Weise auch zur Heilung eingesetzt werden können, ist naheliegend und lässt sich teils bis in frühere Hochkulturen verfolgen. Im Gegensatz zu damals stehen uns jedoch heute eine ganze Reihe von neuen Möglichkeiten zur Verfügung, die erst durch die Errungenschaften unseres modernen technischen Zeitalters möglich geworden sind. Dazu gehören nicht nur die Erzeugung von künstlichem Farblicht in allen nur denkbaren Nuancen, sondern auch die elektronische Erzeugung von Tönen in jeder gewünschten Klangcharakteristik.

Bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts tauchten die ersten elektrisch betriebenen Geräte für Farblichttherapien auf. Zum besseren Verständnis der verschiedenen Wirkungsebenen von Licht und Farbe sei hier auf zwei Persönlichkeiten hingewiesen, die mit diesem Bereich untrennbar verbunden sind.

Als Vater der modernen Lichttherapie gilt der dänische Mediziner Niels Ryberg Finsen (1860 - 1904), der 1896 in Kopenhagen ein Institut zur Erforschung der Lichttherapie gründete:

Finsen beschäftigte sich intensiv mit der physiologischen Wirkung des Lichtes auf den menschlichen Organismus. So entdeckte er den therapeutischen Nutzen von ultraviolettem Licht sowie die positive Wirkung von roten und infraroten Stahlen. Finsen erhielt 1903 in Anerkennung seiner Verdienste den Nobelpreis der Medizin. Mit seiner Bestrahlungslampe (Finsenlampe) konnte er bis zu fünf Patienten gleichzeitig behandeln. Die in der Schulmedizin noch heute gebräuchliche Anwendung von UV-Licht in der Dermatologie ist im wesentlichen auf seine Forschungsarbeiten zurückzuführen. Ebenfalls um die Jahrhundertwende begann auch in Amerika die Erforschung der Auswirkung von Licht und Farbe auf den menschlichen Organismus.

Als eine herausragende Persönlichkeit auf diesem Sektor ist Dinshah P. Ghadiali (1873 - 1966), der Begründer des Spectro-Chrome-Systems zu nennen:

Ihm gebührt die Ehre, das erste in sich abgeschlossene Farblicht-Therapiesystem der Welt begründet zu haben. Dinshah benutze ein fünfteiliges Filtersystem, dass in Kombination zwölf Farben ergab, mit denen er mehrere Hundert Krankheiten behandeln konnte. Für jede Indikation wurde eine detaillierte Behandlungsliste erstellt, mit Angaben über die dafür einzusetzende Farbe einschließlich der zu bestrahlenden Körperzone. Seine Erfahrungen sind in einem umfangreichen Werk, der „Spectro-Chrome-Metry-Encyclopedia“ niedergelegt. Eine Zusammenfassung ist unter dem Titel „Let there be Light“ 1985 erschienen und inzwischen auch in deutscher Fassung vom Herausgeber erhältlich http://www.dinshahhealth.org.

Diese beiden Personen stehen jeweils repräsentativ für eine bestimmte Philosophie:

Die der Schul- und die der Alternativ-Medizin, aber auch für die unterschiedlichen Bewertungskriterien der beiden Lager, die sich oft diametral gegenüber stehen.

Wenn zwei das Gleiche tun, nämlich Licht als Therapeutikum einsetzen, ist es noch lange nicht das Selbe: In Europa bekam Niels Ryberg Finsen dafür den Nobelpreis, und in Amerika wurde Dinshah P. Ghadiali wegen Betrugs angeklagt und zu einer hohen Geldstrafe verurteilt.

Grund dafür war vor allem die Tatsache, dass die von Dinshah praktizierte Farblichttherapie und das von ihm postulierte Funktionsmodell nicht in das vorherrschende Weltbild der etablierten, materiell ausgerichteten Wissenschaft einzuordnen war. Eine Situation, an der sich bis heute wenig geändert hat, denn die Schulmedizin versagt ihr nach wie vor jede Anerkennung. Trotzdem hatte Dinshah enorme Erfolge zu verzeichnen, und es erhebt sich zwangsläufig die Frage, auf was diese wohl zurückzuführen waren.

Mit anderen Worten:

Gibt es auch in der Therapie mit Licht und Farbe wissenschaftlich nicht erfassbare Wirkfaktoren und wenn ja, auf welcher Ebene sind diese zu finden? Kann man mit nur zwölf Farben tatsächlich mehrere Hundert Indikationen behandeln und dabei teils spektakuläre Heilerfolge erzielen? Um dies zu ergründen, müssen wir uns jedoch neben der materiellen auch mit der geistigen Welt und den damit verbundenen metaphysischen Gesetzmäßigkeiten auseinander setzen. Dabei tritt auch gleich eines der fundamentalsten Probleme der wissenschaftlichen Medizin zu Tage, nämlich die unterschiedliche Gewichtung der beiden Pole der menschlichen Wirklichkeit, d.h. die der materiellen Außenwelt und die der geistigen Innenwelt. Zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen gehören sowohl Innen und Außen als auch die Unterscheidung zwischen Inhalt und Form, d.h. zwischen qualitativen und quantitativen Aspekten des Lebens. Beide Bereiche haben jedoch ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten, die auf unterschiedlichen Ebenen wirken.

Was dies im Einzelnen und speziell für die Therapie mit Licht und Farbe bedeutet, soll im Folgenden näher erläutert werden:

Farbe hat neben seinen quantitativen, d.h. den materiellen Eigenschaften vor allem auch qualitative Aspekte und damit seit jeher eine starke symbolische Ausrichtung erfahren. Nicht von ungefähr spricht man von einer magischen Wirkung der Farben oder von Farbmagie schlechthin. Während die quantitativen Aspekte im Außen wissenschaftlich bewertbar sind, lassen sich die qualitativen nur schwer greifen oder gar objektiv beurteilen, um so weniger, da sie je nach Kulturkreis obendrein noch völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Gerade letztere sind es jedoch, die für die wissenschaftliche Methodik unbequem und hinderlich sind.

SpiraleDie materielle Wissenschaft beschäftigt sich deshalb auch nur mit der Form, den quantitativen und messtechnisch erfassbaren Aspekten im Außen und lässt den Inhalt und damit die qualitativen Aspekte des Lebens unberücksichtigt.

Physikalisch gesehen ist Licht ein Teil des elektromagnetischen Spektrums.

Der von der Wissenschaft als optische Strahlung bezeichnete Bereich des Sonnenlichts umfasst sowohl den sichtbaren als auch den infraroten und ultravioletten Bereich.

Beim Durchgang durch ein Prisma teilt sich Licht in seine Spektralfarben auf.

Die wohl bekannteste Naturerscheinung in diesem Zusammenhang ist der Regenbogen, der durch Brechung und Spiegelung des Sonnenlichts in den Regentropfen entsteht. Aus dem Gesamtspektrum der optischen Strahlen nutzt die Schulmedizin vorwiegend die Eigenschaften von Ultraviolett und Infrarot sowie deren Randgebiete im sichtbaren Bereich (Blau und Rot) und bewertet dabei in erster Linie die von ihr erforschten Wirkungen. Sie arbeitet von Außen nach Innen, indem sie versucht, durch Bestrahlung mit einem bestimmten Wellenpaket oder einer bestimmten Wellenlänge eine physiologische Reaktion im Organismus zu erzielen. Die Wirkung hängt sowohl vom Spektralbereich als auch von der Strahlungsintensität und ihrer lokalen Einwirkungszeit ab, wobei natürlich auch hier immer bewusstseinsrelevante Faktoren zum Tragen kommen.

Die Metaphysik dagegen beschreitet den umgekehrten Weg:

Sie wirkt durch Informationsübermittlung vom Geistigen ins Materielle und arbeitet so von Innen nach Außen. Sie ist vorwiegend an den qualitativen Aspekten interessiert, im Falle der Farblicht-Therapie an den individuellen Zuschreibungen von bestimmten Eigenschaften zu einzelnen Farbtönen. Da im Allgemeinen in diesem Bereich nur mit Symbolen oder geringer Licht-Intensität im Außen gearbeitet wird, sind eventuell vorhandene quantitative Wirkungsmechanismen von untergeordneter Bedeutung.

Metaphysisch betrachtet lässt sich allerdings jede Art von Materie symbolisch einsetzen, um bestimmte Bewusstseinsinhalte zu übermitteln.

Medizinmänner und Schamanen wissen seit langem um die Polarität unseres Bewusstseins und die damit verbundenen Möglichkeiten, auf einer anderen Ebene d.h. über Symbole und Rituale entsprechende Botschaften geistig übermitteln zu können. Auch in der Radionik wird diese Technik seit nahezu hundert Jahren angewandt, wobei manche Anwender in den USA ein ähnliches Schicksal wie Dinshah im Bereich der Farblicht-Therapie ereilte.

Im Grunde genommen sind auch die vielen biophysikalischen Geräte der Alternativmedizin mit all dem dafür erhältlichen Zubehör nichts anderes als moderne materielle Repräsentanten eines geistigen Behandlungsprinzips, das wir als „symbolische Physik“ bezeichnen können.

Analog betrachtet ist das Arbeiten mit diesen Geräten ebenfalls als Ritual zu verstehen, durch das Bewusstseinsinhalte (qualitative Informationen) übermittelt werden.

<Mit anderen Worten: Erst das bewusste Arbeiten, d.h. die Konzentration auf die formalen, äußeren Aspekte schafft gleichzeitig auch inhaltliche und damit kommunikative Wirklichkeit. Es ist also nicht das Gerät, dass die Wirkung erzeugt und dies zum Leidwesen so mancher Hersteller, sondern der jeweilige Therapeut selbst, eine Tatsache, der sich die wenigsten vollumfänglich bewusst sind. In wieweit Dinshah sich dieser Gesetzmäßigkeiten ebenfalls bewusst war, dürfte heute wohl kaum mehr feststellbar sein, aber wer sich im Detail mit seiner Methode befasst, wird zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, dass auch seine Erfolge eher auf metaphysische als auf irgend welche physikalische Wirkfaktoren zurückzuführen waren. Seine Schwierigkeiten entstanden vor allem dadurch, dass er metaphysische Vorgänge mit fest etablierten Termini der Physik erklärte und sich so ins Reich der Pseudophysik katapultierte und wissenschaftlich angreifbar wurde. Ein Phänomen, dass auch bei uns immer wieder anzutreffen ist.

Mit physikalischen Modellen alleine lassen sich jedoch weder die Phänomene der Farblichttherapie noch die vielen Widersprüchlichkeiten im Außen erklären:

Dazu bedarf es nun mal der metaphysischen Ebene, auf die wir über das Bewusstsein Zugriff haben. Auf dieser Ebene sind z.B. auch Inhalt und Form austauschbar, d.h. über die selbe Form können unterschiedliche Bewusstseinsinhalte übermittelt bzw. die selbe Botschaft kann über unterschiedliche Formen vermittelt werden. Auf die Farblichttherapie übertragen heißt dies, dass mit ein und der selben Farbe unterschiedliche Indikationen abgedeckt oder im umgekehrten Fall, ein und das selbe Krankheitsbild mit unterschiedlichen Farben behandelt werden kann. Die von der Schulmedizin häufig formulierte Kritik hinsichtlich einer auf den ersten Blick erscheinenden willkürlichen Zuordnung von Farbe zu bestimmten Krankheitsbildern ist unter diesen Gesichtspunkten völlig irrelevant.

Auf metaphysischer Ebene gibt es weder eine richtige noch eine falsche Farbe.

Der Anwender selbst ist inhärenter Teil des Funktionsprinzips und setzt im Grunde genommen immer nur die aus seiner Sicht optimal geeignete Farbe für die jeweilige Behandlung ein. Deshalb sind auch die in der Literatur gemachten Angaben über gewisse Farbeigenschaften immer nur als Richtlinie oder Orientierungshilfe zu sehen und nie als absolute Wahrheit zu betrachten, die gerade im Bereich der Medizin so oder so wohl kaum einer für sich in Anspruch nehmen kann.

Praktische Anwendung:

Nach diesem Exkurs, der dem besseren Verständnis nichtmaterieller Vorgänge dient, nun wieder zurück zur praktischen Anwendung von Licht und Farbe, die vor allem seit der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wieder verstärkt Beachtung findet. Inzwischen gibt es eine Reihe von verschiedenen Systemen, die von der einfachsten Taschenlampe, der farbige Folien vorgeschaltet werden, bis hin zu komplizierten teuren Profigeräten reichen. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich jedoch auch dabei eindeutig um bewusstseinsrelevante Methoden, bei denen der Anwender selbst die wichtigste Komponente darstellt. In diesem Zusammenhang sei nochmals explizit darauf hingewiesen, dass derartige Verfahren nicht nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt werden können, zumal die materielle Wissenschaft für geistige Prozesse weder ein Bewertungs- noch ein Begriffssystem kennt.

Wissenschaftliche Anerkennung ist demnach eine Frage des Weltbildes und nicht unbedingt nur eine der Wirksamkeit!

Da sich Farbe geradezu ideal als geistiger Anker auf Bewusstseinsebene eignet, ist es nicht verwunderlich, dass sich auch die Radionik seit langem dieses Mediums bedient. Allerdings in etwas abgewandelter Form, denn Farbe wird bei dieser Methode nicht als Licht, sondern nur mehr symbolisch als Körperfarbe zur visuellen Kennzeichnung oder aber in Zahlencodes, den so genannten radionischen Raten genutzt. Es war Bruce Copen in England, der neben einem einfachen tragbaren Farblichtgerät das erste speziell dafür konstruierte Radionik- Instrument unter dem Namen „Coloronic Instrument“ Ende der 60er Jahre herausbrachte und eine umfangreiche Liste an Farbraten (Zahlencodes) für alle nur erdenklichen Farbnuancen erstellte.

Als Beispiele nachstehend die von Bruce Copen empfohlenen Farbraten für so genannte Primärfarben:

Mars IIIdie natürlich auch mit einem anderen konventionellen Radionik-Instrument eingesetzt werden können. Eine völlig neue Dimension in der Radionik eröffnete sich jedoch erst mit der modernen Computertechnik und den Möglichkeiten, mit Ton und Farbe über Bildschirm zu arbeiten. Dies war auch die Geburtsstunde des Color-Tunings, ein von dem Autor begründetes virtuelles Farb-Ton-System, das die Erfahrungen von verschiedenen Methoden, u.a. auch der von Spectro Chrome in einem neuen umfassenden System vereinigt. Es wird in Verbindung mit dem computergestützen Radionik-Instrument MARS III der Firma Bruce Copen Laboratorien eingesetzt. Zum ersten Mal ist es möglich, audiovisuelle Signale direkt an einem virtuellen Bild regio-lokal zu testen und zu applizieren. Es ist die bisher eleganteste Methode, die nach radionischen Gesetzmäßigkeiten funktioniert.

Die formale Basis stellt die Mathematik der Musik sowie die Farben des chromatischen Farbkreises dar:

Dem auditiven Tonfrequenzbereich, der sich über zehn Oktaven erstreckt, sowie einer Ultra- und Infraschall-Oktave sind symbolisch Farben zugeordnet. Die Zuordnungen entsprechen u.a. dem Zwölferkreis der Atome des Musikwissenschaftlers Wilfried Krüger sowie denen aus der Kabbala. Um in der Praxis eine schnelle und effiziente Arbeitsweise zu gewährleisten, sind Ton und Farbe in Form einer Matrix angeordnet und als harmonische Einheit am Bildschirm ersichtlich. Daneben sind symbolische Abbildungen von Personen, die mit den entsprechenden Applikationsfeldern versehen sind.

Das Color-Tuning ist eine in sich abgeschlossene Methode, die sowohl einzeln als auch in Kombination mit anderen Anwendungen eingesetzt werden kann:

Neben individuell ausgetesteten Farb-Ton-Frequenzen können sowohl Farb-Ton- Kaskaden als auch harmonikal-strukturierte Regulationsprogramme angewendet werden. In der Gestaltung spezifischer Programme wurde sowohl östliches als auch westliches Gedankengut berücksichtigt, so dass sich ein breites Anwendungsspektrum ergibt, das wenig Wünsche offen lässt.


Literaturhinweise:

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