Homöopathie und Radionik bei Grippe und grippalen Infekten

Teil I

von Gisela Gerhold, aus dem Radionik Newsletter 01.2009

Sind Sie auf eine
Grippeepidemie oder gar Pandemie vorbereitet? Dazu ein Zitat von
Sandra Perko aus ihrem Buch zur homöopathischen
Behandlung der Grippe: „Natürlich ist es bei einer Katastrophe
oder in einer nationalen Krise immer ideal, wenn man sich auf die
standardmäßige medizinische Versorgung verlassen kann – und
Unterstützung durch die Homöopathie wie auch durch eine
entsprechende Ernährung in der Klinik bekommen kann. Jedoch kann es
im ‚Worst Case Scenario’, und wenn man einmal an das Desaster der
Spanischen Grippe zurückdenkt1,
möglich sein, dass man niemanden erreichen kann. 1918 waren die
Menschen, die sich mit der Homöopathie auskannten, in der Lage, sich
und ihren Angehörigen selbst zu helfen, um jene medizinische
Katastrophe zu überleben. Sie verloren keine wertvolle Zeit damit,
auf Hilfe zu warten, wenn keine Hilfe vorhanden war, sondern sie
reagierten schnell und effektiv, indem sie sich das individuelle
Symptombild anschauten und aufgrund dessen das wirkungsvollste
Heilmittel bestimmten – wenn sich die Symptome veränderten,
änderten sie auch das Mittel.“ Mit dem eindrucksvollen Erfolg,
dass bei homöopathisch behandelten Grippekranken nur vergleichsweise
wenige Todesfälle zu beklagen waren.

Für Homöopathen ist es völlig
gleichgültig, wie eine Krankheit heißt und welcher Virus oder
Serotyp eines Virus nun den Menschen befallen hat; einzig die
individuellen Symptome des Erkrankten werden für die Auswahl der
homöopathischen Mittel herangezogen und diese Auswahl je nach
Entwicklung der Pathologie auch verändert. Deshalb werden in der
grundsätzlichen Behandlungsweise der „echten“ Grippe (Influenza)
und einem grippalen Infekt auch keine Unterschiede gemacht, und nach
dieser Vorgehensweise würde bei ihrem Auftreten ebenso die
„Vogelgrippe“ behandelt werden. Auf gesetzliche Unterschiede
bezüglich Behandlungsverboten ist allerdings hinzuweisen: Influenza
und damit auch eine eventuelle Vogelgrippe darf nach den Bestimmungen
des Infektionsschutzgesetzes (ifSG) in Deutschland von Nichtärzten
nicht behandelt werden, ein grippaler Infekt dagegen schon.

Sandra Perko listet rund 80
homöopathische Mittel auf zur Behandlung der Grippe; in der ersten
Gruppe diejenigen, die in der Geschichte der Homöopathie immer
wieder erfolgreich bei Grippe eingesetzt wurden und die daher als die
wichtigsten Mittel zu deren Behandlung gelten:

Arsenicum album, Baptisia tinctoria, Bryonia alba, Eupatorium perfoliatum, Gelsemium sempervirens, Influenzinum, Phosphorus, Rhus toxicodendron.

Ebenfalls wichtige Grippemittel sind nach Perko:

Aconitum napellus, Camphora officinarum, Causticum, Chelidonium majus, Eucalyptus, Euphrasia officinalis, Ferrum phosphoricum, Mercurius solubilis, Nux vomica, Pyrogenium, Sulphur.

Als weitere Mittel kommen nach Perko
in Frage:

Aesculus hippocastanum, Allium cepa, Ammonium bromatum, Ammonium carbonicum, Ammonium muriaticum, Antimonium tartaricum, Arnica montana, Arsenicum hydrogenisatum, Arsenicum iodatum, Arsenicum sulphuratum rubrum, Arum triphyllum, Asarum europaeum, Avena sativa, Belladonna, Bromium, Calcarea carbonica, Carbo vegetabilis, Carbolicum acidum, China officinalis, Cimicifuga racemosa, Cypripedium pubescens, Drosera rotundifolia, Dulcamara, Eriodictyon californicum, Eryngium aquaticum, Glonoinum, Gymnocladus canadensis, Hepar sulphuris calcareum, Hydrastis canadensis, Hyoscyamus niger, Iberis amara, Iodum, Ipecacuanha, Iris versicolor, Kali bichromicum, Kali carbonicum, Kali iodatum, Lachesis, Lycopodium clavatum, Magnesia phosphorica, Mercurius biniodatus cum kali iodat., Natrum salicylicum, Natrum sulphuricum, Oscillococcinum, Phellandrium, Phytolacca decandra, Psorinum, Pulsatilla nigricans, Quercus glandibus, Rumex crispus, Sabadilla, Salicylicum acidum, Sanguinaria canadensis, Sarcolacticum acidum, Scutellaria laterifolia, Senega, Spigelia anthelmia, Spongia tosta, Stannum metallicum, Sticta pulmonaria, Strychninum purum, Tuberculinum, Veratrum album.

Nach den Regeln der Homöopathie kommt aber theoretisch auch jedes andere Mittel in Frage, soweit es die typischen Symptome des Patienten abdeckt (siehe dazu auch die Fallbeschreibung und die Anmerkung zu Naja).

Für Radioniker empfiehlt es
sich, anhand dieser Auflistung entsprechende Testvorlagen zu
erstellen, die im Bedarfsfall eine schnelle Heilmittelanalyse
ermöglichen. Zumindest mit den wichtigeren der Grippemittel sollte
man soweit vertraut sein, dass man Symptome des Patienten dem
entsprechenden Arzneimittelbild zuordnen kann. In meiner Praxis
arbeite ich seit etlichen Jahren nach einem bestimmtem System, wonach
ich die Fallaufnahme und Auswertung (= Repertorisation) nach den
Regeln der klassischen Homöopathie mache und dies kombiniere mit
radionischer Testung mit dem M.A.R.S. III von Bruce Copen
Laboratories. Gerade auch bei Fällen, wo die Befragung und
Untersuchung des Patienten sehr wenig an typischen verwertbaren
Symptomen ergibt, ermöglicht diese Vorgehensweise trotzdem eine
treffsichere Auswahl homöopathischer Mittel und von Anfang an eine
erfolgreiche Behandlung.

Welche Symptome sind in der
Homöopathie verwertbar? Nach den Regeln der klassischen Homöopathie
sind diejenigen Symptome, die typisch für eine bestimmte Erkrankung
sind und daher praktisch bei jedem Patienten vorhanden sind (bei
Grippe also beispielsweise hohes Fieber, Gliederschmerzen,
Halsschmerzen, Husten), nicht verwertbar; was wir brauchen, sind die
ganz individuellen Besonderheiten im Verlauf der Erkrankung bei genau
diesem Patienten. Dabei sind auch alle Sinne des Behandlers gefragt
und alle entsprechenden Beobachtungen wichtig; ohne diese
Beobachtungen und die Kombination mit radionischer Testung wäre ich
im beschriebenen Fall wohl nicht in der Lage gewesen, hilfreiche
Mittel zu finden, da die Befragung des Patienten alles andere als
ergiebig und er zudem zeitweise kaum ansprechbar war.

Fallbeschreibung: Es handelt
sich um einen Einzelfall aus meiner Familie (da ich ansonsten als
Heilpraktikerin bei einer Influenza dem Behandlungsverbot nach IFSG
unterliege). Ich stelle ihn trotzdem ganz bewusst vor, da trotz
schweren Verlaufs der Grippe ausschließlich homöopathisch und
naturheilkundlich behandelt wurde. Der Patient ist männlich, Anfang
50 und sonst gesund, ohne Grippeschutzimpfung.

25.1.08: Patient (in der
weiteren Beschreibung mit P. abgekürzt) war am Vorabend noch auf
einer Veranstaltung und – gesund – spät zu Bett gegangen. Am
frühen Morgen erwacht er glühend heiß, mit Hals-, Kopf- und
starken Gliederschmerzen. Als er vor 7°° Uhr bei mir in der Tür
steht, hat er fast 40° Fieber, trockene Hitze, ein hochrotes
Gesicht, leichten Schüttelfrost, starke Gliederschmerzen (Knochen)
und kann kaum schlucken (keine näheren Angaben möglich). Er bekommt
Aconitum (Einmalgabe) und
Holunderblütentee und legt sich ins Bett. Gut eine Stunde später
bekommt er Eupatorium
(Einmalgabe).

Praxisbedingt kann ich erst in der
Mittagszeit wieder nach ihm sehen. Das Fieber ist weiter angestiegen
auf über 41°, es gibt immer noch keinerlei Schweiß, trotz der
Fieberhitze fröstelt der P. stark; der Puls ist kaum fühlbar; das
Gesicht ist jetzt düsterrot und auf den Wangen (Bereich Jochbeine
und Kieferhöhlen) zeigen sich dunkelrote Flecke; Halsschmerzen
unverändert, Kopfschmerzen (starker Druck) und extreme
Gliederschmerzen. P. erhält Naja
tripudians (Einmalgabe), ein hochdosiertes Weißdornpräparat
zur Herzstützung, heißen Holunderblütentee und ein warmes Halbbad,
danach eine „Schwitzpackung“ im Bett.

Bis zum Abend sinkt daraufhin das
Fieber auf 39°; ein trockener, harter und sehr schmerzhafter Husten
ist dazugekommen (Schmerz besonders im Bereich des Brustbeins), die
Stimme ist heiser, rau und tief, die Lippen ganz trocken und mit
abblätternder Haut, die Zunge trocken und braun belegt, der Kopf
dumpf benommen, das Gesicht nach wie vor düsterrot und mit
dunkelroten Flecken; Durst (frisch gepresster Saft und Wasser);
ansonsten liegt P. wegen der extremen Schmerzen bewegungslos und will
nicht angefasst (und schon gar nicht untersucht) werden. Bryonia
(Einmalgabe).

Nachts röchelnde Atmung,
bestialischer Gestank des ganzen Zimmers (faulig? schwer zu
beschreiben), mehrmals Durchfall, teilweise mit unwillkürlichem
Abgang, immer wieder Husten.

26.1.08: Temperatur früh
knapp unter 38°; P. steht auf, weil er wegen der benötigten
Krankschreibung zum Arzt muss. Dort wird mittels Schnelltest
Influenza Typ A nachgewiesen und Tamiflu verordnet. – Arsenicum
album in einer mittleren Potenz, „Wasserglasmethode“, über
den Tag verteilt mehrmals einen Teelöffel. Das Fieber steigt wieder
und ist am Abend noch höher als am Vortag (> 41°); der Gestank
im Zimmer ist unerträglich, dunkelrote Flecke nicht nur im
düsterroten Gesicht, sondern auch am vorderen Oberkörper. Nachts
wieder röchelnde Atmung und viel trockener harter und schmerzhafter
Husten; dieser wird jetzt vor allem und sofort ausgelöst, sobald das
Fenster geöffnet wird.

27.1.08: Gegen Morgen Baptisia
(Einmalgabe) und Influencinum
(Einmalgabe) und später als Q-Potenz Rumex.
Morgens liegt die Temperatur unter 38°, steigt zum Abend wieder auf
39° an; das Gesicht zeigt noch die fleckige düstere Röte; Husten
wie am Vortag.

28.1.08: P. ist fieberfrei und
fühlt sich recht gut, die fleckige Röte ist verschwunden, der
Husten nach wie vor quälend (Symptomatik unverändert). Rumex
(Hochpotenz, einmalig). Gleich um 9°°Uhr (= Montag!) Anruf und
Fragen durch das zuständige Gesundheitsamt.

ab 29.1.08: anhaltende
Besserung, P. bleibt fieberfrei und hält nur noch zeitweise Bettruhe
ein.

Nachbehandlung/Nachbeobachtung:
Der Schwere der Erkrankung entsprechend verläuft die Rekonvaleszenz
normal und wird homöopathisch und naturheilkundlich begleitet (siehe
Beitrag im zweiten Teil). Kein Rückfall und keine Komplikationen.
Nach der Rekonvaleszenz fühlt sich der P. physisch, psychisch und
mental bestens und sogar besser als vor der Erkrankung.

Anmerkungen: Eines der
gegebenen Mittel war Naja (ausgewählt u.a. wegen des Aussehens und
der Kreislaufsymptomatik), das in der Literatur nicht als
Grippemittel angeführt wird. Interessanterweise brauchte ich dieses
Mittel ebenfalls, obwohl ich – dank homöopathischer Prophylaxe
(siehe Beitrag im zweiten Teil) – den Infekt stark abgeschwächt
und mit völlig anderem Verlauf durchmachte.

Neben den oben genannten
homöopathischen Mittel kamen folgende naturheilkundlichen Heilmittel
und Maßnahmen zum Einsatz: hochdosiertes Weißdornpräparat zur
Herzstützung (in reduzierter Dosis auch noch während der
Rekonvalszenz); ätherische Öle wegen ihrer antibakteriellen,
antiviralen, schleimlösenden und schmerzlindernden Eigenschaften,
teils in einer Duftlampe zur Raumdesinfektion, teils verdünnt mit
pflanzlichem Basisöl für warme Ölwickel auf der Brust: Eukalyptus
globulus und E. radiata, Niaouli, Cajeput, australisches Teebaumöl,
Speiklavendel, Lavandin, Thymian. Schulmedizinische Medikamente
wurden überhaupt nicht eingesetzt, auch nicht das verordnete
Tamiflu.

Literatur

Perko, Sandra: Die homöopathische Behandlung der Grippe. Mit einem Sonderteil über Vogelgrippe, Narayana Verlag, 2007.

Kents Repertorium und diverse homöopathische Arzneimittellehren (Boericke, Allen, Clarke u.a.)

Teil 2: Prophylaxe
und Nachbehandlung

Die üblichen Prophylaxe-Tipps,
wie sie in fast jeder Zeitschrift zu finden sind (häufig Hände
waschen, Menschenansammlungen und Verkühlungen und Nikotin meiden,
täglich frisches Obst und Gemüse, frische selbstgekochte
Hühnerbrühe, ausreichend Schlaf, Stress-Abbau, …, usw.) sollen
hier nicht weiter ausgeführt werden.

Zistrosenextrakt: Nach
langjährigen Forschungen handelt es sich um eine pflanzliche
Virusblockade aus dem Extrakt von Cistus incanus spp. Pandalis,
sodass Viren gar nicht erst in die Schleimhautzellen der oberen
Atemwege eindringen können; das Mittel ist unter dem Namen „Cystus
052 Infektblocker“ als Lutschtabletten in Apotheken erhältlich.

Nosoden zur Infektionsprophylaxe:
AlsNosoden werden homöopathisch potenzierte Stoffe aus
krankhaftem Material (Krankheitserreger oder Ausscheidungen
infektiöser Krankheiten) oder körpereigenen Organen oder Sekreten
bezeichnet. Nach den Vorschriften zur Herstellung müssen die
Ausgangsprodukte steril sein. Manche Homöopathen setzen solche
Nosoden auch zur Infektionsprohylaxe ein, wobei diese Vorgehensweise
auch unter Homöopathen nicht unumstritten ist. Nosoden werden
normalerweise in mittleren und höheren (C/D 12, C/D 30, C/D 200)
Potenzen verabreicht. Nosoden brauchen außerdem so genannte
„Drainagemittel“, z.B. pflanzliche Tinkturen oder Tees, um die
Entgiftungsfunktion beispielsweise von Leber, Nieren und Haut
anzuregen.

Influenzinum-Nosode: Es
handelt sich um eine speziell aufbereitete Mischung verschiedener
Grippestämme. Sandra Perko empfiehlt eine Prophylaxe ab
Beginn der Grippesaison mit der D 30 einmal wöchentlich vier Wochen
lang, dann wieder eine Gabe in der sechsten Woche und ab dann einmal
pro Monat bis zum Ende der Grippezeit; wenn Grippesymptome auftreten,
soll eine Dosis in der C 30 zusammen mit dem angezeigten
homöopathischen Einzelmittel gegeben werden. Pierre Schmidt
empfiehlt zu Beginn einer Epidemie Influenzinum C200, dreimal im
Abstand von 8 Stunden. Henry C. Allen und John Henry
Clarke
empfehlen die dreißiger Potenz alle zwei bis drei Stunden
zu Erkrankungsbeginn.

Oscillococcinum (= Anas barbariae
cordis et hepatis)
: Bei dem in Frankreich vielverkauften
Grippemittel handelt es sich um eine – bereits seit 1925/1935
bekannte – spezielle homöopathische Zubereitung aus Herz und Leber
von Wildenten (was im Hinblick auf die „Vogelgrippe“ besonders
aufmerken lässt!), die sich nach G. Loukas in klinischen
Doppelblindversuchen als höchst wirksam bei frühen Grippestadien
erwiesen hat. Das Mittel wird von der französischen Firma Boiron
hergestellt und ist in Deutschland nicht erhältlich, kann aber über
Auslandsapotheken bezogen werden. Zur Prophylaxe wird während der
Grippezeit eine Dosis pro Woche empfohlen und eine Dosis bei
Auftreten erster Symptome (bei Bedarf im Abstand von 6 Stunden 2-3mal
wiederholen).

Das epidemische Mittel oder
der Genius epidemicus ist das homöopathische Mittel bzw. die
kleine Gruppe von Mitteln, die bei einer Epidemie oder Pandemie die
typischen Hauptymptome von vielen Erkrankten abdecken; wichtig zu
wissen ist, dass sich dieser Genius epidemicus bei jeder Epidemie
ändern kann; in der Vergangenheit erwiesen sich bei der Grippe diese
Mittel als die wichtigsten epidemischen Mittel: Gelsemium, Bryonia,
Eupatorium perfoliatum, Rhus toxicodendron, Arsenicum album,
Baptisia, Influenzinum. Dieses epidemische Mittel empfiehlt sich –
bereits von Hahnemann so gehandhabt – als Prophylaxe (z.B. in der
Potenz D/C 30 einmal pro Woche während der Epidemie).

Zur Nachbehandlung
von grippalen Infekten und der Grippe bieten sich ebenfalls Nosoden
an sowie einige weitere (homöopathischen) Mittel. Eine
Nachbehandlung ist dann angezeigt, wenn sich der Patient nur schwer
und verzögert von der Erkrankung erholt, wenn es gar einen Rückfall
oder Komplikationen gab oder wenn bestimmte Symptome des Infekts
anhalten (beispielsweise Husten oder Schwäche oder
Kreislaufbeschwerden), wenn ein Infekt „verschleppt wurde“, wenn
Patienten schildern, dass „… seit dieser ….Erkrankung“ ihre
Beschwerden bestehen.

Neben den von der individuellen
Symptomatik angezeigten Mitteln (s. im 1.Teil erwähnte Mittel)
kommen ebenfalls wieder Nosoden in Frage: Influenzinum bei der
„echten“ Grippe und bei bakteriell verursachten Komplikationen
die entsprechend getesteten Nosoden (zum Beispiel Streptokokken,
Staphylokokken). Für grippale Infekte kommen rund 200 verschiedene
Viren in Frage, vor allem Rhinoviren (mit zahlreichen Subtypen),
Coronaviren, Adenoviren, Coxsackieviren, Echoviren, Humane
Enteroviren, Parainfluenza-Viren und das Humane Metapneumo-Virus.

Radionikern ist es möglich,
aus all den bekannten Erregern Testvorlagen zu erstellen und bei
jedem Patienten die jeweilige Belastung zu testen und den/die
getesteten Erreger als Nosode(n) zu verabreichen. Wie Nosoden hier
wirken, ist nicht so ganz geklärt; eine der Hypothesen ist, dass
Toxine von Infektionskrankheiten im Mesenchym abgelagert sind und
Reaktionsblockaden darstellen; Nosoden sollen – mit entsprechenden
„Drainagemitteln“ und homöopathischen Begleitmitteln (siehe
oben) zusammen verabreicht, die Lösung und Ausscheidung dieser
Toxine ermöglichen. Auch zu diesen Begleitmitteln habe ich in meinem
Radionik-System zahlreiche und umfangreiche Testvorlagen erstellt,
sodass eine individuelle Austestung eine Sache von wenigen Minuten
ist.

Literatur:

Allen, Henry.C.: Leitsymptome und Nosoden. Narayana Verlag 2008

Clarke, John Henry: Der Neue Clarke. Dr. Grohmann GmbH , Taschenbuch-Ausgabe 2001

Hahn, Falke, Kaufmann, Ullmann: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer Verlag 2005

http://de.wikipedia.org

Julian, O.: Materia medica der
Nosoden. Haug Verlag 1991

Loukas,
Dr. Georgios: Forschung und Homöopathie: http://www.organon2001.gr

Perko, Sandra: Die homöopathische Behandlung der Grippe. Narayana Verlag 2007

Rohrer, Dr. Anton: Epidemie und Homöopathie: Geschichte, dokumentierte Erfahrungen, Prophylaxe.

Vortrag vom 1.Mai 2008 der 158. Jahrestagung des DZVhÄ

„Zistrosenextrakt kann Viren blockieren“, EHK Erfahrungsheilkunde) 2008; 57; Seite 760

1Anmerkung von mir: Die Spanische Grippe von 1918-1919 war die verheerendste Grippeepidemie in der Geschichte, mit weltweit – je nach Quellenangaben – 20 bis 50 Millionen und mehr Todesopfern.

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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