​Was mir David Tansley und Alice A. Bailey beibrachten

Ab dem Jahr 1990 ging ich also in die englische Schule zur Radionikausbildung. Das darf man natürlich nicht wörtlich nehmen. Ich fuhr zweimal jährlich für ein paar Tage zum ‚Study Weekend‘ (Studienwochenende), das von einem Freitagabend bis Sonntagnachmittag stattfand. Die Radionikschule besteht aus einer Reihe sehr sozial eingestellter Tutoren, die sich gegen Unkostenerstattung an diesem Wochenende einfinden und ihre Vorträge halten. Wir Festlandsausländer sowie die aus anderen Erdteilen (zum Beispiel aus Südafrika, Japan usw.) sind dann immer schon einen Tag früher angereist, um die Pflichtstunden für das Studium bei einem zugeteilten Tutor zu verbringen und damit unter Aufsicht das Handwerk Radionik zu erlernen.

Autoren in der Radionikausbildung

Tja, und welchen Autoren begegnet man in der Radionikausbildung? Es sind vor allem David V. Tansley und Alice A. Bailey. Letztere Autorin wurde von Tansley in die Radionikausbildung eingeführt, denn sie stellt Inhalte zur Verfügung, die es sonst nirgens gibt. In seinen Studien östlicher Philosophien begegneten ihm die Schriften von Alice A. Bailey und diese passten genau mit demKonzept feinstofflicher Körper und den Ebenen des Menschenzusammen. Dieses wurde gegen einigen Widerstand in der englischen Radionikgesellschaft (Radionic Association) den in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts durchgesetzt, was aber auch zur Abspaltung der eher schulmedizinisch ausgerichteten Teile führte.

Letztlich waren diese Schriften so interessant, das ich von Dreien die Buchrechte kaufte und sie ins Deutsche übersetzte. Doch der Reihe nach. Am Anfang war – wie ich im letzten Blog berichtete – einiges Chaos in der Radionikschule ausgebrochen, weil der Leiter ganz plötzlich verschwand. Wendy Evans und Pauline Carder, die dann in seine Fußstapfen traten, mussten zunächst alle Materialien sichten und zum Aufrechterhalt des Studienbetriebs wenig attraktive Kopien von Kopien, teils von Kopien herausgeben, von denen unter anderen auch ich meinen Anteil erhielt.

Damals machte ich mich auch gerade mit Computern vertraut und dachte, dass ich alles in Datenbanken speichern, dabei gleich alles für mich ins Deutsche übersetzen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Zu meinem Erstaunen wurde mein Angebot damals erst nach längerer Beratung und Zögern angenommen. Dann jedoch machte ich mich ans Werk und so werden alle Studenten der Radionikausbildung (natürlich auch in Deutschland) auch heute noch von meiner damaligen Sortierarbeit versorgt.

 

Radionikausbildung in Deutschland

Nachdem ich 1993 meine Abschlussprüfung gemacht hatte, war es nur noch ein kleiner Schritt dazu hin, die gesamten Schulmaterialien, die ohne Raten immerhin ein ca. 10cm hoher DIN A4 Papierstapel sind, zu übersetzen und die englische Radionikschule in Lizenz hier im deutschsprachigen Raum zu führen. im Frühjahr 1994 startete die erste deutschsprachige Radionikausbildung mit vier Teilnehmern in meinem damaligen Wohnort Nienburg an der Weser.

Fazit: David Tansely und Alice A. Bailey bestimmen mein Leben weiterhin. Ihre in ihren Schriften niedergelegten Gedanken sind Ausgangspunkt, Reibefläche und Entwicklungsantrieb für inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte geworden. Ich bin sehr dankbar dafür, dass sie in mein Leben getreten sind.

Lesen Sie in der nächsten Folge wie es mit mir in den drei Jahren der Radionikausbildung erging.

Claudio Romanazzi

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