Bildung und Radionik

von Claudio Romanazzi

Kann man sich etwas vorstellen, das man noch nie gesehen, von dem man noch nie gehört hat? Diese Frage bestimmt letztlich unser Bild der Welt und des Universums. Im Verlauf unseres Lebens finden wir einen Platz darin und richten uns ein.

Interessant im Hinblick auf die Überschrift dieser kleinen Exkursion ist hier nicht ein Szenario, in dem ein ‚Wissender‘ auf einen ‚Unwissenden‘ trifft und das Weltbild des Letzteren damit verändert wird. Wirklich interessant ist in diesem Zusammenhang das Verhalten innerhalb des eigenen Weltbilds.

Bildung als Elektriker

Nehmen wir als Beispiel einen ganz normalen Menschen an, der durch eine Lehre oder eine Studium gegangen ist und seinen Beruf ausübt. Das Wissen, das er erworben hat, hat er in sein Leben integriert (ein Elektriker wird beispielsweise seine Glühlampen nun selbst auswechseln oder Stromleitungen fachgerecht verlegen können).

Mit anderen Worten – die betreffende Person repräsentiert all jene Kenntnisse und Bildung, für die sie in ihrem Leben jemals Resonanz entwickelt hat.

Stellen wir also die Frage, die das Thema vorgibt: „Erfordert radionisches Arbeiten Bildung und Kenntnisse?“ Wäre es nicht viel geschickter, einen Knopf zu drücken, einen Schalter zu drehen, eine Affirmation in ein Display einzugeben – kurz, eine Absicht auf eine wie immer geartete Art und Weise an das Universum abzugeben, und dann würde, einem Wunder gleich, genau das geschehen, was man beabsichtigt hat? Kann das funktionieren? Ist das realistisch? Die Antwort lautet (wie es so schön heißt):

Im Prinzip – ja!

Vor den Erfolg haben die Naturgesetze jedoch Arbeit gesetzt. Ein altes esoterisches Gesetz lautet: „Energie folgt dem Gedanken.“ In radionische Terminologie übersetzt bedeutet dies, dass durch absichtsvolle Gedanken Energie in die Verwirklichung fließt. Je präzisere Gedanken gedacht werden, desto akkurater kann die ihnen folgende Energie ihre Wirkung entfalten.

Einem Reiter würde es niemals einfallen, seinem Pferd zu signalisieren, dass es loslaufen soll. Denn das Pferd würde ja nicht wissen wie – im Schritt, Trab oder im Galopp? Tatsächlich gibt es eine solche Anweisung an ein Pferd gar nicht. Der Reiter muss immer exakt angeben, was er von seinem Pferd will. Pferd und Reiter haben eine gemeinsame Sprache gelernt – sie haben sie beide erlernen müssen –, die nun den Umgang miteinander organisiert.

Im Universum ist das etwas anders. Das Universum versteht die erforderliche Sprache schon, nur wir müssen sie noch lernen. Jeder Mensch – oder besser, jedes bewusste Wesen – programmiert sein Universum, manche eher bewusst, manche ganz unbewusst.

Ein Radioniker ist jemand, der gelernt hat, absichtsvoll so präzise zu denken, dass Energie diesem Denkprozess wirkungsvoll folgt.

Radionik – Bildung vorausgesetzt

Das aber setzt voraus, dass er Bildung darüber hat, was er absichtsvoll denkt. Es nutzt nur wenig (aber immerhin etwas, denn es wird ja eine Absicht formuliert), wenn nur eine grobe Richtung vorgegeben wird. Äußert man beispielsweise die Absicht, dass ein Schnupfen verschwinden möge, wird zwar Energie zu diesem Zweck in Marsch gesetzt, wenn die Absicht jedoch keinerlei Verständnis der Ursachen enthält, wird sie wenig ausrichten. Bezieht man die Ursachen jedoch mit ein, wird die Energie diesem Gedankengang folgen und damit weit mehr in der beabsichtigten Richtung erreichen.

Je präziser man in seiner Gedankenführung den Weg der Energie vorgibt, desto besser sind die Ergebnisse. Das setzt jedoch eine genaue Kenntnis der Vorgänge voraus und diese bezeichnet man auch als Bildung.

Aus dieser Tatsache ergeben sich zwei Schlussfolgerungen:

  1. Radionik ohne genaue Kenntnis der Vorgänge bleibt immer Stückwerk. In Gang gesetzte Energie verpufft im Labyrinth der Möglichkeiten, wenn keine präzise Leitung erfolgt.
  2. Ein Radioniker ist auf seinem eigenem Gebiet am erfolgreichsten. Dort hat er im Verlauf seines Lebens die größte Resonanz entwickelt und besitzt dort folgerichtig die größte Kompetenz. Absichtsvoll geäußerten, präzisen Gedanken folgt Energie am besten und bewirkt damit deren optimalste Verwirklichung.

Fazit: Radionik ist immer dann erfolgreich, wenn auf dem mit ihr bearbeiteten Gebiet Bildung und Kompetenz vorliegt. Wer meint, durch scheinbare ‚Abkürzungen‘ schneller zum Ziel zu kommen, der irrt. Allein die Tatsache, dass bekannte Radioniker aus der Geschichte alle Meister ihres Fachs waren, sollte zu denken geben. Unter diesen gab es keinen, der nicht auf seinen Kenntnissen aufgebaut und seine radionische Arbeit nicht selbst erledigt hätte.

Der ‚kurze Weg‘ wird immer nur Stückwerk bleiben. Nur der ‚lange Weg‘ der Bildung wird den wirklich großen Erfolg bringen.

© 01.2006 Radionik Verlag

Claudio Romanazzi

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