Radionik und Alltagsnöte, Teil 3

von Claudio Romanazzi

Thema Arbeitsplatz

Nur die Allerwenigsten von uns sind an einem Arbeitsplatz, der von Anfang an angepeilt war. Das hat verschiedenste Ursachen. Das kann zum Beispiel Verfügbarkeit (von Ausbildungsplätzen) sein oder eine momentane Laune, die uns in eine bestimmte Richtung geführt hat. Das kann von unserer Schulleistung abhängig sein (gute Noten = Studium, schlechtere Noten = Lehre) oder auch von den Erwartungen der Eltern.
Was immer es auch war, das uns an diesen Arbeitsplatz gestellt hat – und dabei unterscheide ich jetzt nicht zwischen angestellt und selbständig! –, es ist unsere Vergangenheit und diese kann man jetzt erstmal nicht ändern (Anm. Des Autors: es gibt allerdings Versuche, in denen bewiesen wurde, dass heute durchgeführte Experimente mit Gedankenkraft – und was anderes ist denn die Radionik?? – durchaus in der Lage sind, die Vergangenheit zu beeinflussen. Aber das nur nebenbei. Näheres dazu findet man unter diesem Link.)

Wir Normalmenschen haben also eine Vergangenheit, die uns an diesen Arbeitsplatz geführt hat. Mit anderen Worten, wir selbst – und niemand sonst – haben Entscheidungen getroffen, die genau dorthin geführt haben, wo wir jetzt stehen. Entschuldigungen wie, „Ja aber mein Vater ….“ oder „Ja aber die Umstände …“ gelten nicht wirklich, denn man hätte immer anders entscheiden können. Haben wir aber nicht!

Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei beachtenswerte Gesichtspunkte.
1. Wer nicht selbst lebt, der wird von anderen gelebt. Das bedeutet, ohne eine eigene Meinung zu haben, werden die Meinungen anderer immer wichtiger. Dass es dabei nicht immer um unser eigenes Wohl geht, ist dann ja wohl klar. Wer demnach keine eigene Meinung hat, der lebt sozusagen stellvertretend die Meinungen anderer aus. Ich glaube, es ist einsichtig, dass niemand mit dem Leben aus Gesichtspunkten, die nicht aus einem selbst kommen, glücklich werden kann.
2. Wir leben anscheinend in einer Gesellschaft, in der viel Fremdbestimmung praktiziert wird. Ganz aus Gewohnheit nehmen wir davon sehr viel hin – ohne Aufbegehren, ohne Nachdenken, ohne Hinterfragen und damit auch ohne Bedenken. Das hat natürlich Konsequenzen! Die geringste Konsequenz ist, dass man irgendwann aufwacht und feststellt, dass man auf einem Arbeitsplatz, einer Lebenssituation, einer Ehe usw. gelandet ist, die einem überhaupt nicht angemessen ist.

Letztlich ist es doch so, dass dieses Aufwachen dazu führt, sich Gedanken darüber zu machen, wie es weiter gehen soll. Akzeptiert man seinen Arbeitsplatz, weil

1. man sich zu alt für einen Wechsel fühlt,
2. man sich nicht traut,
3. man die Mühe scheut,
4. man das Risiko scheut,
5. Verpflichtungen anderer, zum Beispiel finanzieller Art keine andere Entscheidung zulassen,

dann muss man sich auch damit abfinden, körperliche und seelische Belastungen zu tragen, die eigentlich nicht in unser System gehören und uns permanent einen Tribut abfordern und damit schwächen.

Für alle anderen gilt jedoch, dass der Abwurf des Tributzahlens, die Befreiung aus den von anderen erdachten Zwängen zu wesentlich größerer Lebensqualität führt. Lebt man aus sich selbst heraus, kann man praktisch nur noch so machen, wie es einem am besten angemessen ist.

Damit kommen wir wieder zurück zur Radionik. Was kann sie in dieser Situation für uns tun? Wie fängt man es an, an die richtigen Informationen zu kommen, um sein Leben und Arbeiten für sich selbst optimal einzurichten?

Zuerst kommt – wie immer – eine gründliche Analyse. Der erste Punkt beim Thema Arbeitsplatz sollte die Frage nach Sinnhaftigkeit/Praktikabilität einer Korrektur, oder teilweisen Korrektur der Entscheidungen der Vergangenheit stehen. Wenn wir Jahrzehnte in einem ungeliebten Beruf zugebracht haben, hat sich unser System sicherlich verändert. Die oben gestellte Frage definiert das Maß der Befreiung, bei der es jetzt noch möglich ist, ohne allzu große Kollateralschäden davonzukommen.

Klar, man kann die ‚große Lösung‘ wählen, aber dazu sind sicherlich nur wenige Mutige bereit. Es gehört schon etwas dazu, sein bisheriges Leben vollständig hinter sich zu lassen und ganz neu anzufangen. Deswegen schlage ich hier auch ganz bewusst vor, sich mit Teillösungen zufrieden zu geben, die wenigstens ein Minimum an eigener Persönlichkeit verwirklicht.

Wie groß diese Teillösungen sein können, kann man sich mittels folgender Tabelle selbst erpendeln (Anm. des Autors: Pendelnlernen ist übrigens gar nicht schwer. Im Gegenteil! Da ja im Menschen eingebaute Eigenschaften trainiert werden, kann es mit etwas gutem Willen eigentlich jeder – wie Fahrradfahren!). Pendelfrage: „Wie groß soll meine Teillösung sein?“ Das Pendel zeigt dann die Prozentzahl an.

Prozenttabelle
(Pendeltafel Download)

Als Ausgleich für Teillösungen sollte man auf alle Fälle schauen, was für (ggfs. neue) Hobbys als Ausgleich in Frage kommen.

Als nächste Maßnahme gilt es, die eigenen Neigungen festzustellen. Es nutzt uns ja nichts, eine Veränderung anzustreben und diese dann wieder nach Maßgaben anderer in unser Leben reinzuholen. Nein! Eine Veränderung darf ausschließlich nach eigenen Neigungen, Begabungen, Zielen stattfinden, sonst finden wir uns ein paar Jahre später wieder in der gleichen Situation wie heute.

Ja gut, wie findet man jedoch seine inneren Themen zuverlässig. Nun, da muss man an die eigene Ehrlichkeit appellieren. Was sind es für Themen, mit denen man sich schon immer mal beschäftigen wollte, jedoch aus fadenscheinigen Gründen nie angefasst hat? Was stellen wir uns als schön in unserem Leben vor? Was macht uns (vordergründig) glücklich?

Das ‚vordergründig‘ ist deswegen dort hingeschrieben, weil wir uns oftmals fremdbestimmt Dinge als glücklich machend vorstellen, die das gar nicht leisten können. Deswegen macht man sich zuerst eine Liste mit der Überschrift ‚Was macht mich glücklich?‘ und füllt diese aus. Der Umfang sollte mindestens eine DIN A Seite umfassen und für die Erstellung der Liste darf man sich bei einem so wichtigen Thema ruhig zwei bis vier Wochen Zeit lassen. Dann auf alle Fälle alles so weit wie möglich ausprobieren, ob es auch wirklich glücklich macht.

Das was übrig bleibt wird entweder (am besten) radionisch oder nach anderen Kriterien (zum Beispiel Neigung, Praktikabilität) sortiert, das Beste zu oberst. Jetzt kommt der Moment der (hoffentlich) eigenen Entscheidung für das Neue am Arbeitsplatz (ganz neu, teilweise neu, Umstände am bestehenden Arbeitsplatz verändert, usw. – auch wenn nur ein angemessenes Bild aufgehängt wird, ist das schon eine positive Veränderung, die zur Lebensqualität beiträgt).

An diesem Punkt ist es vielleicht angebracht festzustellen, in wie weit das angestrebte Ziel fremdbestimmt ist. Dazu wird wieder die oben abgebildete Pendeltafel verwendet. Alles unter 20% würde ich als akzeptabel bezeichnen und es kann losgehen.

Im Hinblick auf Konzentration und Zielgenauigkeit würde ich – gerade wo es um einen Punkt geht, an dem wir mindestens ein Drittel unseres Lebens verbringen – nur den obersten Punkt meiner Liste bearbeiten. Wem das im Hinblick auf andere Listeneinträge irgendwie leidtut, der sollte vielleicht noch an der Reihenfolge arbeiten! Bei einer so wichtigen Entscheidung sollte man nicht bedauernd zurück blicken müssen.

Ok, die Entscheidung ist gefallen. Nun geht es darum, das gewünschte Ziel radionisch zu unterstützen. Dazu nimmt man die Inhalte, die zum Ziel gehören und findet Unterpunkte dazu – zum Beispiel:
Ziel: Kuchenherstellung, Unterpunkte: Rezepte, Zutaten, Werkzeuge
Ziel: Reitlehrer, Unterpunkte: Ausbildung/Qualifikation, freier Job, eigenes Pferd, Reitzubehör
Ziel: Geigenvirtuose, Unterpunkte: Ausbildung/Qualifikation, Geige, Bekanntheitsgrad, Repertoire, Notenblätter, Beziehungen zur Musikszene
Ziel: Schornsteinfeger, Unterpunkte: Ausbildung/Qualifikation, freie Stelle, Arbeitspraxis, Schwindelfreiheit
usw.

Jeder der Unterpunkte wird im Verlauf der radionischen Behandlung – so möglich – in weitere Unterpunkte aufgesplittet und somit verfeinert.

Einmal in der Woche (mein Vorschlag, kann natürlich gerne individuell abgewandelt werden) wird nun der Reihe nach jede der Hauptüberschriften abgefragt, ob radionische Unterstützung notwendig ist. Wenn nicht, dann zum nächsten Hauptpunkt weiter, bis die Liste durch ist.
Wenn ein Punkt unterstützt werden soll, werden hier die Unterpunkte und ggfs. die Unterunterpunkte usw. auf Relevanz abgefragt. Für jeden der so erhaltenen Punkte wird wiederum abgefragt, welche Unterstützung er denn bekommen soll. Dazu erstellt man radionische Kommandos, die das Ziel in Form einer Affirmation beinhalten.

Was könnten diese Kommandos beinhalten? Nun, ich stelle hier (unvollständige) Listen vor. Sie zeigen das Ziel, das wir erreichen wollen.

Für zu fördernde Punkte:
Anpassen, Ausrichten, Balancieren, Optimieren, Schützen, Vergrößern

Für störende Punkte
Eliminieren, Auflösen, Normalisieren

Für Schwächen
Regenerieren, Stärken, Wiederherstellen

Für Hindernisse
Neutralisieren, Verteilen, Verzögern

Das sind natürlich nur Beispiele. Weitere Kommandos ergeben sich aus den individuellen Gegebenheiten. Wenn man zum Beispiel als Schornsteinfeger, Gitarrenspieler oder Koch eine bestimmte Geschicklichkeit benötigt, kann man diese mit dem Kommando ’stärke Geschicklichkeit‘ oder ‚verbessere Geschicklichkeit‘ fördern. Je besser man sich auf die vorhandenen Gegebenheiten im Spannungsfeld zum Ziel einstellt, desto bessere Formulierungen fallen einem ein.

Sind alle notwendigen Kommandos für diese Woche ermittelt, werden sie radionisch projiziert. Zur Überwachung des Fortschritts kann man vor dem Beginn des gesamten Prozesses eine Bewertung der einzelnen Punkte vornehmen und diese jede Woche erneuern (0 = schlechteste, 10 = beste Bewertung). Im Verlauf der Gesamtbehandlung wird sich die Bewertung immer weiter steigern.

Was sind denn die Voraussetzungen? Eine der grundlegendsten Voraussetzungen ist die Beständigkeit. Wenn man auf diese Weise Erfolg haben will, MUSS man ins Tun kommen. Ohne Beständigkeit in seinen Bemühungen wird man immer weniger Ergebnisse sehen. Na klar, das alles wird seine Zeit dauern – es hat ja schließlich auch gedauert, bis der heutige Zustand erreicht war, nicht wahr? Wer jedoch ‚dran bleibt‘ wird, wahre Wunder erleben.

Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass sich im Verlauf neue Gesichtspunkte ergeben, die vorher nicht sichtbar waren. Ist das der Fall, sollte man diese in das Gesamtkonzept einarbeiten, um nicht die Gelegenheit zu verpassen, sein Arbeitsleben grundlegend zu optimieren. Viel Erfolg!

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(2) comments

Sabine Krümmer 1. September 2015

Lieber Claudio,
vielen, vielen Dank für diesen Beitrag! Ich wurde unlängst vom Chef einer Firma gefragt, die Fernwahrnehmung als Dienstleistung anbietet, wie ich denn den Spagat zwischen Maschinenbau und meiner hohen Hellsichtigkeit/Hellfühligkeit schaffe…. Immer weniger… kaum noch. Ich weiß, dass meine Lebensaufgabe die Homöopathie ist und arbeite dran. Nachdem ich mich an meinen Meerschweinchen, Pflanzen und größeren Tieren wie Pferde und Kühe „abgearbeitet“ habe, traue ich mich nun auch an Menschen (meine Tochter, mich selber und mein Homöopath). Ich habe Vertrauen zu meiner Hauptquelle, die offensichtlich ein allwissender perfekter Homöopath ist. Ich würde liebend gerne die Rosskastanien wieder auf Vordermann bringen, die Olivenbäume in Italien retten…. UND ICH MACHE TECHNISCHE DOKUMENTATION. Wie soll ich einem „Normalo“ beibringen, dass ich durch meine Gedanken alles Mögliche heilen kann? Zuletzt warf ich meine mental hergestellte Globuli in die Jagst und habe Zweifel, ob es tatsächlich nur die Algen sind, die für die positive Entwicklung zuständig sind. Ich habe auch schon geholfen, verseuchte Böden zu sanieren, aber immer fehlt der letzte wissenschaftliche Beweis….
Es grüßt Sie Sabine Krümmer

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Thomas Schulze 2. September 2015

Sehr geehrter Herr Romanazzi,
herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht bezüglich Optimierung der Arbeitsplatzsituation. Ich konnte gut Ihre radionische Vorgehensweise nachvollziehen. In ähnlicher Form arbeite ich seit 11 Jahren radionisch. Die Verfeinerungen im Laufe des radionischen Prozesses ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Erst im Verlauf der Begleitung stellen sich die entsprechenden Optimierungsmöglichkeiten heraus. Auch bei der Austestung, ob grundsätzlich der neue Arbeitsplatz bzw. das geplante Startup „passt“ ist immer ein spannender und hilfreicher Prozess für die Klientin, den Klienten. Ich wünsche mir bezüglich der Thematik „Beruf“ noch weitere ergänzende Beiträge über Ihre Seite. In diesem Sinnes alles Gute und Gesunde!
Thomas Schulze

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