Radionik? Oder was?

von Claudio Romanazzi

Im April 2007 hatte ich einen Artikel über die Behandlung von Rosskastanien gegen die Kastanienminiermotte veröffentlicht. Darin ging es einmal um die Motte und zum anderen um einen Pilz, der blutendes Baumgeschwür genannt wird, und um Baumbrand.

Alle drei Problemfelder führten zu einem vermehrten Absterben der Bäume, was natürlich sehr schade ist. Laut der damaligen Forstbehörde in England sollten allein ungefähr die Hälfte der Bäume absterben, die mit dem Pilz befallen waren.

Der Artikel schloss mit Vorschlägen, wie Radionik den befallenen Bäumen helfen kann.

Nun, ich weiß nicht, wie viele damals der Aufforderung gefolgt sind, im eigenen Bereich zu schauen und ggfs. aktiv zu werden. Ich bin seit damals natürlich auch um neun Jahre weiter und kann deswegen zu dieser Aufgabenstellung heute natürlich viel mehr sagen. Deswegen schlage ich dem geneigten Leser vor, sich zunächst einmal den alten Artikel anzuschauen und dann wieder hierher zurückzukehren. Hier der Link.

Meist sehen wir bei den Behandlungsansätzen rein symptomatische Vorschläge. Das hat natürlich seine Wurzeln in der Sicht der Autorin (Jaqueline Moore), die es damals sicher nicht besser wusste. Und – nebenbei gesagt – es ist ja sicherlich besser, symptomatisch zu behandeln als gar nicht.

Was wir heute dazu beitragen können, die Dinge nachhaltiger anzugehen, ist zunächst einmal die Ermittlung der Ursachen (eigentlich banal, jedoch immer wieder erwähnenswert, wenn Newcomer oder Unbelehrbare mit schulmedizinischen Ansätzen das Feld betreten). Daher hier zunächst eine Liste möglicher Ursachenfelder, die – so oftmals die Erfahrung – bei gleich allen Problemen beteiligt sein können.

  • Strahlung (immerhin befinden sich über 40.000 Satelliten in der Umlaufbahn, die alle ihre Strahlung auf uns und die Bäume abladen; an jedem Punkt der Erde ist die Strahlung von mindestens drei Satelliten nachweisbar!)
  • Umweltbelastung (Luftbelastung durch Industrie, Landwirtschaft usw.)
  • Nährstoffmangel im Boden (durch sauren Regen, Einengung des Zuzugs durch Bürgersteigpflaster, Asphalt usw.)
  • Wassermangel (Einengung des Zuzugs durch Bürgersteigpflaster, Asphalt usw.)
  • Beschneidung der Äste durch städtische ‚Pflege‘
  • Gestörtes Bodengleichgewicht (‚gute‘ Bakterien und Pilze werden von ’schlechten‘ überwuchert und stören so die Aufnahme baumgerechter Substanzen)
  • usw.

Diese Liste lässt sich fast beliebig – je nach Kenntnisstand des Radionikers – weiter ausbauen. Je spezifischer dann ihre einzelnen Bestandteile sind, desto besser kann man auch radionisch behandeln.

Doch schauen wir uns jetzt zuerst einmal die Bestandteile der vorhandenen Liste an. Was können wir tun, um diese wenigstens zu kompensieren, wenn ausschalten nicht geht?

  1. Strahlung
    Abschirmung meist nicht möglich.
    Radionische Hilfe: versuchsweise möglich, jedoch durch zu vielfältige Variationen wahrscheinlich vergeblich.
  2. Umweltbelastung
    Abschirmung meist nicht möglich.
    Radionische Hilfe: versuchsweise möglich, lokale Gegebenheiten beachten.
  3. Nährstoffmangel im Boden
    Oftmals bis meist behebbar.
    Radionische Hilfe: George de la Warr hat in seinem Labor Weizengras in destilliertem Wasser gezogen, auf das er radionisch Nährstoffe projiziert hatte. Daher sicherlich möglich. Sollte das Glaubenssystem des aktiven Radionikers jedoch dagegen sprechen, ist ein Erfolg in dieser Hinsicht fraglich.
  4. Wassermangel
    Oftmals bis meist behebbar, jedoch erhöhter Aufwand.
    Radionische Hilfe: sehe ich bei diesem Punkt nur in der Speicherfähigkeit des Bodens, daher ist dieser entsprechend zu behandeln.
  5. Beschneidung der Äste durch städtische ‚Pflege‘
    Wahrscheinlich nicht abstellbar.
    Radionische Hilfe: möglich, jedoch ist die Harmonie im Baum nachhaltig gestört. Versuche mit (Bach-)Blüten sind sicher sinnvoll.
  6. Gestörtes Bodengleichgewicht
    Behebbar (Effektive Mikroorganismen [EM] in Verbindung mit Bokashi, Algenmehl usw.)
    Radionische Hilfe: je nach Glaubenssystem möglich (radionischer Nachbau der oben genannten Maßnahmen)

Man sieht an dieser Liste, dass nicht immer Radionik die erste Wahl sein kann. Verwendet man ausschließlich Radionik hat man Nachteile. Erstens ist der physikalische Maßnahmenkatalog (wahrscheinlich) schneller in seiner Wirkung und zweitens auch sicher nachhaltiger.

Denn wenn der Radioniker seine Bemühungen einstellt, wird auch die Wirkung seiner Projektionen langsam wieder abflauen. Die Natur hat keinen Anlass mehr, den harmonisierenden Impulsen zu folgen.

Die physikalischen Maßnahmen sind nachhaltiger, weil sie ein ‚Eigenleben‘ haben (zum Beispiel EM). Niemand kann von sich behaupten, alle Vorgänge im Pflanzenleben zu durchschauen. Was wir haben sind Hinweise, allenfalls Teilketten von Vorgängen, nicht jedoch das Gesamtbild mit all den komplexen Vorgängen, deren Erforschung heute noch in den Kinderschuhen steckt.

Beispiel Motten: nehmen wir an, wir projizieren reichlich Vögel (Mottenfresser) auf den Kastanienbaum. Ok, die Motten fühlen sich unwohl. Das Futter ist jedoch der Baum, bzw. dessen Teile. Sie könne also gar nicht weg. Und da das gegen die Natur ist, werden sie oder wenigstens ein großer Teil von ihnen bleiben. Lassen wir eines Tages die Projektion ausklingen, ist alles wie zuvor und wir haben allenfalls eine Verzögerung erreicht.

Beispiel Pilz: ohne hier die Ursachen anzugehen, haben wir gar keine Chance. Offensichtlich bietet der Baum ein Milieu an, das für den Pilz prädestiniert ist. Er wird daher auf alle Fälle wachsen. Und nehmen wir an, wir könnten radionisch erzwingen, dass er sich zurückzieht, was würde sich dann statt dessen ansiedeln? Das wollen wir wahrscheinlich gar nicht wissen, denn überall, wo der Mensch gedacht hat, dass er mit List und Tücke natürliche Kreisläufe durchbrechen kann, ist er prompt auf die Nase gefallen.

Auch wenn Viele es nicht wahrhaben wollen, auch so genannte Schädlinge gehören zur Natur. Es hat seinen Sinn, dass sie sich genau an der Stelle befinden, an der sie gerade sind. Sich (auch radionisch) gegen die Natur zu stellen, ist immer problematisch und will gut überlegt sein.

Fazit: nicht immer ist Radionik das Mittel der Wahl. Oftmals sind andere Maßnahmen sinnvoller, weil sie schneller und nachhaltiger sind. Mich würde interessieren, was Sie liebe(r) Leser(in) in dieser Hinsicht an Erfahrungen haben. Schreiben Sie mir bitte in den Kommentaren darüber. Vielen Dank.

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(5) comments

Verena Gröber 31. Januar 2016

Mit Kastanienbäumen habe ich keine Erfahrung, jedoch mit EM, deren Anwendung ich sehr empfehlen möchte. Es ist doch auch bei uns Menschen so: ist das Immunsystem ausgeglichen und reaktionsfähig, ertragen wir Einiges an Belastungen, d.h. Belastungen gehen gar nicht in Resonanz mit uns. So auch die Pflanzen. Mit EM gepflegt, staunt man ob des Wurzelwerkes, das die Pflanzen bilden. Insgesamt wird auch ihr Immunsystem kräftiger und anpassungsfähiger.
Mit herzlichen Grüssen
Verena Gröber

Reply
    Claudio Romanazzi 1. Februar 2016

    Genau die gleichen Infos habe ich auch. Es ist einfach eine Freude, wie Bokashi und EM die Krankheiten der Bäume zurück drängen und Wachstum und Fruchbarkeit angeregt werden.

    Viele Grüße
    Claudio Romanazzi

    Reply
Renate Gottwald 1. Februar 2016

Hallo Herr Romanazzi,
danke für den wie immer spannenden Radionik-Infoletter.
Wenn ich mir nicht sicher bin, welche Methode in einem bestimmten Fall hilft, dann mache ich mir eine Liste, auf der Radionik unter den anderen Möglichkeiten steht und frage dann ab. Und es ist tatsächlich so, dass es nicht immer die Radionik ist, die sich dann als hilfreich herausstellt.
Was mich noch interessieren würde: Woher stammt die Info mit den strahlenden Satelliten?

Herzliche Grüße

HP Cornelia Renate Gottwald

Reply
    Claudio Romanazzi 1. Februar 2016

    Hallo Frau Gottwald,

    danke für die Blumen. Diese Satellitengeschichte stammt von Prof. Dr. Hans Joachim Kempe aus seinen Videos zum Geno62.

    Viele Grüße
    Claudio Romanazzi

    Reply
Horst Grünfelder 6. April 2016

Stimmt, Deine Problem-Liste lässt sich erweitern, ist aber schon ganz treffend. Richtig, in vieles können wir nicht, oder können in einem speziellem Fall nicht eingreifen. Da kommt nun Dein Fragezeichen zum Zug: was können wir noch tun?

Du weißt, ich hatte vor Jahren einige Artikel über meinen Nutzgarten und eine radionische Bearbeitung etc. reingestellt. Vielleicht sind sie noch im Archiv. Inhaltlich stehe ich heute noch dazu, auch wenn ich dazu gelernt habe. Ausgewählte Einzelmaßnahmen sollten Teil des Gesamten sein und reichen leider nicht immer.

Gut in Erinnerung waren meine Versuche mit Schädlingen: Nacktschnecken, Blattläuse und anderes. Richtig, sie waren Teil einer eigenen Ökonische und dienten Fraß Feinden auch als Futter. Meine direkten radionischen Angriffe scheiterten meist, denn sie wurden von den Kräften, die hinter der Radionik stehen, ganz stur abgeändert. Ich mache dazu ein plakatives Beispiel: Tod den Schädlingen wurde in „der mag Dich nicht, geh besser weg“ oder ähnlich geändert. Das ist grob vereinfacht, immerhin entstand ein gewisser Ausgleich zwischen meinen Vorstellungen und den Ansprüchen der Natur. Schädlingsbefall ist ja oft nur ein Zustand innerhalb bestimmter Ortsqualitäten. Diese geschickt zu verändern, vertreibt die Schädlinge dann von selbst. Radionik war da nicht die ideale Maßnahme. Aber ich lernte dabei viel.

Kurzum, besser ist es, der Natur in einer nächst höheren Ebene zu helfen. Das habe ich mittlerweile getan. Im Garten insgesamt soll jede Pflanze das ihr passende Milieu bekommen, sich wohlfühlen, ideale Wachstumsbedingungen erhalten usw.

Gibt es dazu auch eine Radionik? Sicher, nur bei mir war es so, dass sich diese Felder von selbst eingestellt hatten, bzw. ich beobachten konnte, dass sie dafür geeignet wären. Du weißt, manches mache ich anders, auch wenn es eigentlich immer noch Radionik ist. Zuerst versuchte ich mit so einem Feld zu sprechen. Als ich nicht nachließ kam eine dunkle Antwort: -Mit mir spricht man nicht-. Trotzdem, im Laufe mehrere Monate haben wir uns kennenglernt und es entstand mit ihm ein anderes, umfassenderes radionisches Spektrum …. Ich denke, meine Pflanzen sind zufrieden.

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