Radionikanalysen

Wenn wir eine radionische Analyse machen, fragen wir sozusagen nach. Wir fragen einmal nach dem Ist-Zustand und zum anderen nach den Ursachen.

Nach dem Ist-Zustand fragen wir, um den aktuellen Stand, das Ausmaß der Schädigung, des Verbrauchs oder der Abnutzung festzustellen. Für den kenntnisreichen Radioniker ergeben sich bereits in diesem Stadium erste Verdachtsmomente, wo dann später radionisch anzusetzen ist.

Nach den Ursachen fragen wir, um das vom Klienten/Patienten beklagte Übel an der Wurzel fassen zu können. Ohne an die Ursachen heran zu gehen, wird alles Tun nur Stückwerk bleiben.
Sicher gibt es Ursachen, die wir nicht oder nur unter sehr großen Mühen verändern können (zum Beispiel einen Arbeitsplatz unter gesundheitlich bedenklichen Umständen), die meisten Ursachen sind jedoch leicht veränderbar, wenn man sich dazu nur entschließt und an diesem Entschluss dann auch festhält.

Unsere Aufgabe als Radioniker ist es demnach natürlich auch, unsere Klienten und Patienten entsprechend zu beraten und (logischerweise radionisch ermittelte) Vorschläge zu machen, um die Ursachen auszuräumen.

Doch nun der Knackpunkt:

Was ist, wenn ich die richtige Frage aus Mangel an Kenntnissen gar nicht stellen kann?

Dazu ein Beispiel: im April 2007 veröffentlichte ich im Radionik Newsletter einen Artikel über Miniermotten bei Kastanienbäumen. In diesem Artikel, den ich heute sicherlich nicht mehr so veröffentlichen würde, wird kurz die Problematik angerissen, dann einige weitere Probleme mit den Kastanienbäumen beschrieben, die aus der Sicht der Autorin ebenfalls angegangen werden sollten, und zum Schluss eine wilde Sammlung möglicher Radionikbehandlungen angefügt, aus der sich der Leser dann bedienen kann.

Dieses Bedienen könnte zum Beispiel so aussehen. Ich nehme mein Pendel und frage Punkt um Punkt ab, welche radionische Behandlung für meine Kastanie angebracht ist und projiziere diese dann.
Nehmen wir an, dass ich, was Kastanien betrifft, vollkommener Laie bin. Welche Antworten könnte mein Pendel mir geben, die von solcher Relevanz sind, dass meine Radionikbehandlungen auch einen Effekt haben?

Meine Antwort: keine! Der Grund ist, dass ich zwar positive Schwingungen übertragen kann, was zwar bei unveränderter Ursachenlage vielleicht zu besserer Stimmung führt, jedoch nicht zur Verbesserung der allgemeinen Verfassung. Ich würde wahrscheinlich noch nicht einmal am Symptom arbeiten (schulmedizinischer Ansatz), sondern quasi nur wild in der Gegend herum ‚radionisieren‘ und vielleicht eher Verwirrung stiften als eine höhere Form der Ordnung zu etablieren.

Der Artikel beweist, so meine Meinung, dass die Radionik aus der Schulmedizin kommt. Es werden meist Symptome bekämpft, ohne sich um die Ursachen zu kümmern.

Ein Gedanke nebenbei: angenommen, wir würden es schaffen, einen Schutzschirm vor der Miniermotte aufzurichten und die betreffenden Kastanien damit zu schützen – was würde danach kommen? Die Motte kommt ja aus einem bestimmten Grund. Wenn der Grund nicht angefasst wird, wird sie nach dem radionischen Schutz zwar nicht mehr ‚angreifen‘ können, doch das wird die Natur nicht aufhalten, dort ihre Aufgabe zu erfüllen. Sie wird die nächste Plage schicken.

Radionik und Fachkenntnisse

Um wirklich nachhaltige Ergebnisse zu erzielen, müssen wir an die Ursachen heran kommen. Und das geht nicht, ohne auf dem bearbeiteten Bereich Fachkenntnisse zu haben.

Das liegt unter anderem an der Fragetechnik. Wenn man in der Radionik eine Analyse durchführt, gilt es die Inhalte meist langer Listen auf Relevanz abzufragen. Je nach Fragestellung wird der Ist-Zustand oder eine Ursache erfasst.

Dieses Verfahren hat jedoch Grenzen. Diese liegen eben in den Inhalten der Listen. Ist etwas nicht enthalten, kann es auch nicht abgefragt werden. Und: ist etwas in der Liste enthalten, der Frager hat jedoch kein Verständnis von diesem Begriff, dann ist das so gut, als wenn der Begriff gar nicht enthalten wäre, denn er kann ihn so nicht bewerten – auch nicht intuitiv.

Fazit: Weder eine Liste mit unvollständigen Inhalten, noch eine Liste mit vollständigen Inhalten, die sich jedoch dem Verständnis des Radionikers entziehen, sind für eine fachgerechte Radionikanalyse von Nutzen.

Was kann man also tun?

Nun, das ist ganz ‚einfach‘: Will man auf einem bestimmten Gebiet Radionik betreiben, sollte man sich auf diesem Gebiet entsprechendes Fachwissen aneignen. Dann und nur dann kann man erwarten, dass sowohl die radionische Analyse als auch die Radionikprojektion erfolgreich ablaufen und die Ergebnisse erbringen, die wir uns wünschen.

So, das wäre also geklärt. Dann will ich noch die Fragestellung mit der Miniermotte auflösen.

Diese Motte ist ein Abbauer, d.h. sie ist dafür zuständig, organische Gewebe, die ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, als Nahrungsmittel für ihren Lebenszyklus zu verwenden. Wie man sieht, ein sinnvoller und ganz natürlicher Vorgang. Hier mit Radionik eingreifen zu wollen, würde gegen die Natur arbeiten und damit wenig Chancen auf Erfolg haben.

Der entscheidende Abschnitt im vorigen Absatz ist die Aussage über das ‚organische Gewebe, das seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann‘. Wieso kann das Gewebe – und gemeint sind hier natürlich die Blätter unserer Kastanien – seine Aufgaben nicht mehr erfüllen?

Die Antwort lautet, dass die Kastanie nicht mehr gesund ist. Die Ursache liegt in der mangelnden Versorgung mit Nährstoffen, denn oftmals sind Kastanien Alleenbäume, deren Stamm in Betonringen, Asphalt oder anderen abdeckenden Materialien wächst, was die Zufuhr von düngenden Stoffen manchmal maximal einschränkt.

Wenn man hier ansetzt und entsprechende Stoffe an die Wurzeln bringt, wird nicht nur der Befall der Miniermotte zurück gehen (denn die haben dann – zumindest an diesem Baum – keine Aufgabe mehr), sondern auch die Blätter werden grüner und der ganze Baum gesünder werden.

Es gab von George de la Warr erfolgreich durchgeführte Versuche, mit radionisch destilliertem Wasser Pflanzen zu ernähren. Das könnte man versuchen nachzumachen, bzw. an unsere Kastanien anzupassen, indem man die fehlenden Stoffe radionisch projiziert. Aber wissen wir denn, welche Stoffe das sind?

Da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz

Ohne das entsprechende Fachwissen werden wir diese Stoffe nicht identifizieren können und damit nur Stückwerk erledigen können. Daher sollte man – zumindest was unsere Kastanien betrifft – die notwendigen Stoffe in Form von Kompost, effektiven Mikroorganismen usw. usw. an die Wurzeln bringen. Darin sind alle Stoffe enthalten, die der Baum braucht. Mittels Radionik können wir dann noch den notwendigen ‚Rest‘ aus unserer Liste heraus analysieren und projizieren. Dann hätten wir das Maximum unserer Möglichkeiten ausgeschöpft.

Seien wir uns darüber klar: Radionik ist nicht alles und nicht alle Problemstellungen sind mit Radionik allein lösbar.

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(6) comments

Nicole Hentschel 31. Mai 2014

Vielen Dank Claudio für deinen tollen Artikel.
Ich finde es sehr schön, dass Du uns auch in diesem Fall an Deinen Prozessen teilhaben lässt und das, was Du machst, selbst hinterfragst, um es zu verbessern.

Mich hast Du auf jedem Fall einmal mehr daran erinnert, dass es um das Wohl Aller geht – und das Alles einen Sinn hat.
Ich hatte vor ein paar Tagen ein ähnliches Thema in meiner Praxis – wiederkehrender Läusebefall bei Kindern in einer Familie. Die Frage nach den Ursachen und deren Behandlung (in diesem Fall familiärer Stress ) ist dann ja auch zum Wohle Aller und besser als einfach die Läuse zu verscheuchen. Außerdem ist es ja auch viel spannender zu schauen, was dahinter steckt und was dann passiert . Ich habe das Gefühl, wenn ich mich liebevoll und voll Interesse um die Ursachenergründung kümmere, dass dabei auch schon etwas beim Patienten passiert und ordnet.

Vielen Dank das Du mich daran erinnert hast.

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Carmen 31. Mai 2014

„… wild in der Gegend herum ‘radionisieren’ …“

Danke für die Erinnerung, dass es in der Radionik um mehr geht und es sich lohnt, die Dinge etwas genauer anzuschauen.

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HP Stefan Danz 1. Juni 2014

Hallo
so ist es m.E. wichtig das beide Gehirnhälften in der radionischen Arbeit benutzt werden und gerade die Rechte intuitive empfindet es doch als ausserordentlichen Glücksmoment, wenn Sie mehr als sonst „mit ins Boot geholt wird“. So ist es möglich allein durch das Lesen der Analyse(n) sich mehr und umfangreicheres Wissen in seine Linke Gehirnhälfte zu „laden“. Ich stimme zu, das was mann/Frau kennt auch benutzt oder darauf bei Bedarf zugegriffen werden kann. Im Endeffekt ist es aber m.E. immer das eigene Glaubenssystem das die Grenzen eng oder weit setzt. Durch die Radionik ist es möglich seine eigenen Grenzen sichtbar zu machen und daran zu arbeiten sprich als Optimum ins Unendliche grenzenlose zu erweitern.
Wünsche einen schönen Sonntag
Gruß Stefan

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HP Frank Schulte 3. Juni 2014

Danke Claudio für diesen Text, der wieder einmal die Notwendigkeit von Fachkenntnissen und damit Ausbildung unterstreicht! Es genügt eben nicht, allein auf teure Radioniksysteme, sprich Computer mit entsprechenden Datenbanken und automatische Analysen zu bauen. Auch hier ist das Fachwissen nötig und wenn man darüber verfügt, ist im Grunde die „automatische Analyse“ überflüssig.
Da ich neben der Radionik auch mit anderen Ansätzen aus dem Bereich des Geistigen Heilens arbeite, stelle ich immer wieder erfreut fest, dass auch bleibende Erfolge, welche nicht einer reinen Symptomenbekämpfung zugeordnet werden können, trotz einer unzureichenden Kenntnis der Ursachen, eintreten können. Da ich mich täglich in diesem „Energie-Informationsgefüge“ bewege, wird selbst die radionische Analyse und Behandlung davon beeinflusst. Dies nach dem bekannten radionischen Leitsatz: Die Absicht ist das radionische Tun. Das bedeutet für mich, dass ich die Radionik nicht mehr ganz scharf abgrenzen kann und die anderen energetischen Einflüsse immer mitlaufen.
Je nach Bewusstseinsentwicklung und Erfahrung des Radionikers und natürlich abhängig von anderen Gebieten, mit denen er sich befasst, werden sicher viele bewusst oder unbewusst ähnliche Erfahrungen machen. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Behandlung von Pflanzen ist auch die Auseinandersetzung mit Elementarwesen sehr hilfreich.

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Reinmold Heggi 8. Juli 2014

Hallo Claudio, durch Zufall heute auf Deinen Seiten gelandet. Toll zu sehen /lesen, was aus Dir geworden ist. Liebe Grüße aus Nienburg Heggi

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    Claudio Romanazzi 11. August 2014

    Huhu Heggi – liebe Grüße, Claudio

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