Geist und Verstand

Die Jahrbücher der Radionik Information

Leseprobe aus der Ausgabe 1998


Geist und Verstand

Wer oder was macht was beim Pendeln und Heilen
von Major General J.Scott-Elliot
mit freundlicher Genehmigung der Radionic Association

Jim Scott Elliot ist ein ehemaliger Präsident der British Society of Dowsers (Gesellschaft für Rutengehen/Pendeln)und Autor von ‚Dowsing: One Man’s Way‘ (Rutengehen: der Weg eines Mannes). Der folgende Artikel ist ein Extrakt seines Vortrags, den er anlässlich des Sommertreffens der Radionic Association 1982 gehalten hatte. Zusammengestellt wurde er von Joyce Galley.

Für welche Arbeit man als Rutengänger auch engagiert wird, sei es Archäologie, das Finden und bewerten von Ölvorkommen, das Finden von Mineralien und ihre Menge und Qualität, verlorengegangene Leute oder Gegenstände, es ist wichtig, den Hintergrund des Objekts, an dem man arbeitet, zu kennen. Sonst ist es wahrscheinlich, dass dumme Fehler auftreten. Mit wachsender Erfahrung lernt man die Dinge, die man bei dieser Arbeit tut und nicht tut, die Abkürzungen und das Gefühl für die verschiedenen Problemarten und erst dann ist es möglich, zu planen. Aus der Planung ergibt sich eine sensible Einschätzung, die zu einer objektiven Haltung gegenüber dem Problem führt. Bei jeder Form des Rutengehens muss die Betonung auf einer neutralen Haltung gegenüber der Arbeit liegen.

Erfahrung alleine aber kann nicht die Art von Problemen lösen, denen sich Pendler und Radioniker gegenüber sehen. Es gibt Probleme, bei denen Ärzte versagt haben oder im Fall von Pendlern, es gibt Probleme, die Profis in vielen Fällen in ihrem Leben nicht haben lösen können oder einfach nicht wissen, wie man sie löst.

Wir müssen uns also etwas anderes einfallen lassen. Dieses ‚andere‘ wird verschiedentlich auch als Pendeln, außersinnliche Wahrnehmung, einer der sechsten Ebene des Bewusstseins, oder sogar als weibliche Intuition bezeichnet. Der Einfachheit halber bezeichne ich es als Geist und ich verwende dieses Wort, um von der Funktion des Alltagsverstands zu unterscheiden.

Ein wichtiger Neurologe erzählte mir einmal, dass sich der Geist, wie ich ihn beschrieben habe, vielleicht im Gehirn befindet, an einer Stelle, die noch gefunden werden muss, und dass dafür noch reichlich Platz vorhanden sei. Nun, er könnte Recht haben. Mich aber interessiert das wenig, weil es für mich nicht wichtig ist, wo mein Geist ist, solange ich ihn fachgerecht und sensibel benutzen kann. Schließlich kann ich meine Arbeit zu Hause in
Emsworth, irgendwo in diesem Land oder irgendwo auf der Welt machen. Entfernung scheint nicht den geringsten Unterschied zumachen. Tiefe im Boden oder im Meer macht keinen Unterschied. In der Zeit zurückzugehen, scheint ebenfalls keinen Unterschied zu machen, weil es, entsprechende Begabung vorausgesetzt, ziemlich einfach ist, eine archäologische Fundstelle zu datieren, die zwei oder sogar acht Tausend Jahre alt ist.

Auch das Material, das erforscht wird, macht keinen Unterschied. Für die, die keine Archäologen sind – man findet oft eine Reihe oder einen Kreis von Pfostenlöchern, in welche die damals lebenden Menschen eben Pfosten steckten und darauf ein Dach setzen. Wenn man heutzutage eine Ausgrabung macht, ist oft alles, was man findet, ein Kreis dieser Pfostenlöcher, eine Gerade davon oder einen Graben, in den Pfosten eingegraben waren, die eine
Palisade bildeten.

Benutzt man Pendeln, um so etwas auf einer Karte oder einem Plan auf jede Distanz hin zu finden, unterscheidet sich das nicht vom Finden eines Mineralvorkommens oder der Route, die ein Mann genommen hat, oder einer Suche nach Öl in Australien in 2300 Meter Tiefe, einer verlorenen Brosche oder verlorenen Schlüsseln. Die richtige Antwort ist da, vorausgesetzt man ist vorsichtig genug und begabt genug, die Antwort zu bekommen.

Wir alle machen Fehler, was normalerweise an schlecht formulierten oder aus Unkenntnis gestellten Fragen, an Hasten, an Müdigkeit, Wunschdenken oder vorgefassten Meinungen liegt. Die letzten beiden genannten finde ich oftmals, wenn ich mit anderen Pendlern oder Schülern spreche. Sie sind die Hauptursache für Fehler. Sie sind wahrscheinlich die Ursache für immer wieder auftretenden Ärger. Es macht keinen Unterschied, wie erfahren man ist, man muss sich immer vor vorgefassten Meinungen und Wunschdenken hüten.

Es ist der Geist, der meine Fragen beantworten kann, nicht das Verstand. Meine Fragen müssen klar, sachdienlich und genau sein. Wenn sie das nicht sind, bekommt man ebenso unklare und unsachliche Antworten.

Wenn ich ein Pendelproblem habe, finde ich es am besten, zunächst alle Vorarbeiten mit dem Verstand zu machen und erst danach mit dem Pendeln anzufangen und das Problem dem Geist zu übergeben. Es ist tatsächlich so einfach, man benötigt nur ein kleines bisschen Selbstdisziplin. Sobald man den Verstand in das Problem schleichen lässt und nicht vorsichtig ist, kommen die alten vorgefassten Meinungen und Wunschdenken wieder hoch.

Ich wurde einmal von einer Ingenieurfirma gefragt, ob ich ihnen nicht bei einem Problem mit dem Fundament eines Gebäudes am Rand von London helfen könnte. Es war etwa drei Meter tief ausgehoben worden und etwa 60 D 30 Meter im Umfang. Nach dem Aushub wurden an gewissen Stellen, an den Ecken, Metallstreifen eingesetzt, um die Verschalung zu stützen. Diese Streifen mussten noch ein Stück tiefer als das Erdgeschoss eingesetzt werden. Während der Arbeiten am offenen Loch war kein Anzeichen von Wasser zu sehen. Ein Jahr später, als das Gebäude vollendet war, begann Wasser in das Mauerwerk einzudringen und kam durch Risse im Boden und den Seitenwänden. Würde ich ihnen sagen können, wo das Wasser her kam?

Entlang des Gebäudes verlief ein großes Abwasserrohr und die Firma vermutete, dass das Wasser von dort kommen könnte. Ich testete das durch Pendeln und fand kein Anzeichen eines Lecks. Auf einer Seite war die Straße und ich dachte, dass dort eventuell Abflussrohre und Wasserleitungen verlaufen könnten. Ich testete sie und fand nichts. Die Ingenieure testeten dann das Abflussrohr indem sie gefärbtes Wasser am oberen Ende, von dem das Wasser kam, einleiteten. Wenn das Rohr verantwortlich war, müsste sich die Farbe in den Wänden des Gebäudes zeigen. Aber es erschien kein gefärbtes Wasser.

Ich suchte dann unter dem Fundament, um zu sehen, ob ich irgendwelche unterirdischen Wasserläufe finden könnte. Ich fand drei, die etwa 1.5 Meter tiefer verliefen. Einer hatte eine leichte Blockierung wo er anfing, unter dem Gebäude zu verlaufen und eine starke wo er das Gebäude wieder verließ. Der zweite hatte keine Blockierungen, der dritte nur eine Blockierung, wo er unter dem Gebäude begann. Ich konnte die Wassermenge für jeden Verlauf bestimmen. Der erste hatte rund 80 Gallonen Wasser pro Stunde bevor er unter das Gebäude gelangte und 70 Gallonen pro Stunde nachdem er das Gebäude verlassen hatte. Es bestand also ein Verlust von 10 Gallonen. Beim dritten verhielt es sich mit 70 gph und 60 gph (Gallone pro Stunde) ähnlich.

Nach einer gewissen Zeit suchte sich das gefangeneWasser unter dem Gebäude einen Weg nach oben und durchdrang dabei den Boden des Gebäudes. Das schien die Antwort zu sein. Ich war in der Lage, die Wassermengen über einen Zeitraum hinweg zu beobachten. Sie variierten etwas, aber nicht viel, und immer bestand die Differenz zwischen der Eingangs- und der Ausgangsmenge des Wassers.

Ich kam später zum Gebäude und checkte in der Gegenwart der Architekten, Bauarbeiter und anderen Verantwortlichen das, was ich auf dem Plan gefunden hatte und konnte das bestätigen. Beide Ergebnisse stimmten sehr gut überein. Man war sich darüber nun einig, dass die Blockaden durch die Stahlstreifen verursacht wurden, welche den Wasserstrom unterbrechen könnten.

Es gibt hier zwei Dinge, besonders hervorzuheben. Zunächst ist kein Pendeln so gut und nur wenig besser als Spekulation, wenn es nicht überprüft wird und es ist nur wenig besser, wenn ein Ergebnis durch einen anderen Pendler bestätigt wird, wenn es nicht überprüft wird. Der zweite Punkt ist, dass man die gesamt Arbeit in aller Detailiertheit zu Hause machen kann.

Für die Fernheilung gilt das gleiche. Das Traurige ist, dass die Leute in dieser Pendelwelt nicht darüber hinaus kommen, herauszufinden, wie die Sache funktioniert. Sie bringen keine nützliche Pendelarbeit fertig, weil sie immer herausfinden müssen, wie alles funktioniert. Nun, ich überlasse das gerne anderen und mache einfach meine Arbeit.

Ich erzähle jetzt nochmals eine Geschichte aus meinem Buch und entschuldige mich bei denen, die die Geschichte schon gelesen haben. Eine Freundin von mir, die in Schottland lebt, hatte eine Brosche verloren. Sie gab mir eine Beschreibung und die ungefähre Größe, so dass ich hin der Lage war, sie mir vorzustellen – ein sehr wichtiger Punkt beim Pendeln. An dem Morgen, an dem sie die Brosche verlor, hielt sich sich in ihrem Garten auf, der ziemlich groß ist. Danach fuhr sie ihren Sohn zum Flughafen nach Edinburgh. Auf dem Rückweg machte sie an einem Hospital halt, danach fuhr sie nach Hause und hielt sich dort eine ganze Weile auf, bevor sie realisierte,
dass die Brosche verschwunden war. Würde ich sie finden?

In diesem Fall konnte ich die Brosche visualisieren, ich kannte den Garten, aber das Auto hatte ich nie gesehen. Mir war das Haus etwas bekannt, aber nur das Erdgeschoss. Das war also das Problem. Ich begann, Fragen aufzuschreiben, wo das Objekt der Suche sich jetzt im Moment des Pendelns befinden könnte und wo es sich befand, als sie es verlor. Heraus kam eine Reihe von Fragen, wie: Ist sie jetzt im Flughafen?, Hat sie jemand am Flughafen gefunden?, Wenn ja, hat derjenige sie abgegeben?, Ist sie gestohlen worden?, usw. Ähnliche Fragen wurden über das Hospital gestellt. Über den Garten und das Haus. Aber die letzte Frage war, Ist sie immer noch im Auto? Und die allerletzte, Ist sie irgendwo, an das ich nicht gedacht habe? Ich nehme diese Frage immer als Letztes, weil man nicht an alles denken kann und sie alle nicht gedachten Möglichkeiten abdeckt.

Ich pendelte durch meine lange Frageliste, aber ich bekam keine Antworten bis ich zum Auto kam. Die hintere linke Ecke schien die Stelle zu sein. Das erschien mir nicht sehr wahrscheinlich zu sein, weil meine Freundin sagte, dass sie dort schon gesucht und nichts gefunden hätte. Ich rief sie an und bekam ihren Mann ans Telefon. Ich sagt ihm, dass ich dachte, die Brosche sei in der linken hinteren Ecke des Kofferraums. Er antwortete, der Wagen hätte keinen Kofferraum. Er war zweimal durchsucht worden und befand sich nun wegen einer Reparatur in einer Werkstatt. Ich drängte ihn, die Garage anzurufen, um sicherzustellen, dass die Brosche nicht in der linken hinteren Ecke zu finden sei. Am nächsten Morgen erhielt ich ein Telegramm, in dem bestätigt wurde, dass die Brosche sich genau dort befand, wo ich angegeben hatte.

Dies demonstriert, wie solche Probleme gelöst werden können und es kann gut sein, dass Sie ähnliche Ereignisse unter Ihren Erlebnissen haben.

Nicht lange nachdem ich mit Archäologie begann, wurde ich aufgefordert vor fünf Mitgliedern der archäologischen Welt in Schottland zu sprechen. Ich wollte sie überreden, Rutengänger für die Jagd nach archäologischen Funden zu benutzen, weil das Zeit und Geld spart. Ich sprach etwa eine halbe Stunde vor ihnen. Sie waren höflich und hörten sich alles an, was ich zu sagen hatte. Ich war gerade dabei, zu gehen, als ich gefragt wurde, ob ein Rutengänger in der Lage wäre, ein Stück Metall in einem Menschlichen Körper zu finden. Ich sagte ja, wenn er für diese spezielle Arbeit trainiert wäre – und meinte dabei, dass ich es nicht wäre! Mein Gesprächspartner zog seine Jacke aus, legte sich auf den Tisch und sagte: „Ich habe seit dem ersten Weltkrieg ein Stück eines Schrapnells in meinem Rücken. Sehen Sie zu, dass Sie es finden!“. Mit grinsenden Gesichter um mich herum begann ich mit meinem Pendel zu arbeiten und innerhalb von drei Sekunden legte ich einen Finger auf eine Stelle seines Rückens und er sagte: „Sie haben es gefunden!“. Ich hatte vorher nie so etwas getan, es zeigt aber, was möglich ist.

Je komplizierter man die Arbeit macht und je abhängiger man sich von anderen Dingen macht, wie zum Beispiel Patientenmustern usw., desto komplizierter macht man es sich. Die einfachste Haltung ist die Beste.

Eine andere Geschichte betrifft ein Mädchen aus London, das ich kenne, die in einem Fotoladen im Süden von Piccadilly arbeitete. Sie fuhr in die Ferien und als sie zurückkam, rief sie mich an und sagte, dass sie die Schlüssel für das Büro des Ladens verloren hätte. Ich ließ sie ihre Wohnung beschreiben und zeichnete sie auf, während wir sprachen. Mit diesen Informationen begann ich, in meinem Arbeitsraum zu arbeiten. Ich kannte ihren Schreibtisch in der Galerie des Ladens, weil ich schon da gewesen war. Später rief ich sie an und sagte, „Die Schlüssel könnten in der oberen linken Schublade Ihres Schreibtisches sein“. Sie öffnete die Schublade, durchstöberte sie und sagte, „Nein, das sind nicht die Schlüssel für das Büro. Es sind die Ersatzschlüssel für die Galerie, jedenfalls nicht die, die ich suche“. Ich konnte im Büro sonst nirgends Schlüssel finden. Ich arbeitete dann mit der Zeichnung der Wohnung weiter und fand drei Stellen, wo Schlüssel sein könnten. Eine war auf der linken Seite der Kaminverkleidung. Eine war in der Schublade unter dem Abtropfbrett in der Küche und die letzte war im Schlafzimmer, in dem sie ein langes Regal beschrieben hatte, in welchem sie ihre Kleidung aufzuhängen pflegte. Hier fand ich eine Stelle, ungefähr einen Meter vom hinteren Ende entfernt, wo ich dachte, dass die Schlüssel sein könnten.

Am gleichen Abend rief ich sie wieder an und teilt ihrmeine Ergebnisse mit. Sie sagte, die Stelle auf der Kaminabdeckung würde manchmal zum Verbergen von Dingen benutzt, Schlüssel seien aber jetzt nicht dort. In der Schublade unter dem Abtropfbrett fand sie einige lang vermisste Ersatzschlüssel für die Wohnung, wofür sie mir dankte, aber sie waren nicht die gesuchten Schlüssel. Im Regal schließlich, genau dort, wo ich sagte, fand sie eine Tasche hinter ihren Kleidern aufgehängt und in dieser Tasche befand sich der gesuchte Schlüssel.

Ich benutze keine Muster mit einer Ausnahme. Ich begann, wie die meisten Menschen, nur mit Mustern, Mustern von Wasser in Flaschen, Muster von verschiedenen Öltypen in Flaschen, Steine, Keramik – alle möglichen Dinge lagen auf meinem Schreibtisch. Man kann aber keine Muster von Pfostenlöchern oder römischen Wassergräben haben, deshalb sagte ich mir eines Tages, „Das ist alles Quatsch!“ und warf alles weg. Jetzt benutze ich nur noch dann Muster, wenn viele Subjekte ähnlich dem gesuchten vorhanden sind, zum Beispiel Menschen oder Tiere.

Wenn ich eine Person suche, brauche ich ein Muster dieser Person, damit ich sie von anderen unterschieden kann. Genauso brauche ich ein Muster bei Tieren. Ich bevorzuge dabei die gleiche Reihenfolge Blutstropfen, Haar oder Schriftprobe. Ich benutze keine Fotos. Ansonsten benutze ich nie Muster und vorausgesetzt, ich kann das, was ich suche, visualisieren, ist es in Ordnung.

Ich würde es bevorzugen, überhaupt keine Werkzeuge benutzen zu müssen, ich habe aber gefunden, dass ich mit wesentlich akkurater bin, und ich mit einem Pendel bis in den Millimeterbereich hinein arbeiten kann. Mein Finger ist für Landkartenpendeln viel zu groß, obwohl ich ihn dafür benutzen kann, wenn die Größe der Karte für die Genauigkeit ausreichend ist. Für gewöhnliche Ja/Nein-Fragen ist der Pendelschwung in die eine oder andere Richtung ausreichend. Und um bei archäologischen Ausgrabungen bis auf den Millimeter genau zu arbeiten, benutze ich ebenfalls mein Pendel und erhalte akkurate Resultate. Ein Werkzeug hat selbst keine magischen Eigenschaften. Es ist lediglich eine Verlängerung meines Fingers, meiner Hand oder meiner selbst.

Außer Haus benutze ich eine normale Haselrute oder nur meine Hände. Wenn ich in Kirchen oder Kathedralen oder an ähnlichen Orten arbeiten muss, benutze ich nur meine Hände. Ich kann das ganz unauffällig machen. Wenn ich über etwas gehe, was ich messen will, kommen meine Hände zusammen und wenn ich den Punkt passiert habe, schwingen sie wieder auseinander. Ich halte meine Hände senkrecht mit den Handinnenflächen zueinander zeigend.

Ich habe ohne Werkzeuge gearbeitet, auf einem Stuhl sitzend und jemand Fragen auf mich abfeuernd. Die Einzelheiten solcher Arbeit stehen in meinem Buch, ich habe aber jetzt nicht die Zeit darauf näher einzugehen. Ich denke, eine solche Methode benötigt viel Praxis und ich finde sie nicht sehr zuverlässig.

Manchmal ärgert Landkartenpendeln die Leute. Sie akzeptieren, dass man über eine Stelle laufen und die Stelle bezeichnen kann, unter der das Objekt der Suche 2300 Meter tiefer liegt, die Rute ausschlägt und man sagt, dass es da ist. Aber sie können Rutengehen über Landkarten nicht akzeptieren. Ich denke, vorausgesetzt man hat die entsprechenden Mittel zur Wahrnehmung der Startposition, wenn man zu pendeln beginnt, man braucht nicht mehr. Ich kann ein Stück des Meeres nehmen und einige Linien darum herum ziehen, Längen- oder Breitengrade, oder ein von mir erfundenes Gitternetz benutzen. Nimmt man zum Beispiel die ganze Nordseekarte mit allen Ölfeldern, sieht man sie in Rechtecke eingeteilt. Das sind die Längen- und Breitengrade und ich kann eines dieser Rechtecke nehmen und schauen, was es enthält.

Es gab da mal einen Block in den Moray Firth mit der Nummer 12/28, welcher vor etwas länger als zwei Jahren der Moray Firth Company gehörte. Ich pendelte die Gegend aus und fand, dass sie eine sehr schöne Ölfelder in der westlichen Ecke enthielt. Also kauft ich einige Aktien! Ungefähr vor drei Monaten rief mich ein Freund an und erzählte mir, dass die Moray Firth Company in der nordwestlichen Ecke von 12/28 bohren wolle. Er sage, wenn sie dabei erfolgreich sein sollten, würden die Aktien steigen, sonst fallen. Ich hatte ja schon über der Landkarte gependelt und nichts Wertvolles gefunden. Nun pendelte ich wieder über der Landkarte und fand immer noch nichts wertvolles, also verkaufte ich meine Aktien. Mein Freund rief mich sechs Monate später an und erzählte, dass die Bohrung keine nennenswerten Ölvorkommen zu Tage gebracht hatte und infolgedessen die Aktien gesunken seien.

Ein weiterer Punkt des Landkartenpendelns betrifft die Relativität. Ich bin kein Gelehrter und kein Wissenschaftler, für die aber, die es nicht wissen, die Theorie der Relativität ist, ‚dass Dinge, die gleich anderen Dingen sind, untereinander gleich sind‘ oder so ähnlich. Ich denke, das betrifft auch Orte. Dinge, die an einem bestimmten Ort relativ zu einem anderen Ding liegen, liegen an einem bestimmten Ort relativ zueinander. Das befriedigt mich. Wenn ich eine Landkarte eines Stückes Land habe, auf der nichts weiter markiert ist – es könnte eine Wüste sein oder Buschland in Südafrika,oder das Meer, solange ich ein Stück davon habe, das mir ein Einklinken ermöglicht, zum Beispiel ein Baum, eine Eisenbahnlinie oder einen Längen- oder Breitengrad, von denen aus ich arbeiten kann. Im Hintergrund meines Geistes weiss ich, wo ich bin und ich kann versuchen, herauszufinden, was sich in dieser Gegend in Beziehung zu diesem bekannten Punkt befindet.

Zusammenfassung: Es gibt zwei Teile erfolgreichen Rutengehens oder Pendelns. Die Seite des Alltagsbewusstseins, wo erworbenes Wissen, Erfahrung, akkurate Planung, gesunder Menschenverstand in die vorbereitenden Arbeiten einfließen und wo Fragen so klar und wissensbasiert wie möglich gestellt werden müssen.

Der zweite Teil ist der Geist. Bevor das Pendeln beginnt, ist es wichtig, vom Bewusstsein Abstand zu nehmen und zu erlauben, dass der Geist übernimmt, um die Arbeit zu tun. In diesem Stadium weise ich die Leute an, zu entspannen, neutral und unbefangen zu sein, was Training und Übung erfordert. Während des Trainings ist es erforderlich, dass man seine Arbeit überprüft, sonst weiss man nie, ob man recht oder unrecht hat. Überprüft an seine Arbeit und findet, nicht Recht zu haben, hat man immer noch einen Bonus, nämlich nun fähig zu sein, herauszufinden versuchen, was falsch gelaufen ist und damit den Fehler nicht zu wiederholen.

Einen Gedanken will ich Ihnen noch mit geben. Ich weiss nicht, in welchem Zusammenhang er genannt wurde – es ist gut möglich, dass ich ihn aus einem Kontext herausgenommen habe – aber ich mag ihn und empfehle ihn Ihnen. Als der Papst in England war, erzählt man, dass er sagte: „Ich berühre Kräfte, die den Geist erweitern“. Ich denke, es wäre für uns alle nützlich, wenn wir den selben Kontakt bekämen.

Fragen

F.: Ich habe einmal gehört, dass man niemals für Unangemessenes Pendeln soll. Mit anderen Worten, wenn man pendelt, um Geld zu machen oder in die Zukunft zu blicken. Wir alle könnten unser Glück mit Pferdewetten machen, nicht wahr? Wenn ich herauszufinden versuche, ob eine rote oder schwarze Karte gezogen wird bin ich aber hoffnungslos schlecht, ist aber jemand krank und benötigt eine spezielle Medizin, kann ich die finden. Es gibt also einen Unterschied, benutzt man Pendeln für die eine oder andere Sache. Wie ist Ihre Ansicht dazu?

A.: Als ich mit dem Pendeln anfing, wurde mir beigebracht, dass man es nicht für persönlichen Nutzen verwenden darf. Ich glaube, der Ursprung dieser Ansicht liegt in Wirklichkeit darin, dass man sich so in das Problem verwickelt, dass vorgefasste Meinungen und Wunschdenken die Überhand gewinnen. Es gibt nichts, was die Leute davon abhalten könnte, Pendeln für die falschen Dingen zu benutzen. Sagt man nicht, dass die Hexen ihre Fähigkeiten für schlechte und gute Dinge benutzt haben? Ich glaube nicht daran, dass es etwas gibt, einen davon abzuhalten, es auf die eine oder andere Weise zu verwenden, ich glaube aber auch, dass der Dämon der Selbstsüchtigkeit mit hineinkommt, wenn man Pendeln für Gewinn benutzt. Ich mache das nie. Meine Geschichte von Moray Firth ist schierer gesunder Menschenverstand, das ist alles. Es hat keinen Nutzen, auf ein Pferd zu setzen, von dem man weiss, dass es nicht gewinnt! Andererseits empfehle ich Ihnen, für das zu pendeln, was Sie wollen, solange es praktisch ist.

Der Vorsitzende frage nach anderen Gesichtspunkten über dieses Thema aus dem Publikum.

Kommentar: Ich hatte einen Freund, der jeden Morgen die Börsenfavoriten aus der Zeitung heraus pickte. Er setzte kein Geld ein und hatte jedesmal vollkommen recht. Nachdem er das einige Zeit gemacht hatte, sagte er, „Mein Gott, ich habe hier eine Geldquelle“ und begann, Geld einzusetzen. Danach hatte er nie mehr Recht!

Vorsitzender: Was wäre passiert, hätte er beim Pendeln den Satz „Alle Gewinne hieraus gehen an das Rote Kreuz“ vor sich gehabt?

Kommentar: Ich denke, er hätte die richtigen Antworten bekommen. Ich denke, Absicht und Motiv sind wichtiger als alles andere. Der Grund etwas zu tun, kommt für mich absolut als Erstes. Und Neutralität.

Kommentar: Eine abweichende Reaktion. Ich wurde einmal gefragt, ob ich nicht die Totowette pendeln könnte. Ich wollte zuerst nicht, machte es aber dann doch. Als wir in der nächsten Woche die Resultate erhielten, war jedes Resultat ein Feld zu hoch. Hätten wir sie alle ein Feld nach unten gesetzt, wäre das 100% korrekt gewesen.

Vorsitzender: Also war Ihr Pendeln akkurat aber Ihre Absicht ein Feld außerhalb!

F.: Wenn Sie nach einem verlorenen Tier suchen, haben Sie keinen festen Punkt, von dem Sie aus suchen können. Wie gehen Sie vor?

A.: Ich bräuchte, wenn möglich, etwas von diesem Tier, etwas Haar ist alles, was man meistens bekommt. Ich muss wissen, wo das Tier lebt, wahrscheinlich sagt die anrufende Person, „Wir leben in X“. Ich benötige eine Karte der Gegend und beginne dann. Bei einer solchen Arbeit, die ich übrigens nicht oft mache, erreiche ich nicht mehr als 20% – 30% Richtigkeit. Es ist sehr viel einfacher, unkomplizierte archäologische Arbeit oder sogar Ölsuche zu machen, als sich mit verlorenen Personen oder Tieren zu beschäftigen.

Kommentar: Darf ich sagen, ich hatte ein Erlebnis mit einem verlorenen Hund. Ich bekam etwas von seinem Haar, ich pendelte über einer Karte und ich fand ihn in einem Schrebergarten eine ganz schöne Entfernung von dort, wo er verloren gegangen war. Ich erzählte das den Besitzern, sie begaben sich zu dem Schrebergarten und fanden einen streunenden Hund, es war aber nicht ihrer!

Vorsitzender: Das bringt mich zu einer Frage, die ich stellen will. Man ist immer für Zweifel offen. Es ist sehr wichtig, die ganze Sache zu klären. Gibt es eine spezielle Technik, die Sie Ihren Schülern beibringen, um über die Zeit des Zweifels, die wir wohl alle erleben, hinweg zu kommen?

A.: Den einzigen Weg, den ich sehe, um über diese Periode hinwegzukommen und Vertrauen zu gewinnen, ist mit praktischen Dingen zu arbeiten, so dass man die Ergebnisse testen kann und das ist nicht immer einfach. So viele Leute leben in Städten, es ist aber einfacher, wenn man auf dem Land lebt. Ich begann mit Archäologie und ich ging gewöhnlich zu einem Bauer, dem es nichts ausmachte, wenn ich ab und zu ein kleines Loch in seine Äcker grub, um nachzusehen, ob ich etwas gefunden hatte oder nicht. Das ist der Weg, mit dem man lernt. Mit Studenten mache ich Versuche und gebe ihnen elementare Dinge als Hausaufgaben auf. Einer der Versuche, die ich verwende, ist eine Reihe von sechs Flaschen – Pillenflaschen -, gefüllt mit verschiedenen Sachen der gleichen Farbe und Struktur. Die Aufgabe besteht darin, herauszupendeln, was was ist. Mit der Praxis bekommen sie das Vertrauen, dass sie Recht haben könnten. Öfters als nicht haben sie falsche Ergebnisse, weil die ‚Testbedingungen‘ nicht der richtige Hintergrund sind. Also ermutige ich sie, wegzugehen und zu Hause zu üben.

Kommentar: Ich habe oft zu Studenten gesagt, „Versuche die Zeit zum Eierkochen mit dem Pendel festzulegen. Dann bekommst du die Eier genauso wie du sie magst“. Dann versuchen Sie das beim Kuchenbacken – wenn die Zeit vorbei ist. Stechen sie eine Stricknadel hinein, um zu sehen, ob er gar ist, und zerstören den Kuchen dabei nicht. Sie bekommen zuerst immer zu weiche oder zu harte Eier, aber letztlich können sie immer visualisieren, wie sie die Eier haben wollen und sie bekommen den Beweis. Die Leute können sehen, wann eine Pflanze Wasser will oder etwas ähnliches.

Kommentar: Ich denke, das ergibt die Gefahr, dass einige Leute das Pendel für alles benutzen und nicht ihren gesunden Menschenverstand. Ich kenne eine Frau, die nichts tut oder isst, ohne ihr Pendel zu fragen, ob es gut für sie ist und ihre letzte Frage lautete immer, „Soll ich den Abwasch machen?“ und die Antwort war immer „Nein“!

J.Scott-Elliot: Sie hatte vielleicht einen Ehemann! (Gelächter)

F.: Es gibt Leute, die sagen, „Benutze nie ein Plastikpendel; verleihe dein Pendel niemals. Nimm immer Silber, Messing oder eines aus Kristall“. – was sagen Sie dazu?

A.: Wenn Sie wie ich glauben, dass es keine Magie im Pendel oder der Rute oder jedem anderen Werkzeug gibt, dann macht es nichts aus, was man benutzt. Man benutzt, was im Aussehen, Gewicht und Material befriedigend ist, und man findet nur das, was man mental zu finden wünscht. Ich wuchs mit der Theorie auf, dass man nur Haselnusszweige benutzen kann. Man kann aber auch einen Apfelzweig benutzen und Walfischknochen finden. Es gab so allerlei Bräuche in der Welt jener Tage – Gott sei Dank, heute sind wir darüber hinweg. Es wurde behauptet, um Eisen zu finden, müsse man ein eisernes Pendel benutzen. Andere sagten, dass man natürlich kein eisernes Pendel benutzen könne, weil man dann ja nur Eisen fände – all diese Arten komplizierter Dinge. Die Länge der Pendelschnur ist eine andere Sache. Einige sehr bekannte Leute pflegen Knoten in die Schur zu machen und benutzen gewisse Längen, um bestimmte Dinge zu finden – das Objekt der Suche konnte nur mit der bestimmten Länge der Schnur gefunden werden. Das ist ein persönlicher Glaube, von dem ich denke, wenn ich so sagen darf, dass er eine unnötige komplizierte Methode darstellt.

F.: War es nicht Evelyn Penrose, die eine solche Kraft entwickelte, dass sie nahezu mit den Armen voran weggezogen wurde, wenn sie nach Mineralien suchte. Und gab es nicht eine Gelegenheit, bei der sie sich zu Boden werfen musste um nicht buchstäblich in zwei Teile gerissen zu werden?

A.: Ich weiss, dass sie sich über Ölfeldern nicht wohl fühlte, einmal hörte ich sie das sagen. Ich denke, das ist ein anderer Brauch und ich denke, dass er gefährlich ist. Ein richtiger Bauer kam einmal zu unserer Gesellschaft (British Society of Dowsers), um einen Vortrag zu halten. Er hatte ein großes Stück Dornenhecke in seinen Händen und er bekam, jedesmal wenn er Wasser fand, einen starken Schlag damit in den Magen und musste sich krümmen. Eine andere Frau war eine sehr gute Wasserfinderin. Wenn sie aber Wasser fand, musste sie sich jedesmal schrecklich verrenken. Evelyn Penrose fühlte sich über Öl immer krank. Ich las ihr Buch, als ich anfing und ich begann mich über Wasser krank zu fühlen! Glücklicherweise konnte ich zu mir selbst sagen, „Das ist alles Quatsch – ich kann mich nicht für den Rest meines Lebens krank fühlen, wenn ich über Wasser gehe“. Beachten Sie, wo auch immer Sie sich in diesem Land befinden, sie überqueren ständig Wasserströme. Ich freue mich, sagen zu können, dass mich das seit dem nicht mehr belastet. Man sieht aber, diese Dinge können in einem wachsen und wenn man eine Situation erreicht, nichts finden zu können, ohne sich krank zu fühlen, nun, dann ist das nicht in Ordnung. Der andere Punkt ist, wenn man einmal eine Gewohnheit akzeptiert hat, ist extrem schwer, sie wieder loszuwerden. Deswegen bezeichne ich das als gefährlich!

Claudio Romanazzi

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(Claudio Romanazzi)

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