Nichts

Radionik und physiologischer Stress

von Claudio Romanazzi

Die Wikipedia-Definition für Stress beim Menschen lautet: Unter Stress versteht man die Beanspruchung (Auswirkung der Belastungen) des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen (objektive, auf den Menschen einwirkende Faktoren sowie deren Größen und Zeiträume). Diese können sowohl künstlich wie auch natürlich, sowohl biotisch als auch abiotisch sein, sowohl auf den Körper wie auch die Psyche des Menschen einwirken und letztlich als positiv oder negativ empfunden werden oder sich auswirken. Die Bewältigung der Beanspruchung ist von den persönlichen (auch gesundheitlichen) Eigenschaften und kognitiven Fähigkeiten der individuellen Person abhängig, der Umgang mit einer Bedrohung wird auch Coping genannt. Einsetzbare Verhaltensweisen sind z. B. Aggression, Flucht, Verhaltensalternativen, Akzeptanz, Änderung der Bedingung oder Verleugnung der Situation.

Wie entsteht nun dieser Stress und was kann die Radionik zu dessen Behandlung beitragen?

Physiologischer (körperlicher) Stress entsteht – vereinfacht ausgedrückt –, wenn die Balance zwischen dem Sympatikus und dem Parasympatikus gestört wird. Der Parasympatikus ist der Anteil des zentralen Nervensystems, der für Ruhe, Aufbau und Regeneration sorgt, der Sympatikus ist der Anteil, der für Flucht- und Kampfreaktionen steht.

Diese Balance wird durch unsere heutige Lebensführung empfindlich gestört. Täglich schauen wir zum Beispiel Nachrichten, in denen ‚aufregende‘ Neuigkeiten (meist negativer Art) so präsentiert werden, dass möglichst Viele davon angezogen werden. Das ist dann möglich, wenn unser Gefahrensinn angesprochen wird – für Gefahren interessieren wir uns sozusagen aus genetischen Gründen. Je negativer also die Darstellung, desto gefesselter sitzen wir vor dem Fernseher.

Es ist auch kein Zufall, dass Spielfilme, Krimis usw. (auch in Buchform) immer spannender, brutaler und damit fesselnder werden. Im Kampf um die Aufmerksamkeit des Zuschauers/Lesers wird zu immer härteren Maßnahmen gegriffen.

Letztlich ist die heutige ‚Spaßgesellschaft‘ auf Kurs, die oben angesprochene Balance des Nervensystems durch physiologischen Stress grundlegend in Richtung Spannung/Anspannung zu stören und damit stete körperliche Antworten darauf zur Gewohnheit zu machen. Dass das nicht gesund sein kann, sollte jedem einsichtig sein.

Doch zurück zum Ablauf. Wenn wir uns im Kampf- oder Fluchtmodus befinden, werden unsere Zellen nicht mehr ernährt, nicht mehr repariert, nicht mehr entmüllt. Die Folge davon ist eigentlich klar. Die normalen Versorgungsmechanismen funktionieren nicht mehr (richtig) und der Körper wird mit der Zeit immer mehr seiner Grundlagen für gutes Funktionieren beraubt. Betroffen ist meist zuerst das Immunsystem.

Gemessen wird die Belastung mit physiologischem Stress übrigens mit der Herzfrequenzvariabilität. Dazu Wikipedia: Als Herzfrequenzvariabilität (HFV; englisch heart rate variability, HRV) wird die Fähigkeit eines Organismus (Mensch, Säugetier) bezeichnet, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. […]
Über autonome physiologische Regulationswege passt ein gesunder Organismus die Herzschlagrate beständig momentanen Erfordernissen an. Körperliche Beanspruchung oder psychische Belastung hat deswegen bekanntlich in der Regel eine Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge, die bei Entlastung und Entspannung normalerweise wieder zurückgeht. Dabei zeigt sich eine höhere Anpassungsfähigkeit an Belastungen in einer größeren Variabilität der Herzfrequenz. Unter chronischer Stressbelastung ist beides dagegen wegen der beständig hohen Anspannung, die dafür typisch ist, mehr oder weniger eingeschränkt und infolgedessen reduziert.

Ein Beispiel aus dem sehr zu empfehlenden Buch ‚Der Healing Code‚ von Alex Loyd und Ben Johnson:
Sagen wir, dass Ihr Problem Sodbrennen ist. Sie erleben Stress, Stress setzt den Muskeltonus in der unteren Speiseröhre herab, weil für die Aufrechterhaltung dieses Muskeltonus Blut und Energie notwendig sind, die wir aber wiederum gerade für Kampf oder Flucht brauchen. Nun kann die Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen, was zu einer Schädigung der Speiseröhrenschleimhaut führt. Die betreffenden Zellen nehmen wieder und wieder Schaden, was zunächst Schmerzen und am Ende Geschwüre oder gar Krebs hervorruft. Das kann jedoch nur passieren, weil die Zellen nicht im Wachstums-, Heilungs- oder Reparaturmodus sind – sonst könnten sie sich nämlich gegen das Säurebad schützen. So aber entsteht das Krankheitsbild ‚Sodbrennen‘.
Die schulmedizinische Lösung lautet, eine Tablette zu verabreichen, die die Säure reduziert. Das funktioniert sogar ziemlich gut; das Problem ist nur, dass die Säure ja eigentlich gebraucht wird, um die Nahrung zu zersetzen und Bakterien abzutöten, die wir mit dem Essen aufgenommen haben. Indem wir unser Symptom unterdrücken, haben wir also zwei neue Probleme geschaffen. Die zunehmende Bakterienbelastung im Magen, bis dieser ausreichend Säure produziert hat – aber nun ist auch die Speiseröhre der Säure länger ausgesetzt. Ein Teufelskreis entsteht. Also: wollen wir das Symptom unterdrücken oder es an der Wurzel heilen?

Und nach dieser doch längeren Einleitung kommen wir nun auch endlich zur Radionik. Physiologischen Stress stellen wir natürlich bei der radionischen Analyse als Teil der gesamten Ursachenanalyse fest. Doch wie passt sich diese Ursache dann in das Gesamtbild ein? Dazu wird in der klassischen Radionik die hier schon mehrfach besprochene Ursachenhierarchie erstellt.
Diese zeigt alle gefundenen Ursachen in der Reihenfolge, in der sie aufeinander beruhen. Dabei kommt es durchaus vor, dass eine Ursache mehrere Folgeursachen hat und sie auch selbst Teil einer Ursachenmenge ist, der eine höherwertige Hauptursache zugrunde liegt.

Übersetzt auf unseren physiologischen Stress bedeutet es, dass dieser gesundheitliche Folgen hat, zum Beispiel Sodbrennen und Folgekrankheiten. Der Stress selbst wird jedoch von anderen Ursachen begründet. Mögliche Ursachen habe ich ja oben im Artikel genannt.

Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Möglichkeiten, physiologischen Stress zu verursachen: Strahlenbelastung (Mobiltelefonie), Lebensmitttelzusatzstoffe, Streit mit dem Ehepartner, Nachbarn, Arbeitskollegen usw. usw.

Zwischenfazit: wir alle unterliegen mehr oder weniger physiologischem Stress. Dieser fordert einen ständigen Tribut an Energie zur dessen Kompensation. Wenn also ein Klient zur Radionik kommt, dann kann man automatisch davon ausgehen, dass er auch physiologischem Stress unterliegt. Unsere Radionikanalyse muss dann zeigen, in wie weit dieser für den Zustand mit verantwortlich ist – und vor allem, ob er radionisch oder auf andere Weise anzugehen ist.

Ok, der Stress ist identifiziert, es ist angezeigt, diesen auch zu behandeln – wie gehen wir vor?

Nun, zunächst ist festzustellen, aus welcher Richtung er kommt. Sind es Diätfehler oder zu sorgloser Umgang mit Strahlung? Dann muss das als Voraussetzung für eine Besserung natürlich abgestellt, bzw. wenn das nicht geht, zumindest eingeschränkt werden, denn sonst nutzt die beste Radionikbehandlung nichts.

Handelt es sich bei der Ursache dafür um weitere Stresse, zum Beispiel aus belastenden Beziehungen, Kummer und Sorgen, negativen Einstellungen usw., dann müssen natürlich auf diesen Feldern entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Das gilt sowohl für Klient als auch Radioniker.

Doch nun zur eigentlichen Radionikbehandlung. Da steht als Erstes das einfache Kommando ‚eliminiere physiologien Stress‘ zur Auswahl. Das ist einfachste Radionik, die sich zunächst einmal nicht um die Ursachen kümmert und nur am Symptom arbeitet. Doch selbstverständlich lässt sich das verfeinern, indem man direkt das anspricht, was diesen Stress verursacht. In unserem Beispiel wäre das die untere Speiseröhre. Daraus folgt dann das verbesserte Kommando: ‚eliminiere physiologischen Stress aus der unteren Speiseröhre‘.

Gepaart mit weiteren Kommandos, welche die Ursachen für das Sodbrennen weiter abdecken (zum Beispiel ’stärke Zellen der unteren Speiseröhre gegenüber Säure‘), sollte sich dann so langsam auch eine Lösung der Problematik ergeben.

Ohne jedoch die Ursachen des Stresses zu beheben oder zumindest zu mindern, sollte man sich von der ganzen Prozedur nicht zu viel versprechen. Die beste Radionik nutzt nichts, wenn im realen Leben nicht die notwendigen Schritte unternommen werden, den Stress erst gar nicht entstehen zu lassen. Das Ganze muss dann unter dem Aspekt einer nachhaltigen Lebensführung gesehen werden.
Das finde ich letztlich gar nicht so schlecht. Es geht nicht, dass ein Klient zum Radioniker sagt, „Nun mach du mal.“, ohne sich selbst zu bewegen. Es sind die Entscheidungen seines Lebens, die ihn in diese Situation geführt haben. Es muss auch daran gearbeitet werden. Das kann trotz und natürlich auch mit Hilfe der Radionik nur der Klient selbst tun.

Claudio Romanazzi

Bitte hinterlassen Sie unten einen Kommentar!
Bitte beachten: "Ich antworte nicht auf alle Kommentare, ich lese jedoch jeden einzelnen! Wenn ich auf Ihren Kommentar nicht antworte, dann bedeutet es höchstwahrscheinlich, dass ich mit Ihnen übereinstimme und nichts Bedeutendes hinzuzufügen habe. Ich schätze Ihren Kommentar sehr. Er spielt eine gewichtige Rolle für zukünftige Artikel. Bitte scheuen Sie sich nicht, alles zu schreiben, was Sie bewegt. Spam wird übrigens immer ausgefiltert und entfernt."
(​​Claudio Romanazzi)

Leave a Comment:

(8) comments

Joachim Trautmann 31. Januar 2015

Ich stimme dem Artikel zu 100% zu. Radionik kann „nur“dazu verhelfen das eigene Leben wieder in den Griff zu bekommen und sich Beweggründe bewusst zu machen. Hierbei kann ein „Radioniker“ wichtige Unterstützung geben. Indem ich z.B. erkenne was die Ursache meines Stresses ist (mit Hilfe der Radionik) kann ich beginnen mein Leben zu ändern.

Reply
    Claudio Romanazzi 31. Januar 2015

    Danke Joachim für deinen Kommentar. Ich finde jedoch, dass man einen Schritt weitergehen kann. Die meisten Menschen sind sich ja des Stresse überhaupt nicht bewusst. Und das ist natürlich die Stärke der Radionik – die Radionikanalyse bringt es an den Tag.

    Reply
Georg Weber 31. Januar 2015

Ihr Artikel hat mir sehr gut gefallen. In dem erwähnte Buch „The Healing Code“ ist Stress und seine Ursachen genau so und noch ausführlicher beschrieben. Was halten Sie von den Handhaltungen? Ich habe sie selbst ausprobiert und teilweise gut Ergenisse erziehlt, d.h. ich war (mein Körper) energetisch aufgeladen. Leider sind die Ergenisse sehr schwankend. Gibt es vielleicht noch andere Faktoren die man bei den Handhaltungen beachten muß? (Besondere Örtlichkeiten, Nord-Süd Ausrichtung oder?)
Freue mich auf eine Antwort.
Gruß Georg Josef

Reply
    Claudio Romanazzi 31. Januar 2015

    Hallo Georg,
    ich habe das bisher nicht ausprobiert und kann daher auch keine Aussagen darüber treffen. Den Inhalt des Buchs kann ich aber uneingeschränkt empfehlen.
    Claudio Romanazzi

    Reply
Günter Haug 1. Februar 2015

Hallo Claudio,

das Stress die Hauptursache vieler Krankheiten ist, hast du sehr gut erklärt. Der Hauptgrund ist meiner Meinung nach der, dass stressaulösende Dinge den Menschen in der heutigen Zeit – im Gegensatz zu unseren Vorfahren – sehr häufig im mentalen Bereich treffen (Krimis, Druck am Arbeitsplatz, schlechte Nachrichten) da sie den Mensch in sitzendem Zustand erreichen. Unsere Vorfahren hatten die Alternative „Kampf oder Flucht“, was eine körperliche Reaktion auslöste, was den Stress wiederum abbaute. Der moderne Mensch hat diese Möglichkeit nicht und ist deshalb häufig sehr lange in dem von dir beschriebenen Zustand, dass die Zellen nicht mehr ernährt werden u.s.w. Nun gibt es Situationen, die der Mensch durch, wie du richtig schreibst, eine Änderung der Lebensführung ändern kann und dadurch den Stress vermeidet. Es gibt allerdings auch stressverursachende Situationen, auf den der Mensch keinen Einfluss hat.
Hier sollte die Radionik meiner Meinung nach nicht die Ursachen des Stresses beheben sondern dabei helfen, dass diese Situationen nicht als Stress empfunden werden oder der Stress schnell abgebaut wird – der Blickwinkel oder Fokus sollte verändert werden und zwar bei den Situtationen, die immer wieder zu Stress führen. Jetzt höre ich aber auf, sonst wird mein Kommentar länger als dein Beitrag.
Liebe Grüße
Günter

Reply
    Claudio Romanazzi 2. Februar 2015

    Huhu Günter,
    danke für deinen Beitrag. Es gibt dannnoch die Möglichkeit, an anderer Stelle Stress sozusagen einzusparen, damit man den Stress, der sich nicht vermeiden lässt, besser kompensieren kann. Ich glaube, dass ich das Thema nur anreißen konnte. Mir scheint es unerschöpflich und sehr vielfältig, da ja jeder Klient/Patient seine eigene Geschichte mit seiner eigenen genetischen Disposition mitbringt.

    LG Claudio

    Reply
Silke Lütt 2. Februar 2015

Hallo Claudio, dieses Thema ist so bekannt, und so auch so aktuell wie nie zuvor. Ich habe allein heute 2 Patienten mit diesem Thema gehabt. Beide sind sich der Situation sehr bewußt, und wollen auch handeln. Ich denke, vielen Menschen sind sich im klaren darüber, was Stress ist und das sie im Stress sind, wissen nicht wie sie sich organisieren sollen. Welche Aktivitäten sie lieber sein lassen sollten. Wie sie sich Aus.-bzw Ruhezeiten einrichten um sich selber wieder auszurichten. Nach dem Motto, manchmal ist weniger mehr. Einen Weg zu finden, ich denke das ist das aller schwerste, weil wir keinen Plan auf unseren Lebensweg mitbekommen haben.. Oft führt die Erkenntnisweg über Krankheiten, Unfälle, Lebenskrisen usw. Nicht umsonst boomen Seminare, Coachings und Selbstfindungstrips. Nur diejenigen die die globalen Zusammenhänge verstehen, haben eine Chance für sich die Karten entsprechend zu mischen. Und ich hoffe das ich mit meiner Arbeit ein Stück dazu beitragen darf.

Reply
    Claudio Romanazzi 3. Februar 2015

    Hallo Silke,
    ja, da hast du recht. Wir sind jedoch mit der Radionikanalyse in der Lage, zumindest die Richtung zu weisen. Oftmals sind es ja Lebenskrisen, die einen erst aufmerken lassen, dass etwas nicht stimmt. Hier die fehl gelaufenen Dinge zu indentifizieren und den Weg zu weisen – dafür sind wir Radioniker in der Lage. Leben muss die betreffende Person natürlich selbst. Das können wir nicht übernehmen.

    Reply
Add Your Reply

Leave a Comment: