Nichts

Ansätze zur Radionikbehandlung

von Claudio Romanazzi

Wer beginnt, sich mit Radionik zu beschäftigen, der kommt früher oder später an den Punkt sich zu fragen, wie denn das alles funktioniert, bzw. funktionieren kann. Meine Antwort:

Radionik funktioniert so lange, wie man seinem Unterbewusstsein klar machen kann, dass man sich auf sicherem Boden bewegt.

Diese Aussage hat natürlich Folgen für die radionische Praxis. Zunächst einmal brauchen wir für die Radionikbehandlung eine Arbeitshypothese. Und genau hier liegt die Ursache begründet, dass nicht ein Radionker genau so funktioniert wie ein anderer. Radioniker sind höchst individualisierte Einzelbehandler, keiner behandelt wie ein anderer. Erfolge des einen lassen sich auf die gleiche Art und Weise meist nicht von anderen wiederholen.

Deswegen ist es auch so schwierig, radionisches Wissen, radionisches Verhalten, radionisches Denken zu vermitteln. Jeder Radioniker, der etwas in dieser Richtung liest, muss die gewonnene Information erst in sein eigenes System übersetzen – so das überhaupt möglich ist.

Genau aus diesem Grund gibt es so viele Ansätze, radionische Behandlungen durchzuführen. Radioniker behandeln die Psyche und den Körper mit dessen Teilen, sie behandeln Akupunkturpunkte und Punkte nach Caligaris, sie behandeln Chakras und feinstoffliche Körper, sie behandeln chemische Elemente, Vitamine, Mineralien und andere notwendige Bestandteile des Körpers, sie behandeln das Blut, die Lymphe und andere Körperflüssigkeiten, sie behandeln Familien- und Gruppenfelder usw.

Und warum das alles? Nun, damit man sich mit seinem radionischen Tun auf vertrautem Boden bewegt. Beispiel: Radionikbehandlung per Akupunkturpunkte. Kurze Erklärung der Akupunktur: der menschliche (auch der tierische) Körper wird von Energiebahnen durchzogen, auf denen Punkte sitzen, die bestimmte Eigenschaften haben. Reizt man diese Punkte – gewöhnlich durch das Stechen mit einer speziell dafür entworfenen Nadel – so werden die Eigenschaften des Punktes entweder gefördert (angeregt) oder gebremst (abgeregt). Wer also Akupunktur gelernt hat, wird vom Körper in diesen Kategorien denken.

Was liegt da näher, als das auch für die Radionik zu nutzen. Man erstellt sich Raten oder verwendet einfach die Namen der Punkte (zum Beispiel aus diesem Buch: http://amzn.to/1QNkYOs) und behandelt dann die entsprechend radionisch ermittelten Punkte. Aber Achtung: das funktioniert natürlich nur dann, wenn man von Akupunktur auch Ahnung hat.

„Ja aber ist das denn nicht ein Umweg?“, könnte man fragen, „Statt direkt auf das Problem loszugehen, behandelt man Akupunkturpunkte, die dann erst für den gewünschten Effekt sorgen“. Meine Antwort: natürlich ist das ein Umweg, jedoch ist die Wirksamkeit des Anwenders viel größer, als wenn sich der betreffende Radioniker in einem Umfeld bewegt, das ihm weniger vertraut ist. Für Seiteneinsteiger ist diese Methode – sich radionisch auf das einzuschießen, mit dem man vertraut ist – viel effektiver, als sich (mühsam) für die direkte Methode zu schulen.

Doch nun zum zweiten Punkt unserer Überlegungen. Wir brauchen ja nicht nur eine Arbeitshypothese über das Funktionieren der Radionikbehandlung, sondern auch ein Verfahren, wie wir das umsetzen.
Dazu haben die Hersteller von Radioniksystemen alle eine eigene Meinung. Diese reicht von esoterischen Themen, über Resonanz- und morphogenetischen Feldern bis hin zur Quantenphysik. In der Radionik ist es praktisch Usus, dass jeder seine eigenen Vorstellungen als die allein selig machenden Fakten darstellt. Dabei ist es eine Tatsache, dass viele auch voneinander abschreiben – ohne die Dinge hinterfragt zu haben. Deswegen hier einige grundlegende Betrachtungen.

Generell sei gesagt, dass niemand wirklich weiß, wie Radionik funktioniert. Keine Radioniktheorie konnte bisher zweifelsfrei bewiesen werden. Wir haben es bei allen Erklärungsversuchen bisher mit Arbeitshypothesen der verschiedenen Protagonisten zu tun. In meinen Augen kann man daher nur empirisch an die Sache heran gehen und sich die (überlieferte) Funktionsweise anschauen.

Wer also glaubt, dass ein einfaches Radionikkommando (zum Beispiel ‚restauriere Gesichtshaut‘ bei Akne) eine Wirkung hat – der hat durchaus Recht! Aber auch hier liegt der Teufel im Detail. Denn es kommt natürlich darauf an, wie viel er Recht hat. Ist der Heiler Geistheiler, so wird er eine innerliche Routine entwickelt haben, die zusammen mit seiner Heilenergie zu mehr oder minder guten Ergebnissen führen wird – je nachdem inwieweit die darunter liegenden Ursachen angefasst werden.

Ist der Heiler Radioniker, so wird das Ergebnis davon abhängen, ob er sich eines Verfahrens bedient, das seinem Unterbewusstsein ‚einleuchtend‘ erscheint. Ich wiederhole mich hier gerne: wir sind als Ebenbilder Gottes auch Schöpfer, nur können wir das meist nicht glauben. Deswegen versperren wir uns diese Möglichkeit zur Verbesserung eines Zustands. Nur dann, wenn wir in der Lage sind, diese Sperre zu umgehen, unser Glaubensmuster auszurichten, nur dann sind wir in der Lage, die gewünschten Wirkungen zu erzielen.

Deswegen muss sich der Radioniker bei der Projektion seiner radionischen Kommandos eines Systems bedienen, das ihm möglichst weit angemessen ist. ‚Angemessen‘ ist hier durchaus wörtlich zu nehmen, denn wie oben schon ausgesagt, ist ja jeder Radioniker ein ganz eigenes Individuum, mit ganz eigenen Glaubenssätzen und Arbeitshypothesen. Wer jetzt also einfach ein Radionikgerät oder -system ‚von der Stange‘ kauft, wird sicherlich enttäuscht werden.

Ok, ‚von der Stange‘ ist besser als gar nichts – aber auch auf keinen Fall das Optimum. David Tansley hat mal geschrieben, dass man vermeiden sollte, umständlich zu werden. Das wird dann der Fall sein, wenn man versucht, bestehende Systeme an eigene Bedürfnisse anzupassen. Zum Beispiel habe ich schon Radionikgeräte gesehen, die mit Affirmationen beklebt waren. Klar, das hat dem Unterbewusstsein des Anwenders bessere Arbeitsbedingungen geliefert, doch die von Tansley geforderte Einfachheit ist dabei verloren gegangen. Denn je mehr Umwege man geht, desto mehr Energie geht auf dem Weg zum Ziel verloren.

Am besten wäre es, wenn jeder Radioniker sein eigenes Gerät entwerfen und verwenden würde. Das hätte die größte Effektivität. Dass dies nicht jedem möglich ist, scheint klar. Wer sich jedoch mit höchster Effektivität, mit größtem Nutzen für den Klienten einsetzen möchte, dem wird früher oder später nichts anderes übrig bleiben – es sei denn unter dem Angebot an Geräten und Systeme ist eines, das dem eigenen Ideal nahe kommt.

Da stellt sich natürlich die Frage nach dem Wie bei der Auswahl. Als Radioniker sollte man da jedoch keinerlei Probleme haben. Einfach das Analysewerkzeug herausgenommen und den Kandidaten auf Effektivität getestet. Alles, was über 80% Effektivität liegt, kommt in die engere Auswahl (Paretoprinzip!). Und selbstverständlich immer im Auge behalten, das man sich ja auch weiterentwickelt und gegebenenfalls dann ein anderes Gerät oder vielleicht gar keines mehr benötigt.

Fazit: Radionikbehandlung ist eine höchst individuelle Angelegenheit, die für den Anwender genaue Überlegung erfordert, um eine möglichst große Effektivität zu erreichen. Das betrifft sowohl die Auswahl des Wegs hin zur Besserung als auch das Werkzeug, das dafür verwendet wird.

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(4) comments

Cornelia Nobis 30. November 2015

Lieber Claudio,
Mal wieder haben Sie mit klaren Worten das „Problem“ auf den Punkt gebracht. Mensch braucht ein (Glaubens)System, das ihm einleuchtet. Dann kommt auch die Erleuchtung ;-).
Dann kommen ihm keine Zweifel ( kann das überhaupt funktionieren?) und er kann seine Energie seinem
Verstehen gemäß fokussieren ( Energie folgt der Aufmerksamkeit.)
So wächst die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges zunehmend. Sobald sich jedoch Zweifel einstellen oder “ das verstehe ich nicht.“ bricht das ganze gut funktionierende Energiegebäude zusammen und – im schlechtesten Falle – geht gar nix mehr.
Ich merke übrigens immer wieder bei meiner Arbeit, dass es für mich besser ist, nicht alle Informationen zu verschlingen, die andere zusammengetragen haben. Es macht mich eher unsicher – und zerstreut somit meine Energie. Denkfelder (das ist meine Bezeichnung) haben eine starke Wirkung. Mensch sollte genau prüfen, in welche Denkfehler er sich begibt. Rein ist man schneller als wieder raus. Zumal diese vor allem nicht-bewusst wirken. Sie liegen ziemlich nebulös unter den bewußten Gedanken und sabotieren so die Energiebündelung. So läßt sich auch begründen, warum ein System am allerbesten beim “ Erfinder “ funktioniert.
…. Nur was wir uns vorstellen können, kann sich verwirklichen. Das ist Grundlage allen Geschehens. Laßt uns Frieden für möglich halten!
Wunder-volle Zeit.
Cornelia Nobis

Reply
    Claudio Romanazzi 30. November 2015

    Ganz genau, liebe Cornelia,
    heutzutage muss man wirklich aufpassen, welche Informationen man an sich heran lässt. Man kann deren Wirkung auf das eigene System nicht voraussagen. Daher – genau und bewusst auswählen, denn wenn man eine Information mal in seinem Leben hat, lässt sie sich nicht mehr loswerden.

    Liebe Grüße
    Claudio Romanazzi

    Reply
Hofmänner Katharina 1. Dezember 2015

Guten Tag Herr Romanazzi, seit langem erhalte ich Ihren Newslettre. Noch nie habe ich reagiert oder einen Blogbeitrag geleistet. Tut mir aufrichtig leid. Denn ich möchte Ihnen sagen, dass ich Ihre Mitteilungen sehr gut finde und schätze, da sie mich bestärken und anregen in meiner Arbeit mit dem Bruce Copen Mars III.
Also herzlichen Dank für Ihre Arbeit. Ich wünsche Ihnen eine gute, frohe Adventszeit und grüsse Sie freundlich.
Katharina Hofmänner

Reply
    Claudio Romanazzi 1. Dezember 2015

    Hallo Frau Hofmänner,

    danke für die Blumen. Es ist wichtig für mich, dass ich von ‚draußen‘ auch Reaktionen bekomme. Nur dann macht meine Arbeit Sinn.

    Liebe Grüße
    Claudio Romanazzi

    Reply
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