Welche Bedeutung hat Radionik für den Einzelnen?

Nun, das kommt darauf an, aus ‚welcher Ecke‘ wir kommen.

Radionik – der Interessent

Da gibt es einmal die – ich nenne sie mal – Interessenten. Das sind Menschen, die von vielleicht in einem Artikel über Radionik gelesen haben und sich dafür zu interessieren beginnen. Es ist klar, dass sie zunächst nicht die geringste Ahnung haben, um was es hier geht.

Beispiel: neulich bekam ich aus Indien eine Anfrage, ob ich Radionikgeräte zur ‚Aktivierung von DNS und Chakras‘ hätte. Ich schrieb dem Herrn zurück, dass er wohl von Radionik nicht viel wüsste und beschrieb ihm das Verfahren in kurzen Worten. Er schrieb zurück, dass dies zuträfe, bedankte sich und damit war der Kontakt beendet.

Trotz all der Ahnungslosigkeit glauben solche Leute, das sie durch den Kauf eines Radionikgerätes, das in diesem Fall alles automatisch machen sollte, Radionik betreiben könnten. Und können sie? Manchmal schon, nämlich dann, wenn die Glaubenskraft an die Wirksamkeit so groß ist, dass sie Schöpferkraft erzeugt.

Radionik – der Autodidakt

Dann gibt es die Menschen, die sich autodidaktisch Wissen über Radionik aneignen und daraus ihr eigenes radionisches Bild formen. Das ist selbstverständlich vollkommen legitim, denn wie die Erfahrung zeigt, kommen aus dieser Richtung viele hingebungsvoll arbeitende Radioniker und Radionikerinnen, die ihre Arbeit gut machen und viel bewegen. Aus diesem ‚Fundus‘ kommen die vielen Theorien darüber, wie Radionik funktioniert, warum sie es tut und wie das alles zusammenhängt. Ich würde eher formulieren: zusammenhängen könnte, denn niemand weiß es wirklich. Oftmals wird von Herstellern von Radionikgeräten eine Theorie vorgegeben, doch Nachweise sind dafür nicht zu bekommen. Auch fehlen Untersuchungen über die Wirksamkeit der Geräte, denn – wie wir am Ende des Artikels noch sehen werden – es komm ja gar nicht auf das Gerät an! So ist der Autodidakt darauf angewiesen, Literatur und Herstellerangaben für sich zu ordnen und damit seine individuelle Arbeitshypothese über Radionik aufzustellen. Je besser das gelingt, desto besser die Effektivität als Radioniker. Denn nur dann kommt Schöpferkraft ins Spiel und damit Bewegung in die Sache.

Radionik – der Berufene

Die letzte Gruppe besteht aus Menschen, die eine radionische Ausbildung macht, um die größtmögliche Effizienz in der Radionik zu erreichen. Sie sind nicht nur neugierig auf jede Einzelheit, sie sind auch kritisch und hinterfragen die Dinge – um sie überhaupt in ihr Weltbild einfügen zu können. So hat mir neulich ein Schüler rund 30 Fragen zum Material des 4. Semesters gestellt, um Unklarheiten auszuräumen. Darüber freue ich mich regelmäßig, zeigt es doch, dass hier echtes Interesse vorliegt und ein Ziel erreicht werden soll. Die radionische Ausbildung ist die systematische ‚Verabreichung‘ von radionischem Vorgehen und Wissen. Das führt zu maximaler Kompetenz. Wer die immerhin dreijährige Radionikausbildung durchgegangen ist, ist ein hoch effizienter Spezialist auf dem Gebiet der Radionik, der einmal weiß wie er jegliche auftretende Situation meistern und entsprechende Probleme lösen kann. Zum anderen ist er sich sicher, mit seinen Techniken, Denkweisen, Routinen und Abläufen die notwendigen Schritte unternehmen zu können, um letztlich in Zusammenarbeit mit dem Klienten / Patienten die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Und es ist ihm bewusst, dass nicht das Radionikinstrument sondern er selber das auslösende Moment ist!

Fazit: Radionik wird ‚draußen in der Welt‘ ganz unterschiedlich aufgefasst. Je nachdem wie weit man sich auf die Materie eingelassen hat, sind verschiedene Grade an Einsicht und Verständnis vorhanden. Und das ist ja auch das Schöne: die Radionik passt sich an jede Einstellung an.

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(3) comments

Wolfgang Seither 24. Oktober 2011

Also, wer ein Foto besitzt, ist noch lange kein Fotograf. Genausowenig, wenn er ab und zu ein Bild “knipst”. Auf diese Art sehe ich den Radionik-Interssierten.

Ein Hoppy-Fotograf entspricht mehr dem Autoditakt. Er studiert die Materie, ließt also Bücher über Optik, Motivgestaltung, … und wendet diese Wissen auch an. Besucht Workshops und schaut den Profis über die Schulter. Dies ist auch eine Art der Ausbildung.

Der Fotograf hat eine abgeschlossene Ausbildung und führt den Beruf als Gelderwerb aus.

Nach meiner Ansicht gibt es noch den Quer-Einsteiger. Das ist, wie wenn ein Nachrichtentechniker sich mit der Starkstromtechnik beschäftigt. Er beginnt nicht bei Null, sondern eignet sich nur noch den Unterschied an.

Da Radionik wie die Fotografie eine Kunst ist, gibt es auch hier verschiedene Strömungen. Demnach unterliegt eine Ausbildung auch einer gewissen Strömung.

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Claudio Romanazzi 24. Oktober 2011

Danke für den Kommentar,

ich frage muich nur, was könnte denn ein Seiteneinsteiger bei der Radionik schon an Wissen haben, von dem er sich nur den Unterschied aneignet? Bei einem Geistheile rkönnte ich mir das noch vorstellen, bei einem Radiästheten auch – das war’s dann jedoch aus meiner Sicht.

Welche (Berufs-)Gruppen könnten das denn noch sein, die im Deutsch sprachigen Raum insgesamt sicherlich mehrere Tausend Geräte gekauft haben?

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Wolfgang Seither 24. Oktober 2011

Hallo Claudio,

über Schüßlersalze, Bachblüten, Aura- und Chakralehre, … brauchen wir nicht zu reden, diese wurden integriert.

Ok, Geistheiler ist eher ein Oberbegriff, wo nach meiner Meinung nach auch die Radioniker gehören. Jedoch gehören da auch die Reikianer dazu, die auf ganz anderer Weise Fernheilung adressieren, wie die Radioniker.

Alle die Stellverteter-Techniken beinalten, wenden diese unter anderem auch als Fernheilung an. Darunter fallen die systemischen Aufsteller und Kinesiologen. Z.B. Ingrit Auer “Engelsymbole” hat Übertragunssymbole, die verwandt mit Köhne´s Garith sind.

Kinesiologen analysieren und balancieren genauso gut strukturiert wie Radioniker.

Ein Orgonstrahler auf ein Bild gerichtet ist auch nichts anderes, wie ein Projektion auf eine “Probe”.

Viele, nicht alle Radiästheten habe durchaus strukturierte Analyseverfahren. Verwenden keine “Probe” und beim Ausbalancieren gehen sie jedoch andere Wege.

Seit SE-5 gibt es auch Wortraten, also Klartext. Damit sind Raten auch kein Hauptmerkmal der Radionik mehr, obwohl sie beim “Heilen mit Zahlen” die führende Rolle spielen.

Für mich ist der Quereinstieg: Was kinsiologisch geht, geht im Prinzip auch radionisch: Der Muskeltest wird durch pendeln mit “Probe” ersetzt.

Auch Bioresonansler “scannen” über ihre Nosoden.

Zum Schluß als Scherz: Weil ich gewisse Zeit Planer war, fließt auch projektbezogenes Denken mit ein. darum bin ich auch keiner, der drauflos balanciert.

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