Walter Häge
Was wir so täglich essen I
Lebensmittel - kohärente oder nicht kohärente Informationen
Die Forschergruppen um Professor Dr. Popp können inzwischen wesentlich mehr als nur die Aussendung von Photonen aus lebenden Systemen in den umgebenden Raum feststellen.
Je nach Art der Photonen-Abgabe kann man auf Gesundheit oder Krankheit des untersuchten Gegenstandes schließen!
Nimmt man zum Beispiel eine Gurkenscheibe, die von einer Gurke aus gänzlich natürlichem Anbau stammt und vergleicht diese mit einer Gurkenscheibe aus einem landwirtschaftlichen Hochleistungs-Betrieb, so ergeben sich Unterschiede in der Art der Photonen-Abstrahlung.
Dieser Unterschied ist qualifizierbar, so dass man z.B. von einer sehr verträglichen, einer verträglichen, einer unverträglichen oder einer sehr unverträglichen Gurke sprechen kann.
Die sehr verträgliche Gurke wäre in höchstem Maße kohärent, die sehr unverträgliche Gurke wäre in höchsten Maße inkohärent zum Biosystem Mensch.
Die Qualität eines Lebensmittels orientiert sich also in der Höhe der Kohärenz (Übereinstimmung/Deckungsgleichheit) zum Biosystem Mensch.
Die Inkohärenz, also die Unverträglichkeit, kann ausgelöst werden
durch Chemikalien
durch Allergene
durch Stress-Informationen
Allergene sind ganz normale, in der Regel völlig harmlose Stoffe wie Blütenpollen, Katzenhaare, Milbenkot usw., die der Körper in seiner desinformierten Not als 'Feinde' fehl-interpretiert. Er beginnt gegen sie einen Abwehrkampf.
In der Regel muss deshalb eine Allergie-Therapie mit einer Sanierung des Darmes beginnen. Normalerweise sind Heilpraktiker über diese Zusammenhänge sehr gut informiert und haben erstaunlich Erfolge, da sie die Behandlung nicht am Symptom (z.B. die offene Hautstelle) beginnen, sondern die Sache ganzheitlich angehen, das heißt, den ganzen Menschen zu kurieren suchen und nicht einen sogenannten 'kranken Teil' davon.
Im Begriff 'Stress-Information' verbirgt sich das oft unsägliche Leid vor allem der Tiere, die auf brutalste Weise gezüchtet werden, um als immer billiger werdendes Menschenfutter zu dienen. Ich bin sicher, die meisten Menschen würden ihr Putengeschnetzeltes, ihr halbes Hähnchen, ihr Kalbsfrikassee oder ihr Hacksteak in hohem Bogen wegwerfen, wenn sie nachfühlen könnten, was zuvor mit diesem Lebewesen geschehen ist, dessen Teil sich da so lecker im Teller befindet.
Die Biophotonen-Methode ist nun die erste Methode überhaupt, die das Leid der Tiere im Lebensmittel selbst sichtbar machen kann. Diese Methode kann zum Beispiel das Elend der Batterie-Henne, die nie in ihrem Leben das Tageslicht erblickte, die nicht einmal den Platz hatte um ihren Körper zu drehen, in ihrem Ei aufspüren und bewerten.
Nimmt man ein nicht artgemäß gehaltenes Schwein, das nur mit ständigen Medikamentengaben 'gesund' gehalten wurde, das zudem im Schlachthof, als intelligentes Tier mit hohem reflektorischen Bewusstsein, zusehen muss, wie ein Artgenosse nach dem anderen vor ihm 'hingerichtet' wird, dann kann man sich vorstellen, dass das Schnitzel eines solchen Tieres eine andere Abstrahlung/Information hat als das eines natürlich gehaltenen und dann geschlachteten Schweins.
Das Problem der Eiern ist exemplarisch für andere Lebensmittel anzusehen:
'Zusammen mit dem Institut für Kleintierzucht der Bundesforschungsanstalt in Celle führte Barbara Köhler... einen Großversuch mit 325 braunen Legehennen der Herkunft 'ISA-Warren' durch. Die Tiere befanden sich im siebten Legemonat. Sie stammten aus dem gleichen Schlupf, wurden unter gleichen Bedingungen aufgezogen und bei gleichem Futter unter gleichen Lichtverhältnissen gehalten. Das Experiment beginnt so: Während einer Eingewöhnungszeit von drei Wochen bleiben alle Hühner gemeinsam im Stall unter Kunstlicht, ohne jeden Auslauf. Die schmalen Fenster der Ställe werden mit Platten abgehängt, damit kein Sonnenlicht in den Stall scheint.
Die Eier werden gesammelt und verschiedenen Untersuchungsmethoden zugeteilt. Zunächst bestätigt sich, dass die Photonen-Messwerte der Eier aller Hühner während der Zeit gemeinsamen Stall-Aufenthaltes nicht zu unterscheiden sind. Die Eier werden in Celle als Blindprobe so chiffriert, dass der Experimentator über hellseherische Fähigkeiten verfügen müsste, um die richtige Zuordnung mit Hilfe der Codierung herauszufinden.
Nach drei Wochen dürfen die Freilandhühner bei gleicher Fütterung auf ein Sandgebiet auslaufen, in dem kein zusätzliches Futter aufgenommen werden kann. Der Untergrund ist mit Kunststoffplatten so präpariert, dass die Hennen weder Kräuter, Würmer oder ähnliches ausscharren und aufpicken können...
Bereits eine Woche nach Trennung der Hennen unterscheiden sich die Freilaufeier von den Käfigeiern. Die Unterschiede verstärken sich noch im Laufe der Zeit. Barbara Köhler wies so nach:
Freilandeier strahlen mehr Licht zurück als Käfigeier. Die Unterschiede steigen stärker an, als es allein durch die stoffliche Komponente möglich wäre.
Die Unterschiede beweisen den höheren Ordnungszustand der Freilandeier, ganz im Sinne Erwin Schrödingers.
Erstmals ist so belegt, was der Konsument trotz des Gefeixes aus dem Lager der etablierten Wissenschaftler schon lange ahnte: Es gibt Unterschiede zwischen Batterie- und Freilandeiern, sogar erhebliche... Gemessen wird dabei nicht die Intensität des rückgestrahlten Lichtes, sondern das Abklingverhalten, in ähnlicher Weise, wie das zum Beispiel bei der Messung des Blutdrucks geschieht: Sobald der Arzt die Gummimanschette am Arm aufgepumpt hat, beobachtet er nicht allein den höchsten Messwert am Gerät, sondern verfolgt auch den zeitlichen Abfall des Drucks beim Entweichen der Luft...
Ungeordnete Eier, in denen die einzelnen Moleküle regellos verstreut sind, geben pro Zeiteinheit stets den gleichen Bruchteil ihres vorhandenen Lichts ab. Sie klingen, sich beschleunigend, ab.
Geordnete Eier dagegen bestehen aus einem Verbundnetz von Einzelkomponenten. Jedes Teilchen steht dort mit jedem anderen in Verbindung, da alle Komponenten gemeinsam und nicht isoliert mit dem Licht wechselwirken.' (1)
In diesem Versuch von B. Köhler wird leider nichts darüber ausgesagt, wie sich der zur Verfügung gestellte Platz, gemessen in Quadratmeter je Henne, auf die Photonenabstrahlung auswirkt. Die Freilandhaltung wird nämlich ad absurdum geführt, wenn das einzelne Huhn zu wenig Platz hat. Besonders vorsichtig muss der Verbraucher sein, wenn als 'Qualitätsmerkmal' Eier aus Bodenhaltung angegeben wird.
Dies kann ein regelrechter Betrug am Verbraucher bedeuten, denn das, was der Begriff 'Bodenhaltung' beim Verbraucher assoziiert, nämlich Lebensqualität für die Hennen, muss ganz und gar nicht gegeben sein. Im Gegenteil: Bodenhaltung, das heißt das Einpferchen von Tausenden von Hennen, unter Kunstlicht, auf ihrem Kot, kann unter Umständen ähnlich brutal sein wie die Käfighaltung.
Zum Platzproblem kommt noch das Gesundheitsproblem hinzu, das sich im Medikamentenverbrauch niederschlägt. Da sich Eier aus Bodenhaltung oft erheblich teurer verkaufen lassen als Käfigeier, könnte sich selbst ein hoher Medikamentenverbrauch für den Züchter rechnen. Nur: diese Rückstände sind dann wiederum in den Eiern!
'Bei dem beschriebenen Versuch 'stoßen wir auf die Sonne als wesentlichen Faktor für Ordnung und Qualität der Nahrung im Schrödinger'schen Sinne. Hennen, die je nach Wunsch natürliches Sonnenlicht 'tanken' oder auch sich jederzeit in den Schatten begeben können, legen Eier, die deutlich besser Licht speichern und wesentlich höhere Ordnung erkennen lassen als jene Hennen, die unfreiwillig künstlichem Licht ausgesetzt sind.
Dass nicht die Bewegung der Hühner die Unterschiede verursacht, sondern die natürliche und freiwillige Sonnenexposition, folgt allein schon daraus, dass, wie Frau Köhler ebenfalls zeigen konnte, Bodenhaltungseier und Batterieeier sich in ihren Photonen-Werten weniger stark unterschieden als Freiland- und Käfigeier.
Pflanzen, Zellen, Vögel, Menschen, Tiere, so auch Hennen - alles Lebewesen, die empfindlich vom Sonnenlicht abhängen - nehmen die Sonneneinstrahlung auf; Hühner zum Beispiel über die Zirbeldrüse. Dort werden wichtige Hormone produziert...
Natürlich 'schmeckt' ein solches Ergebnis, wie es Barbara Köhler und der andere Doktorand, Klaus Lambing (Köhler et.al., 1991, Lambing, 1992), gefunden haben, nicht jedem, noch nicht einmal denen, die ähnliche Ergebnisse (bisher erfolglos) anstrebten, auch nicht jenen, die mit geschäftlichen Einbußen beim Verkauf falsch deklarierter 'Freilandeier' rechnen müssen...
Von Seiten der Ideologen stammt zum Beispiel die Bemerkung, daß man wohl Hühner zukünftig auf die Sonnenbank legen müsse, während einige Vertreter der etablierten Wissenschaften...ohne erkennbaren Drang zur Aufklärung von Wissenslücken...unqualifiziert Stellung bezogen.
Wie im Mittelalter ist es auch heute nicht leicht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.' (2)
Unsere Nahrung ist schlecht und wird durch neue Produktionsverfahren immer schlechter. Die Lebensqualität auf diesem Sektor wird immer geringer.
Nur eine gute Nahrungsaufnahme, das heißt eine kohärent schwingende Nahrung, stabilisiert unser Lebenssystem.
Der Appetit auf ein bestimmtes Nahrungsmittel zeigt uns in der Regel die Richtung, was im Moment für unser System günstig ist.
Vergessen wir die Kalorien, die Fette und die Halbfette, das Cholesterin, die Triglyzeride und was die Industrie und die Schulwissenschaft uns in seliger Eintracht so andient! Auf was es allein bei der Nahrung ankommt, ist die positive Information. Dies kann die fetteste Leberwurst sein. Kann. In der Regel wird sie das nicht sein, da die Art, wie wir leben und wie wir uns (nicht) bewegen eher dagegen spricht. Aber sie kann es sein!
Wir müssen uns grundsätzlich von dem mechanistischen Denkansatz befreien, dass es schon von vornherein feststehen könnte, dass ein bestimmtes Lebensmittel gut und ein bestimmtes anderes Lebensmittel schlecht sei.
Das Individuum Mensch x oder y oder z geht immer für sich alleine eine Verbindung zum Lebensmittel a) oder b) oder c) ein und immer entscheidet das beidseitige Schwingungsverhalten.
Für ein Seminar habe ich einmal eine (wie mir schien) besonders abscheuliche 'Diät'-Margarine mitgenommen. Beim Test reagierten zwei Teilnehmer absolut positiv auf dieses, nach allen Regeln der Chemie malträtierte Produkt. Das Erstaunen war unter den Teilnehmern groß. Selbst die zwei Betroffenen starrten ungläubig auf die weit ausholend rechts drehende Einhandrute.
In diesem Fall und warum auch immer waren die beiden Teilnehmer und die Margarine kohärent. Jede Dogmatik ist auch hier eindeutig fehl am Platze. Allerdings kann man schon generelle Qualitäts-Aussagen treffen!
Bei größtmöglicher Kohärenz mit Lebensmitteln wird größtmögliche Wärme frei.
Nehmen wir zum Beispiel zwei verschieden erzeugte Köpfe Blumenkohl: Wir gehen davon aus, dass der Kalorienwert, die Energiezufuhr von beiden Köpfen gleich groß ist, weil das Gewicht und die Zusammensetzung, die für einen Blumenkohl üblich ist, eben weil er ein Blumenkohl ist, gleich ist.
Der Blumenkohl, der naturnäher erzeugt wurde, wird in mir größere Wärme freisetzen als sein 'getriebener' Partner. Bei gleicher Energiezufuhr entsteht beim naturnahen Blumenkohl mehr Wärme. Es entsteht im Sinne Schrödingers mehr Ordnung! Und wo mehr Ordnung entsteht, da ist der Wert, die Qualität oder die Güte des Lebensmittels größer.
Und aus der Wärme resultiert dann die Behaglichkeit, das Wohlfühlen bei und nach dem Essen. Ein Glas Wein oder ein edler Schnaps danach kann dieses wunderbare Gefühl eines guten Essens in Gemeinschaft meisterhaft abrunden! Und wenn das Essen solchermaßen schmeckt, dass sich dadurch auch Herzschlag und Bio-Rhythmus stabilisieren, so meint Popp, bräuchte man sich in diesem Moment um weitere Essensfragen 'einen Teufel scheren'.
Der Wandel in der Bewertung der Nahrung ist die Erkenntnis, dass wir uns in allererster Linie von Licht ernähren. Der Ausspruch: 'Wir sind Kinder des Lichts', erhält wiederum eine neue Dimension: Wir sind 'Lichtfresser' oder 'Lichtsäuger'. Wenn wir das Kohlendioxid ausgeatmet und das Wasser sowie die sonstigen unbrauchbaren Teile ausgeschieden haben, bleibt die Sonnenenergie, gespeichert in den Zellen, zurück.
Gute Nahrung hat in sich eine gute Lichtspeicherkapazität. - Schlechte Nahrung hat in sich eine schlechte Lichtspeicherkapazität.
Wie dem Körper, wie bei der Homöopathie, die fehlenden Schwingungen bzw. die fehlende Schwingungsdifferenz zugegeben wird, so ist es im Prinzip bei jeder normalen Nahrungsaufnahme: Gerade die Wellenlänge, die dem Körper momentan fehlt, nimmt er durch die Nahrung besonders gerne auf. Die neu ankommenden Schwingungen verstärken die vorhandenen und man fühlt sich wieder wohler.
Die Lebensmittel, welche diejenigen Wellen aussenden, die in diesem Moment die höchste Kohärenz aufweisen und damit die passendsten sind, diese Lebensmittel sind für mich am wertvollsten.
Wenn wir nach dieser neuen und zutreffenden Sicht der Dinge Lebensmittel definieren, sehen wir den geraden Weg, der zur schleichenden Vergiftung unserer westlichen Gesellschaft führt. Wir sind dabei, uns dank der Ignoranz der Entscheidungsträger zu vergiften. Da die Nahrung, die wir zu uns nehmen, Information ist, sind wir auf dem Weg zur Degeneration.
Auf Brunnenvergifter stand im Mittelalter die Todesstrafe. Selbst wer mit rein 'biologischen' Mitteln seines Körpers Brunnenwasser ungenießbar machte, wurde an einen langen Ast gehängt. Und bei uns heute? Realisieren die Verantwortlichen überhaupt noch, was sie genehmigen?
'Frankenfood im Tiefkühlfach'
'Frankenfood im Tiefkühlfach', so hieß ein Gruselartikel über unsere Nahrung schon 1993 im 'Spiegel'. Die berechtigte Frage ist: Was setzt man unseren Lebensmitteln, die so wunderschön im Regal stehen oder in der Theke bzw. in der Tiefkühltruhe liegen, zu? Einem mit Sicherheit unvollständigen Überblick sei ein Ausblick vorangestellt:
'In Braunschweig gibt es ein Haus, in dem über 10 000 Arten von Lebewesen eingesperrt sind. Kein Scharren, Brummen oder Krähen dringt aus dem Gebäude, kein Futter wird angeliefert, kein Boden bekackt. Das Gehege der Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSM) misst kaum 70 Quadratmeter Grundfläche.
Das weißgeklinkerte Gebäude Maschenroder Weg 1b ist die Arche Noah der deutschen Biotechnologie. Schleimpilze werden hier in Schubladen gehortet, krakenförmige Viren und propellerartige Bakterien - keine größer als 1,4 tausendstel Millimeter... Besonders empfindliche Mikroben werden in todesähnlichen Schlaf versetzt. Sie baden bei minus 196 Grad in Flüssigstickstoff.
Die 'Hinterlegungsstelle für biologisches Material' bunkert auch die gezüchteten Hochleistungsstämme der Lebensmittelindustrie: Salami-Röter, Superbazillen für Mixed Pockles, 'Thermobakterien' zur Erzeugung von 'bulgarischem Joghurt', die Käsepilze Penicillium camemberti und roqueforti oder das Lactobacillus sp. 20 182 für 'Fleischmarinaden'.
Seit einigen Jahren tummeln sich in der 'nationalen Kulturensammlung' nun auch Einzeller der dritten Art - patentierte Genmutanten, die auf 'vertraulicher Basis' sicherheitsverwahrt werden. Mittlerweile sind es 700...
Der Urahn all dieser Retortengeschöpfe ist 20 Jahre alt. Im Jahr 1973...gelang es zwei Molekularbiologen der kalifornischen Stanford-Universität, einer Bakterie fremdes Erbgut einzuschleusen. Im Labor brach der achte Tag der Schöpfung an...
Unterstützt von Milliardenprogrammen haben die über 3000 Genlabors in aller Welt immer machtvollere Waffen für den Erbguttransfer geschmiedet. Zahlreiche Gentaxis - Plasmide, Phagen, Retroviren, Mikrokanonen - stehen den Forschern mittlerweile zur Verfügung, um in das Erbgut tragende Riesenmolekül DNS einzudringen...
Fast einhelliges Urteil der Fachleute: Gennahrung ist gesund und schmeckt...
Bis zum Jahr 2000 wollen die Biotech-Firmen ihre Umsätze von derzeit 10 Milliarden auf 160 Milliarden Mark steigern. US Lebensmitteltechnologen sehen sich in Erwartung einer Essrevolution, die selbst die 'Einführung der Tiefkühlkost in den dreißiger Jahren weit in den Schatten stellt' (New York Times)...
Während der Umbau der Nahrungsmittel im Eiltempo voranschreitet, sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen kaum erforscht. bei einigen Lebensmitteln werden die Mikroorganismen durch Erhitzung getötet. Abgestorben wandern sie durch den Schlund des Verbrauchers.
Jeder Bissen Salami, jeder Schluck Milch, jedes Stück Gouda enthält dagegen unzählige lebende Laktobazillen. Gerade bei dieser Gattung loben die Experten 'die hohe Überlebensrate' im fertig verpackten Produkt.
Was da an lebenden Mikroorganismen in die Gedärme rutscht, birgt ein unabweisbares Gefahrenpotential. Seit einiger Zeit erst wissen die Molekularbiologen, dass einige Bakterien die Fähigkeit haben, ihr Erbgut auf andere Einzeller zu übertragen. Wie die Olympioniken ihren Staffelstab, so können die Kleinstlebewesen ihre Erbinformation untereinander weiterreichen.
Da fast alle genmanipulierten Einzeller aus labortechnischen Gründen mit Antibiotikaresistenzen ausgestattet sind, fürchten die Gentechnikgegner eine unheilvolle Allianz: Die verspeisten Genorganismen wandern Richtung Darmflora, treffen dort auf menschliche Krankheitskeime und stecken ihnen die Abwehrformel gegen Antibiotika zu.
Aus medizinisch leicht zu bekämpfenden Plagen könnten theoretisch neue, unheilbare Krankheiten entstehen - für Mediziner eine Horrorvision.'(4)
Über die möglichen Risiken der Gentechnik wird täglich viel geschrieben. Der Protest ist riesengroß, aber die Industrie wird sich durchsetzen.
Der Erdbeergeschmack kommt von Sägespänen
So heißt ein Artikel aus der 'Rheinpfalz' vom 22. November 1997, in dem nachzulesen ist:
'Für eine gute Hühnersuppe nehmen wie zuhause vor allem ein Huhn. Die Firma Knorr in Heilbronn nimmt für ihre 'Hühnersuppe mit Nudeln' nur ein paar Kügelchen, die aussehen wie Nescafé-Körner: das 'Trocken-Huhn' -zwei Gramm pro Tüte.
Das entspricht gerade mal sieben Gramm vom Fleisch eines echten Federviehs ('Naßhuhn' genannt). Damit kann natürlich kein Koch der Welt Hühnergeschmack in vier Teller Suppe zaubern. Knorr kann das - mit einem zusätzlichen Gramm 'Aroma', dem Geschmack aus der Fabrik. Das gibt zwar keine echte Hühnersuppe, aber immerhin eine 'vergleichbare Lösung', wie ein Knorr-Chemiker diese Flüssigkeit nennt. Preis: 1.59 Mark.
Die Suppe lügt. Doch auch das Brot des Bäckers ist nicht immer ganz ehrlich, das Brötchen nicht, und selbst der Kuchen schwindelt.'
Abertausende von Bäckermeistern haben seit Menschengedenken Mehl mit Hefe und Wasser vermischt und nach dem Gehen des Teiges Brötchen oder Brot gebacken. Auch wenn Sie heute vor einer Theke stehen, die vor Brot- und Brötchensorten schier überquillt, könnten Sie meinen, das wäre noch immer so.
Lesen Sie irgendwo ein Schild auf dem die Inhaltsstoffe der Backwaren stehen? Nein. Sie wiegen sich in der Sicherheit, dass Ihrem Lieblingsbrot oder Lieblingsbrötchen nichts zugesetzt ist.
Schon etwas von der Höchstmengenverordnung gehört? Nein?
'Für gesundheitsschädliche Beimischungen gilt (jetzt) eine 'Höchstmengenverordnung': Solange jede der Einzelkomponenten einen definierten Betrag nicht überschreitet, wird die Qualität so eingestuft, als ob es eine solche Beimischung nicht gäbe.' (5)
Das muss man auf der Zunge zergehen lassen:
Wird nur bis zu einer bestimmten Menge beigemischt, gilt die Beimischung als nicht beigemischt.
Wird hier eventuell das Abnorme zur Norm, das Verrückte zur Normalität erhoben? Erleben wir eine 'Pathologie der Normalität'? Kann in den Menschen, die solche Dinge, solche Verordnungen aushecken überhaupt noch ein gesundes, funktionierendes Gehirn stecken?
Und um den Chemikalien, die unter anderem bei der Brotherstellung so nützlich und hilfreich sind, auch sprachlich entgegenzukommen, heißen diese jetzt 'Feinchemikalien'. Machen sie das Brot und das Brötchen 'fein'? Sind sie ein 'feiner' Zusatz, nach dem Motto 'klein aber fein'? Oder heißen sie so, weil sie sich so 'fein' verteilen, dass sie eigentlich überhaupt nicht vorhanden sind.
'Aus dem 'Backpulver' von einst sind inzwischen zirka 100 000 Tonnen Backmittel geworden, welche die Deutschen jährlich neben den Grundstoffen Mehl, Wasser und Hefe mit verzehren. Schon längst weiß der Bäcker nicht mehr, welche Mittel mit welchen Langzeitwirkungen den Fertigmischungen zugesetzt sind, die er täglich bequem und schnell verarbeitet. Und selbst das Bundesgesundheitsamt steht auf dem Standpunkt, es würde den Verbraucher mehr verwirren, ihm die inzwischen unübersichtlich gewordene Liste von Zusätzen im Brot anzugeben, als sie ihm hilfsbereit zu verschweigen.
Aus einem Fundus von 1000 Feinchemikalien lässt sich nach Herzenslust zum Beispiel
der Roggencharakter oder der Vollkorneindruckverstärken oder vortäuschen, mit braunem Zuckerlikör,
die Härte des zugesetzten Wassers mit Calciumcarbonat regulieren und damit den teig knetbarer machen,
die Schimmelbildung verhindern und so eine längere Haltbarkeit erreichen, mit Stoffen wie Sorbinsäure oder Calciumsorbat,
die Farbe frisch und natürlich halten mit Chemikalien wie Schwefeldioxid oder einigen Disulfiten,
den Natursauer durch Essigsäure ersetzen, den Geschmack von Weizenbroten abrunden, durch Milchsäure,
mehr Wasser in den Teig einarbeiten, damit das Gebäck schwerer wird, beispielsweise mit Ascorbinsäure,
die Krume zart mürben, mit Letcitin,
gleichzeitig Schneidbarkeit und Haltbarkeit verbessern, mit Citronensäure
die Säuerung verfeinern, mit Kaliumtartrat,
den Teig standfester machen, mit Natriumorthophosphat,
Käfer- und Mottenschutz kombinieren, mittels der verbesserung des Hefewachstums durch Calciumorthophosphat,
das Altbackenwerden verzögern, mit Carboxymethylcellulose,
das Volumen vergrößern und gleichzeitig Frosterfreundlichkeit erreichen, mit Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren,
das Backaroma mit Maltol verfeinern,
eine ansprechende Bräunung mit Candelillawachs erzielen,
Volumen, Krustenbräunung, Krumenzartheit und Geschmack mit Amylasen aufpolieren,
auf tiefgefrorenen Waren 'ofenfrischer' Glanz hervorzaubern, z.B. mit Stoffen wie Monostärkephosphat oder Stärkeacetat.
Diese Beispiele sollen genügen. das Bäckerhandwerk hat sich zum Zweig einer Wissenschaft entwickelt, die nicht nur erhöhte Allergieanfälligkeit bei Bäckern und Konsumenten in Kauf nimmt. Sie entpuppt sich mehr und mehr als interdisziplinärer wissenschaftlicher Randbereich zwischen Lebensmittelchemie und Pharmakologie. Da aber niemand weiß, welche Langzeitwirkungen zwar nur schwach dosierte, aber dafür beliebig viele natürliche Beimengungen nach sich ziehen, bleibt unklar, ob man sich darüber freuen soll...' (6)
Überhaupt, was ist mit unserer Freude am Wohlgeschmack? Was heißt hier 'Erdbeer-Sägespäne'?: 'Aroma aus dem Chemie-Baukasten täuscht täglich unseren Gaumen. Wer morgens 'Nesquick' trinkt, schluckt Geschmack aus dem Labor, wer Jacobs Kaffee 'Amaretto' mag, genauso. Müllers 'Knusper Joghurt Schoko Müsli' ist schmackhaft dank der Künste der Chemiker. Auch Pfannis 'Bauernfrühstück', die Pasta du Chef' von Maggi oder die Fünf-Minuten-Terrine, sogar die Hummerfonds von Lacroix - alles Aroma. Laboraroma ist die Leitsubstanz der modernen Lebensmittelproduktion. Ohne die geheimnisvollen Pülverchen und Säfte wären Industrieprodukte im Supermarkt ungenießbar und unverkäuflich. (7)
Was sind das für Stoffe, die da klammheimlich mit dem Segen der uns Regierenden zugesetzt werden? Fragen wir einen Mann, der dies wissen muss, nämlich Dr. Karl Heinz Ney, denn 'er hatte nach einer physikalisch-chemischen Diplomarbeit und einer physiologisch-chemischen Dissertation auf dem Enzymgebiet die Chance, in den stürmischen 60er und 70er Jahren im deutschen Forschungslabor des international größten Lebensmittelherstellers die Sektion 'Proteine und Aromen' zu leiten... Er wendet sich...an alle, die auf dem fasznierenden Gebiet der Lebensmittelaromen arbeiten oder dies beabsichtigen....' (8)
In der Folge die Aromagliederung nach Ney, wobei jedes Aroma einem Duft, einen Geschmack oder einem 'Eindruck' zuzuordnen ist. Zum Beispiel:
Glycin: Brötchen;
Alanin: gekochte Kartoffel;
Valin: Karamelle;
Leucin: Schokolade;
Isoleucin: beißend;
Phenylalanin: Honig, Marzipan;
Glutaminsäure: angebrannter Zucker;
Prolin: Bratkartoffeln;
Serin: Kartoffel.
Versteht man in Ansehung dieser unterschiedlichen Zweckbestimmungen Aromen als Zubereitungen von Geruchs- oder Geschmacksstoffen, die zur Aromatisierung von Lebensmitteln bestimmt sind, dann liegt die Schlussfolgerung nahe, dass Aromen Zusatzstoffe sind.'(9)
Anscheinend muss man Gesetze nur richtig abfassen, damit die juristischen Wortdeuter festlegen können, was Sache ist. Ney formuliert so wunderbar weiter, dass am Schluss 'Geruchs- und Geschmacksstoffe nur dann als Zusatzstoffe anzusehen sind, wenn sie weder natürlicher Herkunft noch den natürlichen Stoffen chemisch gleich sind'. (10)
Der Industrie geht es eben darum,
'die 'natürliche' Frische soweit wie möglich zu erhalten,
den 'natürlichen' Geschmack täuschend ähnlich nachzuahmen oder gar zu übertreffen,
den 'natürlichen' Geruch auch dann noch aufrecht zu erhalten, wenn das System 'Lebensmittel' unter natürlichen Bedingungen schon längst verfault und von Verwesung befallen wäre,
das Aussehen so appetitlich zu gestalten, so dass man am liebsten sofort zubeißen möchte und es kaum abwarten kann, die Entlarvung der biochemischen Husarenstreichs in den Dunkelräumen seines Verdauungstraktes zu erleben, freilich ohne jede rechtliche Handhabe.'(11)
Das ist natürlich keine Täuschung des Verbrauchers. Die ist nach Paragraph 17 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes in Deutschland nämlich verboten. Zuwiderhandlung kann sogar mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Es handelt sich ebenfalls nicht um Betrug.
Die Sägespäne, aus denen die Künstler von Haarmann & Reimer ein Erdbeeraroma gewinnen, entstammen australischen Bäumen. Diese sind fraglos natürlichen Ursprungs. Wie das Rizinus-Öl, aus dem die Chemiker der BASF ein feines Pfirsisch-Aroma herauskitzeln.
Oder der Pilz Trichoderma viride, der allerdings oft übersehen wird, denn er lebt im Erdboden. Er produziert neuerdings Kokosaroma.
Wundersame Erzeugnisse kommen mit solch modernen Methoden zustande: Die sächsische Filiale des US-Aromafabrikanten Bell Flavors & Fragrances kann ein 'natürliches Aroma' vom 'Typ Rinderbraten' anbieten, das so wenig mit einem Rind zu tun hat, daß sie es speziell für Vegetarier empfiehlt. So kommt endlich Abwechslung ins dröge Vegetarierleben.
Solch kreativer Umgang mit der Wahrheit wird zwar nicht bestraft, fördert aber Argwohn und Misstrauen beim Verbraucher'.(12)
Diese Art von 'Kreativität' erinnert mich an die immer üblicher werdende 'Steuergestaltung' einer bestimmten Gesellschaftsschicht, an diese 'kreativen' Steuererklärungen, wo zum Beispiel auch bei Bareinnahmen von einer Million DM und mehr im Jahr keine Mark Steuern bezahlt werden. Diese Art von Kreativität, wo auch immer eingesetzt, hat einen eigenartigen Geruch. Man könnte auch sagen: Sie stinkt zum Himmel!
'Denn immer, wenn 'Aroma' draufsteht, ist mit Sicherheit etwas faul. Ein 'Schwarzwälder Früchtequark' der Freiburger Molkerei Breisgaumilch (Slogan: 'Natürliche Breisgaumilch') enthält beispielsweise laut Etikett 'Kirschen aus dem Markgräflerland'. Doch 'Aroma' ist ebenfalls drin. Haben die Bauern zu wenig Obst geliefert? Oder schmecken die Früchte aus dem Markgräfler Land nach nichts? Und was bedeutet das staatliche Siegel 'garantiert aus heimischer Erzeugung' ? Stammt das 'Aroma' von emsigen Schwarzwälder Boden-Bazillen, genetisch manipuliert von fleißigen Freiburger Universitätsbiologen? Nein, sagt der Verkaufsleiter der in Konstanz ansässigen Firma Deutsch-Schweizerische Früchteverarbeitung, die für die Freiburger Molkerei die 'Fruchtzubereitung' aus dem Markgräfler Land zusammenrührt.
Das Aroma braucht er, denn 'wenn man da kein Aroma rein tut, schmeckt das wie eingeschlafene Füße'. Er bezieht es von den branchenbekannten Lieferanten wie Haarmann & Reimer. Wie genau der Fabrik-Geschmack beschaffen ist, das weiß er nicht. Nur eines weiß er: Von Erdbeeren oder Kirschen, Markgräflern gar, stammt das Aroma nicht.
Wo die Lage so unübersichtlich geworden ist, stehen auch die Behörden vor einem völligen Rätsel. Zwar versichert die Industrie, ihre Indegrenzien seien absolut unschädlich; zumindest einige der Aroma-Substanzen könnten aber für empfindliche Konsumenten von Schaden sein.
Nach einer Aufstellung des Europarates in Straßburg können von 2176 bekannten Geschmackssubstanzen nur 391 als erwiesenermaßen ungefährlich gelten. Immerhin 189 der Aromastoffe hält das Straßburger Komitee für so fragwürdig, dass von einer Verwendung abzuraten sei. Einige dieser Substanzen, beispielsweise die Allylalkoholester, stehen in Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen oder das Erbgut zu schädigen.'(13)
Aber was nützt dieses in Straßburg angesammelte Wissen? Natürlich nichts, denn selbst wenn dieses Parlament etwas beschließen sollte, was hätte dies für eine Bedeutung? Die Straßburger Versammlung, als Versorgungsinstitut bzw. als vorzeitiges Altenheim für verdiente Politiker angelegt, ist absolut machtlos.
Man muss sich vorstellen, dass es für diese Aromabeigaben keine gesetzlichen Bestimmungen gibt, welche die Verwendung regeln. Die Industrie kann tun und lassen was sie will, wird der Stoff natürlich erzeugt.
Wenn es den Umsätzen dient, kauen wir morgen gnadenlos auf Hühner- oder Taubenmist oder trinken Schweinegülle, denn diese Erzeugnisse sind garantiert natürlich.
'Gleichzeitig können selbst anrüchige Zutaten in Fertig-Kost enthalten sein: Mangels gesetzlicher Bestimmungen unterliegen Aromabeigaben in der Nahrung keinerlei lückenloser Kontrolle: 'Da werden Stoffe vermarktet', kritisiert Peter Baum, Referent beim Straßburger Aromakomitee, 'von denen der Gesetzgeber keine Ahnung hat'.' (14)
Fa. 'Tarnen und Täuschen & Co'
Ein dem Lebensmittel zugesetzter Aromastoff täuscht, nach meiner Definition, einen Geschmack vor, der, aus welchen Gründen auch immer, so im Lebensmittel nicht vorhanden ist. Selbst wenn der Aroma-Inhaltsstoff auf der Verpackung stehen würde, wüsste ich als Verbraucher überhaupt nichts über diesen Stoff. Der Kunstgriff der Natürlichkeit ist eine Perversion des Begriffes.
Das Gesetz ist so angelegt, dass dieser Kunstgriff möglich ist. Die Lebensmittel-Wirklichkeit ist ein Komplott zum Schaden der Konsumenten.
'Besonders gefährlich sind einige industrielle Geschmacksverbesserer, zumal im Verbund mit anderen Zutaten, für Allergiker: Das Bundesgesundheitsblatt warnte bereits vor 'unter Umständen lebensbedrohlichen Schockreaktionen', vor allem für die 'zunehmende Zahl' von Soja- und Erdnussallergikern.
Solche versteckten Allergieauslöser hatten US-Mediziner entdeckt, als sie sechs ungeklärte Todesfälle bei Kindern untersuchten. Die von den Forschern vermutete Ursache: Spuren von Soja und Erdnüssen in Hamburgern und 'Snacks'. Soja- oder Erdnussproteine werden häufig chemisch umgemodelt und verwendet, um Salami- oder Speckgeschmack vorzutäuschen. Das ist natürlich tückisch: Während ein Apfel-Allergiker weiß, dass er keine Äpfel essen soll, ahnt ein Soja-Allergiker kaum, ob in Pizza, Dosenwürstchen oder Tiefkühlklopsen ein Würz-Mix auf Soja-Basis enthalten ist.
Die Gesundheitsbehörden können auch keinen Schutz garantieren: 'Ich weiß ja nicht, was für ein Aromastoff wirklich eingesetzt wird', klagt Werner Grunow vom Berliner Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin...'.(15)
'Einige Hundert Hühner habe er im Angebot, sagt Günther Matheis. Herr Matheis ist kein Hühnerbaron, sondern Lebensmittelchemiker bei der Firma Dragoco im niedersächsischen Holzminden, einer der führenden Geschmacksfabrikanten. Deshalb hat er von den Hühnern auch bloß die chemischen Aroma-Komponenten auf Lager, vom Typ 'koch' bis Typ 'brat'. Und dazu, ganz nach Belieben der Kundschaft aus der Lebensmittelindustrie, chemisch nachempfundene Gaumen-Illusionen von Mango, Joghurt, Speck.
7000 Geschmäcker insgesamt. Selbst das Wiener Würstchen wird oft nicht mehr geräuchert, sondern bloß kurz mit Flüssigrauch geduscht. Das ist eigentlich verboten, doch das Bonner Gesundheitsministerium hat schon über 300 Ausnahmegenehmigungen erteilt... Einige (Betriebe) beteuern, davon keinen Gebrauch zu machen - was der Verbraucher nur schwer überprüfen kann. Denn eine Kennzeichnung der 'Duschwürstchen' ist ausdrücklich verboten. So weiß der Esser häufig nicht, welchen Kunstgriffen der formidable Geschmack zu verdanken ist. Und er genießt die modernen Imitate oft.
Durchschnittlich nimmt jeder täglich ein Pfund aromatisiertes Essen zu sich.
Auch für Hunde und Katzen, Puten und Schweine haben die Aroma-Fabriken diverse Geschmacks-Richtungen nachempfunden, bis hin zu tierischen Lieblings-Speisen wie Maus oder Wurm.
Überraschenderweise ergaben indessen Studien, dass das liebe Vieh bisweilen fast menschliche Geschmacks-Vorlieben zeigt: Ferkel beispielsweise, so fand ein dänischer Konzern heraus, sind ganz begeistert von Erdbeeren mit Schlagsahne - und nahmen bei so aromatisiertem Futter deutlich an Mastgewicht zu.'(16)
Quellenangabe:
( 1) Popp, F.-A.: Die Botschaft der Nahrung, Fischer
1994, S. 70f
( 2) Popp, F.-A.: Die Botschaft... S. 74f
( 3) Popp, F.-A.: Die Botschaft... S. 20
( 4) Kerbusk, K.P.: Der Gen-Fraß, in: Der Spiegel
Nr. 15, 1993, S. 202 - 218
( 5) Grimm, H.-U.: Der Erdbeergeschmack kommt von
Sägespänen, in: Die Rheinpfalz Nr. 271
1997
( 6) Popp, F.-A.: Die Botschaft... S. 31f
( 7) Grimm, H.-U.: Der Erdbeergeschmack kommt von
Sägespänen, in: Die Rheinpfalz Nr. 271
1997
( 8) Ney, K.-H.: Lebensmittelaromen, BEHR's Verlag
1987, s. 5
( 9) Ney, K.-H.: Lebensmittelaromen... S. 323f
(10) Ney, K.-H.: Lebensmittelaromen... S. 324
(11) Popp, F.-A.: Die Botschaft... S. 33
(12) Grimm, H.-U.: Der Erdbeergeschmack...
(13) Grimm, H.-U.: Der Erdbeergeschmack...
(14) Grimm, H.-U.: Der Erdbeergeschmack...
(15) Grimm. H.-U.: Der Erdbeergeschmack...
(16) (hug), Rheinpfalz Nr. 271 1997
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