Mögliche Zusammenhänge zwischen Radionik und Ernährung

Die Jahrbücher der Radionik Information

Leseprobe aus der Ausgabe 1999


von Lawrence G. Plaskett, BA, Cchem, FRSC, LocAc, DthD.
Mit freundlicher Genehmigung der Radionic Association

Dr. Plaskett, ein Cambridge Graduierter in Naturwissenschaften und Biochemie, arbeitete in der konventionellen medizinischen Forschung, gab Vorlesungen in medizinischen Schulen und war Forschungsdirektor für eine multinationale Lebensmittelgruppe bevor er seine eigenen Methoden diätetischer Therapie entwickelte, die nun in London und Devon lehrt. Das Folgende ist ein editiertes Aufnahme eines Vortrags, den er auf der Herbsttagung der Radionic Association 1988 hielt.

Es ist für mich ein großes Vergnügen, eingeladen worden zu sein, hier über das Thema möglicher Beziehungen zwischen Radionik und Ernährung zu sprechen.

Wir haben in unserer Gruppe seit vielen Jahren mit der von uns so bezeichneten Ernährungstherapie gearbeitet und bilden nun seit sieben Jahren in dieser Disziplin aus. Das ist zu etwas eigenem geworden, mit eigenem Leben, wie es mit allen Therapien geschieht. Wir haben nicht genügend Beziehungen zwischen einer Therapie und anderen und ich bin sicher, dass dies einen großen Teil des Sinns unserer Zusammenkünfte ausmacht – einen Blick auf die anderen Therapien zu werfen und deren Beziehungen, die sie zur Radionik haben. Ich bin also deswegen gekommen, um Ihnen etwas über die Praxis der Ernährungstherapie zu erzählen und dann Wegen aufzuzeigen, wie diese Informationen möglicherweise praktischem Nutzen für Radioniker haben können, die für sich selbst nicht speziell Ernährung studiert haben.

Unsere Therapie beginnt mit Denken im Sinne der Natur und ich weiß, dass dies in der Radionik in großem Maße ebenfalls zutrifft. Wir beginnen also an einem gemeinsamen Punkt. Aber nicht alle Schulen der Ernährung beginnen mit natürlichen Prinzipien. Bei weitem nicht! Es gibt Ernährungsschulen, die oft nur vom Standpunkt der Ergänzung von Mineralien und Vitaminen her arbeiten, die manchmal gar nicht mal sehr viel mit Ernährung zu tun haben, und die gewiss nicht auf ganzheitlichen Konzepten des Denkens, die in der ’natürlichen Bewegung‘ vorhanden sind, beruhen. Das unsere ist dem sehr nahe, es ist seine Basis. Ich möchte deshalb über diesen Aspekt und wie wir ihn handhaben erzählen, ich will versuchen, ihn mit unserer Arbeit in Beziehung zu setzen.

Wir beginnen natürlich mit dem altbekannten Konzept der Naturheilkunde, dass chronische Erkrankungen, fast definitionsgemäß, mit der Anhäufung von Schlacken und Giften im Körper einher gehen. Das ist ein fundamentales Konzept natürlichen Denkens, das es seit Jahrzehnten gibt – möglicherweise wesentlich weiter bis in die Antike. Wir beginnen also mit diesem Gedanken und all unsere Arbeit in der Ernährung scheint diesen Gedanken zu bestätigen und die Tatsache, dass wir die Dinge mit der Ernährung, die reinigt, angehen müssen, damit Besserungen chronischer Zustände zustande kommen. Die Naturheilkundler benutzen oftmals Fasten für einige Zeit als Weg, metabolische Belastungen aus dem System zu nehmen und Schlacken und Gifte aus dem Körper zu entfernen. Nun, wir verwenden das Fasten übrigens nicht, dafür müssen wir aber andere Techniken einsetzen, um das gleiche Ergebnis zu erzielen: einen Zustand, in dem der Körper anfangen kann, Schlacken und Gifte, die sich ständig anhäufen, zu eliminieren. Hier ergibt sich eine Verbindung zu dem von Dr. Munro am heutigen Morgen gehaltenen Vortrag. Es sind hauptsächlich die chemischen Dinge, die mich angehen – ich bin mit den elektromagnetischen Sachen nicht so vertraut -, aber das riesige Feld der Chemie, seien es Lebensmittelzusätze, Medikamente, Haushaltschemikalien, Chemie aus und für den Garten und die Landwirtschaft, und all diese Dinge, all das sind Umweltgifte, denen wir kaum ausweichen können und die wir zu einem mehr oder minderem Grad in unser System aufnehmen. Und das zusätzlich zu dem, was wir sowieso schon haben, denn wir produzieren giftige Nebenprodukte in unserem Körper als Normalsituation. Wir können unsere Nahrung nicht verstoffwechseln, ohne dass Schlacken und Gifte als Endprodukte entstehen; das ist immer der Fall, wie gut wir auch auf uns aufpassen mögen. Wir haben also Umweltgifte, wir haben die innerlich produzierten Gifte und dann, zusätzlich zu allem, bringen es die meisten von uns in unserer westlich orientierten Gesellschaft fertig, einem Ernährungstypus anzuhängen, der die Funktion des Darms so stört, dass wir im Darm ein giftiges Milieu entwickeln. Wir haben eine Haltedauer von Lebensmittelresten, die viel zu lang ist; wir entwickeln Taschen in den Wänden der Gedärme, in denen sich Lebensmittelreste so ablagern, dass es für uns durch Anwendung der geeigneten Techniken möglich ist, um ein Beispiel zu nennen, Nüsse aus dem Darm einer Person zu holen, die seit einem Jahr keine Nüsse mehr gegessen hat (ungläubiges Staunen aus der Zuhörerschaft). Oh ja, das kann man tun! Das Zurückhalten dort, die Klebrigkeit des Materials, das auf langsame Art fermentiert, verhärtet, klebrig wird und letztlich an der Wand des Darms klebt – all das ist typisch für die Art der westlichen Ernährung, die reich an solchen Inhaltsstoffen wie Fleisch, Milch, Tee, Kaffee, Schokolade und Zucker ist. All diese Dinge fördern diese sehr schlechte Situation, hauptsächlich durch Förderung der falschen Bakteriensorte, die typischerweise im Darm nichts zu suchen hat.

Nun, der Dickdarm, oder Kolon, war immer ein Brennpunkt der Aufmerksamkeit für Naturheilkundler. Scheinen sie nicht geradezu von ihm besessen zu sein? Wir haben dieses wundervolle Buch von Dr. Bernard Jensen, Tissue Cleansing Through Bowel Management (Gewebereinigung durch Darmmanagement), das es fertigbringt, sich absolut darauf zu konzentrieren. Wenn jemand von Ihnen sich dafür interessiert, was man aus dem Darminhalt alles heraus holen kann, es gibt es einige prächtige Bilder in diesem Buch. Machen Sie das aber nicht zum Abendessen (Gelächter). Wir alle haben ungefähr drei Pfund Bakterien im Darm. Das ist etwas, das die konventionellen Textbücher erwähnen, aber nicht für wichtig halten. Sie merken an, dass ungefähr 500 verschiedene Arten von Organismen im Darm leben, und scheuen eher vor der komplexen Situation zurück.; sie vereinfachen die Situation zu sehr. Es mussten die Naturheilkundler sein, die sich auf die Darmflora konzentrierten und die ihre Aufmerksamkeit darauf richteten, dass es sehr wohl darauf ankommt, welche Art von ‚Besuchern‘ wir dort haben. Weil wir so viele davon haben, bilden sie eine biochemische Fabrik, verbrauchen Dinge, produzieren Dinge, und wir können nicht anders, als zu unseren drei Pfund Bakterien eine Beziehung einzugehen.

Ich werde zur Darmflora in einer Minute noch mehr sagen – aber ich denke vom Blickwinkel radionischer Arbeit aus gesehen, wenn jemand mittels des Pendels den Zustand des Darms erforscht, dann wird es sehr wichtig, Fragen über diese Bakterien zu stellen. Ich denke immer über Ihre Art der Arbeit, dass es letztendlich darauf ankommt, die richtigen Fragen zu stellen, auch wenn man, wie Sie, in viele Disziplinen eintauchen muss, die nicht die eigenen sind.

Der Schlüssel bei der Darmflora ist der Anteil der Säure produzierenden Organismen im Darm. Die unwillkommenen Besucher sind die, die Basen produzieren. Durch eine simple bakteriologische Analyse ist es einfach, zu zeigen, dass der Darminhalt der meisten Menschen – nun, fast allen mit chronisch westlichen Erkrankungen – einen niedrigen Anteil an säureproduzierenden Organismen und einen sehr hohen Anteil von verschiedenen anderen aufweisen, von denen viele basische Produkte erzeugen. Die Naturheilkundler wussten das, schon lange bevor wir die Ernährungstherapie hatten. Sie vervielfachten die guten Bakterien in Lösungen und gaben sie ihren Patienten zum einnehmen – diese Lösungen enthielten bis zu 200.000.000 Organismen pro Kubikzentimenter. Es gibt so viele Organismen dort, man muss, um einen großen Effekt zu haben, eine Menge Organismen einsetzen, um ihn zu erreichen. Es wurde aber klar, dass man Leute behandeln kann, die vielleicht 20% Säure produzierende im Darm hatten, und die durch diese Art der Behandlung ihre Bakterienbesiedlung auf, sagen wir, 80% – 85% Säure produzierender Bakterien verbesserten und dass parallel dazu eine große Veränderung der Gesundheitssituation der Person stattfand. Man kann seine Fragen auch auf die Natur des Darminhalts richten, weil dieser, wenn lange Zeit Material an der Darmwand klebt, eine Form der Verstopfung erzeugt, die manchmal nicht mit klinischen Symptomen einher geht.

Dieser Typus des Darmzustands, der in größerem oder geringerem Maße in jedem vorherrscht, der die westliche Ernährung bevorzugt, wird giftige Anhäufungen produzieren. Die dort im Darm befindlichen Organismen produzieren Gifte, die durch die Darmwand absorbiert und in den Blutstrom übernommen werden. Diese Gifte lagern sich dann irgendwo im Körper ab und bevorzugen dabei immer schwächere Organe, Gewebe oder Systeme. Das funktioniert selektiv. Die eher vitalen Organe schmeißen sie leichter wieder heraus. Aber mit einem großem Zustrom von Giften in wirklich chronischen Zuständen wird man offensichtlich überall mit Giften überflutet; und obwohl die stärkeren Organe versuchen, es sie wieder los zu werden und dabei auch Erfolg haben können, kommt ständig mehr dazu. Man wird davon überschwemmt.

Das ist also das grundlegende Konzept. Wir gehen deshalb davon aus hin zum Konzept der Entgiftung, was eine Reinigung erzeugt. Ich glaube, Sie verwenden dieses Konzept in gewissem Ausmaß.

Durch Übertragung von Energie in einigen Formen in Organe oder Systeme kann man natürlich eine Entgiftung unterstützen. Mein Wissen über Radionik ist etwas dürftig, ich würde aber von dem Wenigen glauben, dass Sie, wenn Sie Ihre Behandlung auf die Nieren konzentrieren, und Sie behandeln die Nieren, tatsächlich auch Lebensenergie in diese Organe leiten, und dass als Konsequenz dieses in die Lage versetzt wird, Gifte besser zu verarbeiten. Natürlich kann das nur halfen, wenn der Körper als Ganzes in einem hinreichend fähigem Zustand ist, so dass die aus dem Gewebe kommenden Gifte ausgeschieden werden können. Das erfordert, dass die ausscheidenden Systeme in guter Verfassung sind. Ich meine, wenn Sie die Nieren behandeln, nun, das ist in gewisser Weise kompliziert, weil sie Ausscheidungsorgane sind, die anderen aber, die Leber, der Darm und die Haut, alle sind sehr wichtig und ihr Zustand wird bestimmen, wie gut die Person Gifte nach außen bringen kann.

Wir haben also das Konzept der Entgiftung und die Frage ist, wie – in unserer Therapie – erzeugen wir Entgiftung? Wir machen eine Reihe von Dingen, Nahrungsmittel und Bakterien eingeschlossen, weil diese Behandlung, wenn sie effektiv ist, Eliminierung erzeugt, was wie oben beschrieben einschließt, den Leuten lebende Bakterien zu geben – Lactobacillus acidophilus und andere Organismen dieser Art, die den Darm bevölkern oder bevölkern können. Warum wird Eliminierung erzeugt? Das passiert, weil die Situation im Bauch verbessert wird, indem der Fluss der Gifte vom Darm in den Blutstrom aufgehalten oder teilweise aufgehalten wird, und natürlich, wenn es eine Unterbrechung des Nachschubs einer Menge Gift gibt, sagt der Körper, „Nun, Gott sei dafür Dank! Nun kann ich vielleicht etwas dessen ausscheiden, was ich angehäuft habe.“ Und indem man diesen Trick anwendet, erzeugt man ein gewisses Maß an Reinigung. Wenn man immer weiter macht und mit hohen Dosen eine Langzeitbehandlung durchführt, scheidet man eine riesige Menge aus.

Das andere prinzipielle Werkzeug, das wir in unserer Therapie benutzen – das wichtigste von allen – sind Mineralien. Ich habe keine Ahnung davon, wie stark Sie sich auf Mineralien konzentrieren, wenn Sie Ihre Patienten abfragen. Das variiert vielleicht zwischen denen, die viel und denen die wenig Interesse an Ernährung haben. Ich möchte diesen Punkt betonen, weil ich glaube, dass sich Leute, die nicht in Ernährung ausgebildet sind – oder ohne modernes Wissen über Ernährung in Zusammenhang mit den heutigen Ideen der alternativen Bewegung sind – sehr leicht dazu bekehren lassen, dass Vitamine die wichtigsten Schlüsselfaktoren in der Ernährung sind und ein Teil meiner Botschaft ist es, das dies nicht der Fall ist. Ich erinnere mich an die Jahre gerade nach dem Krieg, als wir für lange Zeit die Rationierung hatte, dass die Leute sich ganz außerordentlich auf Vitamine konzentrierten und sie als Schlüssel der Ernährung hielten. Die Leute sagten sogar, „Eines Tages werden wir nur noch Vitaminpillen essen müssen.“, und so weiter. So war das Denken damals, eine Menge Betrachtungen über Vitamine, und über Mineralien machte man sich keine Gedanken. Gerade in den vergangenen Jahrzehnten wurden wir uns immer mehr der Mineralien und ihrer Schlüsselrolle bewusst.

Mir sind die Mineralien sehr bewusst, weil ich Biochemiker bin. Ich habe an anorganischen Materialien im Körper Interesse und speziell interessieren mich Enzyme. Nun, Enzyme sind biologische Katalysatoren im Körper und wir haben buchstäblich Tausende davon. Jeder führt seine eigene chemische Reaktion durch. In der Biochemie studieren wir all diese einzelnen Enzymreaktionen. Wir müssen uns ihrer großen Anzahl bewusst sein und der Art und Weise, wie sie alle miteinander reagieren, um metabolische Möglichkeiten zu finden, mit denen der Körper eine Substanz in eine ganz andere umwandelt. Der Körper scheint eine komplette biochemische Fabrik zu sein. Das Wichtige, das ich hier über die Enzyme vom Ernährungsstandpunkt aus anmerken möchte, ist, dass wir beinahe immer genug davon in unserer Nahrung haben, um Enzyme herzustellen, weil sie aus Eiweißen bestehen und unsere Gesellschaft daran keinen Mangel leidet – wenn überhaupt, dann essen wir zu viel davon. Der Schlüsselfaktor, der Eiweiße betrifft, um Leben und Aktivität in unser Enzymsystem zu bringen, ist ein Metall. Wir haben nach der letzten Zählung 130 Enzymsysteme, die von dem Metall Zink abhängen. Und dies ist nur ein Beispiel. Die Anzahl der Enzymsysteme, die von Magnesium abhängen sind unzählbar. Dann haben wir noch andere, wir haben Eisenenzyme, Kupferenzyme, Manganenzyme.

Also sind wir in einer Situation, in der, wenn wir nicht genug Zink, wenn wir nicht genug Magnesium, Eisen, Kupfer usw., da gibt es noch mehr, haben, dann haben wir keine Basis für ein aktives funktionales Enzym einer speziellen Klasse biochemischer Reaktionen. Deshalb fällt natürlich die Vitalfunktion unserer Zellen ab. Was wir bei all unseren Experimenten auf dem Feld der Ernährung in den letzten 15 Jahren festgestellt haben, ist, dass der Minernalstatus eines Individuums dessen Vitalität bestimmt. Er bestimmt wirklich ihre Fähigkeit zur Ausscheidung von Schlackenmaterial, weil das Füttern der Enzymsysteme diese vital und aktiv macht, die ganze Energie und Aktivität der Zelle, biochemisch gesehen, verbessert sich, wenn die Enzyme durch Hinzufügen ihrer Spurenelemente aktiviert werden. Das bedeutet nicht, dass Vitamine unbedeutend sind, man kann ohne sie nicht leben. Der Schlüssel ist hier die Tatsache, dass man sie jeden Tag benötigt. Wenn man heute einen Mangel an Vitamin B6 hat, kann man morgen einen entsprechenden Status haben. Es gibt keine Schwierigkeiten, man speichert nichts, es ist keine Langzeitsituation. Verändert man seine Ernährung hin zu mehr Vitamin B6, oder nimmt man ein entsprechendes Medikament ein, dann fühlt man sich morgen wieder gut. Wenn aber der Zinkstatus nicht stimmt, kommt harte Arbeit auf einen zu und es dauert lange, alles richtig zu stellen. Es ist eine sehr, sehr schwierige Situation. Hat man zu wenig Magnesium, würde ich Ihnen nicht raten, zu glauben, dass man dies korrigieren kann, indem man heute Magnesiumtabletten nimmt. So funktioniert das nicht. Es ist eine Sache des Bedürfnisses von Magnesium innerhalb der Zelle und zur Verfügung der Enzyme, und es dahin zu bringen ist ein Langzeitjob. Wenn Sie ein Zinkdefizit haben, könnte das hauptsächlich daran liegen, dass Ihre Eltern und Großeltern ein Zinkdefizit hatten und Ihnen diese Tendenz weiter vererbt haben. Es gibt jedoch in unserem Lebensstil und unserer Umgebung viele Zink verbrauchende Faktoren.

Wir reden also über Langzeitsituationen bei Mineralien, wenn man aber eine sie einschließende Therapie ausarbeitet, und sich dabei bewusst ist, dass ein Zeitfaktor zu berücksichtigen ist, dann kann man immense Veränderungen erreichen. Die Art und Weise, wie die Veränderungen zustande gebracht werden, besteht aus der Vitalisierung der Enzymsysteme, um eine Welle in der Zellvitalität zu erzeugen, Energie, wodurch das giftige Material hinaus geworfen wird. Unvermeidlich wird dabei der ganze Mensch mit den Mineralien behandelt und alle seine Körpersysteme haben Nutzen davon. Dann natürlich, wenn wir das erledigt haben, verfügen wir über Möglichkeiten in der Ernährung, speziellen Organen oder Systemen zu helfen. Zum Beispiel haben wir in unserer Therapie eine spezielle Leberbehandlung, deren Verfügbarkeit wirklich wichtig ist, weil der westliche Ernährungs- und Lebensstil eine große Blockade der Leberfunktion hervor ruft. Es kommt oft vor, dass ein Patient mit chronischen Beschwerden zur Behandlung kommt – die Leber ist hier oft der Brennpunkt der Schwierigkeiten. Alle möglichen Dinge verursachen diese. Schlechte Ernährung ist eine grundsätzliche Ursache, mit hohem Anteil von Eiweiß, und schädlichem Fett zum Braten. Eine andere Sache ist die immer wieder vorkommende Verwendung von Antibiotika, was auch im Vortrag von Dr. Munro heute morgen zu hören war. Die Verwendung von Antibiotika tut der Leber eine ganz spezielle Sache an: wir sind daran gewöhnt, dass die Leber alle Schlechtigkeiten, die durch die Darmwand kommen, ausfiltert. Dafür verantwortlich ist ein System, das retikulo-endotheliales System genannt wird. Es ist ein Netzwerk von Zellen, die dazu fähig sind, gefährliche Stücke halbverdauten Materials aufzufressen, die durch den Darm herein kommen. Wenn diese die Leber passieren würden, müsste sich das Immunsystem mit ihnen auseinandersetzen. Natürlich kommen wir hier zu einer der fundamentalen Ursachen allergischer Probleme: wenn das retikulo-endotheliale System nicht so arbeitet, wie es sollte, dann würden diese nur teilweise verdauten Produkte und anderes Unerwünschtes durchkommen, das Immunsystem erreichen und abnormale Reaktionen hervor rufen. Bei einer gesunden Person wird das retikulo-endotheliale System aktiv sein, die Rolle von Antibiotika scheint aber zu sein, dessen Funktion zu blockieren und damit den Schutzmechanismus zu verhindern. Man sieht also – und ich bin sicher, Sie sind sich dessen bewusst – so viele Leute, die zur Behandlung kommen, waren wegen häufiger Infektionen Antibiotika ausgesetzt, oder haben vielleicht in einigen Fällen ständig Antibiotika eingenommen, um Infektionen vorzubeugen, die sonst aufgetreten wären. Diese Praxis ist, soweit es mich betrifft, ganz schrecklich, sie führt zu Problemen dieser Art. Wir haben also die Möglichkeit, einzelne Organe mit dieser Therapie zu behandeln. Wenn die Leber betroffen ist, behandeln wir sie, indem wir zu allererst Cholin und Inositol als B-Vitamine wählen, die der Leber helfen, Fett normal zu verarbeiten und zur gleichen Zeit, das ist sehr wichtig, hilft das, Arterienerkrankungen und Herzanfällen vorzubeugen. Cholin und Inositol helfen, den Fettmetabolismus zu normalisieren, Fett aus dem Körper zu entfernen. Wir verwenden Cholin und Inositol in viel höherer Dosierung, als wir sie nach den in den normalen Büchern über Ernährung angegebenen geben müssten. Wir verwenden Kapseln, die je 250mg Cholin und Inositol enthalten und geben bis zu vier Kapseln täglich. Dies ist eine ganz nützliche Hilfe, wenn man die Leber behandelt. Dazu geben wir dann die Vitamine, die verschiedene Effekte auf die Leber haben, so werden Vitamin A und Vitamin D und E gegeben, zusammen mit dem Metall Selen – alle sind leberaktiv – und dazu noch Algen, Alfalfa und Löwenzahnwurzel. Diese Mixtur hat einen ziemlich großen Effekt auf die Leber. Sie stimuliert die Leber dazu, einiges ihrer Gifte auszuscheiden. Man kann sehr oft genau sagen, wann mit der Leber gearbeitet wird. Wenn dieses System verwendet wird, sollte man nicht übertreiben, weil manche Menschen sich dann in der Lebergegend unwohl fühlen. Wenn dann zu viel weiter gemacht wird, werden Schmerzen auftreten, weil die Leber sich richtig überarbeitet und einige werden sogar als Antwort auf die Stimulation eine geringe Lebervergrößerung bekommen. Nun, diese Dinge können etwas viel werden, aber es zeigt, dass wir eine Technik zur Verfügung haben, die dazu in der Lage ist, die Leber zu stimulieren.

Ich bin sicher, dass in Ihrer Therapie die endokrinen Drüsen spezielle Aufmerksamkeit bekommen. Das trifft für unsere Therapie auch zu und eines der von uns angewendeten Dinge, den Drüsen zu helfen, ist Pantothensäure, Vitamin B5; wieder in wesentlich größerer Dosis, als die normalen Nahrungsergänzungmittel von B5. Wir geben 600mg Kapseln Vitamin B5 zwischen einer und fünf Kapseln täglich.

Einige der Behandlungen zielen auf den ganzen Menschen, andere auf einzelne Organe, aber alle mit dem Hintergrund naturheilkundlichen Denkens. Unser Ziel ist es, das System zu reinigen und zu entgiften. Wir müssen die toxische Last verringern. Ich weiß nicht, ob Sie in Ihrer Therapie den Status der chronischen Giftbelastung der Leute erforschen. Ich habe das Gefühl, dass Sie das vielleicht schon tun – aber es scheint mir, dass eine mögliche Interaktion zwischen Ernährung und Radionik besteht. Wenn Nahrungsmittel zu der Zeit gegessen werden, in der die Giftbelastung mittels radionischer Überwachung gemessen wird, dann müsste man auch eine speziell empfindliche Methode haben, um herauszufinden, was im Körper des Menschen passiert. In unserer Therapie tun wir das durch Beobachtung des Patienten, weil dies zu jeder beliebigen Zeit ermöglicht, festzustellen, ob gerade aktiv verdaut wird oder nicht, wie aktiv das geschieht, und wieviel übrig bleibt. Sie aber haben eine spezielle Technik, in der Sie nach der toxischen Belastung fragen können.

Übrigens haben wir alle diese schwere toxische Belastung, ohne Ansehen der Person und wo wir gelebt haben. Wir können sie nicht vermeiden. Man kann eine beliebige ’normale‘ Person nehmen – wenn es eine solche überhaupt gibt – jemanden, der keinerlei Symptome aufweist und denkt, bei guter Gesundheit zu sein, und wenn man genügend Reinigungsprozeduren anwendet, genügend Stimulus für die Zellen, um ihre Gifte auszuscheiden, dann kann man immer eine Heilungsreaktion auslösen. Diese gesunde Person wird sich krank fühlen, weil sie damit anfängt, ihre Gifte aus den Organen auszuscheiden und diese im Blut zu kreisen beginnen. Sie wird sich so lange nicht wieder wohl fühlen, bis sie alles los geworden ist. Wenn sie wirklich gesund ist, wird sie ihr System reinigen und danach weniger toxisch sein als zuvor. Oftmals unterscheiden die Leute das erste Stadium der Reinigung nicht (das Herauslösen der Gifte aus dem Organ) vom zweiten, welches die Reinigung des Körpers ist. Es gibt Leute, die eine stimulierende Diät machen – ein Früchtefasten, zum Beispiel, ist so etwas – sie setzen sich dem sagen wir für fünf Tage aus. Jeder mit einer ziemlich mächtigen chronischen Giftbelastung wird am Ende der fünf Tage eine ziemlich heftige Reaktion haben und dann sagen, „Ich habe nun die Aufgabe erfüllt, das war das Tun wert, ich muss eine richtig große Menge davon los geworden sein: ich fühlte mich während dieser Zeit absolut schrecklich, also muss ich mir eine Menge Gutes getan haben.“ Dies ist aber nicht notwendigerweise der Fall.

Sie haben vielleicht die Toxine aus den Organen heraus gebracht und wenn sie sie wieder in die Organe zurück bringen, dann haben sie gar nichts Gutes bewirkt. In diesem Fall haben sie sich fünf Tage lang krank gefühlt, ohne etwas dafür zu bekommen. Dies ist alles Teil unseres Konzepts der Reinigung, Säuberung und Ausscheidung aus 1. den Organen und 2. aus dem gesamten Körper, mit dem wir arbeiten.

Wir kümmern uns dann um das Konzept der Krise und eine Ausscheidungskrise ist etwas, was auftritt, wenn sich alles zu heftig entwickelt: natürlich müssen sich die Leute krank fühlen, wenn sie eine zu starke Reaktion bekommen und sie zu viele Gifte aus den Organen und Geweben auf einmal freisetzen. Sie können eine Krise haben und sich danach viel besser fühlen, manchmal jedenfalls; was man aber tun muss, ist, die Therapie so zu steuern, dass schlimme Krisen gar nicht erst auftreten.

Dann benutzen wir, was die Naturheilkundler immer getan haben, ihr Konzept der Unterdrückung. Natürlich können wir in der Situation der Diät-Therapie heilende Reaktionen hervorrufen, in der Gifte eliminiert werden, und auch wenn unser Patient nicht genau versteht, was wir tun, können sie sich aus einem einzigen Symptom heraus entwickeln, das sie nicht mit der Diät-Therapie in Zusammenhang sehen, sondern als davon getrennt. Sie gehen dann zum Arzt und holen sich dort ein Medikament, um das zu unterdrücken, was in Wirklichkeit eine Heilantwort ist. Ich bin sicher, dass wir alle mit diesem Konzept bekannt sind. Wirklich, vom Standpunkt der Diät Therapie sind Dinge, die Symptome wegbringen, nicht notwendigerweise Heilfaktoren – auch dann, wenn man nicht an solche Medikamente denkt, die offensichtlich unterdrücken. Gerade gestern habe ich mit einer Patientin gesprochen, die mir mitteilte, dass sie eine Lösung für ihre Probleme gefunden hatte, weil sie, wenn sie eine Diät aus vorwiegend Fleisch essen würde, keines ihrer Symptome hätte. Eine vorwiegend aus Fleisch bestehende Ernährung ist sicherlich eine unterdrückende Ernährung. Was sie also getan hatte, war, ihre Symptome zu unterdrücken und nicht sie zu heilen, und das musste klar gemacht werden. Wenn diese Dame Gemüse gegessen hätte, wäre sie schwer erkrankt. Ist das nicht schrecklich? (Gelächter) Ein gutes sauberes Gemüse aus dem Garten würde sie krank machen, und alles woran es liegt, ist, dass es einige reinigende, eliminierende Eigenschaften hat. Deswegen war ihre Lösung, auf die sie gekommen war, das Vermeiden allen Gemüses – was einen vernichtenden Effekt in unserer Ernährung hat. Nur Fleisch zu essen, das würde sie symptomfrei halten und das nur, weil es eine unterdrückende Ernährung ist.

Nun wollen wir uns einigen speziellen Nahrungsmitteln zuwenden. Eines der spezifischen Gebiete, deren Erforschung Sie bei Ihren Patienten interessieren könnte, ist die Natrium-Kalium-Balance im Körper. Wir alle befinden uns in einer Situation, in der die meisten von uns ein mehr oder minder gekipptes Verhältnis oder gekippte Funktion aufweisen. In seinem Originalzustand war der Mensch an eine niedrige Natrium- und sehr hohe Kaliumzufuhr gewöhnt. Es gab überhaupt kein Salz, außer dem in frischen Früchten und Gemüsen enthaltenen, die er vielleicht aß, grüne Blätter usw. Dies war aber sehr begrenzt, weil der Natriumgehalt in natürlicher Nahrung sehr begrenzt ist. Auf der anderen Seite hatte er eine sehr hohe Kaliumzufuhr, weil die Gemüse in rohem Zustand gegessen wurden. Er könnte ca. ½ Gramm Natrium täglich zu sich genommen haben, dafür aber leicht sechs oder sieben oder acht Gramm Kalium am Tage. Und deshalb, gar nicht überraschend, entwickelten sich unsere Nieren dahin gehend, dass sie sehr effektiv Natrium zurückhalten. Wir haben die physiologische Fähigkeit, einen fast natriumfreien Urin zu produzieren; zur gleichen Zeit ist die Funktion unserer Nieren darauf abgestimmt, größte Mengen Kalium auszuscheiden, nur um diesen Stoff loszuwerden: es gibt zu viel davon. Es scheint die Philosophie der menschlichen Entwicklung zu sein. Es stimmt mit unserer Art der Vorzivilsation überein. Was nun in der westlichen Gesellschaft geschah, ist, dass die Leute Salz an alles gaben. Wenn man sich die Aufkleber auf Lebensmitteln in d en Supermärkten anschaut, stell man fest, alles enthält Salz. Die Hersteller tun gewaltige mengen hinein. Die Köche verwenden viel davon. Und dann kommen die Leute und streuen am Tisch noch mehr davon auf das Essen. So erhält man abnorme Mengen von Salz in den Lebensmitteln. Das Ergebnis ist, dass wir einen Geschmack für Salz entwickelt haben, und wir denken, dass nichts richtig schmeckt, bis wir das mit großen Mengen Salz versetzt haben. Wir waren dazu in der Lage, nachzuweisen, dass das Verlangen nach Salz vom Salzgehalt im Körper abhängt. Wenn man das überschüssige Salz im Körper los wird, dann hat man kein Verlangen nach Salz mehr. Das alles ist nicht nur auf Salz beschränkt. Wir haben Glutamat als Lebensmittelzusatzstoff, wir haben wasserlösliche Eiweiße als weit verbreitetes Additiv, das fabrikmäßig so hergestellt wird, dass es 40% Salz enthält. Wir haben Backpulver, das voll von Salz ist. Alle diese Dinge tragen dazu bei, dass wir massiv Natrium zu uns nehmen, möglicherweise 50mal mehr, als wir sollten. Die andere Seite der Medaille ist, typischerweise, dass die Leute nicht viel Kalium essen. Der britische Verbrauch von Gemüsen, die unsere Hauptkaliumquellen sind, ist auf niedrige Werte abgesunken. Tatsächlich zeigen die Zahlen, obwohl die nationale Gesundheitsbehörde behauptet, dass die Bürger ständig 16% ihrer Nahrung als Gemüse zu sich nehmen, wenn man sie näher betrachtet, dass davon 13% Kartoffeln und Erbsen sind, was die britische Idee von Gemüse zu sein scheint. Nach meinem Buch ist keine der beiden ein wahres Gemüse: was man braucht, ist der Stiel, das Blatt oder die Wurzel einer Pflanze – die sind reich an Kalium. Wir tendieren auch dazu, alles auf eine Art zu kochen, die Kalium aus ihnen heraus wäscht – alles geht den falschen Weg. Wo unsere Kaliumwerte hoch sein sollten und unsere Natriumwerte unten, ist es geradewegs anders herum. Wir alle haben einen westlichen Zustand, den der einzelne natürlich auf individuelle Weise manifestiert – ein Natrium-Kalium-Ungleichgewicht. Normalerweise sollten unsere Zellen hauptsächlich Kalium enthalten, das Blut und die extrazelluläre Flüssigkeit sollten reich an Natrium sein: das wäre normal. Aber mit der Behandlung, die wir uns selbst angedeihen lassen, beginnt das Natrium in die Zellen zu fließen, in denen es auch in kleinster Menge nichts verloren hat. Und das verändert unsere Zellphysiologie vollständig. Man beginnt alle möglichen Symptome zu zeigen. Man sieht viele Leute mit Wasserretention1, man kann Erschöpfung entwickeln. Was passiert, wenn wir schlafen gehen, ist unter anderem, dass der Körper Natrium aus den Zellen ins Blut pumpt, aber unsere unausgewogene Ernährung erzeugt eine Überlastung des Mechanismus‘, der dafür verantwortlich ist. Man bekommt als Resultat eine Natriumzelle.

Mein Vorschlag an Sie ist es, dass Sie sich für die Natrium-Kalium-Balance Ihrer Patienten interessieren. Das ist normalerweise keine Frage von Gut und Schlecht: sie wird immer schlecht sein. Es ist eine Frage von wie schlecht sie ist. Dann, so denke ich, muss man zwischen intrazellulärem Zustand und dem Zustand des Bluts und der extrazellulären2 Flüssigkeit unterscheiden. Bei Mineralien ist es geradezu lebenswichtig zu fragen, ob sie sich im Körper innerhalb oder außerhalb der Zelle befinden. Ich weiß nichts über Ihre Methode der Haaranalyse mit Pendel und Haarmauster, aber was ich mich immer gefragt habe, ist, messen Sie was im Haar oder was in der ganzen Person ist? Wenn Sie messen, was in der ganzen Person ist, ist es der gesamte Körper? Ist es das Blut? Mit Blut werden eine Menge Analysen gemacht, aber wir haben homöostatische3 Mechanismen im Körper, die die Werte konstant halten, weshalb diese keine normalerweise guten Indikatoren sind; und die höchst kritischen Kriterien sind die in den Zellen vorhandenen Mineralien. Diese sind es, die ich vorschlage, die Sie abfragen und näher erforschen könnten.

Dann gibt es da die Frage des Kalzium-Magnesium-Gleichgewichts. Eine andere kritische Balance, die zum Ungleichgewicht tendiert, wenn die des Natrium-Kalium falsch ist. Wir tendieren einfach dazu, unser Kalzium falsch zu verwenden, wenn die Natrium-Kalium-Balance nicht stimmt, und das kann die Ursache für schwerwiegende Probleme sein. Wir werden aber auch von einem Ungleichgewicht in der Versorgung heimgesucht, weil die westliche Art der Ernährung Milchprodukte bevorzugt. Eine Analyse der amerikanischen Ernährungsweise ergab, dass sie aus 25% Milch oder Milchprodukten besteht, was eigentlich absurd ist. Milch ist ein unglaubliches Konzentrat großer Mengen von Kalzium. Gleichzeitig sagt der konventionelle Ernährungsberater, „Nun, sie brauchen all dieses Kalzium. Wir glauben, dass Ihre Aufnahme sehr hoch sein muss.“ Wenn man aber in verschiedene Teile der Welt geht und nachforscht, speziell in Sri Lanka, wo die typische Ernährung nur 200mg Kalzium enthält, im Gegensatz zu uns, denen 1 Gramm täglich empfohlen wird, entdeckt man dass die Bevölkerung dort ein weit besseres und stärkeres Skelett hat als westliche Menschen. Das gleiche gilt für die Bantu in Südafrika, über die ebenfalls spezielle Studien gemacht wurden. Deren Ernährung enthielt durchschnittlich 300mg Kalzium pro Tag. Ihre Skelett und der Grad der Kalzifizierung4 war wirklich gut – wesentlich besser als in unserem Land, in dem wir alle Arten von Skelettproblemen haben, das überhand nehmende Problem der Osteoporose eingeschlossen.

Was konventionelle Ernährungsberater tun, und was der typische Arzt in Fällen von Osteoporose tut, ist nichts anderes, als Kalzium über das Essen zu streuen. Sie verwenden Kalziumtabletten, ich habe aber auch schon Patienten gesehen, denen große Behälter mit Kalziumpulver gegeben wurden, deren Inhalt sie über das jedes Essen zu streuen hatten! Das ist richtig erschreckend, weil die Bevölkerung im allgemeinen an Kalziumüberschuss leidet, die mit Magnesiummangel einher geht.

Magnesium ist eine unserer wirklichen Schwachstellen. Wir essen Nahrungsmittel mit einem Defizit an Magnesium, weil wir unsere Felder mit Düngern bearbeiten, die Kalium, Stickstoff und Phosphat enthalten, welche schnelles Wachstum der Pflanzen begünstigen. Dies geschieht auf Kosten der Magnesiumreserven des Bodens – etwas Magnesium enthält er ja – und das wird abgeerntet und weggenommen. Die nächste Pflanze enthält noch mehr Kalium, Stickstoff und Phosphat. Sie wächst heran und wieder wird Magnesium weggenommen. Und das Verhältnis von Magnesium zu anderen Mineralien ist vollständig unausgewogen. Die Nahrungsmittel haben einen Magnesiummangel. Und gerade das Magnesium ist eine Schwachstelle, weil wir keine Nahrungsmittel mit hohem Magnesiumbestandteil haben. Jemandem, der Zinkmangel hat, können wir sagen, dass er Austern essen soll, weil Austern einen unglaublich hohen Zinkanteil haben. Man kann für Magnesium nichts ähnliches tun. Wenn man in den Nahrungsmitteltabellen nachschaut und sucht, was den größten Magnesiumanteil hat, endet man bei Butterbohnen und Strandschnecken. (Gelächter) Aber sogar das ist nicht so dramatisch, wie es zu sein scheint. Zusätzlich scheint es, dass unsere Freunde, die konventionellen Ernährungsberater, traurigerweise den menschliche Bedarf an Magnesium unterschätzt haben – den Bedarf an Kalzium sehr überschätzt und den des Magnesium unterschätzt, so geraten wir in ein großes Ungleichgewicht. Also ein weiterer Teil des westlichen Musters der Chronizität, wenn man so will, ist ein Kalziumüberschuss kombiniert mit einem Magnesiummangel – es spielt dabei keine Rolle, über welche Symptome oder Erkrankungen wir hier sprechen, wir sprechen über den unterschwelligen Ernährungseffekt, der in der westlichen Welt verbreitet ist.

Meine Studenten haben mir neulich gesagt, „alles, was Sie uns lehren, basiert darauf, das Individuum auf sehr detaillierte Art und Weise zu überprüfen.“ Das bedeutet, wir studieren unsere Patienten sehr individuell, ziehen verschiedene Schlüsse und geben ihnen Behandlungen, die auf ihrer Krankengeschichte und Symptomen, sowie ihrer medizinischen Geschichte usw. beruhen. „Aber“, so sagen sie, „gibt es denn keine Daumenregeln? Gibt es nicht etwas, das wir für jeden tun können? Jeden, der mit chronischen Symptomen kommt?“ Darüber musste ich nicht lange nachdenken, ich musste sagen, „es ist besser, allen Magnesium zu geben.“, und zwar deshalb, weil das Enzym, das Natrium aus der Zelle und Kalium hinein pumpt, von Magnesium abhängt. Man kann keine Natrium-Kalium-Balance haben, ohne die Gegenwart von Magnesium.

Im Fall einer Person mit Osteoporose oder einem vergleichbaren Zustand, mit der Schwierigkeit, Kalzium in das Skelett einzubauen, ist die korrekte Lösung, die für uns immer offensichtlich war, sicherzustellen, dass das Magnesiumdefizit ausgeglichen wird. Das einfache Hinzufügen von immer mehr Kalzium ist ein schrecklicher Fehler, weil diese Leute Kalzium nicht verwenden können. Einige dieser Leute haben dafür keinen Platz, so wie es aussieht, und werden es an ungeeigneten Stellen ablagern und in Gallensteine oder Nierensteinen umwandeln oder in Kalkteile des arteriellen Systems5. Der Körper deponiert es um Gelenke herum, so dass wir Versteifungen bekommen (Spondylitis). Alle diese Zustände kommen von der falschen Kalziumverarbeitung.

Wenn wir zu den Spurenelementen kommen, die wirklich wichtig sind, handelt es sich meistens um eine Gruppe von sechs und wir geben sie immer zusammen: Eisen, Zink, Mangan, Selen, Chrom und Molybden – aus irgendwelchen Gründen ist Molybden ein ziemlich unbekanntes Metall – es ist ein Element. Es ist aber ziemlich wichtig und wir können einen Mangel daran haben. Diese sechs beinhalten kein Kupfer, einfach aus dem Grunde, dass unsere Nahrung viel Kupfer enthält. Kupfermangel ist ein sehr seltener Zustand und es ist viel verbreiteter, an Kupferüberschuss zu leiden. Wir haben Kupferleitungen für unser Wasser, wir geben Kupfersalze in unsere Reservoire, um das Algenwachstum zu bremsen. Eine riesige Menge von Lebensmitteln hat ein sehr hohes Verhältnis von Kupfer zu Zink und es ist im allgemeinen ziemlich schwierig, in einen Mangel daran zu geraten. Wir verwenden also nur diese sechs als Gruppe.

Was ich Ihnen sagen will, ist, dass ich Analysen von Spurenelementen von Radionikern gesehen habe, die manchmal Zinküberschuss und Chrommangel zusammen anzeigten – mit anderen Worten, überall. Ich möchte sagen, dass dies als chemischer Fakt relativ unwahrscheinlich ist; und hier denke ich, dass ich möglicherweise richtig damit liege, dass das mentale Konzept des Radionikers von dem, was vorgeht, sehr wichtig werden könnte. Wenn das Natrium-Kalium-Gleichgewicht sehr gestört ist, ist es sehr schwierig, Spurenelemente in die Zelle zu bekommen. Sogar trotz der Tatsache, dass in den Nahrungsmitteln eine Menge davon vorhanden ist und sie auch absorbiert werden würden, was in dieser Situation normal wäre – im typisch westlich chronischen Zustand haben wir es mit der Unfähigkeit zu tun, Spurenelemente in die Zelle zu bringen. Es ist sehr schwierig, die Situationen in Bezug auf diese verschiedenen Elemente grundlegend zu verändern, wenn nicht jemand einem Umweltfaktor ausgesetzt ist, was manchmal vorkommen kann. Wenn man zum Beispiel hochdosiertes Selen gibt, gibt man es meist als Anti-Schuppen-Mittel. Aus diesen Gründen kann so etwas schon mal passieren, aus Gründen der Ernährung eher nicht.

Wir bekommen Probleme mit einem tief verwurzelten und lang anhaltenden Zinkmangel und dafür geben wir eine extra Portion Zink, innerhalb der Zusammenstellung der sechs Spurenelemente, und extra Mangan, weil Mangan und Zink miteinander konkurrieren. Gibt man sie nicht zusammen, produziert man eventuell einen Manganverlust durch höhere Zinkdosen.

Vitamine werden in unserer Therapie auch verwendet. Sie werden als Beigabe zu den Mineralien verwendet. Wir geben Vitamin A, um die Absorption und Verwertung von Magnesium zu fördern. Wir geben verschiedene B-Vitamine; B1, um die Verwertung von Mangan zu fördern; für Zink B6; für Chrom B3. Wir verwenden also Vitamine als Zusatz. Wir stellen eine Formel zusammen, die sagen wir Magnesium ohne Kalzium enthält. Wir denken, Magnesium allein, ohne Kalzium zu geben, ist eine starke Behandlung im Sinne der Förderung natürlicher Ausscheidung. Kalzium hingegen bremst oder dämpft die Rate natürlicher Ausscheidung und man kann tatsächlich den Prozess der Ausscheidung durch die Kontrolle der Kalziummenge kontrollieren. Kalzium und Magnesium, die komplette B-Vitamin-Gruppe, Vitamin A und möglicherweise alle Spurenelemente gehen in ein Ernährungsschema ein, mit dem wir die Leute behandeln. Dann modifizieren wir das, einige bekommen kein Kalzium, wie ich schon sagte. Einige bekommen keine Spurenelemente, einige extra viel Zink und Mangan, einige mit Cholin und Inositol. Es gibt verschiedene Kombinationen von Mischungen der Nahrungsmittel. Was wir dann machen, ist, eine davon heraus zu picken und zu sagen, „Das ist es, was Sie brauchen.“, weil man in dieser Art Ernährungsverschreibung sehen kann, wie alles zusammen arbeitet. Dies ist für einen Durchschnittsmenschen, der in einen Gesundheitsladen geht, Unsinn. Er nimmt sich Dinge vom Regal – normalerweise ist das verschwendete Zeit und heraus geschmissenes Geld.

Frage: Ich war an den in den Blutstrom hinaus gelangenden Giften sehr interessiert, und Sie sagten, dass die Leute normalerweise durch eine schlechte Zeit gehen und dann anfangen, sich besser zu fühlen. Wie lange dauert es durchschnittlich, alles aus dem Blutstrom heraus zu bekommen? Kann man das irgendwie voraussagen?

L.P.: Ja. In Situationen, wie ich sie beschrieben habe, wenn jemand eine Art Früchtefasten macht, und wenn derjenige dann damit aufhört, wird alles ziemlich schnell in die Organe zurück gehen, gewiss innerhalb von ein bis zwei Tagen. Gewöhnlich wird sich derjenige dann besser fühlen. Er könnte damit Erfolg gehabt haben, etwas loszuwerden, der Rest wird in die Gewebe zurückgebracht. Also hat er sich mit dem Früchtefasten etwas Gutes getan. Wir sind mit Früchtefasten sehr vorsichtig. Früchte sind das Aggressivste, wenn es darum geht, Gifte aus den Geweben und auch Organen heraus zu bringen. Wir haben eine Liste nach Aggressivität aufgestellt und die Zitrusfrüchte stehen fast an der Spitze. Um also gewisse Arten von Giften loszuwerden und wenn man dazu nur Obst essen will, dann sind Zitrusfrüchte die härteste Methode. Unsere Analysen haben gezeigt, dass Ananas wahrscheinlich noch aggressiver ist. Wir wissen von keinem Ananasesser, der uns sagen könnte, ob das wahr ist! Wenn man die Liste abgeht, dann sind Äpfel und Trauben mittlere Vertreter; am Ende stehen Bananen. Sie tun gar nicht viel. Aber all diese Sachen sind wirken wie aggressives Ausgraben. Abhängig von den Ausscheidungsorganen bekommt man einen größeren oder kleineren Teil heraus. Aber alles ist relativ, Leute, die daraufhin Reaktionen zeigen und denen nicht wohl ist, können sich in sehr kurzer Zeit besser fühlen. Normalerweise dauert es nicht sehr lang.

Frage: Müssen Sie die Ausscheidungsorgane zuerst aufbauen, oder entgiftet man zuerst und hofft, dass sie zurecht kommen?

L.P.: Ja, das macht man, und die Methode basiert auf Mineralien und speziell Darmflorabakterien. Wir geben eine Mischung mit Aufbauvitaminen im richtigen Verhältnis und wir geben zur gleichen Zeit bakterielle Produkte für den Darm in veränderlichen Dosen. Das fördert vor allem die Ausscheidungsorgane, was zum Beispiel eine reine Früchtediät nicht tut. Deswegen halten wir unsere Patienten von großen Fruchtmengen ab, weil sie wegen ihrer aggressiven Qualität die Entwicklung der Behandlung schwierig überwachen und kontrollieren lässt. Eine Menge Leute sagen, „Oh, ich esse viel Obst. Ich werde das vermissen.“ In Wirklichkeit werden sie sich beim Essen einer Menge Obst unwohl fühlen, wenn sie die anderen Aspekte der Therapie befolgen. Wir müssen ihr Stadium kontrollieren, und uns wegen der leichteren Ausscheidung auf pflanzliche Fasern stützen, in einem Maße, die die Ausscheidungsorgane hoffentlich schaffen.

Frage: Gibt es in diesem Zusammenhang Beweise dafür, dass man solche Gifte wie DDT ausscheiden kann? Ich glaube, sie werden im Fettgewebe gespeichert und im Zuge der Entgiftung dort herausgeholt.

>L.P.: Ja, ja. Ich denke DDT ist sehr schwierig, weil es in inaktivem Material gespeichert ist und man benötigt immer eine lange Zeit, um es auszuscheiden. Was man tun muss, ist über eine lange Zeit hinweg gute Ausscheidungsmöglichkeiten zu schaffen, so dass, wenn Fett abgebaut und DDT wieder aufbereitet wird, dieses eine bessere Chance hat, ausgeschieden anstatt in anderes Fett wieder eingebaut zu werden.

Frage: Wenn Sie von ‚Gemüse‘ sprechen, meinen Sie roh oder gekocht?

L.P.: Unsere allgemein verwendete Praxis ist eine Mischung von roh und gekocht, weil das verschiedene Eigenschaften hat. Wenn jemand ausschließlich rohes Gemüse zu sich nimmt, liegt dessen Betonung auf Ausscheidung, was für diese Person nicht unbedingt richtig sein könnte. Die Konstitution einiger Leute ist so, dass sie die Ausscheidung, die von rohem Gemüse herrührt, nicht bewältigen kann. Wenn wir aber die Organausscheidung erhöhen und verstärken wollen, können wir welches geben, was dies fördert – gegessen wird sehr bald nach der Zubereitung – und das wird der Ausscheidung einen noch größeren Schub geben. Das ist alles Teil des Situationsmanagements des Therapeuten und für uns ist es Standard, eine Mischung aus roh und gekocht zu geben.

Frage: Können Sie etwas zu Darmspülungen sagen?

L.P.: Ja. Wir führen sie nicht durch, sie ist aber natürlich eine sehr effektive Methode, den Darm zu reinigen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Leute davor zurückschrecken, weil dabei ein gewisser Druck auf dem Darm liegt, und ebenso, weil eine sorgfältige Säuberung der höheren Teile des Dickdarms bedeuten kann, dass der Mineralverlust sehr deutlich wird. Wenn wir etwas in dieser Richtung unternehmen, dann sind das Einläufe – wir machen Einläufe mit Kaffee, Wasser, Kamille oder Aloe vera; meistens sind es Kaffee-Einläufe, weil sie die Leber stimulieren – oder wir verwenden eine Darmreinigung mit Kräutern nach den Richtlinien von Gray, das sind Flohsamenschalen als natürliche Kleie und eine Kräutermischung.

Frage: Hat das alte Sprichwort ‚ein Apfel am Tag hält den Doktor ab‘ einen wahren Hintergrund?

L.P.: Ja, das ist gesund, speziell im Licht der modernen Ernährung heute, die doch recht ballaststoffarm ist – sie enthält eine Menge Milchprodukte, viel weißes Brot usw., sehr wenig Ballaststoffe – in diesem Zusammenhang kann der Apfel ein bisschen den Retter der Situation spielen und man bekommt etwas Masse und der Darm kann die Dinge mit diesen Faserstoffen besser handhaben. Alles zusammen genommen habe ich keinen Zweifel, dass er in diesem Zusammenhang sehr, sehr hilfreich ist. Wenn aber jemand eine therapeutische Diät macht, die eine Menge Gemüse enthält, dann macht es wirklich gar keinen Unterschied.

Frage: Ich habe mich eigentlich gefragt, ob im Apfel Mineralien enthalten sind?

L.P.: Nein, keine Mineralien. Die meisten Früchte tendieren dazu, eher weniger Mineralien zu enthalten, und das gilt besonders für Äpfel. Vielleicht die einzige wertvolle Substanz im Apfel ist das Pektin, das als gute Basis für das Wachstum einer gesunden Darmflora fungiert. Deswegen werden Acidophilustabletten oftmals mit Pektin hergestellt. Und ja, das hilft ein bisschen, nämlich den Bakterien der Darmflora.

Frage: Denken Sie, dass mit Einläufen weniger Mineralverlust einher geht als mit Spülungen?

L.P.: Ja.

Frage: Kommt das vom Wasservolumen, vom Druck oder von was?

L.P.: Es ist das Wasservolumen und die Länge des gestörten Darms.

Frage: Ist Ihnen schon mal Dr. Christophers Dickdarmtonikum begegnet? Wenn ja, was halten Sie davon im Vergleich zu anderen?

L.P.: Im Vergleich zu den Gray’schen Kräutern haben wir festgestellt, dass sie sehr, sehr gut sind. Zum Vergleich möchte ich sagen, dass die Gray’sche Mischung oft, bei einigen Leuten, Perioden von Verstopfung verursacht, weil in den Komponenten der Mischung nichts enthalten ist, um die Darmbewegungen zu fördern. Das gibt es bei der Christopher-Mischung.

Frage: Können Sie mir erklären, warum wir, wenn unsere Darmflora zu 80% sauer sein sollte, 80% basische Lebensmittel essen müssen statt saure?

L.P.: Man muss hier unterscheiden. Wenn wir Gemüse als basisch ansehen, sprechen wir davon, was da ist, wenn wir sie im Körper umgeformt haben. Es ist also der Effekt auf die Gewebe des Körpers, nachdem wir die gegessen und assimiliert haben. Sie hinterlassen einen basischen Rest, aber ihr Effekt im Darm ist es, ein saures Milieu zu fördern. Es existiert so etwas wie eine gegensätzliche Situation zwischen Darm und dem Rest der Körpergewebe. Sie tendiert dahin, dass, wenn Sie einen sauren Darm im richtigen Milieu haben, Ihre Gewebe zu neutralem oder basischem Milieu neigen. Die Anhäufung von Säure im Gewebe ist wirklich sehr unerwünscht. Sie wird durch den Genuss von Tierprodukten wie Fleisch oder Milch gefördert – und auch Getreide wie Weizen oder Reis.

Frage: Wie verhält sich Hafermehl in der Ernährung?

L.P.: Wir verwenden einiges an Hafermehl in der Ernährung. Es enthält Gluten, was wir bei Weizen vermeiden wollen, wo wir nur können. Weizengluten ist nicht gut. Hafergluten existiert, es ist aber nicht so nachteilig.

Frage: Warum sind Sie zu Hafermehl übergegangen? Wegen des Glutens?

L.P.: Ja. Man wählt vielleicht einmal täglich lieber Hafer als Weizen, weil es nicht so säurebildend ist und nicht das gleiche Gluten enthält, das vom Weizen her für Schwierigkeiten sorgt. Unsere bevorzugte Wahl bei Kohlenhydraten in der Ernährung bei größeren Mengen sind jedoch neutrale Getreide: Reis – Vollkorn, Rundkornreis (vorzugsweise organisch) – und Hirse, die ähnliche Eigenschaften hat.

Frage: Hafer nimmt den Zucker aus dem Blut. Ich denke, zum Beispiel bei Diabetes hat es diese Eigenschaft. Ich weiß nicht, ob auf Reis das selbe zutrifft?

.P.: Das ist interessant. Ich weiß in diesem Zusammenhang nichts spezielles über Hafer, es wird aber behauptet, das er blutdrucksenkende Eigenschaften bei Bluthochdruck habe. Im Zusammenhang mit dem Blutzucker ist die diätetische Behandlung im allgemeinen sehr, sehr effektiv, was dessen Kontrolle angeht. Ich habe den Blutzucker wegen der beschränkten Zeit nicht erwähnt, aber viele der auftretenden symptomatischen Probleme scheinen mit ihm in Verbindung zu stehen. Wir müssen den Menschen helfen, den Blutzucker besser zu kontrollieren, damit sie diese Effekte überwinden. Symptome wie Migräne zum Beispiel, treten dann auf, wenn der Blutzuckerspiegel am niedrigsten ist. Wir verwenden diätetische Werkzeuge als Hilfe. Das schließt spezifische Mineralien wie Zink und Chrom und Mangan mit ein, die alle für die Kontrolle des Blutzuckers wichtig sind. Es gibt eine beachtliche Menge Mangan in Hafer, das könnte also helfen.

Frage: Sie sprachen über Reis und Hirse. Was ist mit Kartoffeln? Weil Reis säure- und Kartoffeln basenbildend sind, glaube ich?

L.P.: So weit es die therapeutische Wirkung betrifft, ist die der Kartoffel gleich Null. Und gewiss hilft es auch nicht dem zweiten Stadium der Ausscheidung auf die Art, wie Reis es tut. Was brauner Vollkornreis zu tun scheint, ist eine gute feuchte und faserige Masse im Darm zu bilden. Das wirkt wie eine Art Löschpapier und saugt die Gifte auf und transportiert sie heraus. Die Kartoffel tut das nicht. Zusätzlich haben wir bei ihr einen weiteren Nachteil, das Solanin, ein in der Kartoffel enthaltenes Gift. Man bekommt es, wenn Kartoffeln grün werden oder sprießen. Natürlich wissen die meisten Leute, dass das schlecht ist und vermieden werden sollte, aber auch die sogenannten Bio-Kartoffeln enthalten noch ein Gutteil davon.

Frage: Was ist mit dem Kaliumgehalt der Kartoffel? Ich dachte immer, er wäre ziemlich hoch, wenn man sie mit Pelle isst?

.P.: Ja, der Kaliumgehalt in Kartoffeln, sie haben ein gutes Kalium-Natrium-Verhältnis, die absoluten Werte sind aber nicht sehr hoch, vorwiegend deshalb, weil sie so viel Stärke enthalten. Sie enthalten insgesamt gesehen auch nicht viele Mineralien. Das Kalium-Natrium-Verhältnis ist gut, der Gesamtinhalt ist nicht so gut. Es ist etwa ein Sechstel oder Siebtel dessen, was eine Karotte oder eine Pastinake enthält.

Claudio Romanazzi

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