Nichts

Zeitlose Betrachtung unseres Alltags, radionisch aufgewertet

von Horst Grünfelder

Im Februar 2015 erschien der RNS Artikel zum Thema Radionik und physiologischer Stress. Es ging darum, dass unsere Zivilisation zu viele Reize produziert, die den Körper in Richtung Anspannung drängen. Darunter leiden u.a. die wichtigen Phasen des Regenerierens.

Das als Erinnerung. Beim Lesen kamen mir auch die Belastungen am Arbeitsplatz in den Sinn. Beruflicher Stress ist ein Sammelbegriff, wenn die Freude an der Pflichterfüllung verloren geht, wenn der Zeitdruck zu groß wird, wenn der Überblick infolge vieler Aufgaben abhandenkommt, wenn man einigen Arbeitsschritten fachlich nicht gewachsen ist und, wenn man nicht erkennt, dass man sich immer zu viel auflädt.

Irgendwann sieht man zwar das Hamsterrad, aber der Konkurrenzdruck oder die Angst um den Arbeitsplatz bieten einem keinen Ausweg. Oft wird nicht einmal die Frage gestellt, wie das weitergehen soll.

In diese Richtung wollte ich nachdenken. Zu Recht betont Herr Romanazzi, dass parallel zur Radionik auch die Ursachen zu korrigieren seien. Nur, bei beruflichem Stress steht ja der Arbeitsplatz im Fokus und ist als solcher unantastbar. Gibt es einen Ausweg? Vielleicht, eine innere Distanz könnte helfen.

Ein neues Denk-Umfeld also, um ein sinnvolles berufliches Engagement zu finden. Es könnte unterstützt werden von einem anderen Zeiteinfluss, also ohne die Zwänge des gesellschaftlichen Umfeldes. So eine Distanz, stellte ich mir vor, wäre Hilfe zur Selbsthilfe.

Als dieser RNS Artikel erschien, hatte ich mich bereits mit Zeiteinflüssen beschäftigt. Erliegen wir nicht dem Einfluss einer „beschleunigten Zeit“, so heißt es immer wieder? Könnte sie Teil der Belastungen sein? Daraus entstand die Idee, Zeitumstände, die mit Stress verbunden sind, radionisch zu beeinflussen. Bei Erfolg würde man die Kraft gewinnen, sich neu zu orientieren. Das war das Konzept.

2010 war ich schon mal über so einen Ansatz gestolpert und hatte mir frech eine Rate gebildet, dass „weniger Zeit geschieht“, im Sinne einer reduzierten Geschwindigkeit. Ob sich meine Lebensumstände dadurch änderten, weiß ich nicht. Das beeinflussende Radionik-Feld wirkt nur noch schwach auf mich, trotzdem wäre das Ratenkonzept noch zutreffend. Um beides festzustellen, verwende ich Intensitäten und analysiere strahlenmäßig den aktuellen Sinn der Raten. Immerhin ergaben sich diese Raten damals aus einer Kommunikation mit Bäumen, gewissermaßen mit einer Anderswelt.

2014 versuchte ich dann mittels einer Rate, meine Körperfunktionen abgestimmter und langsamer ablaufen zu lassen, halt einfach besser. Durchaus im Sinne des Februar Artikels, also irgendwie den Parasympatikus zu stärken und den Sympatikus zu bremsen. Dieses Ratenpaket wirkt noch. Entscheidend für unser Thema, es enthält auch einen geänderten Zeiteinfluss.

Bevor der Stress Artikel erschien, war ich noch mal näher rangegangen. Im Rahmen einer Analyse verschiedener Zeiten, von der physikalisch allgegenwärtigen Raumzeit bis hin zum Zeiteinfluss des Mainstreams, versuchte ich, meine biologische Zeit, die sich ja auch in der Lebensdauer von Körperfunktionen manifestiert, radionisch zu dehnen.

Wir bemühen uns gesund zu leben, nur in dem Fall wollte ich auch noch den äußeren Zeitrahmen beeinflussen. Natürlich kann ich nicht „Gott“ spielen und in Vorgegebenes eingreifen. Aber, wenn etwas geistig, bewusstseinsmäßig und physikalisch beeinflussbar sein sollte, dann könnte eine Rate doch daran arbeiten? Ich habe Felder einer kosmischen Hierarchie (für andere Leser, die einer göttlichen Ordnung) kennengelernt, kann sie wahrscheinlich strahlenmäßig selektieren, ihre Präsenz feststellen und verfolge so, welche Welten sich mit den Raten verbunden haben und bereit sind, mitzuarbeiten. Und mit diesen Erfahrungen komme ich vorerst zu dem Ergebnis, dass die uns umgebende Zeit beeinflussbar ist. Natürlich nur bei entsprechender externer Aufmerksamkeit. Bewusst zu leben, kann schon Aufmerksamkeit erzeugen und Radionik per se ist bereits mit viel „göttlicher bzw. externer“ Aufmerksamkeit verbunden. Da darf man dann schon einen Schritt weitergehen.

Soweit waren das Hinweise, dass an dem Verfahren, Zeit zu beeinflussen, was Wahres dran sein kann. Ganz ausführlich für jene, die bisher noch nicht darüber nachgedacht haben. Aber auch ausführlich, um zu zeigen, dass u. U. schon ein kleiner Fundus an Zeitelementen erkannt wurde.

Jetzt zurück zum Stressabbau unter Einfluss eines geänderten Zeitempfindens. Innerhalb der äußeren, allgegenwärtigen physikalischen Zeit gibt es durchaus Zeitelemente, die Entwicklungen und Änderungen zulassen. Man denke nur an die morphogenetischen Felder. Darüber hinaus kann man noch weitere lokale Zeitfelder analysieren, die eines Mainstreams oder eben eines stressigen Umfelds. Dem stehen Zeitrahmen für neues Potential oder zum Auskoppeln aus alten Einflüssen gegenüber.

Sie sehen, es gibt, sofern sich solche Zeiteinflüsse radionisch definieren und manipulieren lassen, ausreichend Ansatzpunkte. Wem es gelingt, seinem Zustand im Hamsterrad ein anderes Zeitempfinden aufzuspielen, wird eine andere Wahrnehmung gewinnen. Im Idealfall kann er, zunächst ohne Leistungsverlust, innerlich zurücktreten. Anschließend wird er frei für eine Neubewertung. Und das will ich versuchen hier anzubieten, und zwar ganz konkret:

32 / 6543 / 33123456 / 22

Das sind die Zahlen. Die Raten werden bei mir wie angegeben getrennt und in 4 Zeilen untereinander geschrieben. Darunter steht dann noch der Zeuge, z. B. der eigene Name (gemeint ist das Patientenmuster, das natürlich auch eines von einem selbst sein kann). Ergänzt werden kann das um den Zweck der Einflussnahme: „Distanz zur Arbeitswelt“ oder „Ergebnisse beobachten“.

Damit müsste sich so was wie eine kleine Auszeit aufbauen, in der man festlegen sollte, was man weiterhin unbeschadet leisten möchte. Unter dem Einfluss dieses Ratenpaketes sollten die Zeiteinflüsse der Gesellschaft und des Mainstreams einen nicht mehr berühren.

Meine Überlegungen zusammen mit dieser Musterrate sind nur ein Angebot. Ich kann die Wirkung an mir nicht überprüfen. Ich bin zu lange aus der Arbeitswelt heraus und stehe unter ähnlichen radionischen Einflüssen, die ich nicht unterbrechen möchte. Wer fühlig ist, kann vielleicht andere Raten oder Modelle entwickeln. Bei Neuem war es oft so, dass ich nach einigen Tagen nachbessern musste. Es waren Feinheiten, die die hinter der Radionik stehenden Kräfte erst nach einigen Stunden des Gebrauchs erkannten. Es kamen Zahlen dazu/weg oder einige wurden ersetzt. Da gibt es keine Regeln. Auch das müsste der Anwender selbst herausfinden.

Und damit überlasse ich meine Aussagen den Interessierten sowie Herrn Romanazzi zur weiteren Bewertung. Es war vereinbart, dass er alle Freiheiten hat, den Inhalt zu verwerfen, zu korrigieren, zu verbessern oder in ein weiteres radionisches Modell aufzunehmen. Mein Ansatz, zuerst mit Zeiteinflüssen radionisch zu arbeiten, dürfte neu sein. Für mich war es das jedenfalls.

© H. Grünfelder, Nußloch im April 2015.

Kommentar Claudio Romanazzi

Ja lieber Horst, da hast du ja ein abgefahrenes Thema ‚am Wickel‘. Im Grunde kann ich deinen Ausführungen gar nicht viel hinzufügen, von Verbessern gar nicht zu reden.

Was mir bei der Lektüre deines Artikels einfiel, war die unterschiedliche Zeitwahrnehmung in verschiedenen Lebensaltern. Je älter man wird, desto schneller scheint die Zeit zu vergehen. Mir geht es so, dass ich manchmal erschrecke, wieviel Zeit inzwischen vergangen und wie alt man damit offensichtlich schon geworden ist.

Daher ist dein Ansatz, das alles mal geruhsamer und bewusster anzugehen, sicherlich sehr sinnvoll. Und die Aufmerksamkeit mehr auf den Augenblick zu lenken, das kann eben auch eine radionische Aufgabe sein. Ich bin mir auch sicher, dass du – wenn du schreibst, die Zeit zu beeinflussen – meinst, die Wahrnehmung der Zeit radionisch zu behandeln. Die Zeit selbst scheint mir unbeeinflussbar (aber wer weiß?).

Im Zusammenhang mit Stress scheint es mir da ein zweischneidiges Schwert zu geben. Einmal – bei beruflichem Stress – wird eine bewusstere Wahrnehmung sicherlich zu mehr Stress führen. Denn ist der Beruf oder der Arbeitsplatz falsch gewählt, ist er für die betreffende Person vom Wesen her eigentlich ungeeignet, dann entsteht noch mehr Stress. Andererseits – abseits von beruflichen Problemen – ist die verbesserte Wahrnehmung des eigenen Seins ganz sicher sehr erstrebenswert. Schließlich ist es ja das Leben selbst, das wahrgenommen wird und damit nicht unbeachtet an einem vorbei rauscht. Dazu die Wahrnehmung der Zeit zu dehnen, ist meiner Meinung nach sinnvoll.

Sicherlich gibt es dazu noch andere Ansätze, da dein Artikel jedoch von der Zeit handelt, will ich nicht davon abweichen. Ich habe mir daher die Frage gestellt, was könnte man noch ergänzen, um den Effekt zu steigern? Nun, zuerst kommt ja immer die (Selbst-)Erkenntnis – mit anderen Worten, es gilt einmal festzustellen, was mir (oder einem Klienten) in der betrachteten Hinsicht fehlt und danach die Feststellung, was man beim bestehenden Zustand noch verbessern könnte.

Was fehlt (drei beispielhafte Einträge):
Wahrnehmung des Ichs – wie fühlt man sich mit der bestehenden Zeitwahrnehmung?
Die Zeitwahrnehmung selbst – fühlt man, das man zu wenig oder zu viel Zeit hat?
Verwendung von Zeit – findet man, dass man seine Zeit sinnvoll ‚ausgibt‘?

Was verbessert werden könnte (drei beispielhafte Einträge):
Wie kann man seine Zeit und damit auch die Zeitwahrnehmung sinnvoller/lustvoller/ertragreicher/usw. einsetzen?
Wäre es sinnvoll, in bestimmten Situationen (zum Beispiel im Beruf) die Zeitwahrnehmung zu dehnen oder zu straffen?
Wäre eine Verlangsamung der Zeitwahrnehmung im Alter sinnvoll?

Das alles sind nur Beispiele. Sie sollen eine Anregung für die Leser sein, die sich näher mit der Materie auseinandersetzen wollen. Wenn jemand mit solchen Themen bei sich arbeitet – bitte berichten Sie darüber in den Kommentaren!

Im Übrigen ist dieses Thema ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Radionik sein eigenes Leben optimieren kann – wenn man es denn tut. Nur aktives Handeln bringt Ergebnisse. Also los geht’s!

Claudio Romanazzi

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(​​Claudio Romanazzi)

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(10) comments

Günter Haug 30. April 2015

Guten Tag Herr Grünefelder, guten Tag Claudio,
„das ist ein weites Feld“ lässt Theodor Fontane Briest in einem seiner Romane sagen.
Diese Zitat passt meiner Meinung nach bestens zu diesem Thema.
Einiges an den Ausführungen kann ich zustimmend teilen, und möchte deshalb einige Punkte anführen, die ich anders sehe oder anders angehe.
Was mir persönlich gar nicht gefällt ist der Ausdruck die Zeiteinflüsse radionisch „manipulieren“ zu wollen. Zeiteinflüsse lassen sich nicht von einzelnen Menschen manipulieren. Zeiteinflüsse werden von der Masse (Herdentier Mensch) geschaffen. Was wir als Einzelperson tun können ist unsere Wahrnehmung (gerne radionisch unterstützt) zu verändern, in dem wir uns auf den gewünschten Zustand focussieren.
Ob es das Ziel sein kann, dem Zustand im Hamsterrad ein anderes Zeitempfinden aufzuspielen, soll jeder für sich selber entscheiden. Mein Ziel war es, aus dem Hamsterrad auszusteigen – was mir gelungen ist. Und zwar nicht durch verbesserte Wahrnehmung wie Claudio schreibt, sondern nur durch Wahrnehmung. Es gibt meiner Meinung nach nur Wahrnehmung oder Nichtwahrnehmung. Entweder bin ich im Augenblick (Wahrnehmung) oder nicht im Augenblick, wenn meine Gedanken während einer Tätigkeit in der Vergangenheit oder Zukunft sind. (Nichtwahrnehmung).Wenn ich im Augenblick bin und weiß was ich will (das erfodert Zeit um das herauszufinden:)- ), kann ich meine entsprechend formulierten Ziele und die Zielerreichung radionisch unterstützen.
Übrigens, die Feinheiten, von denen Sie schreiben, sind sofort präsent – nur unser Bewusstsein erfasst sie oft Stunden und Tage später – dann ist es Zeit sie radionisch zu korrigieren und aktiv im Bewußtsein zu verankern. Es erfordert oft häufige subtile Korrekturen, bis der gewünschte Zustand erreicht wird.
Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, die Zeit dehnen oder straffen zu wollen. Vielmehr sollte man seine Zeit SINN-VOLL einsetzen, ich wiederhole mich zwar jetzt wenn ich schreibe, das geht nur, wenn man weiß, was man will und das dann auch umsetzt. In diesem Sinne, raus aus dem Hamsterrad.

Beste Grüße
Günter Haug

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Ernst Stimmer 30. April 2015

Hallo,

immer wieder hören wir Sätze wie „da ist mir die Zeit davon gelaufen“, „jetzt bin ich zu alt für x“ usw. Träume und Wünsche sind wichtig, nur sie bringen uns zum Handeln. Jedoch erlebe ich immer öfter, dass Menschen „das Leben der anderen leben“ und dabei ihr eigenes vergessen bzw. dadurch die Zeit verstreichen lassen, die ihnen im Nachhinein fehlt. Also wird weiter das Leben der anderen gelebt …

Damit gibt man seine Zeit nicht sinnvoll aus. Radionik wird oft als Kommen-machen-gehen missbraucht im Sinne des Abgebens der Verantwortung an das Gerät, die Methodik. Sowohl vom Therapeuten, als auch vom Patienten. Die Interaktion vom Therapeut und Patient, aber auch vom Patient mit sich selbst sind wesentlicher Bestandteil. Ein salutogenetischer Ansatz mit Radionik als Tool hierfür. Mal sehen, was für Ideen mit in Bezug auf Zeit kommen, um dies positiv zu unterstützen. Auf jeden Fall ein interessanter Ansatz.

LG Ernst

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    Claudio Romanazzi 30. April 2015

    Ja lieber Ernst,

    heutzutage haben wir es mit der Couch und TV Generation zu tun. Und das sind ja nicht nur die täglichen, ja manchmal stündlichen Nachrichten, mit denen sie Otto-Normalverbraucher berieseln lässt. Jeder Krimi hinterlässt seine Stress-Spuren und immer neue schreckliche Gedanken werden in den Zuschauern gesetzt.

    Da gilt es schwer aufzupassen, was man mit seinem Leben anfängt, wo man welche Gedanken in sich herein und welche man tunlichst draußen lässt.

    LG Claudio

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Silke Lütt 30. April 2015

Lieber Horst, ein intressanter Ansatz, dein Artikel. Ich selber beobachte auch schon länger, was die Zeit mit uns macht. Und ich Frage mich auch immer wieder wo der Monat geblieben ist. Ich versuche auch öfters am Tag innezuhalten und und bewusst zu erleben, was um mich herum so geschieht. Auch habe ich schon diesbezüglich Veränderungen in meinen Tagesablauf bzw Struktur eingebaut. Dennoch läuft die Zeit.

Was ich bis jetzt herausgefunden habe ist, das wir Menschen einfach technisch zu vertaktet sind.

Dazu kommen die beruflichen Anforderungen an uns Menschen vom Chef bis um Azubi. Das Zauberwort Qualitätsmanagement, das fast in allen beruflichen Bereichen Einzug gehalten hat, übt einen enormen Druck auf uns Menschen aus. Da wir Menschen Herdentiere sind, gehen mehr oder minder unbewusst kollektiv mit. Auf die Idee, mein Zeitempfinden radionisch zu beeinflussen, bin ich noch nicht gekommen. Werde mich gedanklich damit auseinander setzen und Versuche machen. Mal sehen was passiert.

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    Seither 11. Mai 2015

    „Alles hat seine Zeit (Qualität), alles braucht seine Zeit (Quantität).“
    Nur mal in sich wirken lassen.

    Naja, Qualitätsmanagement: Wenn Qualität zur Quantität gemacht wird.

    Ein Bekannter von mir hatte mal gesagt: „Ich habe keine Lust Sklave dieser Technik zu sein. Die Technik soll uns dienen.“

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Werner Ledergerber 7. Mai 2015

Zeit. Was ist Zeit? Gibt es überhaupt Zeit? Ist Zeit handelbar? Kann man zu viel oder zu wenig Zeit haben? Kann man Zeit verlieren? Kann man Zeit speichern, um sie dann irgendwann in der Zukunft, wenn eben zu wenig zur Verfügung steht, als Notvorrat hervornehmen? Zeit ist Geld, dieser arg beanspruchte Ausdruck sagt auch gar nichts aus.

Ich habe viel über dieses Thema nachgedacht und auch gelesen, und vor allem habe ich mein Umfeld beobachtet. Bei der Arbeit fiel mir immer wieder auf, dass es „uncool“ ist und stark benachteiligend sein kann, wenn jemand zu gibt, dass er genug Zeit hat, um seinen Job zu machen. Der Mainstream gibt vor, dass Zeit immer Mangelware zu sein hat, denn man will ja nicht als faul gelten. Ein weiterer Aspekt kommt auch deutlich zutage: Wer keinen (über)vollen Terminkalender vorweisen kann, fällt irgendwie aus dem Rahmen. Und wer will das schon? Es ist Allgemeinwissen, dass ein voller Terminkalender nichts über die Lebensqualität aussagt.

Als ich noch arbeitete (ich bin jetzt im Ruhestand), war für mich die Freude am Job immer wesentlich wichtiger als das Geschwätz über die „Mangelware“ Zeit. Aus vielen Gesprächen mit Kunden und Lieferanten erfuhr ich, dass „keine Zeit haben“ praktisch immer eine Ausrede war für eine ungelöste Aufgabe, sprich ein Problem. Horst Grünfelder bringt es auf den Punkt (ich zitiere) „… aber der Konkurrenzdruck oder die Angst um den Arbeitsplatz …“.

Ein Tag hat immer vierundzwanzig Stunden, egal wie ich mich dabei fühle. Unser Leben, die Zeit zwischen Geburt und Tod, ist eingeteilt in Jahre, Monate etc. bis zu den Sekunden. Und wem die Sekunden immer noch zu lange erscheinen, kann sie weiter herunterbrechen bis zur Picosekunde. Der Zeit ist es völlig egal, was wir mit ihr machen.

Ein weiteres Thema ist das Zeit- oder Lifemanagement. Hier hörte ich vor x Jahren zum ersten Mal im Zusammenhang mit Zeit das Wort „entschleunigen“. Meiner Ansicht nach ist dies blanker Unsinn, aber es tönt cool.

Eckhart Tolle hat ein lesenswertes Buch geschrieben, mit dem Titel „Jetzt!“ (Die Kraft der Gegenwart). Er bringt’s auf den Punkt: Wir können weder gestern noch morgen etwas tun, sondern nur jetzt, in diesem Augenblick. Aus dieser Perspektive kann es keinen Zeitmangel oder einen Zeitüberfluss geben. Wir alle sind nur aktiv in der Gegenwart.

Was hat mein Kommentar mit Radionik zu tun? Nichts oder vielleicht doch? Wenn ich jetzt etwas tue, halte ich inne und denke nach. Die Wahrnehmung ändert sich. Mein Denken (meine Absicht) wirkt sich aus auf die gegenwärtige Aktivität. Ich bringe so einen schöpferischen Prozess zum Laufen. Dies alles geschieht jetzt. Wer interessiert sich da noch für die Zeit? Hier komme ich auf einen Punkt, den ich während meines ganzen Berufsleben und auch in der Freizeit immer wieder ähnlich erlebte. Immer dann, wenn ich Freude und Begeisterung in eine Aktivität eingebracht habe, war Zeit kein Thema. Hatte ich ungenaue Absichten, dann liess ich mich zu leicht beeinflussen von Gedanken der Zeitnot. Dann war es aus mit der Freude und dem Enthusiasmus. Ja, und entsprechend war das Ergebnis.

Zeit sollte man immer im Kontext zum ganzen Leben sehen. Wenn ich nicht weiss, was ich will, dann muss ich den Willen anderer, stärkerer Menschen akzeptieren. Die sagen mir, wieviel Zeit ich zur Verfügung habe.

Das Faszinierende an der Radionik ist, dass mit einer Absicht gearbeitet wird. Für mich bedeutet das, dass ich selbst Entscheidungen treffe, meine Persönlichkeit voll wahrnehme und es nicht anderen überlasse, was für mich gut ist.

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    Lieber Herr Ledergerber,
    ich sehe die Radionik u.A. auch als Lebenssteuerung an. Mit anderen Worten, will ich etwas bewegen, muss ich mir zuerst (vor der Radionik) über den aktuellen Zustand klar werden. Als Nächstes kommt dann die Zielvorstellung. Das beides zusammenzubringen ist die Aufgabe der Radionik.
    Zeitwahrnehmung ist sicherlich ein sehr subjektiver Begriff – aber gerade deswegen auch geradezu prädestiniert dazu, radionisch angegangen zu werden, wenn man das denn will.
    Ich erwische mich oft dabei, keine Zeit zuhaben, weil (so meine Ausrede) ich auf zu vielen Hochzeiten tanze und ich mich damit überlaste. Aber andererseits ist das ja auch meine eigene Entscheidung. Wenn ich radionisch daran ‚drehe‘, dann hat das zur Folge, dass ich bewusst weniger mache und dafür mehr in mich hinein fühle – eine Gute Sache.

    Claudio Romanazzi

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    Grünfelder Horst 19. Mai 2015

    Ein wunderschöner Artikel von Herrn Ledergerber, vor allen der 3. letzte Absatz hat mir gefallen und erinnert mich an ein sehr gutes Beispiel: Die moderne Tochter besucht ihre Mutter: „Ich mag die Atmosphäre bei Dir, es ist alles so übersichtlich und einfach …. Mutter klärt sie auf: Wenn Du aufstehst, denkst Du an die Kaffeemaschine und das Frühstück, beim Zähneputzen an den ersten Termin, beim Frühstück an die Schulaufgaben der Tochter, usw.
    Wenn ich aufstehe, spüre ich meinen Körper, den Morgen und wie schön es ist aus dem Schlaf zu erwachen. Beim Zähneputzen mehr an meinen Körper, auch weil ich mich im Spiegel sehe. Beim Frühstück genieße ich jedes Teil, auch weil ich immer abwechsle, usw….

    Auch als Kinder waren wir präsent und haben nur gespielt, nichts anderes gemacht.

    Das ist die eine Kunst, in der Gegenwart zu bleiben und nicht abwesend vom Augenblick. Auch das schildert Herr Ledergerber bestens. Mehrere solche Zäsuren am Tag sind schon ein gewaltiger Schritt.

    Ich denke, mit der Radionik geht aber noch mehr. Mit meinen „Strahlenanalysen“ erkenne ich, hoffentlich richtig, mit welchen Dimensionen Radionik an sich verbunden ist. Das allein kann schon ein Buch füllen. Ich sage dazu gerne Hierarchien, auch weil „Gott“ weit oben mitspielt. Diese Hierarchien siedle ich im Kosmos an und nicht im Denken o.ä. auf der Erde. Zeit ist nur ein Teil davon und damit ansprechbar und damit einsetzbar. Wenn es gelingt, kommt auch eine andere Zeit heraus, am besten die gewünschte.
    Herzlich Grüsse Horst

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Horst Grünfelder 20. Mai 2015

Ich bedanke mich für die beiden Ergänzungen und kann Ihre Erfahrungen mit der Zeit gut nachvollziehen. Da brauche ich nicht einzusteigen. Ich will Ihnen aber schildern, warum ich viel entschlossener an die Zeit herangehe.

Wir haben unsere physikalische Zeit. Sie ist im Entstehen und Wachstum des Universums fest eingebaut. Nachdem ich radiästhetisch mit Wellenlängen arbeite (ist was Genaueres als Pendeln), kann man auch diese Zeit strahlenmäßig erfassen. Natürlich muss sie überall sein und das mit gleicher Intensität. Daneben gibt es die üblicherweise bekannten Zeitströme, an die die Menschen zuerst denken. Auch letztere haben eine Wirkung auf uns.

Bei vielen Anlässen habe ich aber Zeitanomalien gefunden, dann ist die übliche Zeit, zumindest strahlenmäßig, nicht mehr da und wird durch eine andere ersetzt. Und um solche Phänomene geht es mir. Bei Spontanheilungen, Geistheilen o. ä. und usw. hat sich die normale physikalische Zeit zurückgezogen und überlässt einer anderen Zeit ihr Wirken. In dem kurzen Moment einer totalen Änderung herrschen eben besondere Umstände. Das wissen wir alle, nur dass dabei die Zeit auch eine Rolle spielt, weiß eigentlich niemand.

Ich habe über viele Jahre Beobachtungen anstellen können, nicht nur auf der Erde, auch an Fotos der neuen Weltraum Teleskope mit ganz neuen Details. Das da draußen am Himmel ist nicht so simpel strukturiert, da gibt es viele Felder von Bewusstsein, Geist, Informationen usw., insgesamt eine interessante Hierarche. Und in Begleitung einiger Elemente der Hierarchie ist die Zeit auch nicht immer gleich oder lässt sich beeinflussen …..

Ich kann das hier nur andeuten. Am liebsten belege ich das, was dann schon ein kleines Buch ausmacht. Inzwischen bin ich der Meinung, man kann Zeit beeinflussen und sie wird sich beeinflussen lassen. Nichts ist starr im Kosmos und auf der Erde. Einfach versuchen. Nur das Experiment bringt einen weiter.“

Herzliche Grüsse von Horst

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Ronald Hell 27. Juli 2015

Guten Tag!
Zuerst fällt auf, dass viele Menschen den Fokus auf die Zeit, das für uns Unabänderliche legen (obwohl ich Hrn. Romanazzi zustimme, „Die Zeit selbst scheint mir unbeeinflussbar (aber wer weiß?)“).

Ich habe mich berufsbedingt schon vor vielen Jahren mit dem Thema Zeitmanagement befassen müssen und eine Möglichkeit gefunden, auch unter extrem stressigen Bedingungen einigermassen Ruhe zu bewahren und meine geforderte Leistung zu erbringen ohne auszubrennen. Nebenbei gesagt nutze ich den Begriff Zeitmanagement nur ungern, aber er ist nun einmal etabliert.

Mit dem Thema Radionik hat das jetzt noch nichts zu tun. Aber wie in einigen Blogbeiträgen angemerkt, liesse sich mit Radionik auch meine Methode noch effizienter gestalten. (Grundüberlegungen für die Methode, die ich TAO-Timing (TAsk Organizing Time Management) nenne, finden Sie auf meiner Seite www. time-management-use. com).

Wer den Fokus seiner z.B. beruflichen Tätigkeit auf die Arbeit mit ihren einzelnen Aufgaben legt, muss sich um die Zeit weit weniger kümmern, weil daran ja ohnehin nichts zu drehen ist. Hilfreich dabei sind, wie angemerkt, die Aussagen von Eckhart Tolle (Leben im Jetzt, The Power of Now).

Die Angst um den Arbeitsplatz bleibt, solange die Ursachen der Angst nicht erkannt werden, wie auch Hr. Romanazzi andeutet. Die Ursachen finden sich vordergründig aber nicht im Bereich der Zeit oder Zeitnot, sondern im Umgang mit der Aufgabenlast. Und hier denke ich, bietet die Radionik ein breites Betätigungsfeld mit einer Menge von hilfreichen Möglichkeiten. (Ich kenne Radionik selbst erst seit kurzer Zeit, habe alllerdings aus dem philosophischen/religiösen Bereich genug Vorwissen, das sich mit Radionik in idealer Weise abrundet.)
Und wie Hr. Ledergerber anmerkt ist die Aufgabenlast kaum mehr Last, wenn der Beruf der eigenen Bestimmung entspricht.

Ich halte es hier auch für eine Themenverfehlung, wenn man versuchen will, Zeit zu manipulieren um seine Aufgabenlast zu bewältigen. Warum nicht das Nächstliegende angehen? Zuerst sind die Aufgaben (das zeitlose innere Datenfeld, die Information der beruflichen Aufgabe, wenn man so will), dann erst kommt: „Wie bringe ich die Aufgaben in der Zeit unter?“ Zusätzlich kann die Radionik dabei helfen, herauszufinden, ob die beruflichen Aufgaben mit meiner Lebensaufgabe in Resonanz sind.
Auf anderen Gebieten mag es vielleicht sinnvoll sein, die Zeit selbst zu „bearbeiten“.

zu Silke Lütt
Auch ohne Radionik verändert meine Methode das Zeitempfinden indem es den Zeitdruck augenblicklich abschwächt und damit Zeit dehnt. Nur durch Änderung der Blickwinkel auf die Aufgabenlast und Anwenden simpler Prinzipien. Erlebt haben das die Anwender als überraschende spontane Entlastung, wenn sie sich darauf einliessen. Dabei geht es wie bei radionischer Arbeit – soweit ich das bisher verstehe – nicht um konsumieren einer Rezeptur, sondern um Verhaltensänderung und über Bord werfen manch etablierter (Zeitmanagement) „Wahrheiten“.

zu Werner Ledergerber
„…Aus vielen Gesprächen mit Kunden und Lieferanten erfuhr ich, dass „keine Zeit haben“ praktisch immer eine Ausrede war für eine ungelöste Aufgabe, sprich ein Problem.

Anm dazu:
Stimmt. Mit zunehmendem Alter verschwand diese Redewendung aus meinem Vokabular. Ich hatte fast immer Zeit trotz oft enormem Arbeitspensum. Jedenfalls nahm ich mir die Zeit, kurz anzuhören worum es ging und einen Termin für die Erledigung vorzuschlagen. Je nach Hierarchie oder Bedeutung war die Sache dann ohnehin zu tun, egal ob ich Zeit hatte oder nicht.

Die Beeinflussbarkeit von Zeit ist natürlich schon ein ganz anderes Thema. Ich beschränke mich hier mangels anderer Erfahrungen auf den, jedem Normalverbraucher geläufigen Zeitbegriff.

Insgesamt sehr interessante Beiträge und Ansichten für einen „Chronosophen“ wie mich – Danke an alle!

Herzliche Grüsse
Ronald Hell

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